Camerarius an Bigot, 1538: Unterschied zwischen den Versionen
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Briefgedicht in 58 Hexametern. | |||
Camerarius erinnert Bigot an ihre frühere Freundschaft, die [[Erwähnte Person::Unbekannt|jemand]] dann aber wie eine Viper mit Verleumdungen vergiftet habe. Dennoch halte Camerarius an dieser Freundschaft fest, auch wenn Bigot nicht mehr hier (in [[Erwähnter Ort::Tübingen]]) sei (V. 1-11). | |||
Camerarius verwünscht diesen Verleumder (V. 11-20) und bittet Bigot, sich mehr auf sein eigenes Urteil und sein Wissen über Camerarius zu verlassen als auf andere, denn Camerarius habe sich ihm gegenüber immer anständig verhalten (V. 21-42). Deshalb solle Bigot an ihrer Freundschaft festhalten und nicht auf die Verleumdungen hören (V. 43-58). | |||
(Anne Kram/Manuel Huth) | |||
=== Anmerkungen zur Datierung === | |||
* Die Datumsangabe 1538 dürfte falsch sein, denn am 26. Juli 1537 war Bigot bereits wieder nach Frankreich zurückgekehrt und somit fern von dem unmittelbaren Wirkungskreis von Camerarius und Grynäus. (vgl. Briefwechsel Heinrich Bullinger, Band 7, S. 205, Nr. 1026: [http://teoirgsed.uzh.ch/SedWEB.cgi?Alias=Briefe&Lng=1&aheight=910&PrjName=Bullinger+-+Briefwechsel&fld_418=1001 Brief Oswald Myconius an Heinrich Bullinger, 26. Juli 1537]: ''Receptus est item Bigotius, ... beneficio cardinalium quorundam.'' ) | |||
* Das vorliegende Briefgedicht dürfte eine unmittelbare Reaktion sein auf [[Grynäus an Camerarius, 10./11.1536]] und ist möglicherweise zeitgleich geschrieben mit [[Camerarius an Grynäus, frühestens 10.1536]] und [[Camerarius an Bigot, Herbst 1536?]]. (frdl. Hinweis von Torsten Woitkowitz) | |||
* Das Gedicht wurde höchstwahrscheinlich vor dem in [[Grynäus an Camerarius, 03.12.1537]] erwähnten Druck Bigots geschrieben, weil dadurch allem Anschein nach das Tischtuch zwischen Bigot und C. endgültig zerschnitten war. |
Aktuelle Version vom 15. September 2022, 12:24 Uhr
Briefe mit demselben Datum | ||||||||||||
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kein passender Brief gefunden |
Werksigle | OCEp 0152 |
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Zitation | Camerarius an Bigot, 1538, bearbeitet von Manuel Huth, Anne Kram und Vinzenz Gottlieb (15.09.2022), in: Opera Camerarii Online, http://wiki.camerarius.de/OCEp_0152 |
Besitzende Institution | |
Signatur, Blatt/Seite | |
Ausreifungsgrad | Druck |
Erstdruck in | Camerarius, De Helio Eobano Hesso, 1553 |
Blatt/Seitenzahl im Erstdruck | Bl. Z7r-Z8r |
Zweitdruck in | |
Blatt/Seitenzahl im Zweitdruck | |
Sonstige Editionen | |
Wird erwähnt in | |
Fremdbrief? | nein |
Absender | Joachim Camerarius I. |
Empfänger | Guillaume Bigot |
Datum | |
Datum gesichert? | nein |
Bemerkungen zum Datum | Jahr laut Druck; vgl. Anm. zur Datierung |
Unscharfes Datum Beginn | 1536-10 |
Unscharfes Datum Ende | 1537-07-26 |
Sprache | Latein |
Entstehungsort | Tübingen |
Zielort | Basel |
Gedicht? | ja |
Incipit | Cum mihi te aeternum quodam policerer amicum |
Link zur Handschrift | |
Regest vorhanden? | ja |
Paratext ? | nein |
Paratext zu | |
Kurzbeschreibung | |
Anlass | |
Register | Briefgedicht |
Handschrift | unbekannt |
Bearbeitungsstand | validiert |
Notizen | VG, 15.9.22: Die unten dargelegten Argumente für eine Verschiebung sind relativ überzeugend; soll ich den Brief verschieben? z.B. auf Camerarius an Bigot, Ende1536/Anfang 1537? |
Wiedervorlage | ja |
Bearbeiter | Benutzer:MH; Benutzer:AK; Benutzer:VG |
Gegengelesen von | Benutzer:US; Benutzer:VG |
Datumsstempel | 15.09.2022 |
Werksigle | OCEp 0152 |
---|---|
Zitation | Camerarius an Bigot, 1538, bearbeitet von Manuel Huth, Anne Kram und Vinzenz Gottlieb (15.09.2022), in: Opera Camerarii Online, http://wiki.camerarius.de/OCEp_0152 |
Ausreifungsgrad | Druck |
Erstdruck in | Camerarius, De Helio Eobano Hesso, 1553 |
Blatt/Seitenzahl im Erstdruck | Bl. Z7r-Z8r |
Fremdbrief? | nein |
Absender | Joachim Camerarius I. |
Empfänger | Guillaume Bigot |
Datum gesichert? | nein |
Bemerkungen zum Datum | Jahr laut Druck; vgl. Anm. zur Datierung |
Unscharfes Datum Beginn | 1536-10 |
Unscharfes Datum Ende | 1537-07-26 |
Sprache | Latein |
Entstehungsort | Tübingen |
Zielort | Basel |
Gedicht? | ja |
Incipit | Cum mihi te aeternum quodam policerer amicum |
Regest vorhanden? | ja |
Paratext ? | nein |
Register | Briefgedicht |
Datumsstempel | 15.09.2022 |
Zielort mutmaßlich
Regest
Briefgedicht in 58 Hexametern.
Camerarius erinnert Bigot an ihre frühere Freundschaft, die jemand dann aber wie eine Viper mit Verleumdungen vergiftet habe. Dennoch halte Camerarius an dieser Freundschaft fest, auch wenn Bigot nicht mehr hier (in Tübingen) sei (V. 1-11). Camerarius verwünscht diesen Verleumder (V. 11-20) und bittet Bigot, sich mehr auf sein eigenes Urteil und sein Wissen über Camerarius zu verlassen als auf andere, denn Camerarius habe sich ihm gegenüber immer anständig verhalten (V. 21-42). Deshalb solle Bigot an ihrer Freundschaft festhalten und nicht auf die Verleumdungen hören (V. 43-58).
(Anne Kram/Manuel Huth)
Anmerkungen zur Datierung
- Die Datumsangabe 1538 dürfte falsch sein, denn am 26. Juli 1537 war Bigot bereits wieder nach Frankreich zurückgekehrt und somit fern von dem unmittelbaren Wirkungskreis von Camerarius und Grynäus. (vgl. Briefwechsel Heinrich Bullinger, Band 7, S. 205, Nr. 1026: Brief Oswald Myconius an Heinrich Bullinger, 26. Juli 1537: Receptus est item Bigotius, ... beneficio cardinalium quorundam. )
- Das vorliegende Briefgedicht dürfte eine unmittelbare Reaktion sein auf Grynäus an Camerarius, 10./11.1536 und ist möglicherweise zeitgleich geschrieben mit Camerarius an Grynäus, frühestens 10.1536 und Camerarius an Bigot, Herbst 1536?. (frdl. Hinweis von Torsten Woitkowitz)
- Das Gedicht wurde höchstwahrscheinlich vor dem in Grynäus an Camerarius, 03.12.1537 erwähnten Druck Bigots geschrieben, weil dadurch allem Anschein nach das Tischtuch zwischen Bigot und C. endgültig zerschnitten war.