Camerarius an Baumgartner d.Ä., 21.07.1560: Unterschied zwischen den Versionen
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|Entstehungsort=Leipzig | |Entstehungsort=Leipzig | ||
Aktuelle Version vom 28. Dezember 2025, 11:59 Uhr
| Briefe mit demselben Datum | ||||||||||||||||||||||
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| Werksigle | OCEp 0703 |
|---|---|
| Zitation | Camerarius an Baumgartner d.Ä., 21.07.1560, bearbeitet von Manuel Huth und Vinzenz Gottlieb (28.12.2025), in: Opera Camerarii Online, http://wiki.camerarius.de/OCEp_0703 |
| Besitzende Institution | |
| Signatur, Blatt/Seite | |
| Ausreifungsgrad | Druck |
| Erstdruck in | Camerarius, Epistolae familiares, 1583 |
| Blatt/Seitenzahl im Erstdruck | S. 292-293 |
| Zweitdruck in | |
| Blatt/Seitenzahl im Zweitdruck | |
| Sonstige Editionen | |
| Wird erwähnt in | |
| Fremdbrief? | nein |
| Absender | Joachim Camerarius I. |
| Empfänger | Hieronymus Baumgartner d.Ä. |
| Datum | 1560/07/21 |
| Datum gesichert? | nein |
| Bemerkungen zum Datum | 12. Cal. Sextil. 60. Möglicherweise 1552? |
| Unscharfes Datum Beginn | |
| Unscharfes Datum Ende | |
| Sprache | Latein |
| Entstehungsort | Leipzig |
| Zielort | Nürnberg |
| Gedicht? | nein |
| Incipit | Non existimo tibi ingratam esse diligentiam |
| Link zur Handschrift | |
| Regest vorhanden? | ja |
| Paratext ? | nein |
| Paratext zu | |
| Kurzbeschreibung | |
| Anlass | |
| Register | Pest (Leipzig); Kriege, Konflikte etc. |
| Handschrift | unbekannt |
| Bearbeitungsstand | unkorrigiert |
| Notizen | [[Notizen::VG (Diskussion) 15:42, 22. Okt. 2024 (CEST) Für 1560 sind weder für Deutschland Kriege noch für Leipzig eine Pestwelle belegt. Vielleicht ist daher das Jahr falsch?]] |
| Wiedervorlage | ja |
| Bearbeiter | Benutzer:MH; Benutzer:VG |
| Gegengelesen von | |
| Datumsstempel | 28.12.2025 |
| Werksigle | OCEp 0703 |
|---|---|
| Zitation | Camerarius an Baumgartner d.Ä., 21.07.1560, bearbeitet von Manuel Huth und Vinzenz Gottlieb (28.12.2025), in: Opera Camerarii Online, http://wiki.camerarius.de/OCEp_0703 |
| Ausreifungsgrad | Druck |
| Erstdruck in | Camerarius, Epistolae familiares, 1583 |
| Blatt/Seitenzahl im Erstdruck | S. 292-293 |
| Fremdbrief? | nein |
| Absender | Joachim Camerarius I. |
| Empfänger | Hieronymus Baumgartner d.Ä. |
| Datum | 1560/07/21 |
| Datum gesichert? | nein |
| Bemerkungen zum Datum | 12. Cal. Sextil. 60. Möglicherweise 1552? |
| Sprache | Latein |
| Entstehungsort | Leipzig |
| Zielort | Nürnberg |
| Gedicht? | nein |
| Incipit | Non existimo tibi ingratam esse diligentiam |
| Regest vorhanden? | ja |
| Paratext ? | nein |
| Register | Pest (Leipzig); Kriege, Konflikte etc. |
| Datumsstempel | 28.12.2025 |
Entstehungs- und Zielort mutmaßlich
Regest
Der Brief sei B. sicher willkommen. Alles Übrige liege bei Gott. Auch Thukydides sage (Hist. 3,59,1): Unberechenbar sei das Schicksal für den, den es unverschuldet trifft. C. sei der Überzeugung, dass die Waagschalen der Kriege sowie die Gefahren für Königreiche und Städte Gott am Herzen liegen. Bei all dem seien ein starker Geist und eine aufmerksame Betrachtung nötig. Denn wie Arat (Phaenomena I,761-762) sage: Die Mühe sei gering, der Nutzen aber unermesslich für einen stets vorsichtigen Mann. Mehr zu schreiben würde zu weit führen und wäre zu unsicher. Hier (in Leipzig) drohe wieder die Pest. Bisher gebe es Ansteckungen, aber C. fürchte auch die Hitze des Neumondes (s. Anm.), und anderes noch mehr. Es geschehe aber nach Gottes Willen.
C. habe einiges an Andreas geschrieben, das dieser mündlich ausrichten werde. B. möge sich ihm gegenüber erkenntlich zeigen. Im Vergleich zu diesen Dingen scheine doch ihre wissenschaftliche Betätigung leicht und vernachlässigbar. Aber einem Gelehrten wie B. komme sicher in den Sinn, was Euripides (Phönissen, 1015-1018) sage: Es wäre heilsam für das Vaterland, wenn jeder soviel er könne beisteuere.
Zusicherung gegenseitigen Wohlwollens. Lebewohl.
(Vinzenz Gottlieb)
Anmerkungen
- Hier werden politische Konflikte und Kriegsgefahr angedeutet. Für das Jahr 1560 sind keine Kriege in Deutschland belegt. Denkbar wäre höchstens eine Bezugnahme auf den Adiaphoristischen Streit, der 1559/60 erneut aufbrach. Möglicherweise ist das Jahr auf 1552 zu korrigieren. Dann könnte es in den Kontext des Fürstenaufstands und des in Franken grassierenden 2. Markgrafenkriegs passen und der Brief in Beziehung zu OCEp 0663 stehen. (Hinweis von Torsten Woitkowitz).
- "die Hitze des Neumonds": Der Neumond galt auch für Philipp Melanchthon als unheilbringend: Vgl. [[1]].