Attribut: Kurzbeschreibung
Aus Joachim Camerarius (1500-1574)
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C
Der Disputationstext besteht aus 19 Capita, die um den Kern der philosophischen Studien und zentrale Begriffe kreisen und bei antiken Definitionen der Philosophie, dem landläufigen Gebrauch von "''sapiens''" und den philosophischen Systemen des Peripatos und der Stoa ansetzen. Rekurriert wird auf den menschlichen Intellekt und die Verpflichtung zu seiner Pflege, auf das menschliche Streben nach Erkenntnis (als Wert an sich oder in Relation zur Praxis) sowie auf die Differenzierung der menschlichen Erkenntnisfähigkeit nach Wissensbereichen. In Rekurs auf Aristoteles' "Nikomachische Ethik" werden die Begriffe τέχνη, ἐπιστήμη, φρόνησις, σοφία und νοῦς definiert. Dazu treten 17 Problemata (lateinisch und griechisch) aus diversen Sparten der Artes-Fakultät mit Camerarius' Antworten. +
Festreden der Leipziger Rektoren vor Weihnachten, Ostern und Pfingsten, die von Joachim Camerarius geschrieben wurden. Die Reden umfassen den Zeitraum von Weihnachten 1552 bis Ostern 1570. +
Versifikation einer Kombination aus Spr 20,28 und 16,12 (zwei elegische Distichen). +
Versifikation von Spr 22,1 (zwei elegische Distichen). +
Griechische Paraphrase des Psalms 132 (133) in sieben elegischen Distichen. +
Stark erweiterte Versifikation von Psalm 42 in 48 lateinischen elegischen Distichen. +
Lateinische Versifikation des 11. Psalms (von Camerarius als 10. Psalm gezählt) in 38 Versen (Hexameter und iambische Trimeter alternierend). +
Lateinische Versifikation des 5. Psalms in 46 Hexametern. +
Lateinische Versifikation des 2. Psalms in 51 iambischen Trimetern. +
Lateinische Versifikation des 6. Psalms in 61 Anapästen. +
Edition von Ptolemaios' "Karpos" mit durchgezählten ''dicta''. +
Editio princeps der "Tetrabiblos" des Ptolemaios mit abgesetzten Kapitelüberschriften. +
Lateinische Übersetzung der ersten beiden Bücher der "Tetrabiblos" des Ptolemaios. Aus den Folgebüchern werden lediglich 2 Kapitel übersetzt (aus Buch 3 : "De genesi figura constituenda" und "De comperienda parte horoscopi", aus Buch 4: "De fortuna honorum & dignitatis" und "De temporibus distinguendis"). +
Das Gebet (6 elegische Distichen) apostrophiert Gott, der seine wunderbar eingerichtete Schöpfung bewahrt und alle Lebewesen in der Luft, im Wasser und auf dem Land nährt. An den vollen Tischen preist ihn die Schar der Kinder. Sprecher ist - so die Überschrift - der Speisenaufträger (''puer'' μαζονόμος). +
Katechismus in Prosaform. +
Camerarius stellt in der Widmung an die ''pueri scholastici'' den Nutzen der lateinischen Komödien für die Schule heraus: An ihnen können die Eigenheiten der lateinischen Sprache erkannt und erlernt werden (so es das Alter bzw. die Vermittlung seitens der Lehrer erlaube) und man könne auch moralische Lehren aus ihnen ziehen. Die vorliegende Textausgabe folgt der Maßstäbe setzenden Edition von Georg Fabricius (1548), die Camerarius Valentin Bapst zum Nachdruck empfohlen und orthographisch überarbeitet habe. Die Schüler werden als explizite Adressaten aufgerufen, die gottgegebene Möglichkeit zur Bildung zu nutzen und sich beständig um die ''vera religio'', ''pietas'' und ''honestas morum'' zu bemühen. +
In der anonym publizierten "Querela" lässt Camerarius in der ''persona'' eines Ich-Erzählers den verstorbenen Luther als Traumfigur das Lutherbild der Zeitgenossen revidieren und harte Kritik an den Vertretern der Papstkirche wie an den radikalen Gnesiolutheranern üben. Er lässt ihn bezüglich der Rechtfertigungslehre Kompromisse formulieren und eine bevorstehende ''renovatio'' der Kirche prophezeien. +
Nach einem Lob an Hessus für die "Venus triumphans" klagt Camerarius in der Dichtung darüber, dass Venus ihn als einzigen auf der Welt vernachlässigt und nicht zur Liebe bewegt habe. Deswegen bittet er Hessus um Hilfe und Trost. Venus hat Einsehen, Cupido spannt den Bogen und trifft Camerarius und Anna mit seinen Liebespfeilen, was letztendlich zur Hochzeit der beiden führt. +
Allegorisches bukolisches Gedicht, das in konfessioneller Polemik die Thematik des Laienkelchs behandelt. +
Elogium auf Ptolemaios (Motiv der mentalen Himmelsreise) und seine wissenschaftliche Leistung auf dem Gebiet der Astronomie und Astrologie, die den Himmel in seiner Zeichenhaftigkeit lesbar macht. Rekurs auf die lateinische Übertragung des Camerarius. +