Benutzer:HIWI
Alexander Hubert
CamLex Mathematik
(Camerarius' mathematische Netzwerke)
Camerarius und Johann Hommel
Hommels junge Jahre
Johann Hommel (*02.02.1518 in Memmingen, †04.07.1562 in Leipzig) studierte Theologie zunächst am frisch gegründeten Collegium Praedicatorum in Straßburg, wo er auch von dem Mathematiker Christian Herlin unterrichtet wurde, und dann ab 1539/40 als Stipendiat seiner Heimatstadt Memmingen und unter Förderung Melanchthons in Wittenberg; dort hörte er neben Luther und Melanchthon auch Erasmus Reinhold, der die Professur für höhere Mathematik innehatte und der möglicherweise sein Interesse für Mathematik weiter verstärkte. Rheticus dagegen erlebte er dort nicht mehr, da dieser sich zu diesem Zeitpunkt bei Kopernikus in Frauenburg aufhielt und 1542 nach Leipzig wechselte.[1] Nach seiner Promotion zum Magister im Februar 1541 kehrte Hommel zunächst nach Memmingen zurück, um 1542 nach nicht erfolgter Anstellung als Prediger erneut mit einem Stipendium der Stadt Memmingen nach Wittenberg zu gehen.
Eine langfristige Stelle fand er schließlich im Oktober 1543 als Pfarrer in dem Memmingen zugehörigen Dorf Pleß, wo er blieb, bis er die Stelle aufgrund des Augsburger Interims 1548 verlassen musste. Neben seiner Arbeit betrieb er hier auch bereits mathematische Studien, die sich in dem Werk “Quadrati, quadrantis et baculi geometrici usus” niederschlugen; es wurde nie gedruckt, die handschriftliche Ausarbeitung befindet sich aber im Schweinfurter Stadtarchiv.[2] Auch die Aussicht auf eine mathematische Professur bot sich ihm zu dieser Zeit das erste Mal, wie ein Brief Melanchthons von 1545 bezeugt (dat. 13.12.1545), in dem dieser ihm schrieb, Hommel hätte in Wittenberg Nachfolger des Erasmus Flock werden können, da Melanchthon jemanden suche, der sich mit Geometrie auskenne.[3] 1546 widmete Erasmus Oswald Schreckenfuchs Hommel seine Edition von Abraham bar-Hiyyas "Sphaera mundi";[4] im Widmungsbrief (dat. 13.06.1546) erinnert er an die Mathematik und Astronomie als ihre gemeinsame Leidenschaft und schreibt, er bewundere niemandes mathematische Fähigkeiten so sehr wie die Hommels.
Der Weg nach Leipzig
Nachdem Hommel die Stelle in Pleß verloren hatte, suchte er eine Anstellung als Mathematiker, die er bei Karl V. fand, der auf dem Augsburger Reichstag auf Hommel aufmerksam geworden war. Für diesen baute Hommel eine Planetenuhr, die Hommel nicht nur angeblich 1000 Gulden einbrachte, sondern obendrein die Anerkennung Karls V.; dieser ernannte Hommel am 28.11.1553 schließlich zum Pfalzgrafen.[5]
Aus religiösen Gründen ging Hommel bis spätestens 01.11.1549 nach Leipzig; ein Brief des Camerarius an Melanchthon belegt Hommels Aufenthalt bei Moritz von Sachsen zu diesem Datum zur Klärung von Formalien.[6] Offenbar hatte Hommel von Moritz signalisiert bekommen, dass er in Leipzig eine Anstellung finden könnte. Woitkowitz vermutet, dass Christoph von Karlowitz die Stelle vermittelt habe; Hommel habe möglicherweise die Stelle des Rheticus bekommen sollen, der trotz Mahnungen der Universität vom Sommersemester 1545 bis zum Sommersemester 1548 auf Reisen war (vgl. auch Camerarius und Rheticus).[7] Zu Hommels nicht ganz einfacher Anstellung vgl. Camerarius als Protektor von Mathematikern.
Nachdem schließlich im April 1551 Rheticus die Universität überstürzt verlassen musste (vgl. Camerarius und Georg Joachim Rheticus), übernahm Hommel offenbar zeitweise dessen Wohnung und ab dem Sommersemester 1551 auf fürstliche Weisung zunächst kommissarisch die höhere Mathematikprofessur bei einem Gehalt von 120 Gulden (Thema der Vorlesung war wie auch im Folgesemester Euklid); diese wurde ihm im Juni 1552 nach Rheticus' Relegation offiziell übertragen und sein Gehalt an das ehemalige des Rheticus von 140 Gulden angeglichen.[8] Die Professur behielt Hommel bis zu seinem Tod 1562. Unter seinen Studenten fanden sich unter anderem Johannes Prätorius, Matthias Stojus, Valentin Thau und Bartholomäus Scultetus. Tycho Brahe, der am 04.03.1562 in Leipzig zu studieren begann, dürfte Hommel ebenfalls erlebt haben und wurde wiederum von Scultetus weiter unterrichtet. Hommel starb am 04.07.1562 nach langer und schwerer Krankheit, wie Camerarius Johannes Crato am 06.07.1562 berichtet;[9] sein Nachfolger in der höheren Mathematikprofessur wurde Valentin Thau. Camerarius beklagt Hommels Tod als persönlichen Verlust, jedoch sieht er den Tod eines so herausragenden Mathematikers auch insbesondere als als Unglück für die Universität Leipzig und die mathematischen Studien.[10]
Hommel im Netzwerk
Hommel war zweimal verheiratet: Seine 1544 geschlossene Ehe mit Rosina Wagner wurde ca. 1556 wieder geschieden. Am 14.06.1558 heiratete er dann Camerarius’ Tochter Magdalena. Aus der zweiten Ehe gingen zwei Töchter (Anna, *1559; der Name der zweiten Tochter ist nicht bekannt, *04.05.1561)[11] hervor, die aber beide jung noch vor Hommel selbst verstarben.
Hommel gewann nicht nur den Kaiser und Moritz von Sachsen für sich; seit 1555 hielt er sich als Vertrauter des seit 1552 regierenden Kurfürsten August von Sachsen an dessen Hof in Dresden auf. Nachdem er bereits zuvor mehrfach als Landvermesser und Kartograph tätig gewesen war,[12] wurde er von April 1558 bis Ende des Sommers 1559 von seinen Tätigkeiten an der Universität beurlaubt und als kurfürstlicher Vermesser am Dresdner Hof angestellt; als Vertreter benannte er damals bereits Valentin Thau, der 1562 auch sein Nachfolger wurde. Auch nachdem er 1559 wohl auf eigenen Wunsch an die Universität zurückgekehrt war, erhielt Hommel regelmäßig Vermessungsaufträge vom Kurfürsten.[13] Neben seiner kartographischen Tätigkeit widmete sich Hommel bereits in dieser Zeit wohl auch wieder der Astronomie, offenbar mit großem Interesse des Fürsten, wie ein Brief des Camerarius an Hommel vom 15.10.1558 belegt.[14] Ein zweiter, nicht datierbarer Brief des Camerarius an Hommel, der sich aber nach Woitkowitz auf die Zeit von Hommels Aufenthalt am Hof eingrenzen lässt[15], kündigt eine Sendung von Himmelsgloben an, die Camerarius dem Fürsten gerne zum Gebrauch überlasse.[16] Offenbar erfüllte Hommel in dieser Zeit die Rolle eines Beraters des Kurfürsten zu allem, was Astronomie, Astrologie und Kartographie betraf.
Hommels wissenschaftliche Betätigung
Von Hommels Beschäftigungen mit aktuellen Fragen des Astronomie zeugen auch zwei Exemplare von Kopernikus’ Werk “De revolutionibus”, von denen sich eines, das von Hommel selbst annotiert wurde, in Gotha und das zweite heute in der Beinecke Rare Book and Manuscript Library in New Haven befindet;[17] das letzte enthält nicht nur Hommels Annotationen (allerdings wohl nicht von seiner Hand), sondern auch die Notizen von Hommels Lehrer Erasmus Reinhold, und später fügte noch Johann Prätorius seine eigenen Anmerkungen hinzu. Eine Abschrift von Hommels Notizen durch seinen Schüler Bartholomäus Scultetus befindet sich außerdem in Bamberg.[18] Aus den Anmerkungen geht hervor, dass Hommel Kopernikus’ neuem Weltbild eher ablehnend gegenüberstand und u.a. die Messdaten kritisierte. Weitere Notizen Hommels zeugen von seinen Planetenbeobachtungen von März 1559 bis September 1561, ebenso wie ein handschriftlicher Brief des Camerarius an Esrom Rüdinger (dat. 13.03.1560).[19]
Von gemeinsamen Beobachtungen Hommels mit Camerarius zeugt Camerarius' Brief an Christoph von Karlowitz vom 14.03.1556: Camerarius berichtet dort, er habe über 10 Tage hinweg gemeinsam mit Hommel in Leipzig den aktuellen Kometen beobachtet und beschreibt dessen Bahn;[20] Karlowitz ist auch Camerarius’ Schrift "De cometis" von 1558 gewidmet. 1564 bedauert Camerarius Hommels frühen Tod, denn Hommel hätte seiner Meinung nach mehr zur Großen Konjunktion von 1563 sagen können als viele selbst ernannte Wahrsager und Astrologen; er selbst könne aufgrund seines Alters und seiner ungenauen optischen Instrumente wenig beitragen.[21] Zahlreiche Briefe sowie Hommels handschriftlicher Nachlass zeugen von weiteren mathematischen Betätigungsfeldern. So hat Camerarius offenbar 1552 wohl aus Nürnberg eine Ausgabe von Proklos’ “Hypotyposis” an Hommel geschickt.[22] Im Wintersemester 1556/57, genauer gesagt ab 08.02.1557, war das Werk dann auch Grundlage von Hommels Vorlesung.[23] Ein handschriftlicher Prokloskommentar von Hommels Hand liegt außerdem im Stadtarchiv Schweinfurt.[24] Außerdem befindet sich in München eine lateinische Übersetzung der Kapitel I, 1-10 des Almagest-Kommentars Theons von Alexandria.[25] Diesen hatte Simon Grynäus 1538 herausgegeben, nachdem Camerarius die Handschrift vermittelt hatte.
In mathematischen Angelegenheiten war Hommel offenbar auch Ansprechpartner für Camerarius, wenn dieser fachlichen Rat brauchte. Am 15.10.1558 schickte Camerarius Hommel Textproben des Kleomedes (wohl aus "De motu circulari corporum caelestium"), offenbar mit seiner eigenen Übersetzung, und bat Hommel um seine Meinung.[26] Konkret fragte er ihn insbesondere nach drei Stellen, auf die Hommel besonders achten solle. Auf den Kleomedes kommt auch Camerarius' Brief an Hommel zu sprechen, der sich nur grob auf August oder September 1558 datieren lässt. Camerarius’ Schrift zu Kleomedes, ob Edition oder Übersetzung, wurde jedoch offenbar nie gedruckt (vgl. auch Geplante Projekte und Vorarbeiten). In ähnlicher Weise wird wohl auch Hommels Beitrag zu Camerarius’ Ausgabe von Plutarchs “De natura et effectionibus daemonum” (1565) abgelaufen sein. Der Druck enthält neben lateinischen Versionen der beiden Bücher von Adrien Turnèbe bzw. Camerarius auf den Seiten 133 bis 148 auch weitere Anmerkungen von Camerarius, die unter anderem speziell mathematische und astronomische Fragen betreffen. Darin erläutert Camerarius unter anderem eine Stelle in Kapitel 3 von “De defectu oraculorum”, in der von der Messung der Polhöhe anhand eines gekippten Ziegelsteins die Rede ist. Er schreibt hier, diese Frage habe sein mittlerweile leider verstorbener Schwiegersohn Johann Hommel ihm hervorragend erklärt, und führt die Funktionsweise der Methode samt Beweis auf über zwei Seiten aus. Derselbe Druck gibt auch einen Hinweis darauf, dass solche Besprechungen unter Kollegen durchaus üblich waren: Nur zwei Seiten später schreibt Camerarius in einer anderen Angelegenheit, diese habe er mit der Hilfe von Hommels Nachfolger in der Mathematikprofessur, Valentin Thau, geklärt.
Besondere Nachwirkung hatte Camerarius' Brief an Hommel vom 26.06.1559, der Hommels Spezialgebiet betrifft. Camerarius schildert darin, wie er, niedergestreckt von einer plötzlichen Krankheit, nicht habe schlafen können und deshalb angefangen habe, sich über Vermessungsprobleme Gedanken zu machen. Im Wesentlichen geht es Camerarius um Lukians Aussage, wonach die ägyptischen Pyramiden zur Sonnenwende keine Schatten werfen,[27] in Kombination mit Herodots Angabe, wonach die Grundfläche der höchsten Pyramide 800 Fuß in alle Richtungen messe und ebenso hoch sei. Camerarius habe sich gefragt, wie hoch bei gegebener Seitenlänge der Grundfläche die Pyramide sein muss/darf, damit diese keinen Schatten wirft, und ob das Ergebnis mit Herodots Angaben vereinbar sei. Die ausgefallene Frage entschuldigt Camerarius damit, dass ihm nichts anderes übrig bleibe, als zu solchen Beispielen zu greifen, da er weder Grundstück noch Garten zum Vermessen habe.[28]
Die Problematik des Pyramidenschattens wurde später 1589 von Andreas Dudith aufgegriffen, der sich offenbar die Sammelausgabe von Camerarius’ Briefen besorgt hatte und sich ebenfalls mit dem Pyramidenproblem beschäftigte. So fragt er in einem Brief (dat. 01.01.1589) Johannes Prätorius ausdrücklich nach dem Problem, das Camerarius in dem erwähnten Brief schildere;[29] der Mathematiker und Schüler Hommels Johannes Prätorius war auf Dudiths Bitte durch Camerarius’ Vermittlung zu ersterem gereist, um ihn bei seinen mathematischen Studien zu unterstützen, und die beiden unterhielten auch später einen regelmäßigen Briefverkehr. In einem weiteren Brief (dat. 12.02.1589) bedankt sich Dudith dann für Prätorius’ Erklärungen,[30] in einem dritten Brief (dat. 21.02.1589) schließlich kommt Dudith noch einmal auf das Problem zu sprechen.[31]
Allgemein darf Schattenmessung und damit zusammenhängend die Polhöhenbestimmung und Gnomonik wohl als Hommels Spezialgebiet gelten. Davon zeugen nicht nur der erwähnte Brief des Camerarius, sondern auch zahlreiche handschriftliche Notizen Hommels und Epicedien auf ihn. So sind Notizen Hommels zur Funktion der Sonnenuhr erhalten,[32] außerdem Notizen von Johannes Prätorius’ Hand zur Gnomonik, die vermutlich eine Mitschrift von Hommels Vorlesung zu dem selben Thema darstellen.[33] Der Druck von Camerarius' Rede zur Magisterpromotion (Frühjahr 1563) enthält außerdem in zahlreichen beigegebenen Nachrufen auf Hommel Anspielungen, die in dieselbe Richtung weisen; so lobt Camerarius selbst ihn in seinem Nachruf (und damit in der Rede) für seine Leistungen im Bereich der Sonnenuhren[34] und der Schattenberechnung,[35] Hommels Schüler und Nachfolger Thau spielt in seinem Epicedium auf beides zugleich an[36] und auch Caspar Jungermann lobt Hommels Beschäftigung mit Schatten und der Sonnenuhr.[37]
Nachwirkung
Trotz seiner fleißigen Tätigkeit blieb Hommels Nachwirkung gering, da keine seiner Schriften jemals gedruckt wurde. Zu seinen Lebzeiten kam es aus ungeklärten Gründen nie dazu, und auch posthum wurde kein Werk Hommels veröffentlicht. Als einzige Ausnahme könnte man Bartholomäus Scultetus’ volkssprachiges Werk “Gnomonice de solariis, sive doctrina practica tertiae partis astronomiae” (1572) nennen, das laut Vorwort Hommels Arbeit als Grundlage hat; doch ist diese Gnomonik immer noch das Werk des Scultetus, und auch wenn Hommel durchaus positiv erwähnt wird, kommt sein Name außerhalb des Vorwortes nicht vor. Dabei waren Camerarius selbst, aber auch viele andere Zeitgenossen sich vollkommen einig, dass es eine Schande wäre, Hommels Werk der Vergessenheit anheimfallen zu lassen.[38] Doch die Manuskripte blieben bei Camerarius unter Verschluss. Noch am 26.12.1588 schreibt Andreas Dudith an Johannes Prätorius, es sei ein Unrecht, dass Hommels Werk zur Gnomonik nicht veröffentlicht werde und Prätorius solle sich darum kümmern.[39]
Der erhaltene Teil von Hommels Nachlass enthält heute noch 24 Blätter zur Sonnenuhr,[40] die Schrift über Quadrat, Quadrant und Jakobsstab,[41] einen Kommentar zu Proklos’ "Hypotyposis" sowie Notizen zu Planetenbeobachtungen und zu Kopernikus’ Beobachtungen,[42] eine Gnomonik, inhaltlich von Hommel, jedoch von Prätorius' Hand, die möglicherweise eine Vorlesungsmitschrift darstellt, [43] weitere Schriften zu Kalender und Sonnenuhr, [44] Astronomische Tafeln, [45] Aufzeichnungen zur stereographischen Projektion und astronomische Notizen,[46] die erwähnte Übersetzung von Theons Almagest-Kommentar in der BSB München[47] sowie die erwähnte annotierte Ausgabe von Kopernikus' "De Revolutionibus" in der Beinecke Library. Ein Katalog der Prätorius-Saxonius-Bibliothek, der sich in Wien befindet, erwähnt außerdem Beweise einiger mathematischer Probleme, die aber verloren sind.
(Alexander Hubert)
Camerarius als Förderer von Mathematikern
Camerarius zögerte auch nicht, seinen Einfluss zum Vorteil von Mathematikern geltend zu machen, durchaus auch mit Erfolg.
Als Johann Hommel durch Moritz von Sachsen nach Leipzig berufen wurde, hatte sich dieser offenbar keine Gedanken über die Finanzierung des neuen Mathematikers gemacht. Die zwei Mathematikprofessuren an der Universität waren beide bereits besetzt: Die große Professur hatte seit 1542 Rheticus inne, die kleine seit 1545 Christoph Montag. Dennoch war Hommel dem Ruf des Fürsten direkt gefolgt und hielt sich spätestens ab 01.11.1549 in Leipzig auf, wie ein Brief des Camerarius an Melanchthon von diesem Datum belegt,[48] obwohl weder Anstellung, noch Besoldung oder Unterkunft noch geklärt waren.
Somit wurde Camerarius von Christoph von Karlowitz aufgefordert, für Hommels Anstellung zu sorgen. Camerarius hatte jedoch Einwände gegen Karlowitz’ Anweisung:[49] Rheticus’ Professur sei unbefristet und Hommel die zweite Professur zu geben wäre unrecht, denn diese habe der altgediente Christoph Montag inne, den man nicht einfach fallen lassen könne. Camerarius empfahl nun stattdessen, eine zusätzliche Stelle einzurichten und dafür die Gelder der noch unbesetzten Professur für Chirurgie zu verwenden. Er wies aber auch darauf hin, dass er selbst in dieser Sache wenig zu entscheiden habe: Die Anweisungen müssten vom Fürsten kommen. Auch den Melanchthon, der sich Mitte November in Leipzig aufhielt, bat Camerarius darum, Hommel zu unterstützen.[50] Letztlich griff der Kurfürst offenbar Camerarius’ Vorschlag exakt auf: Am 23.11.1549 empfahl der der Universität Leipzig Hommel und erklärte sich bereit, diesen zu finanzieren, verlangte aber dafür eine Aufstellung von Einnahmen und Ausgaben von der Universität und eine Zwischenfinanzierung (100 Gulden) von der medizinischen Fakultät; außerdem sollte Hommel von der Universität Wohnraum zugewiesen werden.[51] Nach Protest im Senat der Universität wurde der Vorschlag schließlich angenommen unter der Bedingung, dass das Geld der medizinischen Fakultät zurückerstattet würde. Camerarius war gelungen, einen Kompromiss zu finden, der es ermöglichte, einerseits Hommel nicht zu enttäuschen und andererseits Christoph Montag nicht im Stich zu lassen; gleichzeitig wird deutlich, dass Camerarius’ Einfluss groß genug war und seine Meinung genug geschätzt wurde, dass Moritz von Sachsen seinen Vorschlag vollständig übernahm.
Auch gelang es Camerarius, den Mathematiker Johannes Prätorius an Andreas Dudith zu vermitteln. Dieser hatte sich 1568 in einem Brief (dat. 01.10.1568) an Camerarius gewandt, in dem er ihm seine Bewunderung versichert.[52] Er habe bereits Ernst Vögelin gebeten, ihm mit Camerarius' Unterstützung einen fähigen Mathematiker zukommen lassen, der Dudith bei seinen privaten Studien unterstützen solle (qui mihi domesticam operam navaret). Nachdem Vögelin auf mehrfaches Nachhaken nicht geantwortet habe, habe nun Paul Fabricius Dudith mitgeteilt, dass Camerarius Johannes Prätorius lobend erwähnt habe. Camerarius soll also diesen Prätorius zu ihm schicken, wenn er ihn für fähig halte, oder einen anderen Mathematiker, der ihm passend erscheine, und auch gleich mitteilen, für wie lange die entsprechende Person bei Dudith bleiben könne. Camerarius' Antwort fiel offenbar positiv aus, denn bereits am 12. November schreibt Dudith, er erwarte Prätorius aufgeregt (avide), denn er müsse äußerst fähig sein, wenn Camerarius in solchen Tönen von ihm spreche.[53] Camerarius solle Prätorius drägen, sich sofort auf den Weg zu machen und Dudith postwenden mitteilen, ob Prätorius bereits abgereist sei, wann er bei Dudith ankommen werde, wie alt er sei und welchen Lohn Camerarius für angemessen halte. Falls Prätorius es sich aber anders überlegt haben sollte, solle Camerarius dringen einen anderen Mathematiker schicken. Wenige Monate später schreibt Dudith erneut (dat. 25.02.1569):[54] Er erwarte Prätorius dringend. Camerarius solle sich unbedingt bemühen, dass so schnell wie möglich irgendein Mathematiker zu Dudith komme, der seinen Anforderungen genüge. Er wolle jemanden, der sich nicht nur ein bisschen in der Mathematik auskenne, sondern wirklich fortgeschritten sei und auch astrologische Kenntnisse besitze (nolo hominem mediocriter in his disciplinis versutum, sed qui magnos in omni parte progressus habeat et in divinatrice quoque astrologia non parum operae posuerit.). Falls Prätorius dem nicht entspreche, solle Camerarius also jemand anderen schicken. Im Postscriptum geht Dudith dann nochmal darauf ein: Noch nie habe ihn etwas so auf die Folter gespannt wie die Erwartung dieses Mathematikers (Nulla me res ita umquam torsit ut huius mathematici exspectatio). Camerarius entwortet mit einem bescheidenen Lob des Prätorius und weist darauf hin, dass er ihn erwarte und direkt zu Dudith weiterschicken werde (dat. 29.03.1569).[55] Camerarius und Fabricius blieben bei seiner Einschätzung des Prätorius, wolle aber das Lob bezüglich dessen Exzellenz auf seinen mittelmäßigen Eifer (mediocri industria) bezogen wissen. Diese Aussage kommt bei Dudith völlig falsch an; am 15.05.1569 zeigt er sich weiter ungeduldig:[56] es ärgere ihn, dass seine freie Zeit so ungenutzt vergehe, da sie jederzeit wieder vorbei sein könne; Camerarius solle Prätorius Druck machen. Jedoch habe Camerarius' Brief seine Meinung von Prätorius geschmälert, indem er dessen mittelmäßigen Eifer (mediocris industria) lobe: Dudith habe doch ausdrücklich klar gemacht, dass er niemanden mittelmäßigen, sondern zweiten oder dritten, wenn schon nicht ersten Ranges suche (At ego non mediocrem me quaerere iam antea testatus sum, sed qui vel in secundis vel tertiis consistat, si in primis non datur.). Dennoch zeigt sich Dudith über Prätorius Ankunft schließlich hocherfreut (dat. 06.06.1569):[57] Er werde Prätorius wohlwollend empfangen und behandeln und fühle sich Camerarius höchst verpflichtet. Auch im nächsten Brief dankt Dudith Camerarius überschwänglich (dat. 08.02.1570):[58] Prätorius' Fähigkeiten genügten genau seinen Anforderungen. Er bitte Camerarius, ihm bei Gelegenheit mitzuteilen, wie er ihm danken könne (Rogo te ut mihi aliquando imperes.). Möglicherweise als Dank weist Dudith dann direkt im Anschluss darauf hin, dass er in Italien Diophant abschreiben lasse und Camerarius eine Kopie erhalten könnte. Zwei Monate später schreibt Dudith, Prätorius sei offenbar gerne bei ihm und er werde dafür sorgen, dass Prätorius wisse, dass Camerarius den Kontakt zwischen ihnen hergestellt habe (dat. 04.04.1570).[59] Derzeit arbeite Prätorius zum Perpetuum mobile und stehe kurz vor dem Durchbruch. Auch in einem Brief an Joachim Camerarius II. zeigt sich Dudith dankbar gegenüber dessen Vater.[60]
Doch Prätorius konnte nicht ewig bei Dudith verweilen; so begann sich zwischen beiden ein intensiver brieflicher Kontakt zu entwickeln. Einer der ersten Briefe in diesem Rahmen ging am 1. Februar 1572 von Andreas Dudith aus:[61] Er bedauert darin Prätorius' Weggang, der alle Freude mit sich genommen habe (Crede mihi, omnem propemodum laetitiam tuo abitu tecum abstulisti.), und macht ihm moralisch Druck: Oft frage ihn sein Sohn, wo Prätorius sei; ob er wieder zurückkomme oder ob er sie vergessen habe? Prätorius solle deshalb dringen regelmäßig an Dudith schreiben. Mit der Bitte an Prätorius, ihm einen Mathematiker zu schicken, der Prätorius so ähnlich wie möglich sei (tui quam simillimum), eröffnet Dudith den Kreislauf von neuem; der briefliche Kontakt zu Prätorius wird jedoch bis zu Dudiths Tod 1589 bestehen bleiben und immer wieder Mathematisches beinhalten.[62]
(Alexander Hubert)
((((Auch als Joachim Heller Ende 1551 Schwierigkeiten mit dem Rat der Stadt Nürnberg bekam, machten wiederum Camerarius und Melanchthon ihren Einfluss geltend. Heller unterrichtete nach einem Studium bei Melanchthon in Wittenberg seit 1542 Latein und Griechisch am Egidiengymnasium in Nürnberg, seit 1546 war auch noch die Mathematik hinzugekommen, da Johannes Schöner aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr in der Lage war, zu unterrichten. Spätestens nach Schöners Tod 1547 war Heller auch der erfolgreichste Kalenderdrucker der Stadt.
Seine zahlreichen Editionen und Kalender ließ Heller lange Zeit von anderem Drucken, doch 1551 beschloß er, eine eigene Druckerei zu eröffnen. Diese Häufung zahlreicher Aufgaben sollte ihm immer wieder Konflikte mit dem Stadtrat einbringen, der erste davon im Herbst 1551 war jedoch noch durch ein Werk geschuldet, das Heller fremd drucken ließ: Einer Polemik Michael Rotings gegen Andreas Osiander, die Heller dem Drucker Hans Daubmann überlassen hatte mit der falschen Auskunft, die Schrift sei bereits durch den Ratsherrn Hieronymus Baumgartner zensiert worden. Daubmann druckte das Werk, doch Heller wurde vom Nürnberger Rat dennoch als Verantwortlicher ausgemacht und zu einer Turmstrafe von acht Tagen verurteilt.
Jedoch sprachen sich Melanchthon und Camerarius für Heller aus und die Strafe wurde ihm erlassen. 1557 ließ Camerarius sogar seine mathematische Schrift "De notis numerorum" bei Heller drucken. Erst als dieser 1563 aus der Stadt verbannt wurde, weil er Matthias Flacius zu nah stand und als Ehebrecher und vor allem Agent des Kurfürsten August I. von Sachsen entlarvt worden war, wandte sich Camerarius offenbar von Heller ab; jedenfalls hören wir nicht, dass er sich zu diesem Zeitpunkt noch einmal für Heller eingesetzt hätte, wie es unter anderem der Markgraf Georg Friedrich von Brandenburg, der Speyerer Bischof und die dänischen Königstochter Dorothea, Witwe Friedrichs II. von der Pfalz, taten.[63]))))
Anmerkungen
- ↑ Rheticus kehrte nach seinem Aufenthalt in Frauenburg im Wintersemester 1541/42 noch einmal für ein Semester nach Wittenberg zurück; Hommel war aber bereits im Februar 1541 zum Magister promoviert worden und nach Memmingen zurückgekehrt. Mitte Mai 1542 ging Rheticus dann nach Nürnberg und von dort aus im Wintersemester 1542/43 nach Leipzig.
- ↑ Sign. AvS Ha 1.
- ↑ Vgl. MBW – Regesten online, Nr. 4093.
- ↑ VD16 ZV 19.
- ↑ Vgl. Woitkowitz 2008, 72ff.
- ↑ Vgl. MBW – Regesten online, Nr. MBW 5671.
- ↑ Vgl. Woitkowitz 2008, 78 Anm. 81.
- ↑ Vgl. Woitkowitz 2008, 80f.
- ↑ Vgl. OCEp 1166.
- ↑ Vgl. etwa den bereits erwähnten Brief an Crato OCEp 1166 oder OCEp 0829 vom 15.07.1562 an Hieronymus Wolf, dem er zusammen mit dem Brief auch einen Nachruf auf Hommel zur Publikation nach Sitte der Universität zukommen ließ. Einen solchen enthält auch OC 0730.
- ↑ vgl. Woitkowitz 2008, 75, Anm. 61.
- ↑ So etwa im Jahre 1550 für das Amt Schwarzenberg im Rahmen von Grenzstreitigkeiten mit Böhmen, vgl. Woitkowitz 2008, 81, Anm. 97.
- ↑ Zu Hommel als Kartograph und Landvermesser vgl. Woitkowitz 2008, 81-87.
- ↑ OCEp 0771: Laetor te eruditi pulveris cogitationes et copiam rursum celo impendere, post terrenas dimensiones varias et multiplices: et ista cura … Principem affici, magnae mihi est voluptati.
- ↑ Vgl. Woitkowitz 93f.
- ↑ Vgl. OCEp 0775.
- ↑ Sign. QB41 C663+.
- ↑ Sign. JH.Msc.Astr.3. Vgl. Woitkowitz 2008, 87f.
- ↑ Leipzig, UB, Ms 0332 fol. 24. Vgl. auch Woitkowitz 2008, 88.
- ↑ Vgl. Woitkowitz 2008, 90; der heute mit der Nummer C/1556 D1 bezeichnete Komet wird dort allerdings irrtümlich als der Halleysche bezeichnet.
- ↑ Vgl. OCEp 0836, dat. 21.04.1564.
- ↑ Vgl. MBW – Regesten online, Nr. MBW 6597. Camerarius war nach Franken gereist, weil in Sachsen die Pest wütete und er in der Heimat Angelegenheiten zu regeln hatte (vgl. OCEp 1148). Vor Hommel hatte bereits Camerarius zweimal über die "Hypotyposis" gelesen, im SS 1546 und im SS 1548, s.o.
- ↑ Vgl. Woitkowitz 2008, 90f.
- ↑ Sign. AvS Ha 3.
- ↑ Sign. BSB clm 719.
- ↑ Vgl. OCEp 0771.
- ↑ Lukian., Tox. 27.
- ↑ Möglicherweise ein Bezug auf Rheticus, der in einem Brief an Johannes Crato (dat. 20.07.1554) schreibt, er habe dank der Unterstützung Johannes Boners in dessen Garten einen Obelisken als Gnomon für seine trigonometrischen Studien aufstellen dürfen.
- ↑ Dudith an Prätorius, dat. 01.01.1589, ed. Szczucki/Szepessy 2019, Nr. 1290, hier: S. 606.
- ↑ Dudith an Prätorius, dat. 12.02.1589, ed. Szczucki/Szepessy 2019, Nr. 1298, hier: S. 628.
- ↑ Dudith an Prätorius, dat. 21.02.1589, ed. Szczucki/Szepessy 2019, Nr. 1299, hier: S. 631.
- ↑ Erlangen, UB: Ms. 842; Stadtarchiv Schweinfurt AvS Ha 22.
- ↑ Stadtarchiv Schweinfurt AvS Ha 15.
- ↑ Vgl. “Camerarius, Oratio in declaratione magistrorum et al., 1563” S. 8.
- ↑ Vgl. “Camerarius, Oratio in declaratione magistrorum et al., 1563”, S. 11.
- ↑ τεχνογράφῳ χερὶ σκιόεντα πρὸς ἄξονα κόσμου / ἥρμοσε παντοδαποὺς ἡελίοιο δρόμους (“Camerarius, Oratio in declaratione magistrorum et al., 1563”, S. 23).
- ↑ “Camerarius, Oratio in declaratione magistrorum et al., 1563”, S. 45.
- ↑ Man vergleiche hierzu etwa den bereits erwähnten Epicedienband zu Hommel; auch der Hommel-Schüler Matthias Stojus warb in Briefen an Camerarius immer wieder für den Druck zumindest der Gnomonik (vgl. hierzu Camerarius' Antworten an Stojus in OCEp 1223, OCEp 1224 und OCEp 1225).
- ↑ Certe fit iniuria Homelio, quod eius Gnomonica supprimuntur; da operam ut hunc quoque e tenebris eliberes. (Brief von Dudith an Prätorius, dat. 26.12.1588, ed. Szczucki/Szepessy 2019, Nr. 1287, hier: S. 600). Zu diesem Zeitpunkt befand sich Hommels Nachlass wohl bereits in Prätorius’ Besitz, von wo aus er später in die Bibliothek von dessen Schüler Petrus Saxonius gelangte; deren Bestand wiederum befindet sich heute weitestgehend im Stadtarchiv Schweinfurt und teils in der Universitätsbibliothek Erlangen-Nürnberg. Eine Erklärung, wie Prätorius an Hommels Schriften kam, liefert Woitkowitz: Joachim Camerarius II. brachte nach dem Tod seines Vaters dessen Nachlass mitsamt dem Hommels nach Nürnberg. Dort war aber Philipp Camerarius Ratskonsulent, der zugleich erster Prokanzler der Universität Altdorf war, wo Prätorius lehrte. So dürften Hommels Werke von Camerarius über dessen Söhne zu Prätorius gelangt sein (vgl. Woitkowitz 2008, 78, Anm. 78).
- ↑ Ms. 842 in Erlangen.
- ↑ AvS Ha 1 im Stadtarchiv Schweinfurt.
- ↑ AvS Ha 3 in Schweinfurt.
- ↑ AvS Ha 15 in Schweinfurt.
- ↑ AvS Ha 22 in Schweinfurt.
- ↑ AvS Ha 21 in Schweinfurt.
- ↑ AvS Ha 9 in Schweinfurt.
- ↑ Sign. BSB clm 719.
- ↑ Vgl. MBW – Regesten online, Nr. 5671
- ↑ Vgl. OCEp 0196 vom Oktober/November 1549.
- ↑ Vgl. Woitkowitz 2008, 79.
- ↑ Text bei Erler 1897, 712; vgl. auch Woitkowitz 2008, 79f.
- ↑ Vgl. Szczucki/Szepessy 1995, Nr. 226, S. 72ff.
- ↑ Vgl. Szczucki/Szepessy 1995, Nr. 228, S. 76.
- ↑ Vgl. Szczucki/Szepessy 1995, Nr. 232, S. 80ff.
- ↑ Vgl. Szczucki/Szepessy 1995, Nr. 235, S. 87.
- ↑ Vgl. Szczucki/Szepessy 1995, Nr. 238, S. 101ff.
- ↑ Vgl. Szczucki/Szepessy 1995, Nr. 240, S. 111ff.
- ↑ Vgl. Szczucki/Szepessy 1995, Nr. 244, S. 122ff.
- ↑ Vgl. Szczucki/Szepessy 1995, Nr. 246, S. 126ff.
- ↑ Vgl. Szczucki/Szepessy 1995, Nr. 251, S. 153ff.
- ↑ Vgl. Szczucki/Szepessy 1995, Nr. 274, S. 327ff.
- ↑ Vgl. Szczucki/Szepessy 2019 passim.
- ↑ Vgl. Matthäus 1969, Sp. 1037.
Dinge, die wir noch nicht tun wollen, aber irgendwann schon
Reiter "Lexikon" in Tweeki-Skin anzeigen
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Problem: Behandelt bisher alles als Buch. Evtl. kann man mit {{#if: {{{journal}}} | article | book }} o. Ä. definieren, dass als "type" "article" (also Zeitschrift) ausgegeben wird, wenn ein Zeitschrifttitel gegeben ist, das funktioniert aber bisher nicht richtig. Evtl. muss man also auf allen Literaturseiten noch einen Reiter "Quellentyp" hinzufügen und händisch ausfüllen.
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Spielwiese
500
Parserfunction #ask
| Notizen | |
|---|---|
| Camerarius an Lotichius, 11.04.1558 | VG, 8.9.22: D. Micael kann Beuther sein, der ja enger Freund von Lotich war; aber es kommt auch Michael Diller in Frage, damals Theologe in HD; vgl. u.a. MBW 8400 (Anm.) und 8624. Da Diller 1523 in Wittenberg immatrikuliert wurde, ist bei ihm eine Bekanntschaft mit C. sehr wahrscheinlich, während das bei Beuther nicht nachgewiesen werden kann. Bagmanus heißt wahrscheinlich Bachmann; hier ist die Identität unklar. |
| Chyträus an Camerarius, 13.01.1571 | |
| Camerarius an Chyträus, 14.02.1569 |
Abschrift Gotha nicht gesehen; Abschrift Schwerin s. Link |
| Camerarius an Bording, 15.10.1555 | |
| Mutianus an Unbekannt, 1514 | |
| Hessus an Camerarius, 1518-1533 d | VG, 20.12.22: pastus ades auch als Einladung zum Essen? Dann evtl. SW Einladung (Essen/Trinken) einfügen. |
| Camerarius an Stiebar, 13.04.15XX | VG, 4.10.22: Die Datierung könnte man vielleicht eingrenzen, wenn man das Cicero-Zitat in einem anderen Brief wiederfindet: esse animi ingenui, cui multum debeas, eidem plurimum velle debere. Das habe ich bisher nicht gefunden, trotz Volltextsuche (zumindest in den reinen Briefbänden). Der Brief erscheint nicht in den Tusculanen-Ausgaben von 1538. Man kann daher vermuten, dass er nach deren Erscheinen geschrieben wurde. |
| Hessus an Camerarius, 1518-1533 i | VG, 21.11.22: Es ist nicht ganz klar, ob C. hier eingeladen wird, zu H. zu kommen (V. 4), oder ein neues Büchlein zu schreiben (V. 9), oder beides. Wenn mit "iuvenis" C. gemeint ist, ist das Gedicht vielleicht noch in Erfurt entstanden. Unklar ist die Unterschrift "Eob. R. A. O.": Eobanus Rex ...? |
| Hessus an Camerarius, 1518-1533 m | |
| Camerarius an Urban, 15XX | |
| … weitere Ergebnisse | |
- Camerarius an Lotichius, 11.04.1558
- Chyträus an Camerarius, 13.01.1571
- Camerarius an Chyträus, 14.02.1569
- Camerarius an Bording, 15.10.1555
- Mutianus an Unbekannt, 1514
- Hessus an Camerarius, 1518-1533 d
- Camerarius an Stiebar, 13.04.15XX
- Hessus an Camerarius, 1518-1533 i
- Hessus an Camerarius, 1518-1533 m
- Camerarius an Urban, 15XX
- Camerarius an Lotichius, 11.04.1558
- Chyträus an Camerarius, 13.01.1571
- Camerarius an Chyträus, 14.02.1569
- Camerarius an Bording, 15.10.1555
- Mutianus an Unbekannt, 1514
- Hessus an Camerarius, 1518-1533 d
- Camerarius an Stiebar, 13.04.15XX
- Hessus an Camerarius, 1518-1533 i
- Hessus an Camerarius, 1518-1533 m
- Camerarius an Urban, 15XX
Camerarius an Lotichius, 11.04.1558, Chyträus an Camerarius, 13.01.1571, Camerarius an Chyträus, 14.02.1569, Camerarius an Bording, 15.10.1555, Mutianus an Unbekannt, 1514, Hessus an Camerarius, 1518-1533 d, Camerarius an Stiebar, 13.04.15XX, Hessus an Camerarius, 1518-1533 i, Hessus an Camerarius, 1518-1533 m, Camerarius an Urban, 15XX… weitere Ergebnisse
Tabellen, die mal wichtig waren und es vielleicht wieder werden
Griechische Briefe
Werke mit Theologiezeugs
Briefe mit Theologiezeugs
Testfeld Zitation Lexikon
Tatsächlicher Code:
| Zitation | , Art. "HIWI", in: Opera Camerarii Online, {{{Link}}} (30.06.2022). |
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| Zitation | Artikel "HIWI", bearbeitet von (30.06.2022), in: Opera Camerarii Online, {{{Link}}} |
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Natürlich müssen Sie sich das so vorstellen, dass statt "HIWI" etwa "Mathematische Wissenschaften" und nach "bearbeitet von" dann die Namen der Bearbeiter stehen. Das klappt nur auf meiner Benutzerseite nicht, weil ich da ohne Aufwand keinen Bearbeiter definieren kann. So sähe es dann konkret aus:
| Zitation | Artikel "Mathematische Wissenschaften", bearbeitet von Marion Gindhart und Alexander Hubert (08.06.2022), in: Opera Camerarii Online, http://camerarius.uni-wuerzburg.de/camerarius/index.php/Mathematische_Wissenschaften |
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