<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://camerarius.kallimachos.de/api.php?action=feedcontributions&amp;feedformat=atom&amp;user=HIWI7</id>
	<title>Joachim Camerarius (1500-1574) - Benutzerbeiträge [de]</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://camerarius.kallimachos.de/api.php?action=feedcontributions&amp;feedformat=atom&amp;user=HIWI7"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://camerarius.kallimachos.de/Spezial:Beitr%C3%A4ge/HIWI7"/>
	<updated>2026-05-27T01:58:53Z</updated>
	<subtitle>Benutzerbeiträge</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.6</generator>
	<entry>
		<id>https://camerarius.kallimachos.de/index.php?title=Joachim_von_Bassewitz&amp;diff=112467</id>
		<title>Joachim von Bassewitz</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://camerarius.kallimachos.de/index.php?title=Joachim_von_Bassewitz&amp;diff=112467"/>
		<updated>2022-02-12T20:31:09Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;HIWI7: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Register&lt;br /&gt;
|GND=129381527&lt;br /&gt;
|Namensvariante=Bassevitius, Pasbicius&lt;br /&gt;
|Bearbeitungsstand=korrigiert&lt;br /&gt;
|Registertyp=Person&lt;br /&gt;
|Nachname=Bassewitz&lt;br /&gt;
|Vorname=Joachim&lt;br /&gt;
|PersonIstDrucker=nein&lt;br /&gt;
|Beruf/ Status=Adel; Jurist&lt;br /&gt;
|Geburtsdatum=1537&lt;br /&gt;
|Sterbedatum=1610&lt;br /&gt;
|Periode=Gestorben nach 1500&lt;br /&gt;
|Bemerkungen zum Datum=Geburtsjahr ca.&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>HIWI7</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://camerarius.kallimachos.de/index.php?title=OCEp_1242&amp;diff=112466</id>
		<title>OCEp 1242</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://camerarius.kallimachos.de/index.php?title=OCEp_1242&amp;diff=112466"/>
		<updated>2022-02-12T16:39:12Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;HIWI7: Weiterleitung nach Vettori an Camerarius, 14.07.1552 erstellt&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;#REDIRECT [[Vettori an Camerarius, 14.07.1552]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>HIWI7</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://camerarius.kallimachos.de/index.php?title=Vettori_an_Camerarius,_01.03.1565&amp;diff=112290</id>
		<title>Vettori an Camerarius, 01.03.1565</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://camerarius.kallimachos.de/index.php?title=Vettori_an_Camerarius,_01.03.1565&amp;diff=112290"/>
		<updated>2022-01-27T18:30:06Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;HIWI7: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Brief&lt;br /&gt;
|Werksigle=OCEp 1249&lt;br /&gt;
|Ausreifungsgrad=Druck&lt;br /&gt;
|Erstdruck in=Camerarius, Epistolae familiares, 1595&lt;br /&gt;
|Blatt/Seitenzahl im Erstdruck=S. 481-482&lt;br /&gt;
|Fremdbrief_jn=ja&lt;br /&gt;
|Absender=Pietro Vettori&lt;br /&gt;
|Empfänger=Joachim Camerarius I.&lt;br /&gt;
|Datum=1566/02/15&lt;br /&gt;
|DatumGesichert=ja&lt;br /&gt;
|Bemerkungen zum Datum=15.Cal. Martias&lt;br /&gt;
|Sprache=Latein&lt;br /&gt;
|Entstehungsort=Florenz&lt;br /&gt;
|Zielort=o.O.&lt;br /&gt;
|Gedicht_jn=ja&lt;br /&gt;
|Incipit=Literae tuae Non. April. Lipsia datae&lt;br /&gt;
|Paratext_jn=ja&lt;br /&gt;
|Regest_jn=ja&lt;br /&gt;
|Handschrift=unbekannt&lt;br /&gt;
|Bearbeitungsstand=unkorrigiert&lt;br /&gt;
|Wiedervorlage=ja&lt;br /&gt;
|Bearbeiter=MH; HIWI7&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Antwort auf den Brief des Camerarius vom [[Camerarius an Vettori, 05.04.1565|05.04.1565]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Hinweise zur Datierung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Druck ist das Datum der 15.02.1565 (15. Cal. Martias), was offensichtlich falsch ist, da er auf den Brief auf aus dem April 1565 antwortet. Die in diesem Brief besprochene Krankheit Caselius‘ erwähnt Vettori auch in einem Brief an Samuel Fabricius datiert auf den 18.01.1566 (Caselius 1577, 46-49). Das Sterbedatum Joachims II. Frau ist auf 1566 gesichert, was die Chronologie der anderen Briefe bestätigt (s. auch Camerarius an Crato, 02.04.1566 in Camerarius 1595, 369-370).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Regest==&lt;br /&gt;
Herzlicher Dank für den Brief vom fünften April, der ihn erst spät erreicht habe. Er wünsche sich, dass sie näher beeinander wohnen könnten, damit sie ihre Freundschaft nicht nur in Worten, sondern in Taten unter Beweis stellen können. [[Erwähnte Person:: Johannes Caselius|(Johannes) Caselius]] leide seit einiger Zeit an einer schweren Krankheit. Vor allem in [[Erwähnter Ort::Bologna]] habe er in Gefahr geschwebt, bevor er sich nach [[Erwähnter Ort::Florenz]] begab. Er sei dem Tod nah gewesen, als Vettori ihn nach seiner Ankunft dort gesehen habe. Nun allerdings habe er sich fast völlig erholt und warte auf eine angenehmere Jahreszeit, um wieder nach Deutschland zu reisen. Bis dahin kümmere er sich um ihn.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Bezug auf sein literarisches Schaffen gebe es nichts Neues, außer, dass er ein Werk des [[Erwähnte Person::Hipparchus]] herauszugeben gedenke, in dem dieser in drei Büchern aufzeige, wo [[Erwähnte Person::Arat]] und [[Erwähnte Person::Eudoxus]] falsch gelegen haben. Er wisse, dass Camerarius ein besonderes Interesse für Astronomie besitze, und so freue es ihn, ihm das baldige Erscheinen dieser [[Erwähntes Werk:: Vettori, Hipparchi Bithyni in Arati et Eudoxi Phaenomena libri III, 1567|Ausgabe]] anzukündigen. Sie basiere auf der einzigen erhaltenen Handschrift, welche in der Biblioteca Medicea Laurenziana aufbewahrt werde. Es sei ein großer Verlust für die Astronomie und die Geographie, dass ansonsten nichts von Hipparchus erhalten sei. Immerhin werde er alles dafür tun, dass zumindest dieses Werk ins Licht rückt. Lebewohl.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Maximilian Wolter)&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>HIWI7</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://camerarius.kallimachos.de/index.php?title=Vettori_an_Camerarius,_01.03.1565&amp;diff=112289</id>
		<title>Vettori an Camerarius, 01.03.1565</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://camerarius.kallimachos.de/index.php?title=Vettori_an_Camerarius,_01.03.1565&amp;diff=112289"/>
		<updated>2022-01-27T18:28:35Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;HIWI7: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Brief&lt;br /&gt;
|Werksigle=OCEp 1249&lt;br /&gt;
|Ausreifungsgrad=Druck&lt;br /&gt;
|Erstdruck in=Camerarius, Epistolae familiares, 1595&lt;br /&gt;
|Blatt/Seitenzahl im Erstdruck=S. 481-482&lt;br /&gt;
|Fremdbrief_jn=ja&lt;br /&gt;
|Absender=Pietro Vettori&lt;br /&gt;
|Empfänger=Joachim Camerarius I.&lt;br /&gt;
|Datum=1566/02/15&lt;br /&gt;
|DatumGesichert=ja&lt;br /&gt;
|Bemerkungen zum Datum=Cal. Martias&lt;br /&gt;
|Sprache=Latein&lt;br /&gt;
|Entstehungsort=Florenz&lt;br /&gt;
|Zielort=o.O.&lt;br /&gt;
|Gedicht_jn=ja&lt;br /&gt;
|Incipit=Literae tuae Non. April. Lipsia datae&lt;br /&gt;
|Paratext_jn=ja&lt;br /&gt;
|Regest_jn=ja&lt;br /&gt;
|Handschrift=unbekannt&lt;br /&gt;
|Bearbeitungsstand=unkorrigiert&lt;br /&gt;
|Wiedervorlage=ja&lt;br /&gt;
|Bearbeiter=MH; HIWI7&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Antwort auf den Brief des Camerarius vom [[Camerarius an Vettori, 05.04.1565|05.04.1565]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Hinweise zur Datierung==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Druck ist das Datum der 15.02.1565 (15. Cal. Martias), was offensichtlich falsch ist, da er auf den Brief auf aus dem April 1565 antwortet. Die in diesem Brief besprochene Krankheit Caselius‘ erwähnt Vettori auch in einem Brief an Samuel Fabricius datiert auf den 18.01.1566 (Caselius 1577, 46-49). Das Sterbedatum Joachims II. Frau ist auf 1566 gesichert, was die Chronologie der anderen Briefe bestätigt (s. auch Camerarius an Crato, 02.04.1566 in Camerarius 1595, 369-370).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Regest==&lt;br /&gt;
Herzlicher Dank für den Brief vom fünften April, der ihn erst spät erreicht habe. Er wünsche sich, dass sie näher beeinander wohnen könnten, damit sie ihre Freundschaft nicht nur in Worten, sondern in Taten unter Beweis stellen können. [[Erwähnte Person:: Johannes Caselius|(Johannes) Caselius]] leide seit einiger Zeit an einer schweren Krankheit. Vor allem in [[Erwähnter Ort::Bologna]] habe er in Gefahr geschwebt, bevor er sich nach [[Erwähnter Ort::Florenz]] begab. Er sei dem Tod nah gewesen, als Vettori ihn nach seiner Ankunft dort gesehen habe. Nun allerdings habe er sich fast völlig erholt und warte auf eine angenehmere Jahreszeit, um wieder nach Deutschland zu reisen. Bis dahin kümmere er sich um ihn.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Bezug auf sein literarisches Schaffen gebe es nichts Neues, außer, dass er ein Werk des [[Erwähnte Person::Hipparchus]] herauszugeben gedenke, in dem dieser in drei Büchern aufzeige, wo [[Erwähnte Person::Arat]] und [[Erwähnte Person::Eudoxus]] falsch gelegen haben. Er wisse, dass Camerarius ein besonderes Interesse für Astronomie besitze, und so freue es ihn, ihm das baldige Erscheinen dieser [[Erwähntes Werk:: Vettori, Hipparchi Bithyni in Arati et Eudoxi Phaenomena libri III, 1567|Ausgabe]] anzukündigen. Sie basiere auf der einzigen erhaltenen Handschrift, welche in der Biblioteca Medicea Laurenziana aufbewahrt werde. Es sei ein großer Verlust für die Astronomie und die Geographie, dass ansonsten nichts von Hipparchus erhalten sei. Immerhin werde er alles dafür tun, dass zumindest dieses Werk ins Licht rückt. Lebewohl.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Maximilian Wolter)&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>HIWI7</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://camerarius.kallimachos.de/index.php?title=Vettori_an_Camerarius,_14.07.1555(%3F)&amp;diff=112230</id>
		<title>Vettori an Camerarius, 14.07.1555(?)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://camerarius.kallimachos.de/index.php?title=Vettori_an_Camerarius,_14.07.1555(%3F)&amp;diff=112230"/>
		<updated>2022-01-22T11:13:33Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;HIWI7: /* Regest */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Brief&lt;br /&gt;
|Werksigle=OCEp 1242&lt;br /&gt;
|Ausreifungsgrad=Druck&lt;br /&gt;
|Erstdruck in=Vettori 1577&lt;br /&gt;
|Blatt/Seitenzahl im Erstdruck=S. 9-16&lt;br /&gt;
|Zweitdruck in=Camerarius, Epistolae familiares, 1595&lt;br /&gt;
|Blatt/Seitenzahl im Zweitdruck=S. 457-462&lt;br /&gt;
|Sonstige Editionen=[[Vettori 1597]], S. 10-17&lt;br /&gt;
|Fremdbrief_jn=nein&lt;br /&gt;
|Absender=Pietro Vettori&lt;br /&gt;
|Empfänger=Joachim Camerarius I.&lt;br /&gt;
|Datum=1552/07/14&lt;br /&gt;
|DatumGesichert=nein&lt;br /&gt;
|Bemerkungen zum Datum=14.07.(o.J.) (Prid. Id. Quintil.)&lt;br /&gt;
|Sprache=Latein&lt;br /&gt;
|Entstehungsort=Florenz&lt;br /&gt;
|Zielort=o.O.&lt;br /&gt;
|Gedicht_jn=nein&lt;br /&gt;
|Incipit=Aequo animo patior, vir optime&lt;br /&gt;
|Register=Parallelüberlieferung (Briefe);&lt;br /&gt;
|Paratext_jn=nein&lt;br /&gt;
|Regest_jn=ja&lt;br /&gt;
|Handschrift=unbekannt&lt;br /&gt;
|Bearbeitungsstand=unkorrigiert&lt;br /&gt;
|Wiedervorlage=ja&lt;br /&gt;
|Bearbeiter=US; HIWI7&lt;br /&gt;
|Überprueft=noch nicht am Original überprüft&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
== Hinweis zur Datierung == &lt;br /&gt;
Das Schreiben reagiert unmittelbar auf Camerarius&#039; [[Camerarius an Vettori, 01.04.1552|Eröffnung des Briefwechsels vom 1. April 1552]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Regest ==&lt;br /&gt;
Vettori ertrage es gerne, von Camerarius in der Pflicht, zwischen ihnen beiden einen Briefwechsel zu beginnen, überholt worden zu sein (siehe [[Erwähntes Werk::Camerarius an Vettori, 01.04.1552|Eröffungsbrief]]). Als er nämlich dessen Rezension zu seiner Ausgabe einiger Cicero-Bücher erhalten habe, sei er sehr beeindruckt gewesen von seiner Anerkennung bei für richtig Befundenem und der Milde bei Tadelnswertem. Dies zeige den aufrichtigen Charakter von Camerarius, ganz im Gegensatz zu vielen anderen Zeitgenossen, die auch eigentlich nicht Streitbares in ihrer Böswilligkeit verrissen, wie er selbst schon erfahren habe müssen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit diesem Zeitpunkt betrachte er Camerarius als Freund und habe ihm seitdem schon oft schreiben wollen, aber es bisher nicht getan, weil er dachte, dass die große physische Distanz durch den fehlenden Umgang miteinander den Erhalt ihrer Freundschaft gefährden würde. Außerdem sei der Grundstein für gegenseitigen guten Willen bereits durch Camerarius‘ Rezension gelegt worden, was diesem sicher nicht entgangen sei. Camerarius habe es in der Tat aber schlauer als er selbst eingeschätzt, als er sich entschied, ihm auch per Brief seinen freundschaftliche Gesinnung mitzuteilen. Dafür gebüre ihm seine Dankbarkeit und er werde ihm stets mit helfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er empfinge die Klage über den schlimmen Stand der Literaturwissenschaften in Deutschland mit großer Beschwernis. Auch für sie hier in Italien habe es in den letzten zwei Jahren viele Miseren gegeben. Seit nämlich der Krieg ausgebrochen sei, in dem [[Erwähnter Ort::Siena]] vollkommen zerstört worden sei, sei Teil dieser Unruhen auch in [[Erwähnter Ort::Florenz|ihren Ort]] übergeschwappt, sodass viele Menschen durch Gewalt, Hunger oder Krankheit zu Tode gekommen und Städte durch die unermesslichen Ausgaben finanziell ruiniert seien. Wenn man also irgendwie Humor in dieser Situation finden könnte, so würde er sich der Worte von [[Erwähnte Person::Aristophanes]], &#039;&#039;Equites&#039;&#039; 9 (ξυναυλίαν κλαύσωμεν Οὐλύμπου νόμον) bedienen und ihn zum gemeinsamen Singen eines Klagelieds auffordern. Weil man allerdings nichts an dieser schlimmen Lage der Dinge ändern könne, sei es am besten, sich nicht weiter über sie auszulassen und sie stattdessen tapfer zu ertragen. Es sei zu beklagen, dass junge Menschen sich in diesen Zeiten weniger der Literatur widmeten und die älteren, etablierten Literaten seltener und mit schlechterer Qualität Werke herausgeben. Auf Camerarius treffe dies nicht zu, im Gegenteil zeuge sein Brief von dessen großem Talent und bestätige seinen guten Ruf. Er solle der ungünstigen Lage zu Trotz genauso weiterarbeiten und werde damit gleichzeitig der Öffentlichkeit einen Gefallen tun und für sich selbst Ruhm gewinnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bezüglich Camerarius‘ Frage, ob er gerade die Veröffentlichung eines bisher unbekannten und verborgenen Werks vorbereite: er habe dies schon lange tun wollen und es gebe sicherlich viele fruchtbare Vorhaben, aber er komme nur mühsam mit seiner Arbeit voran, was an den Setzern läge. Es gebe nämlich wenige von ihnen, die auch noch von der aktuellen Lage ausgezehrt (exinaniti) seien und sich deshalb nur schwer dazu bringen ließen, antike Autoren zu drucken, vor allem Griechen. Sie seien nämlich nur auf einfachen Gewinn aus. Er habe einmal alle Hebel in Bewegung gesetzt, um [[Erwähnte Person::Lorenzo Torrentino]] dazu zu bringen, [[Erwähnte Person::Clemens von Alexandria]] zu [[Erwähntes Werk::Vettori, Κλήμεντος Ἀλεξάνξδρεως τὰ εὑρισκόμενα ἅπαντα, 1550|drucken]]. Er habe dies so langsam und mit so vielen Unterbrechungen getan, dass er fast alle Hoffnung auf Fertigstellung aufgegeben habe. Danach habe er ihn nicht mehr zum Druck eines anderen Griechen überzeugen können. Er habe einmal viel Mühe in die Erarbeitung einer Edition von [[Erwähnte Person:: Aischylos]] gesteckt. Darin habe er dessen Texte mithilfe vieler alter Textzeugnisse zusammengestellt und ihn sozusagen um eine neue Tragödie erweitert, denn er habe den &#039;&#039;Agamemnon&#039;&#039; in Gänze gefunden. Außerdem habe er eine große Menge an alten Scholien abgeschrieben, um diesen schwer verständlichen Autor einfacher zu machen und damit auch für ein breiteres Publikum attraktiver, was auch den potentiellen Gewinn erhöhen würde. Aber sogar unter diesen Umständen habe er sich geweigert, das Buch zu drucken, weshalb er sich an [[Erwähnte Person::Henri Estienne]] gewendet habe, der seine höchsten Bemühungen um diese [[Erwähntes Werk::Vettori, Aeschyli Tragoediae VII, 1557|Ausgabe]] versprochen habe. Er könne allerdings nicht sagen, wann die Edition fertig sein würde. Dies hinge von Estienne ab. Dies also sei es, was seine Bemühungen erschwert und ihn von seinem selbst so begriffenem Dienst als Verkünder (praeco) der geretten und wiederhergestellten antiken Werke abgehalten habe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerdem habe er eine kritische Ausgabe zu [[Erwähnte Person::Demetrius Phalereus|Demetrius Phalereus&#039;]] [[Erwähntes Werk::Vettori, Demetrii Phalerei de elocutione, 1552|περὶ ἑρμενείας]]  schon fast komplett fertiggestellt. Dergleichen habe er einiges angefangen, was er fertigzustellen gedenke, wenn sein Gesundheitszustand es zulasse. Er sei nämlich körperlich nicht mehr in der Lage, so wie früher sein Bedürfnis zum Lesen und Verfassen zu stillen, weil er an einem chronischen Katarrh leide.&lt;br /&gt;
Die jungen Männer, denen Camerarius seinen Brief gegeben habe, hätte er gerne bei sich empfangen, aber aus irgendeinem Grund seien sie nie angekommen. Der Brief selbst sei spät durch den staatlichen Boten bei ihm eingetroffen, d.h. vier Tage nach der Fertigstellung dieses Briefs. Er freue sich darüber, Camerarius und den Seinen mit seinem Werken eine Freude bereitet zu haben, und dass es so gut aufgenommen worden sei. Er habe großen Respekt für die Deutschen, die nach ihrem Ruhm im Kriegswesen sich nun auch in den freien Künsten hervortäten, auch wenn die inneren Streitigkeiten in vielen Staaten diese Betätigungen zur Zeit erschwerten. Er sei zuversichtlich, dass Gott Besserung in die Wege leiten werde. Zum Abschied wolle er nochmals die Humanitas des Camerarius preisen und er selbst werde sich nach Kräften bemühen, dass die Freundschaft trotz der großen Distanz erhalten bleibt. Er wünsche ihm alles Gute und körperliche Gesundheit, auf dass er seine Tätigkeit immer im gleichen Maße fortsetzen könne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Maximilian Wolter)&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>HIWI7</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://camerarius.kallimachos.de/index.php?title=Vettori,_Demetrii_Phalerei_de_elocutione,_1552&amp;diff=112229</id>
		<title>Vettori, Demetrii Phalerei de elocutione, 1552</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://camerarius.kallimachos.de/index.php?title=Vettori,_Demetrii_Phalerei_de_elocutione,_1552&amp;diff=112229"/>
		<updated>2022-01-22T11:11:13Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;HIWI7: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Register&lt;br /&gt;
|Namensvariante=Δημητριου Φαληρεως Περι Ερμηνειας&lt;br /&gt;
|Notizen=Kein Scan der Ausgabe von 1552 (Florenz, Guinti) auffindbar. 1555 Paris, Morel stattdessen.&lt;br /&gt;
|Bearbeitungsstand=unkorrigiert&lt;br /&gt;
|Registertyp=Erwähntes Fremdwerk&lt;br /&gt;
|Verfasser=Demetrius Phalereus; Pietro Vettori&lt;br /&gt;
|MedialeAusformung=Gedrucktes Fremdwerk&lt;br /&gt;
|BesitzCamerarius=unklar&lt;br /&gt;
|VD16/17-Eintrag=gateway-bayern.de/VD16+&lt;br /&gt;
|PDF-Scan=https://books.google.fr/books?id=x5ml85ChKskC&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>HIWI7</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://camerarius.kallimachos.de/index.php?title=Vettori,_Demetrii_Phalerei_de_elocutione,_1552&amp;diff=112228</id>
		<title>Vettori, Demetrii Phalerei de elocutione, 1552</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://camerarius.kallimachos.de/index.php?title=Vettori,_Demetrii_Phalerei_de_elocutione,_1552&amp;diff=112228"/>
		<updated>2022-01-22T11:10:54Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;HIWI7: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Register&lt;br /&gt;
|Namensvariante=Δημητριου Φαληρεως Περι Ερμηνειας&lt;br /&gt;
|Notizen=Kein Scan der Ausgabe von 1552 (Florenz, Guinti) auffindbar. 1555 Paris, Morel stattdessen.&lt;br /&gt;
|Bearbeitungsstand=unkorrigiert&lt;br /&gt;
|Registertyp=Erwähntes Fremdwerk&lt;br /&gt;
|Verfasser=Demetrius Phalereus; Pietro Vetto&lt;br /&gt;
|MedialeAusformung=Gedrucktes Fremdwerk&lt;br /&gt;
|BesitzCamerarius=unklar&lt;br /&gt;
|VD16/17-Eintrag=gateway-bayern.de/VD16+&lt;br /&gt;
|PDF-Scan=https://books.google.fr/books?id=x5ml85ChKskC&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>HIWI7</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://camerarius.kallimachos.de/index.php?title=Vettori,_Demetrii_Phalerei_de_elocutione,_1552&amp;diff=112227</id>
		<title>Vettori, Demetrii Phalerei de elocutione, 1552</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://camerarius.kallimachos.de/index.php?title=Vettori,_Demetrii_Phalerei_de_elocutione,_1552&amp;diff=112227"/>
		<updated>2022-01-22T11:10:26Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;HIWI7: Die Seite wurde neu angelegt: „{{Register |Namensvariante=Δημητριου Φαληρεως Περι Ερμηνειας |Notizen=Kein Scan der Ausgabe von 1552 (Florenz, Guinti) auffindbar…“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Register&lt;br /&gt;
|Namensvariante=Δημητριου Φαληρεως Περι Ερμηνειας&lt;br /&gt;
|Notizen=Kein Scan der Ausgabe von 1552 (Florenz, Guinti) auffindbar. 1555 Paris, Morel stattdessen.&lt;br /&gt;
|Bearbeitungsstand=unkorrigiert&lt;br /&gt;
|Registertyp=Erwähntes Fremdwerk&lt;br /&gt;
|Verfasser=Demetrius Phalereus; Piero Vetto&lt;br /&gt;
|MedialeAusformung=Gedrucktes Fremdwerk&lt;br /&gt;
|BesitzCamerarius=unklar&lt;br /&gt;
|VD16/17-Eintrag=gateway-bayern.de/VD16+&lt;br /&gt;
|PDF-Scan=https://books.google.fr/books?id=x5ml85ChKskC&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>HIWI7</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://camerarius.kallimachos.de/index.php?title=Camerarius_an_Vettori,_10.11.1568&amp;diff=111642</id>
		<title>Camerarius an Vettori, 10.11.1568</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://camerarius.kallimachos.de/index.php?title=Camerarius_an_Vettori,_10.11.1568&amp;diff=111642"/>
		<updated>2021-06-08T16:13:27Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;HIWI7: /* Regest */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Brief&lt;br /&gt;
|Werksigle=OCEp 1256&lt;br /&gt;
|Ausreifungsgrad=Druck&lt;br /&gt;
|Erstdruck in=Camerarius, Epistolae familiares, 1595&lt;br /&gt;
|Blatt/Seitenzahl im Erstdruck=S. 494-496&lt;br /&gt;
|Fremdbrief_jn=ja&lt;br /&gt;
|Absender=Joachim Camerarius I.&lt;br /&gt;
|Empfänger=Pietro Vettori&lt;br /&gt;
|Datum=1568/11/10&lt;br /&gt;
|DatumGesichert=ja&lt;br /&gt;
|Bemerkungen zum Datum=ermitteltes Jahr (im Druck o.J.)&lt;br /&gt;
|Sprache=Latein&lt;br /&gt;
|Entstehungsort=Wien&lt;br /&gt;
|Zielort=o.O.&lt;br /&gt;
|Gedicht_jn=ja&lt;br /&gt;
|Incipit=Magnam cepi voluptatem ex tuis literis sapienter et erudite&lt;br /&gt;
|Paratext_jn=ja&lt;br /&gt;
|Regest_jn=ja&lt;br /&gt;
|Handschrift=unbekannt&lt;br /&gt;
|Bearbeitungsstand=unkorrigiert&lt;br /&gt;
|Wiedervorlage=ja&lt;br /&gt;
|Bearbeiter=MH; HIWI7&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
==Regest==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er habe sich sehr über Vettoris letzten Brief gefreut. Auch die Lektüre des Briefs an [[Erwähnte Person::Johannes Crato]] habe ihm Freude bereitet. Er freue sich, dass Vettori auf dem Lande seine Kräfte wiederherstelle und somit auch sein literarisches Schaffen ermögliche. Die Fertigstellung der angekündigten Werke [der &#039;&#039;[[Erwähntes Werk::Vettori, Variarum lectionum 13 novi libri, 1569|libri variarum lectionum]]&#039;&#039;] erwarte er sehnsüchtig. Bei der Abfassung dieses Briefs habe ihn Vettoris Brief erreicht, in dem er ankündige, sich jetzt mit dem Werk von [[Erwähnte Person::Aristoteles]] zu beschäftigen ([[Erwähntes Werk::Vettori, commentarii in VIII libros Aristotelis De optimo statu civitatis, 1576]]). Dies freue ihn sehr, zumal er auch selbst oft auf diesem Gebiet arbeite. Er müsse allerdings loswerden, dass er, auch wenn [[Erwähnte Person::Cicero]] meint, er verströme einen „goldenen Fluss“, Aristoteles oft zu unklar finde, und auch dessen missgünstige, sophistische Art der Kritik seinen Vorgängern gegenüber fände er unschön. Er habe schon etwas zur Nichomachischen Ethik fertiggestellt und arbeite gerade an den politischen Werken.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Er freue sich, dass [[Erwähnte Person::Unbekannt|Johannes Pasbicius]] (unbekannt) sein Brief zugestellt werden konnte, den er schon verloren gegangen glaubte. Man sage, Graf [[Erwähnte Person::Anton von Ortenburg |Anton von Ortenburg]] befinde sich jetzt auf dem Weg von [[Erwähnter Ort::Neapel]] aus, und er werde Vettori bestimmt grüßen. Er bitte auch in seinem Namen um einen freundlichen Empfang des Mannes, wenn es für ihn Unbedeutenden nicht zu viel sein sollte, Vettori mit einem solchem Menschen zu verkuppeln (ὀλίγος τε καὶ οὐτιδανὸς καὶ ἄκικυς, [[Erwähnte Person::Homer]], &#039;&#039;Od&#039;&#039;. 9, 515). Was er selbst hier [in [[Wien]]] mit sich anstellen soll, wisse er nicht. Lebewohl.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Maximilian Wolter)&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>HIWI7</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://camerarius.kallimachos.de/index.php?title=Vettori_an_Camerarius,_23.07.1568&amp;diff=111641</id>
		<title>Vettori an Camerarius, 23.07.1568</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://camerarius.kallimachos.de/index.php?title=Vettori_an_Camerarius,_23.07.1568&amp;diff=111641"/>
		<updated>2021-06-08T16:11:33Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;HIWI7: /* Regest */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Brief&lt;br /&gt;
|Werksigle=OCEp 1251&lt;br /&gt;
|Ausreifungsgrad=Druck&lt;br /&gt;
|Erstdruck in=Camerarius, Epistolae familiares, 1595&lt;br /&gt;
|Blatt/Seitenzahl im Erstdruck=S. 486-488&lt;br /&gt;
|Fremdbrief_jn=ja&lt;br /&gt;
|Absender=Pietro Vettori&lt;br /&gt;
|Empfänger=Joachim Camerarius I.&lt;br /&gt;
|Datum=1568/07/23&lt;br /&gt;
|DatumGesichert=ja&lt;br /&gt;
|Bemerkungen zum Datum=10. Cal. Sextil.&lt;br /&gt;
|Sprache=Latein&lt;br /&gt;
|Entstehungsort=Florenz&lt;br /&gt;
|Zielort=o.O.&lt;br /&gt;
|Gedicht_jn=ja&lt;br /&gt;
|Incipit=Legit mihi Ioachimus Bessevitius&lt;br /&gt;
|Paratext_jn=ja&lt;br /&gt;
|Regest_jn=ja&lt;br /&gt;
|Handschrift=unbekannt&lt;br /&gt;
|Bearbeitungsstand=unkorrigiert&lt;br /&gt;
|Wiedervorlage=ja&lt;br /&gt;
|Bearbeiter=MH; HIWI7&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
==Regest==&lt;br /&gt;
[[Erwähnte Person::Joachim von Bassewitz]] habe ihm den Brief vorgelesen, den er von Camerarius erhalten habe. Er bedaure, Camerarius den Eindruck gegeben zu haben, er hielte sich aus Furcht von seiner Pflicht (der [[Erwähntes Werk::Vettori, Hipparchi Bithyni in Arati et Eudoxi Phaenomena libri III, 1567|Hipparchus-Edition]]) zurück. In Wirklichkeit habe er nur auf einen besser geeigneten Moment gewartet, um das Werk fertigzustellen. [[Erwähnte Person::Johannes Caselius]] habe ihm zunächst nur einen Teil des Buchs mitgebracht, und auch dazu habe sich der Setzer nur mit Schwierigkeiten durchringen lassen. Sobald das Werk aber vollendet war, habe er es per [[Erwähnte Person::Victor Bassewitz|Victor von Bassewitz]] an Camerarius geschickt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerdem habe er [[Erwähntes Werk::Vettori, Variarum lectionum 13 novi libri, 1569|weitere Ausgaben]] &#039;&#039;variarum lectionum&#039;&#039; mit demselben Index in Druck gegeben, wie die vorher veröffentlichten - zunächst enthalte die Ausgabe aber nur halb so viele Bücher (13). Er beschäftige sich nun mit [[Erwähnte Person::Aristoteles]] und arbeite an einem Kommentar zu dessen Werk über das Staatswesen, worauf er den Löwenanteil seiner Zeit verwende. Aber er wolle auch an der Fertigstelleung der einst versprochenen 25 weiteren Bücher &#039;&#039;variarum lectionum&#039;&#039; festhalten, wenn auch zunächst die Hälfte davon ausreichen muss. Er glaube, dass sie innerhalb von drei Monaten gedruckt sein werden, woraufhin er sofort eins an Camerarius schicken werde, der bereits sein Interesse bekundet habe. Lebewohl.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Maximilian Wolter)&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>HIWI7</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://camerarius.kallimachos.de/index.php?title=Vettori_an_Camerarius,_25.01.1568&amp;diff=111640</id>
		<title>Vettori an Camerarius, 25.01.1568</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://camerarius.kallimachos.de/index.php?title=Vettori_an_Camerarius,_25.01.1568&amp;diff=111640"/>
		<updated>2021-06-08T16:10:13Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;HIWI7: /* Regest */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Brief&lt;br /&gt;
|Werksigle=OCEp 1253&lt;br /&gt;
|Ausreifungsgrad=Druck&lt;br /&gt;
|Erstdruck in=Vettori 1577&lt;br /&gt;
|Blatt/Seitenzahl im Erstdruck=S. 80-82&lt;br /&gt;
|Zweitdruck in=Camerarius, Epistolae familiares, 1595&lt;br /&gt;
|Blatt/Seitenzahl im Zweitdruck=S. 489-491&lt;br /&gt;
|Sonstige Editionen=[[Vettori 1597]], S. 85-87&lt;br /&gt;
|Fremdbrief_jn=nein&lt;br /&gt;
|Absender=Pietro Vettori&lt;br /&gt;
|Empfänger=Joachim Camerarius I.&lt;br /&gt;
|Datum=1568/01/25&lt;br /&gt;
|DatumGesichert=ja&lt;br /&gt;
|Bemerkungen zum Datum=8. Calend. Februar.&lt;br /&gt;
|Sprache=Latein&lt;br /&gt;
|Entstehungsort=Florenz&lt;br /&gt;
|Zielort=o.O.&lt;br /&gt;
|Gedicht_jn=nein&lt;br /&gt;
|Incipit=Mandavi Caselio, viro probo&lt;br /&gt;
|Register=Parallelüberlieferung (Briefe);&lt;br /&gt;
|Paratext_jn=nein&lt;br /&gt;
|Regest_jn=ja&lt;br /&gt;
|Handschrift=unbekannt&lt;br /&gt;
|Bearbeitungsstand=unkorrigiert&lt;br /&gt;
|Wiedervorlage=ja&lt;br /&gt;
|Bearbeiter=US; HIWI7&lt;br /&gt;
|Überprueft=noch nicht am Original überprüft&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
==Regest==&lt;br /&gt;
Er habe [[Erwähnte Person::Johannes Caselius|Caselius]] aufgetragen, Camerarius von ihm zu grüßen, was dieser bestimmt bereits getan habe. Jetzt, wo aber [[Erwähnte Person::Viktor Bassewitz]], der einige Monate in Italien bei Vettori gelebt habe, heimkehre, habe er ihm diesen Brief an Camerarius mitgegeben. Er schätze Bassevitius sehr, weil er ihn an Camerarius erinnere. Genauso verhalte es sich auch mit dessen Sohn [[Erwähnte Person::Joachim Camerarius II.|Joachim]], mit dem er einige schöne Tage verbracht habe, als dieser das letzte mal bei ihm war. Er komme seinem Vater sehr ähnlich. Auch ihn Zukunft wolle er durch Briefe die Freundschaft zu Camerarius aufrecht erhalten; durch die räumliche Distanz sei es anders leider kaum möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was literarisches Schaffen betrifft: er werde innerhalb weniger Tage mit einer [[Erwähntes Werk::Vettori, Variarum lectionum 13 novi libri, 1569|Ausgabe neuer Büche]]r &#039;&#039;variarum lectionum&#039;&#039; beginnen von denen er bereits 1553 25 herausgegeben hatte und die Camerarius so gefielen. Er werde sie Camerarius schicken, sobald er die Möglichkeit habe, denn das Lob gebildeter Männer sei der größte Lohn für solch eine Mühe, und wenn Camerarius auch nicht der einzige aus dieser Schar sei, so nehme er doch den ersten Platz ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er schicke nun endlich auch die schon länger versprochene [[Erwähntes Werk::Vettori, Hipparchi Bithyni in Arati et Eudoxi Phaenomena libri III, 1567|Hipparchus-Ausgabe]] zusammen mit diesem Brief. Lebewohl.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Maximilian Wolter)&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>HIWI7</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://camerarius.kallimachos.de/index.php?title=Camerarius_an_Vettori,_05.06.1566&amp;diff=111639</id>
		<title>Camerarius an Vettori, 05.06.1566</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://camerarius.kallimachos.de/index.php?title=Camerarius_an_Vettori,_05.06.1566&amp;diff=111639"/>
		<updated>2021-06-08T16:08:44Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;HIWI7: /* Regest */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Brief&lt;br /&gt;
|Werksigle=OCEp 1250&lt;br /&gt;
|Ausreifungsgrad=Druck&lt;br /&gt;
|Erstdruck in=Camerarius, Epistolae familiares, 1595&lt;br /&gt;
|Blatt/Seitenzahl im Erstdruck=S. 482-486&lt;br /&gt;
|Sonstige Editionen=[[Schelhorn 1740]], S. 74 (Auszug)&lt;br /&gt;
|Fremdbrief_jn=nein&lt;br /&gt;
|Absender=Joachim Camerarius I.&lt;br /&gt;
|Empfänger=Pietro Vettori&lt;br /&gt;
|Datum=1566/06/05&lt;br /&gt;
|DatumGesichert=ja&lt;br /&gt;
|Bemerkungen zum Datum=Non. Iunii.&lt;br /&gt;
|Sprache=Latein&lt;br /&gt;
|Entstehungsort=Leipzig&lt;br /&gt;
|Zielort=o.O.&lt;br /&gt;
|Gedicht_jn=nein&lt;br /&gt;
|Incipit=Cogitantem me ac parantem aliquid literarum ad te mittere&lt;br /&gt;
|Paratext_jn=nein&lt;br /&gt;
|Regest_jn=ja&lt;br /&gt;
|Handschrift=unbekannt&lt;br /&gt;
|Bearbeitungsstand=unkorrigiert&lt;br /&gt;
|Wiedervorlage=ja&lt;br /&gt;
|Bearbeiter=MH; US; HIWI7&lt;br /&gt;
|Überprueft=noch nicht am Original überprüft&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
==Regest==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Camerarius sei mit seinem Sohn [[Erwähnte Person:: Philipp Camerarius|Philipp]] in [[Erwähnter Ort::Nürnberg]] gewesen, um nach seinem anderen Sohn [[Erwähnte Person:: Joachim Camerarius II.|Joachim]] zu sehen, als ihn ein Brief Vettoris erreicht habe. Joachim habe im vorigen Jahr geheiratet und sich dort mit seiner Frau niedergelassen, welche aber nach der Geburt eines Sohnes gestorben sei. Voller Bestürzung durch dieses Vorkommnis habe er lange weder die Zeit noch den Willen gefunden, Vettori zu antworten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er möchte zuerst auf Vettoris [[Erwähntes Werk::Vettori, Hipparchi Bithyni in Arati et Eudoxi Phaenomena libri III, 1567|Ausgabe]] von [[Erwähnte Person::Hipparchus]] antworten. Er habe schon länger nach mehr Informationen über ihn gesucht, aber weniger erfolgreich als er es sich wünsche. Er wisse, dass [[Erwähnte Person::Aristyllus]] und [[Erwähnte Person::Timocharis]] in der Astronomie Grundlagenarbeit betrieben haben und dass Hipparchus darauf aufbaute, ohne aber die Arbeit zu Ende zu bringen und dass [[Erwähnte Person:: Ptolemaios]] das Werk schließlich vollendet habe. Wo doch Ptolemaios gut erhalten sei, dürfe man fragen, wieso man dann noch seine Vorgänger lesen sollte. Ihn interessiere es, den Fortschritt in der Wissenschaft zu sehen. Inbesondere Hipparchus sei hier von Bedeutung, den Ptolemaios schon arbeitsliebend und wahrheitsliebend genannt habe (φιλοπόνῳ τε ὁμοῦ καὶ φιλαλήθει, &#039;&#039;Syntaxis Mathematica&#039;&#039; 1,1, 191, 20). Er erwarte die Herausgabe dieser Edition als sehnlich und danke ihm im Namen aller Gelehrten herzlichst, deren Zahl sich stetig verringere. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Bezug auf Vettoris Wunsch, sie mögen doch näher beisammen wohnen, kann er nur entgegen, er wünsche sich dasselbe. Leider ließe das Schicksal dies nicht zu. Diese Entfremdung der Gelehrten untereinander führe zu dem fürchterlichen Zank und Streit, der die aktuelle Zeit so plage. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er freue sich, dass Vettori [[Erwähnte Person::Johannes Caselius|Caselius]] wertschätze und gut aufgenommen habe. Er dankt Vettori für dessen Freundschaft überschwänglich und bekundet seine große Wertschätzung für dessen wissenschaftliche Leistungen und seinen großmütigen Charakter, zumal er alles getan habe, ohne Erwartung eines Danks oder einer Gegenleistung. Lebewohl.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Maximílian Wolter)&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>HIWI7</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://camerarius.kallimachos.de/index.php?title=Vettori_an_Camerarius,_01.03.1565&amp;diff=111638</id>
		<title>Vettori an Camerarius, 01.03.1565</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://camerarius.kallimachos.de/index.php?title=Vettori_an_Camerarius,_01.03.1565&amp;diff=111638"/>
		<updated>2021-06-08T16:07:29Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;HIWI7: /* Regest */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Brief&lt;br /&gt;
|Werksigle=OCEp 1249&lt;br /&gt;
|Ausreifungsgrad=Druck&lt;br /&gt;
|Erstdruck in=Camerarius, Epistolae familiares, 1595&lt;br /&gt;
|Blatt/Seitenzahl im Erstdruck=S. 481-482&lt;br /&gt;
|Fremdbrief_jn=ja&lt;br /&gt;
|Absender=Pietro Vettori&lt;br /&gt;
|Empfänger=Joachim Camerarius I.&lt;br /&gt;
|Datum=1565/03/01&lt;br /&gt;
|DatumGesichert=ja&lt;br /&gt;
|Bemerkungen zum Datum=Cal. Martias&lt;br /&gt;
|Sprache=Latein&lt;br /&gt;
|Entstehungsort=Florenz&lt;br /&gt;
|Zielort=o.O.&lt;br /&gt;
|Gedicht_jn=ja&lt;br /&gt;
|Incipit=Literae tuae Non. April. Lipsia datae&lt;br /&gt;
|Paratext_jn=ja&lt;br /&gt;
|Regest_jn=ja&lt;br /&gt;
|Handschrift=unbekannt&lt;br /&gt;
|Bearbeitungsstand=unkorrigiert&lt;br /&gt;
|Wiedervorlage=ja&lt;br /&gt;
|Bearbeiter=MH; HIWI7&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Antwort auf den Brief des Camerarius vom [[Camerarius an Vettori, 05.04.1562|05.04.1562]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Regest==&lt;br /&gt;
Herzlicher Dank für den Brief vom fünften April, der ihn erst spät erreicht habe. Er wünsche sich, dass sie näher beeinander wohnen könnten, damit sie ihre Freundschaft nicht nur in Worten, sondern in Taten unter Beweis stellen können. [[Erwähnte Person:: Johannes Caselius|(Johannes) Caselius]] leide seit einiger Zeit an einer schweren Krankheit. Vor allem in [[Erwähnter Ort::Bologna]] habe er in Gefahr geschwebt, bevor er sich nach [[Erwähnter Ort::Florenz]] begab. Er sei dem Tod nah gewesen, als Vettori ihn nach seiner Ankunft dort gesehen habe. Nun allerdings habe er sich fast völlig erholt und warte auf eine angenehmere Jahreszeit, um wieder nach Deutschland zu reisen. Bis dahin kümmere er sich um ihn.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Bezug auf sein literarisches Schaffen gebe es nichts Neues, außer, dass er ein Werk des [[Erwähnte Person::Hipparchus]] herauszugeben gedenke, in dem dieser in drei Büchern aufzeige, wo [[Erwähnte Person::Arat]] und [[Erwähnte Person::Eudoxus]] falsch gelegen haben. Er wisse, dass Camerarius ein besonderes Interesse für Astronomie besitze, und so freue es ihn, ihm das baldige Erscheinen dieser [[Erwähntes Werk:: Vettori, Hipparchi Bithyni in Arati et Eudoxi Phaenomena libri III, 1567|Ausgabe]] anzukündigen. Sie basiere auf der einzigen erhaltenen Handschrift, welche in der Biblioteca Medicea Laurenziana aufbewahrt werde. Es sei ein großer Verlust für die Astronomie und die Geographie, dass ansonsten nichts von Hipparchus erhalten sei. Immerhin werde er alles dafür tun, dass zumindest dieses Werk ins Licht rückt. Lebewohl.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Maximilian Wolter)&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>HIWI7</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://camerarius.kallimachos.de/index.php?title=Vettori,_Hipparchi_Bithyni_in_Arati_et_Eudoxi_Phaenomena_libri_III,_1567&amp;diff=111637</id>
		<title>Vettori, Hipparchi Bithyni in Arati et Eudoxi Phaenomena libri III, 1567</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://camerarius.kallimachos.de/index.php?title=Vettori,_Hipparchi_Bithyni_in_Arati_et_Eudoxi_Phaenomena_libri_III,_1567&amp;diff=111637"/>
		<updated>2021-06-08T16:06:23Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;HIWI7: Die Seite wurde neu angelegt: „{{Register |Bearbeitungsstand=unkorrigiert |Registertyp=Erwähntes Fremdwerk |Verfasser=Pietro Vettori |MedialeAusformung=Gedrucktes Fremdwerk |BesitzCamerariu…“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Register&lt;br /&gt;
|Bearbeitungsstand=unkorrigiert&lt;br /&gt;
|Registertyp=Erwähntes Fremdwerk&lt;br /&gt;
|Verfasser=Pietro Vettori&lt;br /&gt;
|MedialeAusformung=Gedrucktes Fremdwerk&lt;br /&gt;
|BesitzCamerarius=ja&lt;br /&gt;
|VD16/17-Eintrag=gateway-bayern.de/VD16+&lt;br /&gt;
|PDF-Scan=http://mdz-nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:12-bsb10139637-6&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>HIWI7</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://camerarius.kallimachos.de/index.php?title=Camerarius_an_Vettori,_24.03.1562&amp;diff=111636</id>
		<title>Camerarius an Vettori, 24.03.1562</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://camerarius.kallimachos.de/index.php?title=Camerarius_an_Vettori,_24.03.1562&amp;diff=111636"/>
		<updated>2021-06-08T16:04:17Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;HIWI7: /* Regest */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Brief&lt;br /&gt;
|Werksigle=OCEp 1246&lt;br /&gt;
|Ausreifungsgrad=Druck&lt;br /&gt;
|Erstdruck in=Camerarius, Epistolae familiares, 1595&lt;br /&gt;
|Blatt/Seitenzahl im Erstdruck=S. 475-478&lt;br /&gt;
|Fremdbrief_jn=ja&lt;br /&gt;
|Absender=Joachim Camerarius I.&lt;br /&gt;
|Empfänger=Pietro Vettori&lt;br /&gt;
|Datum=1562/03/24&lt;br /&gt;
|DatumGesichert=ja&lt;br /&gt;
|Bemerkungen zum Datum=9. Calend. April.&lt;br /&gt;
|Sprache=Latein&lt;br /&gt;
|Entstehungsort=Bamberg&lt;br /&gt;
|Zielort=o.O.&lt;br /&gt;
|Gedicht_jn=ja&lt;br /&gt;
|Incipit=Cum tam diu distulissem responsionem ad literas tuas&lt;br /&gt;
|Paratext_jn=ja&lt;br /&gt;
|Regest_jn=ja&lt;br /&gt;
|Handschrift=unbekannt&lt;br /&gt;
|Bearbeitungsstand=unkorrigiert&lt;br /&gt;
|Wiedervorlage=ja&lt;br /&gt;
|Bearbeiter=MH; HIWI7&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
==Regest==&lt;br /&gt;
Entschuldigung und Bitte um Verzeihung für die lange Zeit ohne Briefwechsel. Es habe viele anderweitige Verpflichtungen gegeben, die ihn von diesem Freundschaftsdienst abgehalten haben, und je länger er wartete, desto schwieriger sei es geworden, einen Anfang zu finden. Um es mit [[Erwähnte Person::Athenaios]] zu sagen:  Ἄγε δή, τίς ἀρχὴ τῶν λόγων γενήσεται; (&#039;&#039;Deipnosophistae&#039;&#039;, 11,1,1). Außerdem seien Reisen und notwendige Erledigungen seinen Hausstand betreffend hinzugekommen. Es habe sich auch um gewisse spärliche Reste seines Vermögens kümmern müssen, die er seinen Angehörigen bewahren sollte. Wenn es nur auf ihn angekommen wäre, hätte er sich fast schon überlegt, es so zu machen, wie es gemäß dem Tadel des [[Erwähnte Person::Horaz]] (&#039;&#039;Serm&#039;&#039;. 2,3,99ff.) schon [[Erwähnte Person::Aristippus]] gemacht habe: den Sklaven zu befehlen, sein Geld fortzuwerfen. Als er dann, obgleich eigentlich genügend beschäftigt, sich untätig in der Heimat befand, habe er die Gelegenheit gesehen, Vettori einen Brief zu schreiben, und somit die Erfüllung seiner Pflicht als Freund nicht länger aufzuschieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er bedankt sich für Vettoris freundschaftlichen Brief an seinen Sohn ([[Erwähnte Person::Joachim Camerarius II.|Joachim]]), obwohl er diesen noch nicht einmal gesehen hatte. Sein Sohn habe ihm sofort eine Abschrift dieses vor väterlicher Liebe und Großherzigkeit strotzenden Briefes geschickt. Beide von ihnen seien dankbar und werden sich bemühen, Vettoris Gunst zurückzuzahlen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den Brief, auf den ihn Vettori aufmerksam gemacht habe (wohl von [[Denis Lambin]]. Siehe Vettori an Camerarius, 01.01.1561), habe er endlich bekommen und große Freude daraus gewonnen. Über das andere beliebe es nicht, zu schreiben. Bildung sei natürlich zum Merkur gehörig. Wie Vettori wisse, erklärten Astrologen die Wirkungen dieses Gestirns gemäß dessen Anordnung im Raum. Er sei überzeugt, das sie beide Im Zeichen des Jupiter stehen, was Würde und Leichtigkeit im Leben und Anständigkeit und Aufrichtigkeit in allen Handlungen verspreche. Wenn andere aber zum Kampf geneigt seien, dann sollen sie sich einen willigen Gegner suchen. (ὁ γοῦν θέλων μάχεσθαι, πάρεστι γάρ, μαχέσθω, [[Erwähnte Person::Anakreon]], Frg. 84,2). Er zumindest gedenke, vor allem in seinem hohen Alter, den jungen Kämpfern das Feld zu überlassen und ihnen den Sieg zuzugestehen. Dennoch werde er immer [[Erwähnte Person::Cicero|Ciceros]] Ausspruch im Sinn behalten, &#039;&#039;caritate enim benevolentiaque sublata omnis est e vita sublata iucunditas&#039;&#039; (Lael. 102,5). Deshalb sollten sie beide wie bisher auch immer weitermachen und die schönen Künste pflegen. Vettori solle nicht Müde werden, sich literarisch zu betätigen. Die übelgemeinte Kritik sollte er im Sinne von Hercules nehmen und sie ignorieren: οὐδ’ ὅσσον μυίας στυγερῶν ἐμπάζετο μύθων ([[Erwähnte Person::Plutarch]], &#039;&#039;De capienda ex inimicis utilitate&#039;&#039; 90,d,5). Auch [[Erwähnte Person::Demokrit]] habe schon gesagt, dass man in einer solchen Situation am besten schweigt: Μωμεομένων φλαύρων ὁ ἀγαθὸς οὐ ποιέεται λόγον (frg. mor. 123 Mullach). Er sage dies nicht, um Vettori zu belehren, denn das das wäre eine verkehrte Welt (ἄνω γὰρ ποταμῶν οὕτω γ᾽ αἱ πηγαὶ, [[Erwähnte Person::Aelius Aristides]], Κατὰ τῶν ἐξορχουμένων, Jebb 408,18). Vielmehr sei er nur besorgt, dass ihn diese Umstände von der Herstellung seiner Werke abhielten, deren Lektüre er so begehre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Falls sein Sohn [[Erwähnte Person::Joachim Camerarius II.|Joachim]] auf seiner Rückkehr von [[Erwähnter Ort::Rom]] ihm einen Besuch abstatte, bitte er Vettori um eine genauso freundschaftliche Behandlung wie er sie ihm auch schon per Brief gegeben habe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf seine Frage, wie die Lage in Deutschland stehe, so sei sie gemischt (ὡς εὖ μὲν χαλεπῶς, ὡς χαλεπῶς δὲ μάλ’ εὖ, [[Erwähnte Person:: Theognis von Megara|Theognis]], &#039;&#039;Elegiae&#039;&#039; 1,520). Wenn er allerdings bedenke, dass Frömmigkeit und Treue immer mehr missachtet werden und dass auch eine Gefahr von außen naht, dann verliere er zunehmend den Glauben an einen guten Ausgang.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diesem Brief an ihn habe er noch einen weiteren an seinen Sohn angehängt, den er ihm bitte übergeben möge, falls er vorbeikomme. Sollte dieser Brief ihn aber nicht rechtzeitig dafür erreichen, bitte er ihn, den Brief nach [[Erwähnter Ort::Padua]] zu schicken, wo sein Sohn gedenke, etwas zu verweilen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Maximilian Wolter)&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>HIWI7</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://camerarius.kallimachos.de/index.php?title=Vettori_an_Camerarius,_01.06.1561&amp;diff=111635</id>
		<title>Vettori an Camerarius, 01.06.1561</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://camerarius.kallimachos.de/index.php?title=Vettori_an_Camerarius,_01.06.1561&amp;diff=111635"/>
		<updated>2021-06-08T16:03:08Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;HIWI7: /* Regest */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Brief&lt;br /&gt;
|Werksigle=OCEp 1245&lt;br /&gt;
|Ausreifungsgrad=Druck&lt;br /&gt;
|Erstdruck in=Camerarius, Epistolae familiares, 1595&lt;br /&gt;
|Blatt/Seitenzahl im Erstdruck=S. 469-475&lt;br /&gt;
|Fremdbrief_jn=ja&lt;br /&gt;
|Absender=Pietro Vettori&lt;br /&gt;
|Empfänger=Joachim Camerarius I.&lt;br /&gt;
|Datum=1561/01/01&lt;br /&gt;
|DatumGesichert=nein&lt;br /&gt;
|Bemerkungen zum Datum=Platzhalter&lt;br /&gt;
|UnscharfesBriefDatumBeginn=März 1561&lt;br /&gt;
|UnscharfesBriefDatumEnde=Dezember 1561&lt;br /&gt;
|Sprache=Latein&lt;br /&gt;
|Entstehungsort=Florenz&lt;br /&gt;
|Zielort=o.O.&lt;br /&gt;
|Gedicht_jn=ja&lt;br /&gt;
|Incipit=Literae tuae 11. Cal. April datae&lt;br /&gt;
|Paratext_jn=ja&lt;br /&gt;
|Regest_jn=ja&lt;br /&gt;
|Handschrift=unbekannt&lt;br /&gt;
|Bearbeitungsstand=unkorrigiert&lt;br /&gt;
|Wiedervorlage=ja&lt;br /&gt;
|Bearbeiter=MH; HIWI7&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Antwort auf den Brief des Camerarius vom  [[Camerarius an Vettori, 22.03.1561|22.03.1561]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Hinweise zur Datierung==&lt;br /&gt;
Der 01.01. kann als Datum nicht stimmen, da sich dieser Brief auf eine Briefsammlung bezieht, in der noch Briefe vom Februar 1561 abgedruckt sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Regest==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dank für Camerarius‘ unterstützende Worte im Brief vom 22.03.1561. Er bestätige, dass dessen vorheriger Brief ihn nie erreicht habe. Es sei weniger schlimm, dass seine [[Erwähntes Werk::Vettori, Variarum lectionum libri XXV, 1553|&#039;&#039;libri variarum lectionum&#039;&#039;]] ihn erst so spät erreicht haben, weil sie sowieso unter seinem Niveau seien. Wenn er gewusst hätte, dass Camerarius seine Werke so sehr begehre, dann hätte er sie ihm direkt per Express geschickt. Vielleicht habe es an den Händlern gelegen, die nicht genug Profit in dieser Ware sahen und sie daher nicht transportieren wollten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darüber, dass ihn jemand ([[Erwähnte Person::Marc-Antoine Muret]], siehe [[Erwähntes Werk::Camerarius an Vettori, 22.03.1561|voriger Brief]]) in dessen Buch persönlich angegriffen habe, sage er, dass er diese Person weder jemals getroffen habe, noch in irgendeiner Form beleidigt. Er gebe generell darauf acht, bei Meinungsverschiedenheiten mit anderen Gelehrten höflich zu bleiben, daher komme diese Schmäh umso unerwarteter, was ihn doch sehr verstört habe. Auch wenn er dessen verleumderische Aussagen zugunsten all der geschmähten antiken und aktuellen Autoren mit Leichtigkeit hätte widerlegen können, da dieser Mann selbst wohl kaum perfekt sei (ἄλλων ἰατρὸς αὐτὸς ἕλκεσιν βρύων, [[Erwähnte Person::Euripides]], Fragment 1085, 2), habe am Ende sein mildes Gemüt obsiegt. Außerdem habe er, wie auch viele italienische Gelehrte ihm geraten hätten, diesem Mann nicht die Genugtuung einer Antwort geben wollen, da er es vielleicht gerade auf einen solchen Streit ausgelegt habe, um daraus für sich Bekanntheit zu erlangen. Er meine, dass Camerarius einerseits genügend ihm freundlich gestimmte Leute habe, die für ihn Partei ergreifen könnten, und dass diese Anschuldigungen andererseits zu gehaltlos und ungefährlich sind, um ernsthaft auf sie zu reagieren. Auch [[Erwähnte Person::Philemon]] habe in einem solchen Fall schon zu Schweigen geraten (ἥδιον οὐδὲν οὐδὲ μουσικώτερον / ἔστ’ ἢ δύνασθαι λοιδορούμενον φέρειν· / ὁ λοιδορῶν γάρ, ἂν ὁ λοιδορούμενος / μὴ προσποιῆται, λοιδορεῖται λοιδορῶν, Fragment 23, 1ff). Falls jemandem dieser Autor zu wenig Gewicht besitze, könne er sich auch nach [[Erwähnte Person::Timoleon|Timoleon von Korinth]] richten, der, nachdem er Syrakus von der Tyrannei befreit habe, ein undankbares Schandmaul vollkommen ignoriert habe. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darüber hinaus habe noch eine Geschichte zu diesem Menschen zu erzählen: gerade als dessen Buch erschienen war, habe ihn ein Brief dessen einstigen Freundes [[Erwähnte Person::Denis Lambin]] erreicht, dass er seine noch unveröffentlichten &#039;&#039;commentarii&#039;&#039; plagiiert habe. Diesen Brief fände man in einem Sammelband von Briefen, der neulich in [[Erwähnter Ort::Lyon]] [[Erwähntes Werk::Bruto, Epistolae Clarorum Virorum, 1561|erschienen sei]]. In ebendiesem fände sich auch der Brief über [[Erwähnte Person::Lukrez]], den Camerarius in seinem vorherigen Brief  erbeten habe. auch ein anderer Brief sei enthalten, mit einer längeren Abhandlung einer Stelle im Orestes des [[Erwähnte Person::Euripides]]. Falls Camerarius einmal dazu käme, diesen Brief zu lesen, hätte er gerne seine Rückmeldung dazu. Das Beispiel einer Emendation in [[Erwähnte Person::Cicero|Ciceros]] &#039;&#039;Pro Caelio&#039;&#039; zeige, dass dieser junge Mann schon öfter anderen vorgeworfen habe, was er selbst getan habe. Außerdem könne die erwähnte Stelle aus Cicero ursprünglich aus Euripides stammen. Dazu fände sich auch bei [[Erwähnte Person::Aischylos]] eine ganz ähnliche Stelle, was die von Camerarius vorgeschlagene Lesart noch plausibler mache (οἶκος δ’ αὐτός, εἰ φθογγὴν λάβοι, / σαφέστατ’ ἂν λέξειεν· ὡς ἑκὼν ἐγὼ / μαθοῦσιν αὐδῶ κοὐ μαθοῦσι λήθομαι, &#039;&#039;Agamemnon&#039;&#039; 37).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Camerarius‘ Sohn ([[Erwähnte Person::Joachim Camerarius II.|Joachim]]) werde er sehr gerne bei sich empfangen und gut auf ihn einwirken, sollte er bei ihm eintreffen. Solange dies noch nicht der Fall ist, werde er ihm einen Brief mit demselben Ziel schreiben.&lt;br /&gt;
Bezüglich der Frage, was er im Moment literarisch schaffe, so arbeite er im Moment an der Edition eines Kommentars zu [[Erwähnte Person::Demetrius Phalereus]] &#039;&#039;De Elocutione&#039;&#039; . Den im Vorjahr erschienenen Kommentar zu [[Erwähnte Person::Aristoteles|Aristoteles‘]] &#039;&#039;Ars Poetica&#039;&#039; kenne Camerarius wohl bereits, da sein Sohn ihm diesen geschickt habe, wie man ihm erzählt habe. Der Brief, der ihn nie erreicht habe, liege wohl noch bei Camerarus. Wenn er ihn erneut versende und den Turriziani übergebe, werde er wohl ankommen. Lebe wohl.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Maximilian Wolter)&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>HIWI7</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://camerarius.kallimachos.de/index.php?title=Vettori_an_Camerarius,_01.06.1561&amp;diff=111634</id>
		<title>Vettori an Camerarius, 01.06.1561</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://camerarius.kallimachos.de/index.php?title=Vettori_an_Camerarius,_01.06.1561&amp;diff=111634"/>
		<updated>2021-06-08T16:02:55Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;HIWI7: /* Regest */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Brief&lt;br /&gt;
|Werksigle=OCEp 1245&lt;br /&gt;
|Ausreifungsgrad=Druck&lt;br /&gt;
|Erstdruck in=Camerarius, Epistolae familiares, 1595&lt;br /&gt;
|Blatt/Seitenzahl im Erstdruck=S. 469-475&lt;br /&gt;
|Fremdbrief_jn=ja&lt;br /&gt;
|Absender=Pietro Vettori&lt;br /&gt;
|Empfänger=Joachim Camerarius I.&lt;br /&gt;
|Datum=1561/01/01&lt;br /&gt;
|DatumGesichert=nein&lt;br /&gt;
|Bemerkungen zum Datum=Platzhalter&lt;br /&gt;
|UnscharfesBriefDatumBeginn=März 1561&lt;br /&gt;
|UnscharfesBriefDatumEnde=Dezember 1561&lt;br /&gt;
|Sprache=Latein&lt;br /&gt;
|Entstehungsort=Florenz&lt;br /&gt;
|Zielort=o.O.&lt;br /&gt;
|Gedicht_jn=ja&lt;br /&gt;
|Incipit=Literae tuae 11. Cal. April datae&lt;br /&gt;
|Paratext_jn=ja&lt;br /&gt;
|Regest_jn=ja&lt;br /&gt;
|Handschrift=unbekannt&lt;br /&gt;
|Bearbeitungsstand=unkorrigiert&lt;br /&gt;
|Wiedervorlage=ja&lt;br /&gt;
|Bearbeiter=MH; HIWI7&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Antwort auf den Brief des Camerarius vom  [[Camerarius an Vettori, 22.03.1561|22.03.1561]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Hinweise zur Datierung==&lt;br /&gt;
Der 01.01. kann als Datum nicht stimmen, da sich dieser Brief auf eine Briefsammlung bezieht, in der noch Briefe vom Februar 1561 abgedruckt sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Regest==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dank für Camerarius‘ unterstützende Worte im Brief vom 22.03.1561. Er bestätige, dass dessen vorheriger Brief ihn nie erreicht habe. Es sei weniger schlimm, dass seine [[Erwähntes Werk::Vettori, Variarum lectionum libri XXV, 1553|&#039;&#039;libri variarum lectionum&#039;&#039;]] ihn erst so spät erreicht haben, weil sie sowieso unter seinem Niveau seien. Wenn er gewusst hätte, dass Camerarius seine Werke so sehr begehre, dann hätte er sie ihm direkt per Express geschickt. Vielleicht habe es an den Händlern gelegen, die nicht genug Profit in dieser Ware sahen und sie daher nicht transportieren wollten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darüber, dass ihn jemand ([[Erwähnte Person::Marc-Antoine Muret]], siehe [[Erwähntes Werk::Camerarius an Vettori, 22.03.1561|voriger Brief]]) in dessen Buch persönlich angegriffen habe, sage er, dass er diese Person weder jemals getroffen habe, noch in irgendeiner Form beleidigt. Er gebe generell darauf acht, bei Meinungsverschiedenheiten mit anderen Gelehrten höflich zu bleiben, daher komme diese Schmäh umso unerwarteter, was ihn doch sehr verstört habe. Auch wenn er dessen verleumderische Aussagen zugunsten all der geschmähten antiken und aktuellen Autoren mit Leichtigkeit hätte widerlegen können, da dieser Mann selbst wohl kaum perfekt sei (ἄλλων ἰατρὸς αὐτὸς ἕλκεσιν βρύων, [[Erwähnte Person::Euripides]], Fragment 1085, 2), habe am Ende sein mildes Gemüt obsiegt. Außerdem habe er, wie auch viele italienische Gelehrte ihm geraten hätten, diesem Mann nicht die Genugtuung einer Antwort geben wollen, da er es vielleicht gerade auf einen solchen Streit ausgelegt habe, um daraus für sich Bekanntheit zu erlangen. Er meine, dass Camerarius einerseits genügend ihm freundlich gestimmte Leute habe, die für ihn Partei ergreifen könnten, und dass diese Anschuldigungen andererseits zu gehaltlos und ungefährlich sind, um ernsthaft auf sie zu reagieren. Auch [[Erwähnte Person::Philemon]] habe in einem solchen Fall schon zu Schweigen geraten (ἥδιον οὐδὲν οὐδὲ μουσικώτερον / ἔστ’ ἢ δύνασθαι λοιδορούμενον φέρειν· / ὁ λοιδορῶν γάρ, ἂν ὁ λοιδορούμενος / μὴ προσποιῆται, λοιδορεῖται λοιδορῶν, Fragment 23, 1ff). Falls jemandem dieser Autor zu wenig Gewicht besitze, könne er sich auch nach [[Erwähnte Person::Timoleon|Timoleon von Korinth]] richten, der, nachdem er Syrakus von der Tyrannei befreit habe, ein undankbares Schandmaul vollkommen ignoriert habe. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darüber hinaus habe noch eine Geschichte zu diesem Menschen zu erzählen: gerade als dessen Buch erschienen war, habe ihn ein Brief dessen einstigen Freundes [[Erwähnte Person::Denis Lambin]] erreicht, dass er seine noch unveröffentlichten &#039;&#039;commentarii&#039;&#039; plagiiert habe. Diesen Brief fände man in einem Sammelband von Briefen, der neulich in [[Erwähnter Ort::Lyon]] [[Erwähntes Werk::Bruto, Epistolae Clarorum Virorum, 1561|erschienen sei]]. In ebendiesem fände sich auch der Brief über [[Erwähnte Person::Lukrez]], den Camerarius in seinem vorherigen Brief  erbeten habe. auch ein anderer Brief sei enthalten, mit einer längeren Abhandlung einer Stelle im Orestes des [[Erwähnte Person::Euripides]]. Falls Camerarius einmal dazu käme, diesen Brief zu lesen, hätte er gerne seine Rückmeldung dazu. Das Beispiel einer Emendation in [[Erwähnte Person::Cicero|Ciceros]] &#039;&#039;Pro Caelio&#039;&#039; zeige, dass dieser junge Mann schon öfter anderen vorgeworfen habe, was er selbst getan habe. Außerdem könne die erwähnte Stelle aus Cicero ursprünglich aus Euripides stammen. Dazu fände sich auch bei [[Erwähnte Person::Aischylos]] eine ganz ähnliche Stelle, was die von Camerarius vorgeschlagene Lesart noch plausibler mache (οἶκος δ’ αὐτός, εἰ φθογγὴν λάβοι, / σαφέστατ’ ἂν λέξειεν· ὡς ἑκὼν ἐγὼ / μαθοῦσιν αὐδῶ κοὐ μαθοῦσι λήθομαι, &#039;&#039;Agamemnon&#039;&#039; 37).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Camerarius‘ Sohn ([[Erwähnte Person::Joachim Camerarius II.|Joachim]]) werde er sehr gerne bei sich empfangen und gut auf ihn einwirken, sollte er bei ihm eintreffen. Solange dies noch nicht der Fall ist, werde er ihm einen Brief mit demselben Ziel schreiben.&lt;br /&gt;
Bezüglich der Frage, was er im Moment literarisch schaffe, so arbeite er im Moment an der Edition eines Kommentars zu [[Erwähnte Person::Demetrius Phalereus]] &#039;&#039;De Elocutione&#039;&#039; . Den im Vorjahr erschienenen Kommentar zu [[Erwähnte Person::Aristoteles|Aristoteles‘]] &#039;&#039;Ars Poetica&#039;&#039; kenne Camerarius wohl bereits, da sein Sohn ihm diesen geschickt habe, wie man ihm erzählt habe. Der Brief, der ihn nie erreicht habe, liege wohl noch bei Camerarus. Wenn er ihn erneut versende und den Turriziani übergebe, werde er wohl ankommen. Lebe wohl.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>HIWI7</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://camerarius.kallimachos.de/index.php?title=Bruto,_Epistolae_Clarorum_Virorum,_1561&amp;diff=111633</id>
		<title>Bruto, Epistolae Clarorum Virorum, 1561</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://camerarius.kallimachos.de/index.php?title=Bruto,_Epistolae_Clarorum_Virorum,_1561&amp;diff=111633"/>
		<updated>2021-06-08T16:01:34Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;HIWI7: Die Seite wurde neu angelegt: „{{Register |Bearbeitungsstand=unkorrigiert |Registertyp=Erwähntes Fremdwerk |Verfasser=Giovanni Michele Bruto |MedialeAusformung=Gedrucktes Fremdwerk |BesitzC…“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Register&lt;br /&gt;
|Bearbeitungsstand=unkorrigiert&lt;br /&gt;
|Registertyp=Erwähntes Fremdwerk&lt;br /&gt;
|Verfasser=Giovanni Michele Bruto&lt;br /&gt;
|MedialeAusformung=Gedrucktes Fremdwerk&lt;br /&gt;
|BesitzCamerarius=ja&lt;br /&gt;
|VD16/17-Eintrag=gateway-bayern.de/VD16+&lt;br /&gt;
|PDF-Scan=https://numelyo.bm-lyon.fr/f_view/BML:BML_00GOO0100137001100453112/IMG00000005#&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>HIWI7</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://camerarius.kallimachos.de/index.php?title=Vettori,_Variarum_lectionum_libri_XXV,_1553&amp;diff=111632</id>
		<title>Vettori, Variarum lectionum libri XXV, 1553</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://camerarius.kallimachos.de/index.php?title=Vettori,_Variarum_lectionum_libri_XXV,_1553&amp;diff=111632"/>
		<updated>2021-06-08T15:58:29Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;HIWI7: Die Seite wurde neu angelegt: „{{Register |Bearbeitungsstand=unkorrigiert |Registertyp=Erwähntes Fremdwerk |Verfasser=Pietro Vettori |MedialeAusformung=Gedrucktes Fremdwerk |BesitzCamerariu…“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Register&lt;br /&gt;
|Bearbeitungsstand=unkorrigiert&lt;br /&gt;
|Registertyp=Erwähntes Fremdwerk&lt;br /&gt;
|Verfasser=Pietro Vettori&lt;br /&gt;
|MedialeAusformung=Gedrucktes Fremdwerk&lt;br /&gt;
|BesitzCamerarius=unklar&lt;br /&gt;
|VD16/17-Eintrag=gateway-bayern.de/VD16+&lt;br /&gt;
|PDF-Scan=http://mdz-nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bvb:12-bsb11054119-2&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>HIWI7</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://camerarius.kallimachos.de/index.php?title=Camerarius_an_Vettori,_22.03.1561&amp;diff=111631</id>
		<title>Camerarius an Vettori, 22.03.1561</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://camerarius.kallimachos.de/index.php?title=Camerarius_an_Vettori,_22.03.1561&amp;diff=111631"/>
		<updated>2021-06-08T15:56:36Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;HIWI7: /* Regest */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Brief&lt;br /&gt;
|Werksigle=OCEp 1244&lt;br /&gt;
|Ausreifungsgrad=Druck&lt;br /&gt;
|Erstdruck in=Camerarius, Epistolae familiares, 1595&lt;br /&gt;
|Blatt/Seitenzahl im Erstdruck=S. 465-468&lt;br /&gt;
|Fremdbrief_jn=nein&lt;br /&gt;
|Absender=Joachim Camerarius I.&lt;br /&gt;
|Empfänger=Pietro Vettori&lt;br /&gt;
|Datum=1561/03/22&lt;br /&gt;
|DatumGesichert=nein&lt;br /&gt;
|Bemerkungen zum Datum=11. Cal. April.&lt;br /&gt;
|Sprache=Latein&lt;br /&gt;
|Entstehungsort=Leipzig&lt;br /&gt;
|Zielort=o.O.&lt;br /&gt;
|Gedicht_jn=ja&lt;br /&gt;
|Incipit=Longo sane tempore neque a te istinc&lt;br /&gt;
|Register=Biographisches (Rezeption)&lt;br /&gt;
|Paratext_jn=nein&lt;br /&gt;
|Regest_jn=ja&lt;br /&gt;
|Handschrift=unbekannt&lt;br /&gt;
|Bearbeitungsstand=unkorrigiert&lt;br /&gt;
|Wiedervorlage=ja&lt;br /&gt;
|Bearbeiter=MH; HIWI7&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
==Hinweise zur Datierung==&lt;br /&gt;
Es ist problematisch, dass der [[Erwähntes Werk::Vettori an Camerarius, 01.01.1561|Antwortbrief]] auf diesen Brief auf den 01.01.1561 (also drei Monate früher) datiert ist. Offensichtlich kann höchstens ein Datum stimmen. Der Antwortbrief nimmt Bezug auf eine Briefsammlung, die erst im Verlaufe des Jahres 1561 veröffentlicht wurde: man darf also annehmen, dass der erste Januar als Datumsangabe bloß ein Platzhalter ist. Falls der Brief also später im Jahr 1561 geschrieben wurde, lässt sich auch das Datum des ersten Briefs halten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Regest==&lt;br /&gt;
Es habe schon lange keinen Briefwechsel zwischen den beiden mehr gegeben, obwohl Camerarius eigentlich noch eine Antwort auf seinen Brief von vor drei Jahren (unbekannt) erwarte. Falls Vettori doch eine Antwort verfasst habe, könne diese abgefangen worden sein, fürchte Camerarius. So gebe es Gerüchte, dass Vettori einem von Camerarius‘ Landsmännern diesen Brief über [Erwähnte Person::Lukrez|Lukrez‘]] Werk mitgegeben habe. Zu seinem Leidwesen habe Camerarius diesen Brief allerdings nicht ausfindig machen können. Erst vor kurzem habe er nämlich wieder angefangen, Vettoris Arbeiten zu lesen, wobei es ihn umso mehr schmerzt, dass dieser Brief jetzt womöglich eines andern Regal füllt. Dies sei wohl der zunehmenden Verrohung der aktuellen Zeit geschuldet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem er Vettoris Schrift (unbekannt) erhalten habe, sei ihm ein Buch eines gewissen Autors (anonym gehalten, aber als [[Erwähnte Person::Marc-Antoine Muret]] zu identifizieren; siehe [[Erwähntes Werk::Vettori an Camerarius, 01.01.1561]]) in die Hände gekommen, in dem sowohl er selbst als auch Vettori persönlich angegriffen würden. Er habe an der fehlenden Kultiviertheit dieses Mannes Anstoß genommen, noch dazu habe auch [[Erwähnte Person::Hesiod]] schon davor gewarnt, einem Bedürftigen seine Armut vorzuhalten (μηδέ ποτ’ οὐλομένην πενίην θυμοφθόρον ἀνδρὶ τέτλαθ’ ὀνειδίζειν, Ἐργα καὶ Ἡμέραι 717). Andererseits habe dieser junge Mann herausragendes Talent und viele der besten Literaten als Gewährsmänner. Wie auch [[Erwähnte Person::Plautus]] schon bezeugt habe, sei Überheblichkeit in einer solchen Lage nicht unangemessen (Secundas fortunas decent superbiae, Stichus 300).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weil er einerseits der Ansicht gewesen sei, Plautus eigne sich gut, um Lateinkenntnisse zu verbessern, dessen Werke aber andererseits nur sehr fehlerdurchsetzt vorlägen, vielleicht weil sie einer einzigen alten Handschrift entstammten, hätte er beschlossen, eine [[Erwähntes Werk::Plautus, Comoediae viginti, 1552|emendierte Version]] herauszugeben, damit auch die Jugend davon profitieren könnte, obwohl die Bedingungen für eine gelungene Edition nicht gut gewesen seien. So also habe er sein Material veröffentlicht und seinen Dank jenen bekundet, die Besseres leisten könnten. Als seine Manuskripte in [[Erwähnter Ort::Basel]] gedruckt wurden, habe er Material teilweise hastig dorthingeschickt, sodass die Edition recht fehlerhaft war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn er die fachlichen Beiträge dieses Mannes auch hoch schätze, vermisse er seine menschlichen Qualitäten, dass dieser ihn, Camerarius, der noch nie mit seinen Schriften geprahlt habe, so sehr angehe, und auch noch dazu die Unverschämtheit besitze, Vettori anzugreifen. Er wolle aber versuchen, es sich nicht allzusehr zu Herzen zu nehmen, da der junge Mann mit guten Eigenschaften einiges wiedergutmache (ἄλλοις ἐν ἐσθλοῖς τόνδ’ ἀπωθοῦνται ψόγον, &#039;&#039;Tragica Adespota&#039;&#039;, 105) und noch nicht den richtigen Blick für das wirklich Wichtige habe, sondern sich oft in kindlichen Spielereien und Imponiergehabe verliere. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Jahr zuvor, als sein Sohn ([[Erwähnte Person::Joachim Camerarius II.|Joachim]]) für ein Medizinstudium nach Italien aufbrach, wollte er eigentlich einen Brief an Vettori verfassen und mitschicken, allerdings wurde er durch anderweitige Verpflichtungen abgehalten. Sein Sohn begab sich dann zunächst nach [[Erwähnter Ort::Padua]]. Er wisse nicht, wohin ihn die Route dann geführt habe, und ob der Vettori besucht habe. Falls er dies tue, wünsche er sich für seinen Sohn einen herzlichen Empfang und dass Vettori mit seiner Weisheit und Autorität gut auf seinen jungen Charakter einwirke. Im Gegenzug sei er sich Camerarius‘ großer Dankbarkeit gewiss. Falls Vettori an etwas Neuem arbeite, solle er es ihn bitte wissen lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Maximilian Wolter)&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>HIWI7</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://camerarius.kallimachos.de/index.php?title=Camerarius_an_Vettori,_05.01.1556(%3F)&amp;diff=111630</id>
		<title>Camerarius an Vettori, 05.01.1556(?)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://camerarius.kallimachos.de/index.php?title=Camerarius_an_Vettori,_05.01.1556(%3F)&amp;diff=111630"/>
		<updated>2021-06-08T15:55:15Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;HIWI7: /* Regest */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Brief&lt;br /&gt;
|Werksigle=OCEp 1243&lt;br /&gt;
|Ausreifungsgrad=Druck&lt;br /&gt;
|Erstdruck in=Camerarius, Epistolae familiares, 1595&lt;br /&gt;
|Blatt/Seitenzahl im Erstdruck=S. 462-465&lt;br /&gt;
|Fremdbrief_jn=nein&lt;br /&gt;
|Absender=Joachim Camerarius I.&lt;br /&gt;
|Empfänger=Pietro Vettori&lt;br /&gt;
|Datum=1553/01/05&lt;br /&gt;
|DatumGesichert=ja&lt;br /&gt;
|Sprache=Latein&lt;br /&gt;
|Entstehungsort=Leipzig&lt;br /&gt;
|Zielort=o.O.&lt;br /&gt;
|Gedicht_jn=ja&lt;br /&gt;
|Incipit=Es quo literas tuas accepi (scriptas elegantiss.&lt;br /&gt;
|Paratext_jn=ja&lt;br /&gt;
|Regest_jn=ja&lt;br /&gt;
|Handschrift=unbekannt&lt;br /&gt;
|Bearbeitungsstand=unkorrigiert&lt;br /&gt;
|Wiedervorlage=ja&lt;br /&gt;
|Bearbeiter=MH; HIWI7&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
==Regest==&lt;br /&gt;
Herzlicher Dank für [[Erwähntes Werk::Vettori an Camerarius, 14.07.1552|Vettoris Brief]], der ein Lichtblick in schlimmen Zeitumständen gewesen sei. Camerarius habe seit dem Erhalt dessen eine Antwort zurückschreiben wollen. Dass er auf diesen umfrangreichen Brief erst so spät antworten habe können, liege an der beträchtlichen Sorgfalt und Erwägung, mit der er zu schreieben gedachte. Schließlich habe er aber dennoch zumindest etwas zu Papier bringen wollen, da zu große Sorgfalt ohne Produkt auch wieder keine Sorgfalt sei, entsprechend dem Vers von [[Erwähnte Person::Euripides]] (τὸ [λίαν] σοφὸν δ’ οὐ σοφία, &#039;&#039;Bacchae&#039;&#039; 395). Auch wenn er nicht viel Neues zu berichten habe, habe er eine Antwort schreiben wollen, möge diese auch nicht viel Neues enthalten, und eher alte Beschwerden neu aufgreifen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Camerarius habe von der schwierigen Situation in Italien gehört und auch in Deutschland sei die Lage ungewiss. Klage über die Vernachlässigung der &#039;&#039;studia humanitatis &#039;&#039;, der Tugend, des Anstands, der Menschlichkeit, der Frömmigkeit und der Religion. Man könne nicht anders, als in ungeheure Traurigkeit verfallen, wenn man bedenkt, dass die Situation noch schlimmer werde. Sogar das Ende ihrer Beschäftigung sei zu befürchten. Wer davon nicht zutiefst getroffen sei, könne kein Mensch sein. Und dennoch machten sie beide weiter mit ihren literarischen Betätigungen so gut sie unter den Umständen könnten. Während er selbst nicht zu schafferischer Tätigkeit im Stande sei, vertraue er, dass dies bei Vettori nicht der Fall sei. Vettori möge ihm bitte seine nächsten Erzeugnisse zukommen lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bekundung seiner Anerkennung und Lebewohl.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Maximilian Wolter)&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>HIWI7</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://camerarius.kallimachos.de/index.php?title=Vettori_an_Camerarius,_14.07.1555(%3F)&amp;diff=111629</id>
		<title>Vettori an Camerarius, 14.07.1555(?)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://camerarius.kallimachos.de/index.php?title=Vettori_an_Camerarius,_14.07.1555(%3F)&amp;diff=111629"/>
		<updated>2021-06-08T15:54:42Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;HIWI7: /* Regest */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Brief&lt;br /&gt;
|Werksigle=OCEp 1242&lt;br /&gt;
|Ausreifungsgrad=Druck&lt;br /&gt;
|Erstdruck in=Vettori 1577&lt;br /&gt;
|Blatt/Seitenzahl im Erstdruck=S. 9-16&lt;br /&gt;
|Zweitdruck in=Camerarius, Epistolae familiares, 1595&lt;br /&gt;
|Blatt/Seitenzahl im Zweitdruck=S. 457-462&lt;br /&gt;
|Sonstige Editionen=[[Vettori 1597]], S. 10-17&lt;br /&gt;
|Fremdbrief_jn=nein&lt;br /&gt;
|Absender=Pietro Vettori&lt;br /&gt;
|Empfänger=Joachim Camerarius I.&lt;br /&gt;
|Datum=1552/07/14&lt;br /&gt;
|DatumGesichert=nein&lt;br /&gt;
|Bemerkungen zum Datum=14.07.(o.J.) (Prid. Id. Quintil.)&lt;br /&gt;
|Sprache=Latein&lt;br /&gt;
|Entstehungsort=Florenz&lt;br /&gt;
|Zielort=o.O.&lt;br /&gt;
|Gedicht_jn=nein&lt;br /&gt;
|Incipit=Aequo animo patior, vir optime&lt;br /&gt;
|Register=Parallelüberlieferung (Briefe);&lt;br /&gt;
|Paratext_jn=nein&lt;br /&gt;
|Regest_jn=ja&lt;br /&gt;
|Handschrift=unbekannt&lt;br /&gt;
|Bearbeitungsstand=unkorrigiert&lt;br /&gt;
|Wiedervorlage=ja&lt;br /&gt;
|Bearbeiter=US; HIWI7&lt;br /&gt;
|Überprueft=noch nicht am Original überprüft&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
== Hinweis zur Datierung == &lt;br /&gt;
Das Schreiben reagiert unmittelbar auf Camerarius&#039; [[Camerarius an Vettori, 01.04.1552|Eröffnung des Briefwechsels vom 1. April 1552]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Regest ==&lt;br /&gt;
Vettori ertrage es gerne, von Camerarius in der Pflicht, zwischen ihnen beiden einen Briefwechsel zu beginnen, überholt worden zu sein (siehe [[Erwähntes Werk::Camerarius an Vettori, 01.04.1552|Eröffungsbrief]]). Als er nämlich dessen Rezension zu seiner Ausgabe einiger Cicero-Bücher erhalten habe, sei er sehr beeindruckt gewesen von seiner Anerkennung bei für richtig Befundenem und der Milde bei Tadelnswertem. Dies zeige den aufrichtigen Charakter von Camerarius, ganz im Gegensatz zu vielen anderen Zeitgenossen, die auch eigentlich nicht Streitbares in ihrer Böswilligkeit verrissen, wie er selbst schon erfahren habe müssen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit diesem Zeitpunkt betrachte er Camerarius als Freund und habe ihm seitdem schon oft schreiben wollen, aber es bisher nicht getan, weil er dachte, dass die große physische Distanz durch den fehlenden Umgang miteinander den Erhalt ihrer Freundschaft gefährden würde. Außerdem sei der Grundstein für gegenseitigen guten Willen bereits durch Camerarius‘ Rezension gelegt worden, was diesem sicher nicht entgangen sei. Camerarius habe es in der Tat aber schlauer als er selbst eingeschätzt, als er sich entschied, ihm auch per Brief seinen freundschaftliche Gesinnung mitzuteilen. Dafür gebüre ihm seine Dankbarkeit und er werde ihm stets mit helfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er empfinge die Klage über den schlimmen Stand der Literaturwissenschaften in Deutschland mit großer Beschwernis. Auch für sie hier in Italien habe es in den letzten zwei Jahren viele Miseren gegeben. Seit nämlich der Krieg ausgebrochen sei, in dem [[Erwähnter Ort::Siena]] vollkommen zerstört worden sei, sei Teil dieser Unruhen auch in [[Erwähnter Ort::Florenz|ihren Ort]] übergeschwappt, sodass viele Menschen durch Gewalt, Hunger oder Krankheit zu Tode gekommen und Städte durch die unermesslichen Ausgaben finanziell ruiniert seien. Wenn man also irgendwie Humor in dieser Situation finden könnte, so würde er sich der Worte von [[Erwähnte Person::Aristophanes]], &#039;&#039;Equites&#039;&#039; 9 (ξυναυλίαν κλαύσωμεν Οὐλύμπου νόμον) bedienen und ihn zum gemeinsamen Singen eines Klagelieds auffordern. Weil man allerdings nichts an dieser schlimmen Lage der Dinge ändern könne, sei es am besten, sich nicht weiter über sie auszulassen und sie stattdessen tapfer zu ertragen. Es sei zu beklagen, dass junge Menschen sich in diesen Zeiten weniger der Literatur widmeten und die älteren, etablierten Literaten seltener und mit schlechterer Qualität Werke herausgeben. Auf Camerarius treffe dies nicht zu, im Gegenteil zeuge sein Brief von dessen großem Talent und bestätige seinen guten Ruf. Er solle der ungünstigen Lage zu Trotz genauso weiterarbeiten und werde damit gleichzeitig der Öffentlichkeit einen Gefallen tun und für sich selbst Ruhm gewinnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bezüglich Camerarius‘ Frage, ob er gerade die Veröffentlichung eines bisher unbekannten und verborgenen Werks vorbereite: er habe dies schon lange tun wollen und es gebe sicherlich viele fruchtbare Vorhaben, aber er komme nur mühsam mit seiner Arbeit voran, was an den Setzern läge. Es gebe nämlich wenige von ihnen, die auch noch von der aktuellen Lage ausgezehrt (exinaniti) seien und sich deshalb nur schwer dazu bringen ließen, antike Autoren zu drucken, vor allem Griechen. Sie seien nämlich nur auf einfachen Gewinn aus. Er habe einmal alle Hebel in Bewegung gesetzt, um [[Erwähnte Person::Lorenzo Torrentino]] dazu zu bringen, [[Erwähnte Person::Clemens von Alexandria]] zu [[Erwähntes Werk::Vettori, Κλήμεντος Ἀλεξάνξδρεως τὰ εὑρισκόμενα ἅπαντα, 1550|drucken]]. Er habe dies so langsam und mit so vielen Unterbrechungen getan, dass er fast alle Hoffnung auf Fertigstellung aufgegeben habe. Danach habe er ihn nicht mehr zum Druck eines anderen Griechen überzeugen können. Er habe einmal viel Mühe in die Erarbeitung einer Edition von [[Erwähnte Person:: Aischylos]] gesteckt. Darin habe er dessen Texte mithilfe vieler alter Textzeugnisse zusammengestellt und ihn sozusagen um eine neue Tragödie erweitert, denn er habe den &#039;&#039;Agamemnon&#039;&#039; in Gänze gefunden. Außerdem habe er eine große Menge an alten Scholien abgeschrieben, um diesen schwer verständlichen Autor einfacher zu machen und damit auch für ein breiteres Publikum attraktiver, was auch den potentiellen Gewinn erhöhen würde. Aber sogar unter diesen Umständen habe er sich geweigert, das Buch zu drucken, weshalb er sich an [[Erwähnte Person::Henri Estienne]] gewendet habe, der seine höchsten Bemühungen um diese [[Erwähntes Werk::Vettori, Aeschyli Tragoediae VII, 1557|Ausgabe]] versprochen habe. Er könne allerdings nicht sagen, wann die Edition fertig sein würde. Dies hinge von Estienne ab. Dies also sei es, was seine Bemühungen erschwert und ihn von seinem selbst so begriffenem Dienst als Verkünder (praeco) der geretten und wiederhergestellten antiken Werke abgehalten habe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerdem habe er einen in die Tiefe gehenden Kommentar zu [[Erwähnte Person::Demetrius Phalereus|Demetrius Phalereus&#039;]] [[Erwähntes Werk::Vettori, Commentarii in librum Demetrii Phalerei de elocutione, 1562|περὶ ἑρμενείας]]  schon fast komplett fertiggestellt. Dergleichen habe er einiges angefangen, was er fertigzustellen gedenke, wenn sein Gesundheitszustand es zulasse. Er sei nämlich körperlich nicht mehr in der Lage, so wie früher sein Bedürfnis zum Lesen und Verfassen zu stillen, weil er an einem chronischen Katarrh leide.&lt;br /&gt;
Die jungen Männer, denen Camerarius seinen Brief gegeben habe, hätte er gerne bei sich empfangen, aber aus irgendeinem Grund seien sie nie angekommen. Der Brief selbst sei spät durch den staatlichen Boten bei ihm eingetroffen, d.h. vier Tage nach der Fertigstellung dieses Briefs. Er freue sich darüber, Camerarius und den Seinen mit seinem Werken eine Freude bereitet zu haben, und dass es so gut aufgenommen worden sei. Er habe großen Respekt für die Deutschen, die nach ihrem Ruhm im Kriegswesen sich nun auch in den freien Künsten hervortäten, auch wenn die inneren Streitigkeiten in vielen Staaten diese Betätigungen zur Zeit erschwerten. Er sei zuversichtlich, dass Gott Besserung in die Wege leiten werde. Zum Abschied wolle er nochmals die Humanitas des Camerarius preisen und er selbst werde sich nach Kräften bemühen, dass die Freundschaft trotz der großen Distanz erhalten bleibt. Er wünsche ihm alles Gute und körperliche Gesundheit, auf dass er seine Tätigkeit immer im gleichen Maße fortsetzen könne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Maximilian Wolter)&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>HIWI7</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://camerarius.kallimachos.de/index.php?title=Vettori,_%CE%9A%CE%BB%CE%AE%CE%BC%CE%B5%CE%BD%CF%84%CE%BF%CF%82_%E1%BC%88%CE%BB%CE%B5%CE%BE%CE%AC%CE%BD%CE%BE%CE%B4%CF%81%CE%B5%CF%89%CF%82_%CF%84%E1%BD%B0_%CE%B5%E1%BD%91%CF%81%CE%B9%CF%83%CE%BA%CF%8C%CE%BC%CE%B5%CE%BD%CE%B1_%E1%BC%85%CF%80%CE%B1%CE%BD%CF%84%CE%B1,_1550&amp;diff=111628</id>
		<title>Vettori, Κλήμεντος Ἀλεξάνξδρεως τὰ εὑρισκόμενα ἅπαντα, 1550</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://camerarius.kallimachos.de/index.php?title=Vettori,_%CE%9A%CE%BB%CE%AE%CE%BC%CE%B5%CE%BD%CF%84%CE%BF%CF%82_%E1%BC%88%CE%BB%CE%B5%CE%BE%CE%AC%CE%BD%CE%BE%CE%B4%CF%81%CE%B5%CF%89%CF%82_%CF%84%E1%BD%B0_%CE%B5%E1%BD%91%CF%81%CE%B9%CF%83%CE%BA%CF%8C%CE%BC%CE%B5%CE%BD%CE%B1_%E1%BC%85%CF%80%CE%B1%CE%BD%CF%84%CE%B1,_1550&amp;diff=111628"/>
		<updated>2021-06-08T15:53:31Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;HIWI7: Die Seite wurde neu angelegt: „{{Register |Namensvariante=Klementos Alexandreos ta heuriskomena hapanta |Bearbeitungsstand=unkorrigiert |Registertyp=Erwähntes Fremdwerk |Verfasser=Pietro Ve…“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Register&lt;br /&gt;
|Namensvariante=Klementos Alexandreos ta heuriskomena hapanta&lt;br /&gt;
|Bearbeitungsstand=unkorrigiert&lt;br /&gt;
|Registertyp=Erwähntes Fremdwerk&lt;br /&gt;
|Verfasser=Pietro Vettori&lt;br /&gt;
|MedialeAusformung=Gedrucktes Fremdwerk&lt;br /&gt;
|BesitzCamerarius=unklar&lt;br /&gt;
|VD16/17-Eintrag=gateway-bayern.de/VD16+&lt;br /&gt;
|PDF-Scan=https://www.digitale-sammlungen.de/en/view/bsb11204128?page=2,3&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>HIWI7</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://camerarius.kallimachos.de/index.php?title=Vettori,_Commentarii_in_librum_Demetrii_Phalerei_de_elocutione,_1562&amp;diff=111627</id>
		<title>Vettori, Commentarii in librum Demetrii Phalerei de elocutione, 1562</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://camerarius.kallimachos.de/index.php?title=Vettori,_Commentarii_in_librum_Demetrii_Phalerei_de_elocutione,_1562&amp;diff=111627"/>
		<updated>2021-06-08T15:48:18Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;HIWI7: Die Seite wurde neu angelegt: „{{Register |Bearbeitungsstand=unkorrigiert |Registertyp=Erwähntes Fremdwerk |Verfasser=Pietro Vettori |MedialeAusformung=Gedrucktes Fremdwerk |BesitzCamerariu…“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Register&lt;br /&gt;
|Bearbeitungsstand=unkorrigiert&lt;br /&gt;
|Registertyp=Erwähntes Fremdwerk&lt;br /&gt;
|Verfasser=Pietro Vettori&lt;br /&gt;
|MedialeAusformung=Gedrucktes Fremdwerk&lt;br /&gt;
|BesitzCamerarius=unklar&lt;br /&gt;
|VD16/17-Eintrag=gateway-bayern.de/VD16+&lt;br /&gt;
|PDF-Scan=Vettori, Commentarii in librum Demetrii Phalerei de elocutione, 1562&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>HIWI7</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://camerarius.kallimachos.de/index.php?title=Vettori,_Aeschyli_Tragoediae_VII,_1557&amp;diff=111626</id>
		<title>Vettori, Aeschyli Tragoediae VII, 1557</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://camerarius.kallimachos.de/index.php?title=Vettori,_Aeschyli_Tragoediae_VII,_1557&amp;diff=111626"/>
		<updated>2021-06-08T15:45:35Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;HIWI7: Die Seite wurde neu angelegt: „{{Register |Bearbeitungsstand=unkorrigiert |Registertyp=Erwähntes Fremdwerk |Verfasser=Pietro Vettori |MedialeAusformung=Gedrucktes Fremdwerk |BesitzCamerariu…“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Register&lt;br /&gt;
|Bearbeitungsstand=unkorrigiert&lt;br /&gt;
|Registertyp=Erwähntes Fremdwerk&lt;br /&gt;
|Verfasser=Pietro Vettori&lt;br /&gt;
|MedialeAusformung=Gedrucktes Fremdwerk&lt;br /&gt;
|BesitzCamerarius=unklar&lt;br /&gt;
|VD16/17-Eintrag=gateway-bayern.de/VD16+&lt;br /&gt;
|PDF-Scan=Vettori, Aeschyli Tragoediae VII, 1557&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>HIWI7</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://camerarius.kallimachos.de/index.php?title=Camerarius_an_Vettori,_01.04.1555(%3F)&amp;diff=111625</id>
		<title>Camerarius an Vettori, 01.04.1555(?)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://camerarius.kallimachos.de/index.php?title=Camerarius_an_Vettori,_01.04.1555(%3F)&amp;diff=111625"/>
		<updated>2021-06-08T15:38:17Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;HIWI7: /* Regest */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Brief&lt;br /&gt;
|Werksigle=OCEp 1241&lt;br /&gt;
|Ausreifungsgrad=Druck&lt;br /&gt;
|Erstdruck in=Camerarius, Epistolae familiares, 1595&lt;br /&gt;
|Blatt/Seitenzahl im Erstdruck=S. 455-457&lt;br /&gt;
|Fremdbrief_jn=ja&lt;br /&gt;
|Absender=Joachim Camerarius I.&lt;br /&gt;
|Empfänger=Pietro Vettori&lt;br /&gt;
|Datum=1552/04/01&lt;br /&gt;
|DatumGesichert=ja&lt;br /&gt;
|Bemerkungen zum Datum=Cal. April.&lt;br /&gt;
|Sprache=Latein&lt;br /&gt;
|Entstehungsort=o.O.&lt;br /&gt;
|Zielort=o.O.&lt;br /&gt;
|Gedicht_jn=ja&lt;br /&gt;
|Incipit=Amavi studium et beneficam naturam tuam iampridem&lt;br /&gt;
|Paratext_jn=ja&lt;br /&gt;
|Regest_jn=ja&lt;br /&gt;
|Handschrift=unbekannt&lt;br /&gt;
|Bearbeitungsstand=unkorrigiert&lt;br /&gt;
|Wiedervorlage=ja&lt;br /&gt;
|Bearbeiter=MH; HIWI7&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
===Regest===&lt;br /&gt;
Schon lange bewundere Camerarius Vettoris Ausgaben und Emendationen von Cicero und seine überragende Menschlichkeit. Er stehe in dieser Hinsicht deutlich besser da als viele andere Gelehrte, die sich in ihrer Selbstverliebheit missgünstig gegenüber den Leistungen anderer verhielten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst jetzt komme er dazu, ihm einen Brief zu schreiben, weil er durch viele Tätigkeiten und Verpflichtungen abgehalten wurde. Je länger er es herausgezögert habe, desto schwieriger sei das Unterfangen geworden. Bei den Ereignissen in Deutschland in den letzten Jahren sei es fast sogar ein Wunder, dass sich überhaupt noch jemand um Literatur bemühe. Denn Ruhe und Frieden sei für Gelehrte essentiell, wie auch [[Erwähnte Person::Pindar]] schon gemeint habe (Φιλόφρον Ἡσυχία, Δίκας / ὦ μεγιστόπολι θύγατερ, &#039;&#039;Pythia&#039;&#039;, 8, 1f). Jetzt seien die „Gärten“ der Intellektuellen aber wie von Wildschweinen durchwühlt und somit die Ruhe zerstört. Wie die Medea in [[Erwähnte Person::Euripides]] hoffe er auf göttlichen Beistand (&amp;lt;Ζεῦ, μὴ λάθοι σε&amp;gt; τῶνδ’ ὃς αἴτιος κακῶν, &#039;&#039;Medea&#039;&#039; 332). Er gelobe, in Zukunft zu versuchen, diese Situation eher zu akzeptieren als sich ihr fruchtlos entgegenzusetzen. Noch schlimmer sei, dass dies nicht einmal das Ende dessen darstelle, was Deutschland noch zu fürchten habe. Es bleibe nichts, als auf die Hilfe Gottes zu hoffen ohne dabei in sinnloses Klagen zu verfallen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch Vettoris Cicero-Studien erhoffe sich Camerarius neue, schwer erhoffte Erkenntnisse in der Literaturwissenschaft. Außerdem wüsste er gerne, was Vettori jetzt tue. Er habe diesen Brief an einige bestrebte junge Männer weitergegeben. Empfehlung derselben. Lebewohl.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Maximilian Wolter)&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>HIWI7</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://camerarius.kallimachos.de/index.php?title=Camerarius_an_Vettori,_10.11.1568&amp;diff=111624</id>
		<title>Camerarius an Vettori, 10.11.1568</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://camerarius.kallimachos.de/index.php?title=Camerarius_an_Vettori,_10.11.1568&amp;diff=111624"/>
		<updated>2021-06-08T15:36:51Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;HIWI7: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Brief&lt;br /&gt;
|Werksigle=OCEp 1256&lt;br /&gt;
|Ausreifungsgrad=Druck&lt;br /&gt;
|Erstdruck in=Camerarius, Epistolae familiares, 1595&lt;br /&gt;
|Blatt/Seitenzahl im Erstdruck=S. 494-496&lt;br /&gt;
|Fremdbrief_jn=ja&lt;br /&gt;
|Absender=Joachim Camerarius I.&lt;br /&gt;
|Empfänger=Pietro Vettori&lt;br /&gt;
|Datum=1568/11/10&lt;br /&gt;
|DatumGesichert=ja&lt;br /&gt;
|Bemerkungen zum Datum=ermitteltes Jahr (im Druck o.J.)&lt;br /&gt;
|Sprache=Latein&lt;br /&gt;
|Entstehungsort=Wien&lt;br /&gt;
|Zielort=o.O.&lt;br /&gt;
|Gedicht_jn=ja&lt;br /&gt;
|Incipit=Magnam cepi voluptatem ex tuis literis sapienter et erudite&lt;br /&gt;
|Paratext_jn=ja&lt;br /&gt;
|Regest_jn=ja&lt;br /&gt;
|Handschrift=unbekannt&lt;br /&gt;
|Bearbeitungsstand=unkorrigiert&lt;br /&gt;
|Wiedervorlage=ja&lt;br /&gt;
|Bearbeiter=MH; HIWI7&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
==Regest==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er habe sich sehr über Vettoris letzten Brief gefreut. Auch die Lektüre des Briefs an [[Erwähnte Person::Johannes Crato]] habe ihm Freude bereitet. Er freue sich, dass Vettori auf dem Lande seine Kräfte wiederherstelle und somit auch sein literarisches Schaffen ermögliche. Die Fertigstellung der angekündigten Werke [der &#039;&#039;[[Erwähntes Werk::Vettori, Variarum lectionum 13 novi libri, 1569|libri variarum lectionum]]&#039;&#039;] erwarte er sehnsüchtig. Bei der Abfassung dieses Briefs habe ihn Vettoris Brief erreicht, in dem er ankündige, sich jetzt mit dem Werk von [[Erwähnte Person::Aristoteles]] zu beschäftigen (([[Erwähntes Werk:: Vettori, commentarii in VIII libros Aristotelis De optimo statu civitatis, 1576]]). Dies freue ihn sehr, zumal er auch selbst oft auf diesem Gebiet arbeite. Er müsse allerdings loswerden, dass er, auch wenn [[Erwähnte Person::Cicero]] meint, er verströme einen „goldenen Fluss“, Aristoteles oft zu unklar finde, und auch dessen missgünstige, sophistische Art der Kritik seinen Vorgängern gegenüber fände er unschön. Er habe schon etwas zur Nichomachischen Ethik fertiggestellt und arbeite gerade an den politischen Werken.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Er freue sich, dass [[Erwähnte Person::Unbekannt|Johannes Pasbicius]] (unbekannt) sein Brief zugestellt werden konnte, den er schon verloren gegangen glaubte. Man sage, Graf [[Erwähnte Person::Anton von Ortenburg |Anton von Ortenburg]] befinde sich jetzt auf dem Weg von [[Erwähnter Ort::Neapel]] aus, und er werde Vettori bestimmt grüßen. Er bitte auch in seinem Namen um einen freundlichen Empfang des Mannes, wenn es für ihn Unbedeutenden nicht zu viel sein sollte, Vettori mit einem solchem Menschen zu verkuppeln (ὀλίγος τε καὶ οὐτιδανὸς καὶ ἄκικυς, [[Erwähnte Person::Homer]], &#039;&#039;Od&#039;&#039;. 9, 515). Was er selbst hier [in [[Wien]]] mit sich anstellen soll, wisse er nicht. Lebewohl.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Maximilian Wolter)&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>HIWI7</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://camerarius.kallimachos.de/index.php?title=Vettori,_Commentarii_in_VIII_libros_Aristotelis_De_optimo_statu_civitatis,_1576&amp;diff=111623</id>
		<title>Vettori, Commentarii in VIII libros Aristotelis De optimo statu civitatis, 1576</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://camerarius.kallimachos.de/index.php?title=Vettori,_Commentarii_in_VIII_libros_Aristotelis_De_optimo_statu_civitatis,_1576&amp;diff=111623"/>
		<updated>2021-06-08T15:35:30Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;HIWI7: Die Seite wurde neu angelegt: „{{Register |Bearbeitungsstand=unkorrigiert |Registertyp=Erwähntes Fremdwerk |Verfasser=Pietro Vettori |MedialeAusformung=Gedrucktes Fremdwerk |BesitzCamerariu…“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Register&lt;br /&gt;
|Bearbeitungsstand=unkorrigiert&lt;br /&gt;
|Registertyp=Erwähntes Fremdwerk&lt;br /&gt;
|Verfasser=Pietro Vettori&lt;br /&gt;
|MedialeAusformung=Gedrucktes Fremdwerk&lt;br /&gt;
|BesitzCamerarius=unklar&lt;br /&gt;
|VD16/17-Eintrag=gateway-bayern.de/VD16+&lt;br /&gt;
|PDF-Scan=https://www.digitale-sammlungen.de/en/view/bsb10139370?page=,1&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>HIWI7</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://camerarius.kallimachos.de/index.php?title=Camerarius_an_Vettori,_21.09.1568&amp;diff=111622</id>
		<title>Camerarius an Vettori, 21.09.1568</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://camerarius.kallimachos.de/index.php?title=Camerarius_an_Vettori,_21.09.1568&amp;diff=111622"/>
		<updated>2021-06-08T15:24:31Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;HIWI7: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Brief&lt;br /&gt;
|Werksigle=OCEp 1254&lt;br /&gt;
|Ausreifungsgrad=Druck&lt;br /&gt;
|Erstdruck in=Camerarius, Epistolae familiares, 1595&lt;br /&gt;
|Blatt/Seitenzahl im Erstdruck=S. 491-492&lt;br /&gt;
|Fremdbrief_jn=ja&lt;br /&gt;
|Absender=Joachim Camerarius I.&lt;br /&gt;
|Empfänger=Pietro Vettori&lt;br /&gt;
|Datum=1568/09/21&lt;br /&gt;
|DatumGesichert=ja&lt;br /&gt;
|Sprache=Latein&lt;br /&gt;
|Entstehungsort=Wien&lt;br /&gt;
|Zielort=o.O.&lt;br /&gt;
|Gedicht_jn=ja&lt;br /&gt;
|Incipit=Studui nuper literas ad te perferri&lt;br /&gt;
|Paratext_jn=ja&lt;br /&gt;
|Regest_jn=ja&lt;br /&gt;
|Handschrift=unbekannt&lt;br /&gt;
|Bearbeitungsstand=unkorrigiert&lt;br /&gt;
|Wiedervorlage=ja&lt;br /&gt;
|Bearbeiter=MH; HIWI7&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
==Regest==&lt;br /&gt;
Camerarius habe neulich einen Brief per seinen Sohn [[Erwähnte Person::Joachim Camerarius II.|Joachim]] in [[Erwähnter Ort::Nürnberg]] an Vettori schicken wollen. Davor wurde er aber von [[Erwähnte Person:: Maximilian II. (HRR)|Maximilian II.]] nach [[Erwähnter Ort::Wien]] einbestellt. Durch [[Erwähnte Person:: Johannes Crato]] habe er erfahren, dass es dort einfach sei, an Vettori zu schreiben und Crato dies auch zu tun gedenke, also habe er ihm diesen Brief geschrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er wisse nicht so recht, was er an diesem ungewohnten Ort mit sich anstellen und worauf er seine Mühen richten solle. Den Umgang mit seinen Freunden, vor allem Crato, finde er angenehm und er genieße es sehr, in der Bibliothek seines Freundes [[Erwähnte Person::Johannes Sambucus]] zu stöbern, ohne sie genau durchlesen zu können. Zu vieles hielte ihn als Gast in dieser Stadt nämlich davon ab, sich vollkommen seinen Studien zu widmen. Wie aber auch bei [[Erwähnte Person::Theokrit]] der Schäfer sich an kleinen Dingen erfreuen könne (ἔστι καὶ ἐν κενεοῖσι φιλήμασιν ἁδέα τέρψις, &#039;&#039;Eid&#039;&#039; 3, 19 / &#039;&#039;Eid&#039;&#039; 27, 4), so gereiche es auch Camerarius zur großen Freude, bisher ungesehene Schriften bloß zu betrachten. Vettori, der zuhause bleibe, könne sich glücklich schätzen (μακάριος ὅστις εὐτυχῶν οἴκοι μένει, [[Erwähnte Person::Euripides]], Trag. Frag. 782, 1), vor allem, da er seine Freude mit anderen teile. Er fürchte aber oft, dass ihm dabei die unglückliche Lage der jetzigen Zeit und schamlose Männer mit selbstgewählten Problemen (αὐθαίρετα πήματ’ ἔχοντας, [[Erwähnte Person::Pythagoras]], &#039;&#039;carmen aureum&#039;&#039; 54) im Weg stehen könnten. Auf dieses Thema wolle er aber jetzt nicht näher eingehen. Lebewohl.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Maximilian Wolter)&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>HIWI7</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://camerarius.kallimachos.de/index.php?title=Camerarius_an_Vettori,_15.08.1568&amp;diff=111621</id>
		<title>Camerarius an Vettori, 15.08.1568</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://camerarius.kallimachos.de/index.php?title=Camerarius_an_Vettori,_15.08.1568&amp;diff=111621"/>
		<updated>2021-06-08T15:22:13Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;HIWI7: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Brief&lt;br /&gt;
|Werksigle=OCEp 1252&lt;br /&gt;
|Ausreifungsgrad=Druck&lt;br /&gt;
|Erstdruck in=Camerarius, Epistolae familiares, 1595&lt;br /&gt;
|Blatt/Seitenzahl im Erstdruck=S. 488-489&lt;br /&gt;
|Fremdbrief_jn=ja&lt;br /&gt;
|Absender=Joachim Camerarius I.&lt;br /&gt;
|Empfänger=Pietro Vettori&lt;br /&gt;
|Datum=1568/08/15&lt;br /&gt;
|DatumGesichert=ja&lt;br /&gt;
|Bemerkungen zum Datum=Die 15. Mens. Sextil.&lt;br /&gt;
|Sprache=Latein&lt;br /&gt;
|Entstehungsort=Leipzig&lt;br /&gt;
|Zielort=o.O.&lt;br /&gt;
|Gedicht_jn=ja&lt;br /&gt;
|Incipit=Victor Pasbicius, qui tuas literas una cum libro attulit&lt;br /&gt;
|Paratext_jn=ja&lt;br /&gt;
|Regest_jn=ja&lt;br /&gt;
|Handschrift=unbekannt&lt;br /&gt;
|Bearbeitungsstand=unkorrigiert&lt;br /&gt;
|Wiedervorlage=ja&lt;br /&gt;
|Bearbeiter=MH; HIWI7&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
==Regest==&lt;br /&gt;
[[Erwähnte Person::Unbekannt|Victor Pasbicius]] (unbekannt) habe ihm Vettoris letzten Brief und das versprochene Buch der &#039;&#039;libri variarum lectionum&#039;&#039;; (siehe [[Vettori an Camerarius, 23.07.1568]]) vorbeigebracht und werde auf seinem Rückweg nach Italien nocheinmal bei Camerarius halt machen. Seinen Dank dafür schicke er zunächst an seinen Sohn [[Erwähnte Person:: Joachim Camerarius II.|Joachim]] nach [[Erwähnter Ort::Nürnberg]], der ihn dann nach Italien weiterleiten würde. Er danke ihm also für das Teilen seiner neuesten Arbeit, bei auch der sein Können hervortrete. Er wünsche sich, dass mehr Leute ihre Disziplinen mit diesen antiken Schriften anstelle ihrer eigenen voranbrächten. Stattdessen müsse man bei der aktuellen Entwicklung Rückschritte fürchten, wobei die Kämpfe mit Wort und Waffe die Situation noch verschärften. Gelehrte wie sie wüssten aus ihrer Lektüre der antiken Klassiker, was in solchen Situationen zu befrürchten sei, und man könne bloß zu Gott beten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pasbicius sei krank geworden, aber er habe auch schon gehört, dass er wieder genesen sei. Er solle sich seinen Qualitäten als guter Mensch entsprechend erholen. Er hoffe, bei Vettori ist die Situation gut. Auch bei ihm in der Nähe habe es nichts gegeben, über dass man sich allzusehr beschweren könne. Allerdings sei der Krieg in Friesland (Phrysia) ausgebrochen, was Schlechtes erahnen lasse. Auch die Einfälle der Russen (Rossorum) geben Grund zur Sorge. Lebewohl.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Maximilian Wolter)&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>HIWI7</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://camerarius.kallimachos.de/index.php?title=Vettori_an_Camerarius,_23.07.1568&amp;diff=111620</id>
		<title>Vettori an Camerarius, 23.07.1568</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://camerarius.kallimachos.de/index.php?title=Vettori_an_Camerarius,_23.07.1568&amp;diff=111620"/>
		<updated>2021-06-08T15:17:10Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;HIWI7: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Brief&lt;br /&gt;
|Werksigle=OCEp 1251&lt;br /&gt;
|Ausreifungsgrad=Druck&lt;br /&gt;
|Erstdruck in=Camerarius, Epistolae familiares, 1595&lt;br /&gt;
|Blatt/Seitenzahl im Erstdruck=S. 486-488&lt;br /&gt;
|Fremdbrief_jn=ja&lt;br /&gt;
|Absender=Pietro Vettori&lt;br /&gt;
|Empfänger=Joachim Camerarius I.&lt;br /&gt;
|Datum=1568/07/23&lt;br /&gt;
|DatumGesichert=ja&lt;br /&gt;
|Bemerkungen zum Datum=10. Cal. Sextil.&lt;br /&gt;
|Sprache=Latein&lt;br /&gt;
|Entstehungsort=Florenz&lt;br /&gt;
|Zielort=o.O.&lt;br /&gt;
|Gedicht_jn=ja&lt;br /&gt;
|Incipit=Legit mihi Ioachimus Bessevitius&lt;br /&gt;
|Paratext_jn=ja&lt;br /&gt;
|Regest_jn=ja&lt;br /&gt;
|Handschrift=unbekannt&lt;br /&gt;
|Bearbeitungsstand=unkorrigiert&lt;br /&gt;
|Wiedervorlage=ja&lt;br /&gt;
|Bearbeiter=MH; HIWI7&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
==Regest==&lt;br /&gt;
[[Erwähnte Person::Joachim von Bassewitz]] habe ihm den Brief vorgelesen, den er von Camerarius erhalten habe. Er bedaure, Camerarius den Eindruck gegeben zu haben, er hielte sich aus Furcht von seiner Pflicht (der Hipparchus-Edition) zurück. In Wirklichkeit habe er nur auf einen besser geeigneten Moment gewartet, um das Werk fertigzustellen. [[Erwähnte Person::Johannes Caselius]] habe ihm zunächst nur einen Teil des Buchs mitgebracht, und auch dazu habe sich der Setzer nur mit Schwierigkeiten durchringen lassen. Sobald das Werk aber vollendet war, habe er es per [[Erwähnte Person::Victor Bassewitz|Victor von Bassewitz]] an Camerarius geschickt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerdem habe er weitere Ausgaben &#039;&#039;variarum lectionum&#039;&#039; mit demselben Index in Druck gegeben, wie die vorher veröffentlichten - zunächst enthalte die Ausgabe aber nur halb so viele Bücher (13). Er beschäftige sich nun mit [[Erwähnte Person::Aristoteles]] und arbeite an einem Kommentar zu dessen Werk über das Staatswesen, worauf er den Löwenanteil seiner Zeit verwende. Aber er wolle auch an der Fertigstelleung der einst versprochenen 25 weiteren Bücher &#039;&#039;variarum lectionum&#039;&#039; festhalten, wenn auch zunächst die Hälfte davon ausreichen muss. Er glaube, dass sie innerhalb von drei Monaten gedruckt sein werden, woraufhin er sofort eins an Camerarius schicken werde, der bereits sein Interesse bekundet habe. Lebewohl.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Maximilian Wolter)&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>HIWI7</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://camerarius.kallimachos.de/index.php?title=Vettori_an_Camerarius,_25.01.1568&amp;diff=111619</id>
		<title>Vettori an Camerarius, 25.01.1568</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://camerarius.kallimachos.de/index.php?title=Vettori_an_Camerarius,_25.01.1568&amp;diff=111619"/>
		<updated>2021-06-08T15:08:15Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;HIWI7: /* Regest */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Brief&lt;br /&gt;
|Werksigle=OCEp 1253&lt;br /&gt;
|Ausreifungsgrad=Druck&lt;br /&gt;
|Erstdruck in=Vettori 1577&lt;br /&gt;
|Blatt/Seitenzahl im Erstdruck=S. 80-82&lt;br /&gt;
|Zweitdruck in=Camerarius, Epistolae familiares, 1595&lt;br /&gt;
|Blatt/Seitenzahl im Zweitdruck=S. 489-491&lt;br /&gt;
|Sonstige Editionen=[[Vettori 1597]], S. 85-87&lt;br /&gt;
|Fremdbrief_jn=nein&lt;br /&gt;
|Absender=Pietro Vettori&lt;br /&gt;
|Empfänger=Joachim Camerarius I.&lt;br /&gt;
|Datum=1568/01/25&lt;br /&gt;
|DatumGesichert=ja&lt;br /&gt;
|Bemerkungen zum Datum=8. Calend. Februar.&lt;br /&gt;
|Sprache=Latein&lt;br /&gt;
|Entstehungsort=Florenz&lt;br /&gt;
|Zielort=o.O.&lt;br /&gt;
|Gedicht_jn=nein&lt;br /&gt;
|Incipit=Mandavi Caselio, viro probo&lt;br /&gt;
|Register=Parallelüberlieferung (Briefe);&lt;br /&gt;
|Paratext_jn=nein&lt;br /&gt;
|Regest_jn=ja&lt;br /&gt;
|Handschrift=unbekannt&lt;br /&gt;
|Bearbeitungsstand=unkorrigiert&lt;br /&gt;
|Wiedervorlage=ja&lt;br /&gt;
|Bearbeiter=US; HIWI7&lt;br /&gt;
|Überprueft=noch nicht am Original überprüft&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
==Regest==&lt;br /&gt;
Er habe [[Erwähnte Person::Johannes Caselius|Caselius]] aufgetragen, Camerarius von ihm zu grüßen, was dieser bestimmt bereits getan habe. Jetzt, wo aber [[Erwähnte Person::Viktor Bassewitz]], der einige Monate in Italien bei Vettori gelebt habe, heimkehre, habe er ihm diesen Brief an Camerarius mitgegeben. Er schätze Bassevitius sehr, weil er ihn an Camerarius erinnere. Genauso verhalte es sich auch mit dessen Sohn [[Erwähnte Person::Joachim Camerarius II.|Joachim]], mit dem er einige schöne Tage verbracht habe, als dieser das letzte mal bei ihm war. Er komme seinem Vater sehr ähnlich. Auch ihn Zukunft wolle er durch Briefe die Freundschaft zu Camerarius aufrecht erhalten; durch die räumliche Distanz sei es anders leider kaum möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was literarisches Schaffen betrifft: er werde innerhalb weniger Tage mit einer Ausgabe neuer Bücher &#039;&#039;variarum lectionum&#039;&#039; beginnen von denen er bereits 1553 25 herausgegeben hatte und die Camerarius so gefielen. Er werde sie Camerarius schicken, sobald er die Möglichkeit habe, denn das Lob gebildeter Männer sei der größte Lohn für solch eine Mühe, und wenn Camerarius auch nicht der einzige aus dieser Schar sei, so nehme er doch den ersten Platz ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er schicke nun endlich auch die schon länger versprochene Hipparchus-Ausgabe zusammen mit diesem Brief. Lebewohl.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Maximilian Wolter)&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>HIWI7</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://camerarius.kallimachos.de/index.php?title=Vettori_an_Camerarius,_25.01.1568&amp;diff=111618</id>
		<title>Vettori an Camerarius, 25.01.1568</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://camerarius.kallimachos.de/index.php?title=Vettori_an_Camerarius,_25.01.1568&amp;diff=111618"/>
		<updated>2021-06-08T15:07:54Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;HIWI7: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Brief&lt;br /&gt;
|Werksigle=OCEp 1253&lt;br /&gt;
|Ausreifungsgrad=Druck&lt;br /&gt;
|Erstdruck in=Vettori 1577&lt;br /&gt;
|Blatt/Seitenzahl im Erstdruck=S. 80-82&lt;br /&gt;
|Zweitdruck in=Camerarius, Epistolae familiares, 1595&lt;br /&gt;
|Blatt/Seitenzahl im Zweitdruck=S. 489-491&lt;br /&gt;
|Sonstige Editionen=[[Vettori 1597]], S. 85-87&lt;br /&gt;
|Fremdbrief_jn=nein&lt;br /&gt;
|Absender=Pietro Vettori&lt;br /&gt;
|Empfänger=Joachim Camerarius I.&lt;br /&gt;
|Datum=1568/01/25&lt;br /&gt;
|DatumGesichert=ja&lt;br /&gt;
|Bemerkungen zum Datum=8. Calend. Februar.&lt;br /&gt;
|Sprache=Latein&lt;br /&gt;
|Entstehungsort=Florenz&lt;br /&gt;
|Zielort=o.O.&lt;br /&gt;
|Gedicht_jn=nein&lt;br /&gt;
|Incipit=Mandavi Caselio, viro probo&lt;br /&gt;
|Register=Parallelüberlieferung (Briefe);&lt;br /&gt;
|Paratext_jn=nein&lt;br /&gt;
|Regest_jn=ja&lt;br /&gt;
|Handschrift=unbekannt&lt;br /&gt;
|Bearbeitungsstand=unkorrigiert&lt;br /&gt;
|Wiedervorlage=ja&lt;br /&gt;
|Bearbeiter=US; HIWI7&lt;br /&gt;
|Überprueft=noch nicht am Original überprüft&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
==Regest==&lt;br /&gt;
Er habe [[Erwähnte Person::Johannes Caselius|Caselius]] aufgetragen, Camerarius von ihm zu grüßen, was dieser bestimmt bereits getan habe. Jetzt, wo aber [[Erwähnte Person::Viktor Bassewitz]], der einige Monate in Italien bei Vettori gelebt habe, heimkehre, habe er ihm diesen Brief an Camerarius mitgegeben. Er schätze Bassevitius sehr, weil er ihn an Camerarius erinnere. Genauso verhalte es sich auch mit dessen Sohn [[Erwähnte Person::Joachim Camerarius II.|Joachim]], mit dem er einige schöne Tage verbracht habe, als dieser das letzte mal bei ihm war. Er komme seinem Vater sehr ähnlich. Auch ihn Zukunft wolle er durch Briefe die Freundschaft zu Camerarius aufrecht erhalten; durch die räumliche Distanz sei es anders leider kaum möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was literarisches Schaffen betrifft: er werde innerhalb weniger Tage mit einer Ausgabe neuer Bücher &#039;&#039;variarum lectionum&#039;&#039; beginnen von denen er bereits 1553 25 herausgegeben hatte und die Camerarius so gefielen. Er werde sie Camerarius schicken, sobald er die Möglichkeit habe, denn das Lob gebildeter Männer sei der größte Lohn für solch eine Mühe, und wenn Camerarius auch nicht der einzige aus dieser Schar sei, so nehme er doch den ersten Platz ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er schicke nun endlich auch die schon länger versprochene [[Erwähntes Werk:: Vettori, Hipparchi Bithyni In Arati et Eudoxi phaenomena, 1567|Hipparchus-Ausgabe]] zusammen mit diesem Brief. Lebewohl.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Maximilian Wolter)&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>HIWI7</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://camerarius.kallimachos.de/index.php?title=Camerarius_an_Vettori,_05.06.1566&amp;diff=111617</id>
		<title>Camerarius an Vettori, 05.06.1566</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://camerarius.kallimachos.de/index.php?title=Camerarius_an_Vettori,_05.06.1566&amp;diff=111617"/>
		<updated>2021-06-08T13:45:05Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;HIWI7: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Brief&lt;br /&gt;
|Werksigle=OCEp 1250&lt;br /&gt;
|Ausreifungsgrad=Druck&lt;br /&gt;
|Erstdruck in=Camerarius, Epistolae familiares, 1595&lt;br /&gt;
|Blatt/Seitenzahl im Erstdruck=S. 482-486&lt;br /&gt;
|Sonstige Editionen=[[Schelhorn 1740]], S. 74 (Auszug)&lt;br /&gt;
|Fremdbrief_jn=nein&lt;br /&gt;
|Absender=Joachim Camerarius I.&lt;br /&gt;
|Empfänger=Pietro Vettori&lt;br /&gt;
|Datum=1566/06/05&lt;br /&gt;
|DatumGesichert=ja&lt;br /&gt;
|Bemerkungen zum Datum=Non. Iunii.&lt;br /&gt;
|Sprache=Latein&lt;br /&gt;
|Entstehungsort=Leipzig&lt;br /&gt;
|Zielort=o.O.&lt;br /&gt;
|Gedicht_jn=nein&lt;br /&gt;
|Incipit=Cogitantem me ac parantem aliquid literarum ad te mittere&lt;br /&gt;
|Paratext_jn=nein&lt;br /&gt;
|Regest_jn=ja&lt;br /&gt;
|Handschrift=unbekannt&lt;br /&gt;
|Bearbeitungsstand=unkorrigiert&lt;br /&gt;
|Wiedervorlage=ja&lt;br /&gt;
|Bearbeiter=MH; US; HIWI7&lt;br /&gt;
|Überprueft=noch nicht am Original überprüft&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
==Regest==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Camerarius sei mit seinem Sohn [[Erwähnte Person:: Philipp Camerarius|Philipp]] in [[Erwähnter Ort::Nürnberg]] gewesen, um nach seinem anderen Sohn [[Erwähnte Person:: Joachim Camerarius II.|Joachim]] zu sehen, als ihn ein Brief Vettoris erreicht habe. Joachim habe im vorigen Jahr geheiratet und sich dort mit seiner Frau niedergelassen, welche aber nach der Geburt eines Sohnes gestorben sei. Voller Bestürzung durch dieses Vorkommnis habe er lange weder die Zeit noch den Willen gefunden, Vettori zu antworten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er möchte zuerst auf Vettoris Ausgabe von [[Erwähnte Person::Hipparchus]] antworten. Er habe schon länger nach mehr Informationen über ihn gesucht, aber weniger erfolgreich als er es sich wünsche. Er wisse, dass [[Erwähnte Person::Aristyllus]] und [[Erwähnte Person::Timocharis]] in der Astronomie Grundlagenarbeit betrieben haben und dass Hipparchus darauf aufbaute, ohne aber die Arbeit zu Ende zu bringen und dass [[Erwähnte Person:: Ptolemaios]] das Werk schließlich vollendet habe. Wo doch Ptolemaios gut erhalten sei, dürfe man fragen, wieso man dann noch seine Vorgänger lesen sollte. Ihn interessiere es, den Fortschritt in der Wissenschaft zu sehen. Inbesondere Hipparchus sei hier von Bedeutung, den Ptolemaios schon arbeitsliebend und wahrheitsliebend genannt habe (φιλοπόνῳ τε ὁμοῦ καὶ φιλαλήθει, &#039;&#039;Syntaxis Mathematica&#039;&#039; 1,1, 191, 20). Er erwarte die Herausgabe dieser Edition als sehnlich und danke ihm im Namen aller Gelehrten herzlichst, deren Zahl sich stetig verringere. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Bezug auf Vettoris Wunsch, sie mögen doch näher beisammen wohnen, kann er nur entgegen, er wünsche sich dasselbe. Leider ließe das Schicksal dies nicht zu. Diese Entfremdung der Gelehrten untereinander führe zu dem fürchterlichen Zank und Streit, der die aktuelle Zeit so plage. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er freue sich, dass Vettori [[Erwähnte Person::Johannes Caselius|Caselius]] wertschätze und gut aufgenommen habe. Er dankt Vettori für dessen Freundschaft überschwänglich und bekundet seine große Wertschätzung für dessen wissenschaftliche Leistungen und seinen großmütigen Charakter, zumal er alles getan habe, ohne Erwartung eines Danks oder einer Gegenleistung. Lebewohl.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Maximílian Wolter)&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>HIWI7</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://camerarius.kallimachos.de/index.php?title=Camerarius_an_Vettori,_05.04.1565&amp;diff=111616</id>
		<title>Camerarius an Vettori, 05.04.1565</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://camerarius.kallimachos.de/index.php?title=Camerarius_an_Vettori,_05.04.1565&amp;diff=111616"/>
		<updated>2021-06-08T13:42:54Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;HIWI7: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Brief&lt;br /&gt;
|Werksigle=OCEp 1248&lt;br /&gt;
|Ausreifungsgrad=Druck&lt;br /&gt;
|Erstdruck in=Camerarius, Epistolae familiares, 1595&lt;br /&gt;
|Blatt/Seitenzahl im Erstdruck=S. 479-480&lt;br /&gt;
|Fremdbrief_jn=ja&lt;br /&gt;
|Absender=Joachim Camerarius I.&lt;br /&gt;
|Empfänger=Pietro Vettori&lt;br /&gt;
|Datum=1565/04/05&lt;br /&gt;
|DatumGesichert=ja&lt;br /&gt;
|Bemerkungen zum Datum=Non. April.&lt;br /&gt;
|Sprache=Latein&lt;br /&gt;
|Entstehungsort=Leipzig&lt;br /&gt;
|Zielort=o.O.&lt;br /&gt;
|Gedicht_jn=ja&lt;br /&gt;
|Incipit=Quo diutius distuli non tam consilium&lt;br /&gt;
|Paratext_jn=ja&lt;br /&gt;
|Regest_jn=ja&lt;br /&gt;
|Handschrift=unbekannt&lt;br /&gt;
|Bearbeitungsstand=unkorrigiert&lt;br /&gt;
|Wiedervorlage=ja&lt;br /&gt;
|Bearbeiter=MH; HIWI7&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
==Regest==&lt;br /&gt;
Entschuldigung für die lange Zeit ohne Briefwechsel. Er habe lange kein Thema gehabt, das Vettori gerecht werde. Es sei ein Jahr her gewesen, dass er anlässlich der Hochzeit seines Sohns [[Erwähnte Person:: Joachim Camerarius II.|Joachim]] nach [[Erwähnter Ort::Nürnberg]] gereist sei. Zu diesem Zeitpunkt habe er schon einen Brief verfassen wollen und sogar damit begonnen, allerdings seien zu viele anderweitige Störungen und Beschäftigungen der Beendigung zuvorgekommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach seiner Rückkehr nach [[Erwähnter Ort::Leipzig]] sei Vettoris Freund [[Erwähnte Person:: Johannes Caselius|Caselius]] bei ihm eingetroffen und habe ihn gefragt, ob er gedenke, Vettori zu schreiben, immerhin könne er als Postbote dienen. Er habe zum Zeitpunkt der Abfassung Schnupfen und ein Augenleiden gehabt, weshalb er nicht zu besonders scharfen Gedanken oder großer Länge fähig gewesen sei. Da Caselius aber bald schon wieder weiterreisen gemusst habe, wollte er diese Gelegenheit nicht verschwenden und dennoch zumindest etwas schreiben. Caselius werde ihm die Situation in Deutschland schildern. Diese zeichne sich im Moment eher durch eine unbestimmte Furcht und bedrohliche Lage aus als durch eine konkrete Notlage. Nur Gott könne wissen, wie sich die Dinge entwickeln würden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein anderer Sohn [[Erwähnte Person:: Philipp Camerarius|Philipp]] werde wohl schon bei ihm eingetroffen sein und sicherlich eine freundschaftliche Behandlung erfahren haben. Er werde sich bemühen, ihm diesen Gefallen zu erwidern. Lebewohl.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Maximilian Wolter)&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>HIWI7</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://camerarius.kallimachos.de/index.php?title=Camerarius_an_Vettori,_05.04.1565&amp;diff=111615</id>
		<title>Camerarius an Vettori, 05.04.1565</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://camerarius.kallimachos.de/index.php?title=Camerarius_an_Vettori,_05.04.1565&amp;diff=111615"/>
		<updated>2021-06-08T13:42:14Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;HIWI7: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Brief&lt;br /&gt;
|Werksigle=OCEp 1248&lt;br /&gt;
|Ausreifungsgrad=Druck&lt;br /&gt;
|Erstdruck in=Camerarius, Epistolae familiares, 1595&lt;br /&gt;
|Blatt/Seitenzahl im Erstdruck=S. 479-480&lt;br /&gt;
|Fremdbrief_jn=ja&lt;br /&gt;
|Absender=Joachim Camerarius I.&lt;br /&gt;
|Empfänger=Pietro Vettori&lt;br /&gt;
|Datum=1565/04/05&lt;br /&gt;
|DatumGesichert=ja&lt;br /&gt;
|Bemerkungen zum Datum=Non. April.&lt;br /&gt;
|Sprache=Latein&lt;br /&gt;
|Entstehungsort=Leipzig&lt;br /&gt;
|Zielort=o.O.&lt;br /&gt;
|Gedicht_jn=ja&lt;br /&gt;
|Incipit=Quo diutius distuli non tam consilium&lt;br /&gt;
|Paratext_jn=ja&lt;br /&gt;
|Regest_jn=ja&lt;br /&gt;
|Handschrift=unbekannt&lt;br /&gt;
|Bearbeitungsstand=unkorrigiert&lt;br /&gt;
|Wiedervorlage=ja&lt;br /&gt;
|Bearbeiter=MH; HIWI7&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
==Regest==&lt;br /&gt;
Entschuldigung für die lange Zeit ohne Briefwechsel. Er habe lange kein Thema gehabt, das Vettori gerecht werde. Es sei ein Jahr her gewesen, dass er anlässlich der Hochzeit seines Sohns [[Erwähnte Person:: Joachim Camerarius II.|Joachim]] nach [[Erwähnter Ort::Nürnberg]] gereist sei. Zu diesem Zeitpunkt habe er schon einen Brief verfassen wollen und sogar damit begonnen, allerdings seien zu viele anderweitige Störungen und Beschäftigungen der Beendigung zuvorgekommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach seiner Rückkehr nach [[Erwähnter Ort::Leipzig]] sei Vettoris Freund [[Erwähnte Person:: Johannes Caselius|(Johannes) Caselius]] bei ihm eingetroffen und habe ihn gefragt, ob er gedenke, Vettori zu schreiben, immerhin könne er als Postbote dienen. Er habe zum Zeitpunkt der Abfassung Schnupfen und ein Augenleiden gehabt, weshalb er nicht zu besonders scharfen Gedanken oder großer Länge fähig gewesen sei. Da Caselius aber bald schon wieder weiterreisen gemusst habe, wollte er diese Gelegenheit nicht verschwenden und dennoch zumindest etwas schreiben. Caselius werde ihm die Situation in Deutschland schildern. Diese zeichne sich im Moment eher durch eine unbestimmte Furcht und bedrohliche Lage aus als durch eine konkrete Notlage. Nur Gott könne wissen, wie sich die Dinge entwickeln würden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein anderer Sohn [[Erwähnte Person:: Philipp Camerarius|Philipp]] werde wohl schon bei ihm eingetroffen sein und sicherlich eine freundschaftliche Behandlung erfahren haben. Er werde sich bemühen, ihm diesen Gefallen zu erwidern. Lebewohl.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Maximilian Wolter)&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>HIWI7</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://camerarius.kallimachos.de/index.php?title=Vettori_an_Camerarius,_01.03.1565&amp;diff=111614</id>
		<title>Vettori an Camerarius, 01.03.1565</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://camerarius.kallimachos.de/index.php?title=Vettori_an_Camerarius,_01.03.1565&amp;diff=111614"/>
		<updated>2021-06-08T13:40:42Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;HIWI7: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Brief&lt;br /&gt;
|Werksigle=OCEp 1249&lt;br /&gt;
|Ausreifungsgrad=Druck&lt;br /&gt;
|Erstdruck in=Camerarius, Epistolae familiares, 1595&lt;br /&gt;
|Blatt/Seitenzahl im Erstdruck=S. 481-482&lt;br /&gt;
|Fremdbrief_jn=ja&lt;br /&gt;
|Absender=Pietro Vettori&lt;br /&gt;
|Empfänger=Joachim Camerarius I.&lt;br /&gt;
|Datum=1565/03/01&lt;br /&gt;
|DatumGesichert=ja&lt;br /&gt;
|Bemerkungen zum Datum=Cal. Martias&lt;br /&gt;
|Sprache=Latein&lt;br /&gt;
|Entstehungsort=Florenz&lt;br /&gt;
|Zielort=o.O.&lt;br /&gt;
|Gedicht_jn=ja&lt;br /&gt;
|Incipit=Literae tuae Non. April. Lipsia datae&lt;br /&gt;
|Paratext_jn=ja&lt;br /&gt;
|Regest_jn=ja&lt;br /&gt;
|Handschrift=unbekannt&lt;br /&gt;
|Bearbeitungsstand=unkorrigiert&lt;br /&gt;
|Wiedervorlage=ja&lt;br /&gt;
|Bearbeiter=MH; HIWI7&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Antwort auf den Brief des Camerarius vom [[Camerarius an Vettori, 05.04.1562|05.04.1562]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Regest==&lt;br /&gt;
Herzlicher Dank für den Brief vom fünften April, der ihn erst spät erreicht habe. Er wünsche sich, dass sie näher beeinander wohnen könnten, damit sie ihre Freundschaft nicht nur in Worten, sondern in Taten unter Beweis stellen können. [[Erwähnte Person:: Johannes Caselius|(Johannes) Caselius]] leide seit einiger Zeit an einer schweren Krankheit. Vor allem in [[Erwähnter Ort::Bologna]] habe er in Gefahr geschwebt, bevor er sich nach [[Erwähnter Ort::Florenz]] begab. Er sei dem Tod nah gewesen, als Vettori ihn nach seiner Ankunft dort gesehen habe. Nun allerdings habe er sich fast völlig erholt und warte auf eine angenehmere Jahreszeit, um wieder nach Deutschland zu reisen. Bis dahin kümmere er sich um ihn.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Bezug auf sein literarisches Schaffen gebe es nichts Neues, außer, dass er ein Werk des [[Erwähnte Person::Hipparchus]] herauszugeben gedenke, in dem dieser in drei Büchern aufzeige, wo [[Erwähnte Person::Arat]] und [[Erwähnte Person::Eudoxus]] falsch gelegen haben. Er wisse, dass Camerarius ein besonderes Interesse für Astronomie besitze, und so freue es ihn, ihm das baldige Erscheinen dieser [[Erwähntes Werk:: Vettori, Hipparchi Bithyni In Arati et Eudoxi phaenomena, 1567|Ausgabe]] anzukündigen. Sie basiere auf der einzigen erhaltenen Handschrift, welche in der Biblioteca Medicea Laurenziana aufbewahrt werde. Es sei ein großer Verlust für die Astronomie und die Geographie, dass ansonsten nichts von Hipparchus erhalten sei. Immerhin werde er alles dafür tun, dass zumindest dieses Werk ins Licht rückt. Lebewohl.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Maximilian Wolter)&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>HIWI7</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://camerarius.kallimachos.de/index.php?title=Vettori_an_Camerarius,_01.03.1565&amp;diff=111613</id>
		<title>Vettori an Camerarius, 01.03.1565</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://camerarius.kallimachos.de/index.php?title=Vettori_an_Camerarius,_01.03.1565&amp;diff=111613"/>
		<updated>2021-06-08T13:40:25Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;HIWI7: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Brief&lt;br /&gt;
|Werksigle=OCEp 1249&lt;br /&gt;
|Ausreifungsgrad=Druck&lt;br /&gt;
|Erstdruck in=Camerarius, Epistolae familiares, 1595&lt;br /&gt;
|Blatt/Seitenzahl im Erstdruck=S. 481-482&lt;br /&gt;
|Fremdbrief_jn=ja&lt;br /&gt;
|Absender=Pietro Vettori&lt;br /&gt;
|Empfänger=Joachim Camerarius I.&lt;br /&gt;
|Datum=1565/03/01&lt;br /&gt;
|DatumGesichert=ja&lt;br /&gt;
|Bemerkungen zum Datum=Cal. Martias&lt;br /&gt;
|Sprache=Latein&lt;br /&gt;
|Entstehungsort=Florenz&lt;br /&gt;
|Zielort=o.O.&lt;br /&gt;
|Gedicht_jn=ja&lt;br /&gt;
|Incipit=Literae tuae Non. April. Lipsia datae&lt;br /&gt;
|Paratext_jn=ja&lt;br /&gt;
|Regest_jn=ja&lt;br /&gt;
|Handschrift=unbekannt&lt;br /&gt;
|Bearbeitungsstand=unkorrigiert&lt;br /&gt;
|Wiedervorlage=ja&lt;br /&gt;
|Bearbeiter=MH; HIWI7&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Antwort auf den Brief des Camerarius vom [[Camerarius an Vettori, 05.04.1562|05.04.1562]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Regest==&lt;br /&gt;
Herzlicher Dank für den Brief vom fünften April, der ihn erst spät erreicht habe. Er wünsche sich, dass sie näher beeinander wohnen könnten, damit sie ihre Freundschaft nicht nur in Worten, sondern in Taten unter Beweis stellen können. [[Erwähnte Person:: Johannes Caselius|(Johannes) Caselius]] leide seit einiger Zeit an einer schweren Krankheit. Vor allem in [[Erwähnter Ort::Bologna]] habe er in Gefahr geschwebt, bevor er sich nach [[Erwähnter Ort::Florenz]] begab. Er sei dem Tod nah gewesen, als Vettori ihn nach seiner Ankunft dort gesehen habe. Nun allerdings habe er sich fast völlig erholt und warte auf eine angenehmere Jahreszeit, um wieder nach Deutschland zu reisen. Bis dahin kümmere er sich um ihn.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Bezug auf sein literarisches Schaffen gebe es nichts Neues, außer, dass er ein Werk des [[Erwähnte Person::Hipparchus]] herauszugeben gedenke, in dem dieser in drei Büchern aufzeige, wo [[Erwähnte Person::Arat]] und [[Erwähnte Person::Eudoxus]] falsch gelegen haben. Er wisse, dass Camerarius ein besonderes Interesse für Astronomie besitze, und so freue es ihn, ihm das baldige Erscheinen dieser [[Erwähntes Werk:: Vettori, Hipparchi Bithyni In Arati et Eudoxi phaenomena, 1567|Ausgabe]] anzukündigen. Sie basiere auf der einzigen erhaltenen Handschrift, welche in der Biblioteca Medicea Laurenziana aufbewahrt werde. Es sei ein großer Verlust für die Astronomie und die Geographie, dass ansonsten nichts von Hipparchus erhalten sei. Immerhin werde er alles dafür tun, dass zumindest dieses Werk ins Licht rückt. Lebewohl.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>HIWI7</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://camerarius.kallimachos.de/index.php?title=Camerarius_an_Vettori,_24.03.1562&amp;diff=111612</id>
		<title>Camerarius an Vettori, 24.03.1562</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://camerarius.kallimachos.de/index.php?title=Camerarius_an_Vettori,_24.03.1562&amp;diff=111612"/>
		<updated>2021-06-08T13:37:27Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;HIWI7: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Brief&lt;br /&gt;
|Werksigle=OCEp 1246&lt;br /&gt;
|Ausreifungsgrad=Druck&lt;br /&gt;
|Erstdruck in=Camerarius, Epistolae familiares, 1595&lt;br /&gt;
|Blatt/Seitenzahl im Erstdruck=S. 475-478&lt;br /&gt;
|Fremdbrief_jn=ja&lt;br /&gt;
|Absender=Joachim Camerarius I.&lt;br /&gt;
|Empfänger=Pietro Vettori&lt;br /&gt;
|Datum=1562/03/24&lt;br /&gt;
|DatumGesichert=ja&lt;br /&gt;
|Bemerkungen zum Datum=9. Calend. April.&lt;br /&gt;
|Sprache=Latein&lt;br /&gt;
|Entstehungsort=Bamberg&lt;br /&gt;
|Zielort=o.O.&lt;br /&gt;
|Gedicht_jn=ja&lt;br /&gt;
|Incipit=Cum tam diu distulissem responsionem ad literas tuas&lt;br /&gt;
|Paratext_jn=ja&lt;br /&gt;
|Regest_jn=ja&lt;br /&gt;
|Handschrift=unbekannt&lt;br /&gt;
|Bearbeitungsstand=unkorrigiert&lt;br /&gt;
|Wiedervorlage=ja&lt;br /&gt;
|Bearbeiter=MH; HIWI7&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
==Regest==&lt;br /&gt;
Entschuldigung und Bitte um Verzeihung für die lange Zeit ohne Briefwechsel. Es habe viele anderweitige Verpflichtungen gegeben, die ihn von diesem Freundschaftsdienst abgehalten haben, und je länger er wartete, desto schwieriger sei es geworden, einen Anfang zu finden. Um es mit [[Erwähnte Person::Athenaios]] zu sagen:  Ἄγε δή, τίς ἀρχὴ τῶν λόγων γενήσεται; (&#039;&#039;Deipnosophistae&#039;&#039;, 11,1,1). Außerdem seien Reisen und notwendige Erledigungen seinen Hausstand betreffend hinzugekommen. Es habe sich auch um gewisse spärliche Reste seines Vermögens kümmern müssen, die er seinen Angehörigen bewahren sollte. Wenn es nur auf ihn angekommen wäre, hätte er sich fast schon überlegt, es so zu machen, wie es gemäß dem Tadel des [[Erwähnte Person::Horaz]] (&#039;&#039;Serm&#039;&#039;. 2,3,99ff.) schon [[Erwähnte Person::Aristippus]] gemacht habe: den Sklaven zu befehlen, sein Geld fortzuwerfen. Als er dann, obgleich eigentlich genügend beschäftigt, sich untätig in der Heimat befand, habe er die Gelegenheit gesehen, Vettori einen Brief zu schreiben, und somit die Erfüllung seiner Pflicht als Freund nicht länger aufzuschieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er bedankt sich für Vettoris freundschaftlichen Brief an seinen Sohn ([[Erwähnte Person::Joachim Camerarius II.|Joachim]]), obwohl er diesen noch nicht einmal gesehen hatte. Sein Sohn habe ihm sofort eine Abschrift dieses vor väterlicher Liebe und Großherzigkeit strotzenden Briefes geschickt. Beide von ihnen seien dankbar und werden sich bemühen, Vettoris Gunst zurückzuzahlen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den Brief, auf den ihn Vettori aufmerksam gemacht habe (wohl von [[Denis Lambin]]. Siehe Vettori an Camerarius, 01.01.1561), habe er endlich bekommen und große Freude daraus gewonnen. Über das andere beliebe es nicht, zu schreiben. Bildung sei natürlich zum Merkur gehörig. Wie Vettori wisse, erklärten Astrologen die Wirkungen dieses Gestirns gemäß dessen Anordnung im Raum. Er sei überzeugt, das sie beide Im Zeichen des Jupiter stehen, was Würde und Leichtigkeit im Leben und Anständigkeit und Aufrichtigkeit in allen Handlungen verspreche. Wenn andere aber zum Kampf geneigt seien, dann sollen sie sich einen willigen Gegner suchen. (ὁ γοῦν θέλων μάχεσθαι, πάρεστι γάρ, μαχέσθω, [[Erwähnte Person::Anakreon]], Frg. 84,2). Er zumindest gedenke, vor allem in seinem hohen Alter, den jungen Kämpfern das Feld zu überlassen und ihnen den Sieg zuzugestehen. Dennoch werde er immer [[Erwähnte Person::Cicero|Ciceros]] Ausspruch im Sinn behalten, &#039;&#039;caritate enim benevolentiaque sublata omnis est e vita sublata iucunditas&#039;&#039; (Lael. 102,5). Deshalb sollten sie beide wie bisher auch immer weitermachen und die schönen Künste pflegen. Vettori solle nicht Müde werden, sich literarisch zu betätigen. Die übelgemeinte Kritik sollte er im Sinne von Hercules nehmen und sie ignorieren: οὐδ’ ὅσσον μυίας στυγερῶν ἐμπάζετο μύθων ([[Erwähnte Person::Plutarch]], &#039;&#039;De capienda ex inimicis utilitate&#039;&#039; 90,d,5). Auch [[Erwähnte Person::Demokrit]] habe schon gesagt, dass man in einer solchen Situation am besten schweigt: Μωμεομένων φλαύρων ὁ ἀγαθὸς οὐ ποιέεται λόγον (frg. mor. 123 Mullach). Er sage dies nicht, um Vettori zu belehren, denn das das wäre eine verkehrte Welt (ἄνω γὰρ ποταμῶν οὕτω γ᾽ αἱ πηγαὶ, [[Erwähnte Person::Aelius Aristides]], Κατὰ τῶν ἐξορχουμένων, Jebb 408,18). Vielmehr sei er nur besorgt, dass ihn diese Umstände von der Herstellung seiner Werke abhielten, deren Lektüre er so begehre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Falls sein Sohn [[Erwähnte Person::Joachim Camerarius II.|Joachim]] auf seiner Rückkehr von [[Erwähnter Ort::Rom]] ihm einen Besuch abstatte, bitte er Vettori um eine genauso freundschaftliche Behandlung wie er sie ihm auch schon per Brief gegeben habe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf seine Frage, wie die Lage in Deutschland stehe, so sei sie gemischt (ὡς εὖ μὲν χαλεπῶς, ὡς χαλεπῶς δὲ μάλ’ εὖ, [[Erwähnte Person:: Theognis von Megara|Theognis]], &#039;&#039;Elegiae&#039;&#039; 1,520). Wenn er allerdings bedenke, dass Frömmigkeit und Treue immer mehr missachtet werden und dass auch eine Gefahr von außen naht, dann verliere er zunehmend den Glauben an einen guten Ausgang.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diesem Brief an ihn habe er noch einen weiteren an seinen Sohn angehängt, den er ihm bitte übergeben möge, falls er vorbeikomme. Sollte dieser Brief ihn aber nicht rechtzeitig dafür erreichen, bitte er ihn, den Brief nach [[Erwähnter Ort::Padua]] zu schicken, wo sein Sohn gedenke, etwas zu verweilen.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>HIWI7</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://camerarius.kallimachos.de/index.php?title=Vettori_an_Camerarius,_01.06.1561&amp;diff=111611</id>
		<title>Vettori an Camerarius, 01.06.1561</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://camerarius.kallimachos.de/index.php?title=Vettori_an_Camerarius,_01.06.1561&amp;diff=111611"/>
		<updated>2021-06-08T13:33:03Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;HIWI7: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Brief&lt;br /&gt;
|Werksigle=OCEp 1245&lt;br /&gt;
|Ausreifungsgrad=Druck&lt;br /&gt;
|Erstdruck in=Camerarius, Epistolae familiares, 1595&lt;br /&gt;
|Blatt/Seitenzahl im Erstdruck=S. 469-475&lt;br /&gt;
|Fremdbrief_jn=ja&lt;br /&gt;
|Absender=Pietro Vettori&lt;br /&gt;
|Empfänger=Joachim Camerarius I.&lt;br /&gt;
|Datum=1561/01/01&lt;br /&gt;
|DatumGesichert=nein&lt;br /&gt;
|Bemerkungen zum Datum=Platzhalter&lt;br /&gt;
|UnscharfesBriefDatumBeginn=März 1561&lt;br /&gt;
|UnscharfesBriefDatumEnde=Dezember 1561&lt;br /&gt;
|Sprache=Latein&lt;br /&gt;
|Entstehungsort=Florenz&lt;br /&gt;
|Zielort=o.O.&lt;br /&gt;
|Gedicht_jn=ja&lt;br /&gt;
|Incipit=Literae tuae 11. Cal. April datae&lt;br /&gt;
|Paratext_jn=ja&lt;br /&gt;
|Regest_jn=ja&lt;br /&gt;
|Handschrift=unbekannt&lt;br /&gt;
|Bearbeitungsstand=unkorrigiert&lt;br /&gt;
|Wiedervorlage=ja&lt;br /&gt;
|Bearbeiter=MH; HIWI7&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Antwort auf den Brief des Camerarius vom  [[Camerarius an Vettori, 22.03.1561|22.03.1561]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Hinweise zur Datierung==&lt;br /&gt;
Der 01.01. kann als Datum nicht stimmen, da sich dieser Brief auf eine Briefsammlung bezieht, in der noch Briefe vom Februar 1561 abgedruckt sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Regest==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dank für Camerarius‘ unterstützende Worte im Brief vom 22.03.1561. Er bestätige, dass dessen vorheriger Brief ihn nie erreicht habe. Es sei weniger schlimm, dass seine &#039;&#039;libri variarum lectionum&#039;&#039; ihn erst so spät erreicht haben, weil sie sowieso unter seinem Niveau seien. Wenn er gewusst hätte, dass Camerarius seine Werke so sehr begehre, dann hätte er sie ihm direkt per Express geschickt. Vielleicht habe es an den Händlern gelegen, die nicht genug Profit in dieser Ware sahen und sie daher nicht transportieren wollten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darüber, dass ihn jemand in dessen Buch persönlich angegriffen habe, sage er, dass er diese Person weder jemals getroffen habe, noch in irgendeiner Form beleidigt. Er gebe generell darauf acht, bei Meinungsverschiedenheiten mit anderen Gelehrten höflich zu bleiben, daher komme diese Schmäh umso unerwarteter, was ihn doch sehr verstört habe. Auch wenn er dessen verleumderische Aussagen zugunsten all der geschmähten antiken und aktuellen Autoren mit Leichtigkeit hätte widerlegen können, da dieser Mann selbst wohl kaum perfekt sei (ἄλλων ἰατρὸς αὐτὸς ἕλκεσιν βρύων, [[Erwähnte Person::Euripides]], Fragment 1085, 2), habe am Ende sein mildes Gemüt obsiegt. Außerdem habe er, wie auch viele italienische Gelehrte ihm geraten hätten, diesem Mann nicht die Genugtuung einer Antwort geben wollen, da er es vielleicht gerade auf einen solchen Streit ausgelegt habe, um daraus für sich Bekanntheit zu erlangen. Er meine, dass Camerarius einerseits genügend ihm freundlich gestimmte Leute habe, die für ihn Partei ergreifen könnten, und dass diese Anschuldigungen andererseits zu gehaltlos und ungefährlich sind, um ernsthaft auf sie zu reagieren. Auch [[Erwähnte Person::Philemon]] habe in einem solchen Fall schon zu Schweigen geraten (ἥδιον οὐδὲν οὐδὲ μουσικώτερον / ἔστ’ ἢ δύνασθαι λοιδορούμενον φέρειν· / ὁ λοιδορῶν γάρ, ἂν ὁ λοιδορούμενος / μὴ προσποιῆται, λοιδορεῖται λοιδορῶν, Fragment 23, 1ff). Falls jemandem dieser Autor zu wenig Gewicht besitze, könne er sich auch nach [[Erwähnte Person::Timoleon|Timoleon von Korinth]] richten, der, nachdem er Syrakus von der Tyrannei befreit habe, ein undankbares Schandmaul vollkommen ignoriert habe. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darüber hinaus habe noch eine Geschichte zu diesem Menschen zu erzählen: gerade als dessen Buch erschienen war, habe ihn ein Brief dessen einstigen Freundes [[Erwähnte Person::Denis Lambin]] erreicht, dass er seine noch unveröffentlichten &#039;&#039;commentarii&#039;&#039; plagiiert habe. Diesen Brief fände man in einem Sammelband von Briefen, der neulich in [[Erwähnter Ort::Lyon]] erschienen sei (Giovanni Michele Bruto (Ed.), Epistolae Clarorum Virorum, Lyon 1561). In ebendiesem fände sich auch der Brief über [[Erwähnte Person::Lukrez]], den Camerarius in seinem vorherigen Brief  erbeten habe. auch ein anderer Brief sei enthalten, mit einer längeren Abhandlung einer Stelle im Orestes des [[Erwähnte Person::Euripides]]. Falls Camerarius einmal dazu käme, diesen Brief zu lesen, hätte er gerne seine Rückmeldung dazu. Das Beispiel einer Emendation in [[Erwähnte Person::Cicero|Ciceros]] &#039;&#039;Pro Caelio&#039;&#039; zeige, dass dieser junge Mann schon öfter anderen vorgeworfen habe, was er selbst getan habe. Außerdem könne die erwähnte Stelle aus Cicero ursprünglich aus Euripides stammen. Dazu fände sich auch bei [[Erwähnte Person::Aischylos]] eine ganz ähnliche Stelle, was die von Camerarius vorgeschlagene Lesart noch plausibler mache (οἶκος δ’ αὐτός, εἰ φθογγὴν λάβοι, / σαφέστατ’ ἂν λέξειεν· ὡς ἑκὼν ἐγὼ / μαθοῦσιν αὐδῶ κοὐ μαθοῦσι λήθομαι, &#039;&#039;Agamemnon&#039;&#039; 37).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Camerarius‘ Sohn ([[Erwähnte Person::Joachim Camerarius II.|Joachim]]) werde er sehr gerne bei sich empfangen und gut auf ihn einwirken, sollte er bei ihm eintreffen. Solange dies noch nicht der Fall ist, werde er ihm einen Brief mit demselben Ziel schreiben.&lt;br /&gt;
Bezüglich der Frage, was er im Moment literarisch schaffe, so arbeite er im Moment an der Edition eines Kommentars zu [[Erwähnte Person::Demetrius Phalereus]] &#039;&#039;De Elocutione&#039;&#039; . Den im Vorjahr erschienenen Kommentar zu [[Erwähnte Person::Aristoteles|Aristoteles‘]] &#039;&#039;Ars Poetica&#039;&#039; kenne Camerarius wohl bereits, da sein Sohn ihm diesen geschickt habe, wie man ihm erzählt habe. Der Brief, der ihn nie erreicht habe, liege wohl noch bei Camerarus. Wenn er ihn erneut versende und den Turriziani übergebe, werde er wohl ankommen. Lebe wohl.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>HIWI7</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://camerarius.kallimachos.de/index.php?title=Vettori_an_Camerarius,_01.06.1561&amp;diff=111610</id>
		<title>Vettori an Camerarius, 01.06.1561</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://camerarius.kallimachos.de/index.php?title=Vettori_an_Camerarius,_01.06.1561&amp;diff=111610"/>
		<updated>2021-06-08T13:31:10Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;HIWI7: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Brief&lt;br /&gt;
|Werksigle=OCEp 1245&lt;br /&gt;
|Ausreifungsgrad=Druck&lt;br /&gt;
|Erstdruck in=Camerarius, Epistolae familiares, 1595&lt;br /&gt;
|Blatt/Seitenzahl im Erstdruck=S. 469-475&lt;br /&gt;
|Fremdbrief_jn=ja&lt;br /&gt;
|Absender=Pietro Vettori&lt;br /&gt;
|Empfänger=Joachim Camerarius I.&lt;br /&gt;
|Datum=1561/01/01&lt;br /&gt;
|DatumGesichert=nein&lt;br /&gt;
|Bemerkungen zum Datum=Platzhalter&lt;br /&gt;
|UnscharfesBriefDatumBeginn=März 1561&lt;br /&gt;
|UnscharfesBriefDatumEnde=Dezember 1561&lt;br /&gt;
|Sprache=Latein&lt;br /&gt;
|Entstehungsort=Florenz&lt;br /&gt;
|Zielort=o.O.&lt;br /&gt;
|Gedicht_jn=ja&lt;br /&gt;
|Incipit=Literae tuae 11. Cal. April datae&lt;br /&gt;
|Paratext_jn=ja&lt;br /&gt;
|Regest_jn=ja&lt;br /&gt;
|Handschrift=unbekannt&lt;br /&gt;
|Bearbeitungsstand=unkorrigiert&lt;br /&gt;
|Wiedervorlage=ja&lt;br /&gt;
|Bearbeiter=MH; HIWI7&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Antwort auf den Brief des Camerarius vom  [[Camerarius an Vettori, 22.03.1561|22.03.1561]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Hinweise zur Datierung==&lt;br /&gt;
Der 01.01. kann als Datum nicht stimmen, da sich dieser Brief auf eine Briefsammlung bezieht, in der noch Briefe vom Februar 1561 abgedruckt sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Regest==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dank für Camerarius‘ unterstützende Worte im Brief vom 22.03.1561. Er bestätige, dass dessen vorheriger Brief ihn nie erreicht habe. Es sei weniger schlimm, dass seine &#039;&#039;libri variarum lectionum&#039;&#039; ihn erst so spät erreicht haben, weil sie sowieso unter seinem Niveau seien. Wenn er gewusst hätte, dass Camerarius seine Werke so sehr begehre, dann hätte er sie ihm direkt per Express geschickt. Vielleicht habe es an den Händlern gelegen, die nicht genug Profit in dieser Ware sahen und sie daher nicht transportieren wollten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darüber, dass ihn jemand in dessen Buch persönlich angegriffen habe, sage er, dass er diese Person weder jemals getroffen habe, noch in irgendeiner Form beleidigt. Er gebe generell darauf acht, bei Meinungsverschiedenheiten mit anderen Gelehrten höflich zu bleiben, daher komme diese Schmäh umso unerwarteter, was ihn doch sehr verstört habe. Auch wenn er dessen verleumderische Aussagen zugunsten all der geschmähten antiken und aktuellen Autoren mit Leichtigkeit hätte widerlegen können, da dieser Mann selbst wohl kaum perfekt sei (ἄλλων ἰατρὸς αὐτὸς ἕλκεσιν βρύων, [[Erwähnte Person::Euripides]], Fragment 1085, 2), habe am Ende sein mildes Gemüt obsiegt. Außerdem habe er, wie auch viele italienische Gelehrte ihm geraten hätten, diesem Mann nicht die Genugtuung einer Antwort geben wollen, da er es vielleicht gerade auf einen solchen Streit ausgelegt habe, um daraus für sich Bekanntheit zu erlangen. Er meine, dass Camerarius einerseits genügend ihm freundlich gestimmte Leute habe, die für ihn Partei ergreifen könnten, und dass diese Anschuldigungen andererseits zu gehaltlos und ungefährlich sind, um ernsthaft auf sie zu reagieren. Auch [[Erwähnte Person::Philemon]] habe in einem solchen Fall schon zu Schweigen geraten (ἥδιον οὐδὲν οὐδὲ μουσικώτερον / ἔστ’ ἢ δύνασθαι λοιδορούμενον φέρειν· / ὁ λοιδορῶν γάρ, ἂν ὁ λοιδορούμενος / μὴ προσποιῆται, λοιδορεῖται λοιδορῶν, Fragment 23, 1ff). Falls jemandem dieser Autor zu wenig Gewicht besitze, könne er sich auch nach [[Erwähnte Person::Timoleon|Timoleon von Korinth]] richten, der, nachdem er Syrakus von der Tyrannei befreit habe, ein undankbares Schandmaul vollkommen ignoriert habe. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darüber hinaus habe noch eine Geschichte zu diesem Menschen zu erzählen: gerade als dessen Buch erschienen war, habe ihn ein Brief dessen einstigen Freundes [[Erwähnte Person::Denis Lambin]] erreicht, dass er seine noch unveröffentlichten &#039;&#039;commentarii&#039;&#039; plagiiert habe. Diesen Brief fände man in einem Sammelband von Briefen, der neulich in [[Erwähnter Ort::Lyon]] erschienen sei (Giovanni Michele Bruto(Ed.), Epistolae Clarorum Virorum, Lyon 1561). In ebendiesem fände sich auch der Brief über [[Erwähnte Person::Lukrez]], den Camerarius in seinem vorherigen Brief  erbeten habe. auch ein anderer Brief sei enthalten, mit einer längeren Abhandlung einer Stelle im Orestes des [[Erwähnte Person::Euripides]]. Falls Camerarius einmal dazu käme, diesen Brief zu lesen, hätte er gerne seine Rückmeldung dazu. Das Beispiel einer Emendation in [[Erwähnte Person::Cicero|Ciceros]] &#039;&#039;Pro Caelio&#039;&#039; zeige, dass dieser junge Mann schon öfter anderen vorgeworfen habe, was er selbst getan habe. Außerdem könne die erwähnte Stelle aus Cicero ursprünglich aus Euripides stammen. Dazu fände sich auch bei [[Erwähnte Person::Aischylos]] eine ganz ähnliche Stelle, was die von Camerarius vorgeschlagene Lesart noch plausibler mache (οἶκος δ’ αὐτός, εἰ φθογγὴν λάβοι, / σαφέστατ’ ἂν λέξειεν· ὡς ἑκὼν ἐγὼ / μαθοῦσιν αὐδῶ κοὐ μαθοῦσι λήθομαι, &#039;&#039;Agamemnon&#039;&#039; 37).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Camerarius‘ Sohn ([[Erwähnte Person::Joachim Camerarius II.|Joachim]]) werde er sehr gerne bei sich empfangen und gut auf ihn einwirken, sollte er bei ihm eintreffen. Solange dies noch nicht der Fall ist, werde er ihm einen Brief mit demselben Ziel schreiben.&lt;br /&gt;
Bezüglich der Frage, was er im Moment literarisch schaffe, so arbeite er im Moment an der Edition eines Kommentars zu [[Erwähnte Person::Demetrius Phalereus]] &#039;&#039;[[Erwähntes Werk:: Vettori, Commentarii in librum Demetrii Phalerei de elocutione, 1562 |De Elocutione]]&#039;&#039; . Den im Vorjahr erschienenen [[Erwähntes Werk:: Vettori, Commentarii in primum librum Aristotelis de arte poetarum, 1560|Kommentar]] zu [[Erwähnte Person::Aristoteles|Aristoteles‘]] &#039;&#039;Ars Poetica&#039;&#039; kenne Camerarius wohl bereits, da sein Sohn ihm diesen geschickt habe, wie man ihm erzählt habe. Der Brief, der ihn nie erreicht habe, liege wohl noch bei Camerarus. Wenn er ihn erneut versende und den Turriziani übergebe, werde er wohl ankommen. Lebe wohl.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>HIWI7</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://camerarius.kallimachos.de/index.php?title=Camerarius_an_Vettori,_22.03.1561&amp;diff=111609</id>
		<title>Camerarius an Vettori, 22.03.1561</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://camerarius.kallimachos.de/index.php?title=Camerarius_an_Vettori,_22.03.1561&amp;diff=111609"/>
		<updated>2021-06-08T13:12:05Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;HIWI7: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Brief&lt;br /&gt;
|Werksigle=OCEp 1244&lt;br /&gt;
|Ausreifungsgrad=Druck&lt;br /&gt;
|Erstdruck in=Camerarius, Epistolae familiares, 1595&lt;br /&gt;
|Blatt/Seitenzahl im Erstdruck=S. 465-468&lt;br /&gt;
|Fremdbrief_jn=nein&lt;br /&gt;
|Absender=Joachim Camerarius I.&lt;br /&gt;
|Empfänger=Pietro Vettori&lt;br /&gt;
|Datum=1561/03/22&lt;br /&gt;
|DatumGesichert=nein&lt;br /&gt;
|Bemerkungen zum Datum=11. Cal. April.&lt;br /&gt;
|Sprache=Latein&lt;br /&gt;
|Entstehungsort=Leipzig&lt;br /&gt;
|Zielort=o.O.&lt;br /&gt;
|Gedicht_jn=ja&lt;br /&gt;
|Incipit=Longo sane tempore neque a te istinc&lt;br /&gt;
|Register=Biographisches (Rezeption)&lt;br /&gt;
|Paratext_jn=nein&lt;br /&gt;
|Regest_jn=ja&lt;br /&gt;
|Handschrift=unbekannt&lt;br /&gt;
|Bearbeitungsstand=unkorrigiert&lt;br /&gt;
|Wiedervorlage=ja&lt;br /&gt;
|Bearbeiter=MH; HIWI7&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
==Hinweise zur Datierung==&lt;br /&gt;
Es ist problematisch, dass der [[Erwähntes Werk::Vettori an Camerarius, 01.01.1561|Antwortbrief]] auf diesen Brief auf den 01.01.1561 (also drei Monate früher) datiert ist. Offensichtlich kann höchstens ein Datum stimmen. Der Antwortbrief nimmt Bezug auf eine Briefsammlung, die erst im Verlaufe des Jahres 1561 veröffentlicht wurde: man darf also annehmen, dass der erste Januar als Datumsangabe bloß ein Platzhalter ist. Falls der Brief also später im Jahr 1561 geschrieben wurde, lässt sich auch das Datum des ersten Briefs halten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Regest==&lt;br /&gt;
Es habe schon lange keinen Briefwechsel zwischen den beiden mehr gegeben, obwohl Camerarius eigentlich noch eine Antwort auf seinen Brief von vor drei Jahren (unbekannt) erwarte. Falls Vettori doch eine Antwort verfasst habe, könne diese abgefangen worden sein, fürchte Camerarius. So gebe es Gerüchte, dass Vettori einem von Camerarius‘ Landsmännern diesen Brief über [Erwähnte Person::Lukrez|Lukrez‘]] Werk mitgegeben habe. Zu seinem Leidwesen habe Camerarius diesen Brief allerdings nicht ausfindig machen können. Erst vor kurzem habe er nämlich wieder angefangen, Vettoris Arbeiten zu lesen, wobei es ihn umso mehr schmerzt, dass dieser Brief jetzt womöglich eines andern Regal füllt. Dies sei wohl der zunehmenden Verrohung der aktuellen Zeit geschuldet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem er Vettoris Schrift (unbekannt) erhalten habe, sei ihm ein Buch eines gewissen Autors (anynym gehalten, aber als [[Erwähnte Person::Marc-Antoine Muret]] zu identifizieren; siehe [[Erwähntes Werk::Vettori an Camerarius, 01.01.1561]]) in die Hände gekommen, in dem sowohl er selbst als auch Vettori persönlich angegriffen würden. Er habe an der fehlenden Kultiviertheit dieses Mannes Anstoß genommen, noch dazu habe auch [[Erwähnte Person::Hesiod]] schon davor gewarnt, einem Bedürftigen seine Armut vorzuhalten (μηδέ ποτ’ οὐλομένην πενίην θυμοφθόρον ἀνδρὶ τέτλαθ’ ὀνειδίζειν, Ἐργα καὶ Ἡμέραι 717). Andererseits habe dieser junge Mann herausragendes Talent und viele der besten Literaten als Gewährsmänner. Wie auch [[Erwähnte Person::Plautus]] schon bezeugt habe, sei Überheblichkeit in einer solchen Lage nicht unangemessen (Secundas fortunas decent superbiae, Stichus 300).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weil er einerseits der Ansicht gewesen sei, Plautus eigne sich gut, um Lateinkenntnisse zu verbessern, dessen Werke aber andererseits nur sehr fehlerdurchsetzt vorlägen, vielleicht weil sie einer einzigen alten Handschrift entstammten, hätte er beschlossen, eine [[Erwähntes Werk::Plautus, Comoediae viginti, 1552|emendierte Version]] herauszugeben, damit auch die Jugend davon profitieren könnte, obwohl die Bedingungen für eine gelungene Edition nicht gut gewesen seien. So also habe er sein Material veröffentlicht und seinen Dank jenen bekundet, die Besseres leisten könnten. Als seine Manuskripte in [[Erwähnter Ort::Basel]] gedruckt wurden, habe er Material teilweise hastig dorthingeschickt, sodass die Edition recht fehlerhaft war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn er die fachlichen Beiträge dieses Mannes auch hoch schätze, vermisse er seine menschlichen Qualitäten, dass dieser ihn, Camerarius, der noch nie mit seinen Schriften geprahlt habe, so sehr angehe, und auch noch dazu die Unverschämtheit besitze, Vettori anzugreifen. Er wolle aber versuchen, es sich nicht allzusehr zu Herzen zu nehmen, da der junge Mann mit guten Eigenschaften einiges wiedergutmache (ἄλλοις ἐν ἐσθλοῖς τόνδ’ ἀπωθοῦνται ψόγον, &#039;&#039;Tragica Adespota&#039;&#039;, 105) und noch nicht den richtigen Blick für das wirklich Wichtige habe, sondern sich oft in kindlichen Spielereien und Imponiergehabe verliere. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Jahr zuvor, als sein Sohn ([[Erwähnte Person::Joachim Camerarius II.|Joachim]]) für ein Medizinstudium nach Italien aufbrach, wollte er eigentlich einen Brief an Vettori verfassen und mitschicken, allerdings wurde er durch anderweitige Verpflichtungen abgehalten. Sein Sohn begab sich dann zunächst nach [[Erwähnter Ort::Padua]]. Er wisse nicht, wohin ihn die Route dann geführt habe, und ob der Vettori besucht habe. Falls er dies tue, wünsche er sich für seinen Sohn einen herzlichen Empfang und dass Vettori mit seiner Weisheit und Autorität gut auf seinen jungen Charakter einwirke. Im Gegenzug sei er sich Camerarius‘ großer Dankbarkeit gewiss. Falls Vettori an etwas Neuem arbeite, solle er es ihn bitte wissen lassen.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>HIWI7</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://camerarius.kallimachos.de/index.php?title=Camerarius_an_Vettori,_22.03.1561&amp;diff=111608</id>
		<title>Camerarius an Vettori, 22.03.1561</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://camerarius.kallimachos.de/index.php?title=Camerarius_an_Vettori,_22.03.1561&amp;diff=111608"/>
		<updated>2021-06-08T13:11:23Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;HIWI7: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Brief&lt;br /&gt;
|Werksigle=OCEp 1244&lt;br /&gt;
|Ausreifungsgrad=Druck&lt;br /&gt;
|Erstdruck in=Camerarius, Epistolae familiares, 1595&lt;br /&gt;
|Blatt/Seitenzahl im Erstdruck=S. 465-468&lt;br /&gt;
|Fremdbrief_jn=nein&lt;br /&gt;
|Absender=Joachim Camerarius I.&lt;br /&gt;
|Empfänger=Pietro Vettori&lt;br /&gt;
|Datum=1561/03/22&lt;br /&gt;
|DatumGesichert=nein&lt;br /&gt;
|Bemerkungen zum Datum=11. Cal. April.&lt;br /&gt;
|Sprache=Latein&lt;br /&gt;
|Entstehungsort=Leipzig&lt;br /&gt;
|Zielort=o.O.&lt;br /&gt;
|Gedicht_jn=ja&lt;br /&gt;
|Incipit=Longo sane tempore neque a te istinc&lt;br /&gt;
|Register=Biographisches (Rezeption)&lt;br /&gt;
|Paratext_jn=nein&lt;br /&gt;
|Regest_jn=nein&lt;br /&gt;
|Handschrift=unbekannt&lt;br /&gt;
|Bearbeitungsstand=unkorrigiert&lt;br /&gt;
|Wiedervorlage=ja&lt;br /&gt;
|Bearbeiter=MH&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
==Hinweise zur Datierung==&lt;br /&gt;
Es ist problematisch, dass der [[Erwähntes Werk::Vettori an Camerarius, 01.01.1561|Antwortbrief]] auf diesen Brief auf den 01.01.1561 (also drei Monate früher) datiert ist. Offensichtlich kann höchstens ein Datum stimmen. Der Antwortbrief nimmt Bezug auf eine Briefsammlung, die erst im Verlaufe des Jahres 1561 veröffentlicht wurde: man darf also annehmen, dass der erste Januar als Datumsangabe bloß ein Platzhalter ist. Falls der Brief also später im Jahr 1561 geschrieben wurde, lässt sich auch das Datum des ersten Briefs halten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Regest==&lt;br /&gt;
Es habe schon lange keinen Briefwechsel zwischen den beiden mehr gegeben, obwohl Camerarius eigentlich noch eine Antwort auf seinen Brief von vor drei Jahren (unbekannt) erwarte. Falls Vettori doch eine Antwort verfasst habe, könne diese abgefangen worden sein, fürchte Camerarius. So gebe es Gerüchte, dass Vettori einem von Camerarius‘ Landsmännern diesen Brief über [Erwähnte Person::Lukrez|Lukrez‘]] Werk mitgegeben habe. Zu seinem Leidwesen habe Camerarius diesen Brief allerdings nicht ausfindig machen können. Erst vor kurzem habe er nämlich wieder angefangen, Vettoris Arbeiten zu lesen, wobei es ihn umso mehr schmerzt, dass dieser Brief jetzt womöglich eines andern Regal füllt. Dies sei wohl der zunehmenden Verrohung der aktuellen Zeit geschuldet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem er Vettoris Schrift (unbekannt) erhalten habe, sei ihm ein Buch eines gewissen Autors (anynym gehalten, aber als [[Erwähnte Person::Marc-Antoine Muret]] zu identifizieren; siehe [[Erwähntes Werk::Vettori an Camerarius, 01.01.1561]]) in die Hände gekommen, in dem sowohl er selbst als auch Vettori persönlich angegriffen würden. Er habe an der fehlenden Kultiviertheit dieses Mannes Anstoß genommen, noch dazu habe auch [[Erwähnte Person::Hesiod]] schon davor gewarnt, einem Bedürftigen seine Armut vorzuhalten (μηδέ ποτ’ οὐλομένην πενίην θυμοφθόρον ἀνδρὶ τέτλαθ’ ὀνειδίζειν, Ἐργα καὶ Ἡμέραι 717). Andererseits habe dieser junge Mann herausragendes Talent und viele der besten Literaten als Gewährsmänner. Wie auch [[Erwähnte Person::Plautus]] schon bezeugt habe, sei Überheblichkeit in einer solchen Lage nicht unangemessen (Secundas fortunas decent superbiae, Stichus 300).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weil er einerseits der Ansicht gewesen sei, Plautus eigne sich gut, um Lateinkenntnisse zu verbessern, dessen Werke aber andererseits nur sehr fehlerdurchsetzt vorlägen, vielleicht weil sie einer einzigen alten Handschrift entstammten, hätte er beschlossen, eine [[Erwähntes Werk::Plautus, Comoediae viginti, 1552|emendierte Version]] herauszugeben, damit auch die Jugend davon profitieren könnte, obwohl die Bedingungen für eine gelungene Edition nicht gut gewesen seien. So also habe er sein Material veröffentlicht und seinen Dank jenen bekundet, die Besseres leisten könnten. Als seine Manuskripte in [[Erwähnter Ort::Basel]] gedruckt wurden, habe er Material teilweise hastig dorthingeschickt, sodass die Edition recht fehlerhaft war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn er die fachlichen Beiträge dieses Mannes auch hoch schätze, vermisse er seine menschlichen Qualitäten, dass dieser ihn, Camerarius, der noch nie mit seinen Schriften geprahlt habe, so sehr angehe, und auch noch dazu die Unverschämtheit besitze, Vettori anzugreifen. Er wolle aber versuchen, es sich nicht allzusehr zu Herzen zu nehmen, da der junge Mann mit guten Eigenschaften einiges wiedergutmache (ἄλλοις ἐν ἐσθλοῖς τόνδ’ ἀπωθοῦνται ψόγον, &#039;&#039;Tragica Adespota&#039;&#039;, 105) und noch nicht den richtigen Blick für das wirklich Wichtige habe, sondern sich oft in kindlichen Spielereien und Imponiergehabe verliere. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Jahr zuvor, als sein Sohn ([[Erwähnte Person::Joachim Camerarius II.|Joachim]]) für ein Medizinstudium nach Italien aufbrach, wollte er eigentlich einen Brief an Vettori verfassen und mitschicken, allerdings wurde er durch anderweitige Verpflichtungen abgehalten. Sein Sohn begab sich dann zunächst nach [[Erwähnter Ort::Padua]]. Er wisse nicht, wohin ihn die Route dann geführt habe, und ob der Vettori besucht habe. Falls er dies tue, wünsche er sich für seinen Sohn einen herzlichen Empfang und dass Vettori mit seiner Weisheit und Autorität gut auf seinen jungen Charakter einwirke. Im Gegenzug sei er sich Camerarius‘ großer Dankbarkeit gewiss. Falls Vettori an etwas Neuem arbeite, solle er es ihn bitte wissen lassen.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>HIWI7</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://camerarius.kallimachos.de/index.php?title=Camerarius_an_Vettori,_05.01.1556(%3F)&amp;diff=111607</id>
		<title>Camerarius an Vettori, 05.01.1556(?)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://camerarius.kallimachos.de/index.php?title=Camerarius_an_Vettori,_05.01.1556(%3F)&amp;diff=111607"/>
		<updated>2021-06-08T12:49:10Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;HIWI7: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Brief&lt;br /&gt;
|Werksigle=OCEp 1243&lt;br /&gt;
|Ausreifungsgrad=Druck&lt;br /&gt;
|Erstdruck in=Camerarius, Epistolae familiares, 1595&lt;br /&gt;
|Blatt/Seitenzahl im Erstdruck=S. 462-465&lt;br /&gt;
|Fremdbrief_jn=nein&lt;br /&gt;
|Absender=Joachim Camerarius I.&lt;br /&gt;
|Empfänger=Pietro Vettori&lt;br /&gt;
|Datum=1553/01/05&lt;br /&gt;
|DatumGesichert=ja&lt;br /&gt;
|Sprache=Latein&lt;br /&gt;
|Entstehungsort=Leipzig&lt;br /&gt;
|Zielort=o.O.&lt;br /&gt;
|Gedicht_jn=ja&lt;br /&gt;
|Incipit=Es quo literas tuas accepi (scriptas elegantiss.&lt;br /&gt;
|Paratext_jn=ja&lt;br /&gt;
|Regest_jn=ja&lt;br /&gt;
|Handschrift=unbekannt&lt;br /&gt;
|Bearbeitungsstand=unkorrigiert&lt;br /&gt;
|Wiedervorlage=ja&lt;br /&gt;
|Bearbeiter=MH; HIWI7&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
==Regest==&lt;br /&gt;
Herzlicher Dank für [[Erwähntes Werk::Vettori an Camerarius, 14.07.1552|Vettoris Brief]], der ein Lichtblick in schlimmen Zeitumständen gewesen sei. Camerarius habe seit dem Erhalt dessen eine Antwort zurückschreiben wollen. Dass er auf diesen umfrangreichen Brief erst so spät antworten habe können, liege an der beträchtlichen Sorgfalt und Erwägung, mit der er zu schreieben gedachte. Schließlich habe er aber dennoch zumindest etwas zu Papier bringen wollen, da zu große Sorgfalt ohne Produkt auch wieder keine Sorgfalt sei, entsprechend dem Vers von [[Erwähnte Person::Euripides]] (τὸ [λίαν] σοφὸν δ’ οὐ σοφία, &#039;&#039;Bacchae&#039;&#039; 395). Auch wenn er nicht viel Neues zu berichten habe, habe er eine Antwort schreiben wollen, möge diese auch nicht viel Neues enthalten, und eher alte Beschwerden neu aufgreifen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Camerarius habe von der schwierigen Situation in Italien gehört und auch in Deutschland sei die Lage ungewiss. Klage über die Vernachlässigung der &#039;&#039;studia humanitatis &#039;&#039;, der Tugend, des Anstands, der Menschlichkeit, der Frömmigkeit und der Religion. Man könne nicht anders, als in ungeheure Traurigkeit verfallen, wenn man bedenkt, dass die Situation noch schlimmer werde. Sogar das Ende ihrer Beschäftigung sei zu befürchten. Wer davon nicht zutiefst getroffen sei, könne kein Mensch sein. Und dennoch machten sie beide weiter mit ihren literarischen Betätigungen so gut sie unter den Umständen könnten. Während er selbst nicht zu schafferischer Tätigkeit im Stande sei, vertraue er, dass dies bei Vettori nicht der Fall sei. Vettori möge ihm bitte seine nächsten Erzeugnisse zukommen lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bekundung seiner Anerkennung und Lebewohl.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>HIWI7</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://camerarius.kallimachos.de/index.php?title=Vettori_an_Camerarius,_14.07.1555(%3F)&amp;diff=111606</id>
		<title>Vettori an Camerarius, 14.07.1555(?)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://camerarius.kallimachos.de/index.php?title=Vettori_an_Camerarius,_14.07.1555(%3F)&amp;diff=111606"/>
		<updated>2021-06-08T12:44:15Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;HIWI7: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Brief&lt;br /&gt;
|Werksigle=OCEp 1242&lt;br /&gt;
|Ausreifungsgrad=Druck&lt;br /&gt;
|Erstdruck in=Vettori 1577&lt;br /&gt;
|Blatt/Seitenzahl im Erstdruck=S. 9-16&lt;br /&gt;
|Zweitdruck in=Camerarius, Epistolae familiares, 1595&lt;br /&gt;
|Blatt/Seitenzahl im Zweitdruck=S. 457-462&lt;br /&gt;
|Sonstige Editionen=[[Vettori 1597]], S. 10-17&lt;br /&gt;
|Fremdbrief_jn=nein&lt;br /&gt;
|Absender=Pietro Vettori&lt;br /&gt;
|Empfänger=Joachim Camerarius I.&lt;br /&gt;
|Datum=1552/07/14&lt;br /&gt;
|DatumGesichert=nein&lt;br /&gt;
|Bemerkungen zum Datum=14.07.(o.J.) (Prid. Id. Quintil.)&lt;br /&gt;
|Sprache=Latein&lt;br /&gt;
|Entstehungsort=Florenz&lt;br /&gt;
|Zielort=o.O.&lt;br /&gt;
|Gedicht_jn=nein&lt;br /&gt;
|Incipit=Aequo animo patior, vir optime&lt;br /&gt;
|Register=Parallelüberlieferung (Briefe);&lt;br /&gt;
|Paratext_jn=nein&lt;br /&gt;
|Regest_jn=ja&lt;br /&gt;
|Handschrift=unbekannt&lt;br /&gt;
|Bearbeitungsstand=unkorrigiert&lt;br /&gt;
|Wiedervorlage=ja&lt;br /&gt;
|Bearbeiter=US; HIWI7&lt;br /&gt;
|Überprueft=noch nicht am Original überprüft&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
== Hinweis zur Datierung == &lt;br /&gt;
Das Schreiben reagiert unmittelbar auf Camerarius&#039; [[Camerarius an Vettori, 01.04.1552|Eröffnung des Briefwechsels vom 1. April 1552]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Regest ==&lt;br /&gt;
Vettori ertrage es gerne, von Camerarius in der Pflicht, zwischen ihnen beiden einen Briefwechsel zu beginnen, überholt worden zu sein (siehe [[Erwähntes Werk::Camerarius an Vettori, 01.04.1552|Eröffungsbrief]]). Als er nämlich dessen Rezension zu seiner Ausgabe einiger Cicero-Bücher erhalten habe, sei er sehr beeindruckt gewesen von seiner Anerkennung bei für richtig Befundenem und der Milde bei Tadelnswertem. Dies zeige den aufrichtigen Charakter von Camerarius, ganz im Gegensatz zu vielen anderen Zeitgenossen, die auch eigentlich nicht Streitbares in ihrer Böswilligkeit verrissen, wie er selbst schon erfahren habe müssen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit diesem Zeitpunkt betrachte er Camerarius als Freund und habe ihm seitdem schon oft schreiben wollen, aber es bisher nicht getan, weil er dachte, dass die große physische Distanz durch den fehlenden Umgang miteinander den Erhalt ihrer Freundschaft gefährden würde. Außerdem sei der Grundstein für gegenseitigen guten Willen bereits durch Camerarius‘ Rezension gelegt worden, was diesem sicher nicht entgangen sei. Camerarius habe es in der Tat aber schlauer als er selbst eingeschätzt, als er sich entschied, ihm auch per Brief seinen freundschaftliche Gesinnung mitzuteilen. Dafür gebüre ihm seine Dankbarkeit und er werde ihm stets mit helfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er empfinge die Klage über den schlimmen Stand der Literaturwissenschaften in Deutschland mit großer Beschwernis. Auch für sie hier in Italien habe es in den letzten zwei Jahren viele Miseren gegeben. Seit nämlich der Krieg ausgebrochen sei, in dem [[Erwähnter Ort::Siena]] vollkommen zerstört worden sei, sei Teil dieser Unruhen auch in [[Erwähnter Ort::Florenz|ihren Ort]] übergeschwappt, sodass viele Menschen durch Gewalt, Hunger oder Krankheit zu Tode gekommen und Städte durch die unermesslichen Ausgaben finanziell ruiniert seien. Wenn man also irgendwie Humor in dieser Situation finden könnte, so würde er sich der Worte von [[Erwähnte Person::Aristophanes]], &#039;&#039;Equites&#039;&#039; 9 (ξυναυλίαν κλαύσωμεν Οὐλύμπου νόμον) bedienen und ihn zum gemeinsamen Singen eines Klagelieds auffordern. Weil man allerdings nichts an dieser schlimmen Lage der Dinge ändern könne, sei es am besten, sich nicht weiter über sie auszulassen und sie stattdessen tapfer zu ertragen. Es sei zu beklagen, dass junge Menschen sich in diesen Zeiten weniger der Literatur widmeten und die älteren, etablierten Literaten seltener und mit schlechterer Qualität Werke herausgeben. Auf Camerarius treffe dies nicht zu, im Gegenteil zeuge sein Brief von dessen großem Talent und bestätige seinen guten Ruf. Er solle der ungünstigen Lage zu Trotz genauso weiterarbeiten und werde damit gleichzeitig der Öffentlichkeit einen Gefallen tun und für sich selbst Ruhm gewinnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bezüglich Camerarius‘ Frage, ob er gerade die Veröffentlichung eines bisher unbekannten und verborgenen Werks vorbereite: er habe dies schon lange tun wollen und es gebe sicherlich viele fruchtbare Vorhaben, aber er komme nur mühsam mit seiner Arbeit voran, was an den Setzern läge. Es gebe nämlich wenige von ihnen, die auch noch von der aktuellen Lage ausgezehrt (exinaniti) seien und sich deshalb nur schwer dazu bringen ließen, antike Autoren zu drucken, vor allem Griechen. Sie seien nämlich nur auf einfachen Gewinn aus. Er habe einmal alle Hebel in Bewegung gesetzt, um [[Erwähnte Person::Lorenzo Torrentino]] dazu zu bringen, [[Erwähnte Person::Clemens von Alexandria]] im griechischen Alphabet zu drucken. Er habe dies so langsam und mit so vielen Unterbrechungen getan, dass er fast alle Hoffnung auf Fertigstellung aufgegeben habe. Danach habe er ihn nicht mehr zum Druck eines anderen Griechen überzeugen können. Er habe einmal viel Mühe in die Erarbeitung einer Edition von [[Erwähnte Person:: Aischylos]] gesteckt. Darin habe er dessen Texte mithilfe vieler alter Textzeugnisse zusammengestellt und ihn sozusagen um eine neue Tragödie erweitert, denn er habe den &#039;&#039;Agamemnon&#039;&#039; in Gänze gefunden. Außerdem habe er eine große Menge an alten Scholien abgeschrieben, um diesen schwer verständlichen Autor einfacher zu machen und damit auch für ein breiteres Publikum attraktiver, was auch den potentiellen Gewinn erhöhen würde. Aber sogar unter diesen Umständen habe er sich geweigert, das Buch zu drucken, weshalb er sich an [[Erwähnte Person::Henri Estienne]] gewendet habe, der seine höchsten Bemühungen um diese Ausgabe versprochen habe. Er könne allerdings nicht sagen, wann die Edition fertig sein würde. Dies hinge von Estienne ab. Dies also sei es, was seine Bemühungen erschwert und ihn von seinem selbst so begriffenem Dienst als Verkünder (praeco) der geretten und wiederhergestellten antiken Werke abgehalten habe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerdem habe er einen in die Tiefe gehenden Kommentar zu [[Erwähnte Person::Demetrius Phalereus|Demetrius Phalereus&#039;]] περὶ ἑρμενείας  schon fast komplett fertiggestellt. Dergleichen habe er einiges angefangen, was er fertigzustellen gedenke, wenn sein Gesundheitszustand es zulasse. Er sei nämlich körperlich nicht mehr in der Lage, so wie früher sein Bedürfnis zum Lesen und Verfassen zu stillen, weil er an einem chronischen Katarrh leide.&lt;br /&gt;
Die jungen Männer, denen Camerarius seinen Brief gegeben habe, hätte er gerne bei sich empfangen, aber aus irgendeinem Grund seien sie nie angekommen. Der Brief selbst sei spät durch den staatlichen Boten bei ihm eingetroffen, d.h. vier Tage nach der Fertigstellung dieses Briefs. Er freue sich darüber, Camerarius und den Seinen mit seinem Werken eine Freude bereitet zu haben, und dass es so gut aufgenommen worden sei. Er habe großen Respekt für die Deutschen, die nach ihrem Ruhm im Kriegswesen sich nun auch in den freien Künsten hervortäten, auch wenn die inneren Streitigkeiten in vielen Staaten diese Betätigungen zur Zeit erschwerten. Er sei zuversichtlich, dass Gott Besserung in die Wege leiten werde. Zum Abschied wolle er nochmals die Humanitas des Camerarius preisen und er selbst werde sich nach Kräften bemühen, dass die Freundschaft trotz der großen Distanz erhalten bleibt. Er wünsche ihm alles Gute und körperliche Gesundheit, auf dass er seine Tätigkeit immer im gleichen Maße fortsetzen könne.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>HIWI7</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://camerarius.kallimachos.de/index.php?title=Lorenzo_Torrentino&amp;diff=111605</id>
		<title>Lorenzo Torrentino</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://camerarius.kallimachos.de/index.php?title=Lorenzo_Torrentino&amp;diff=111605"/>
		<updated>2021-06-08T12:42:20Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;HIWI7: Die Seite wurde neu angelegt: „{{Register |GND=118973371 |Namensvariante=Laurentius Torrentinus |Bearbeitungsstand=unkorrigiert |Registertyp=Person |Nachname=Torrentino |Vorname=Lorenzo |Per…“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Register&lt;br /&gt;
|GND=118973371&lt;br /&gt;
|Namensvariante=Laurentius Torrentinus&lt;br /&gt;
|Bearbeitungsstand=unkorrigiert&lt;br /&gt;
|Registertyp=Person&lt;br /&gt;
|Nachname=Torrentino&lt;br /&gt;
|Vorname=Lorenzo&lt;br /&gt;
|PersonIstDrucker=ja&lt;br /&gt;
|Beruf/ Status=Weiteres&lt;br /&gt;
|Geburtsdatum=1499&lt;br /&gt;
|Sterbedatum=1563&lt;br /&gt;
|Periode=Gestorben nach 1500&lt;br /&gt;
|Bemerkungen zum Datum=unscharf&lt;br /&gt;
|Geburtsort=Gemert&lt;br /&gt;
|Sterbeort=Florenz&lt;br /&gt;
|Wirkungsort=Florenz&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>HIWI7</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://camerarius.kallimachos.de/index.php?title=Camerarius_an_Vettori,_01.04.1555(%3F)&amp;diff=111604</id>
		<title>Camerarius an Vettori, 01.04.1555(?)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://camerarius.kallimachos.de/index.php?title=Camerarius_an_Vettori,_01.04.1555(%3F)&amp;diff=111604"/>
		<updated>2021-06-08T12:13:45Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;HIWI7: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Brief&lt;br /&gt;
|Werksigle=OCEp 1241&lt;br /&gt;
|Ausreifungsgrad=Druck&lt;br /&gt;
|Erstdruck in=Camerarius, Epistolae familiares, 1595&lt;br /&gt;
|Blatt/Seitenzahl im Erstdruck=S. 455-457&lt;br /&gt;
|Fremdbrief_jn=ja&lt;br /&gt;
|Absender=Joachim Camerarius I.&lt;br /&gt;
|Empfänger=Pietro Vettori&lt;br /&gt;
|Datum=1552/04/01&lt;br /&gt;
|DatumGesichert=ja&lt;br /&gt;
|Bemerkungen zum Datum=Cal. April.&lt;br /&gt;
|Sprache=Latein&lt;br /&gt;
|Entstehungsort=o.O.&lt;br /&gt;
|Zielort=o.O.&lt;br /&gt;
|Gedicht_jn=ja&lt;br /&gt;
|Incipit=Amavi studium et beneficam naturam tuam iampridem&lt;br /&gt;
|Paratext_jn=ja&lt;br /&gt;
|Regest_jn=ja&lt;br /&gt;
|Handschrift=unbekannt&lt;br /&gt;
|Bearbeitungsstand=unkorrigiert&lt;br /&gt;
|Wiedervorlage=ja&lt;br /&gt;
|Bearbeiter=MH; HIWI7&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
===Regest===&lt;br /&gt;
Schon lange bewundere Camerarius Vettoris Ausgaben und Emendationen von Cicero und seine überragende Menschlichkeit. Er stehe in dieser Hinsicht deutlich besser da als viele andere Gelehrte, die sich in ihrer Selbstverliebheit missgünstig gegenüber den Leistungen anderer verhielten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst jetzt komme er dazu, ihm einen Brief zu schreiben, weil er durch viele Tätigkeiten und Verpflichtungen abgehalten wurde. Je länger er es herausgezögert habe, desto schwieriger sei das Unterfangen geworden. Bei den Ereignissen in Deutschland in den letzten Jahren sei es fast sogar ein Wunder, dass sich überhaupt noch jemand um Literatur bemühe. Denn Ruhe und Frieden sei für Gelehrte essentiell, wie auch [[Erwähnte Person::Pindar]] schon gemeint habe (Φιλόφρον Ἡσυχία, Δίκας / ὦ μεγιστόπολι θύγατερ, &#039;&#039;Pythia&#039;&#039;, 8, 1f). Jetzt seien die „Gärten“ der Intellektuellen aber wie von Wildschweinen durchwühlt und somit die Ruhe zerstört. Wie die Medea in [[Erwähnte Person::Euripides]] hoffe er auf göttlichen Beistand (&amp;lt;Ζεῦ, μὴ λάθοι σε&amp;gt; τῶνδ’ ὃς αἴτιος κακῶν, &#039;&#039;Medea&#039;&#039; 332). Er gelobe, in Zukunft zu versuchen, diese Situation eher zu akzeptieren als sich ihr fruchtlos entgegenzusetzen. Noch schlimmer sei, dass dies nicht einmal das Ende dessen darstelle, was Deutschland noch zu fürchten habe. Es bleibe nichts, als auf die Hilfe Gottes zu hoffen ohne dabei in sinnloses Klagen zu verfallen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch Vettoris Cicero-Studien erhoffe sich Camerarius neue, schwer erhoffte Erkenntnisse in der Literaturwissenschaft. Außerdem wüsste er gerne, was Vettori jetzt tue. Er habe diesen Brief an einige bestrebte junge Männer weitergegeben. Empfehlung derselben. Lebewohl.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>HIWI7</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://camerarius.kallimachos.de/index.php?title=Camerarius_an_L%C3%B6ffelholtz,_1570&amp;diff=109367</id>
		<title>Camerarius an Löffelholtz, 1570</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://camerarius.kallimachos.de/index.php?title=Camerarius_an_L%C3%B6ffelholtz,_1570&amp;diff=109367"/>
		<updated>2020-04-01T14:10:01Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;HIWI7: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Brief&lt;br /&gt;
|Werksigle=OCEp 0740&lt;br /&gt;
|Ausreifungsgrad=Druck&lt;br /&gt;
|Erstdruck in=Camerarius, Epistolae familiares, 1583&lt;br /&gt;
|Blatt/Seitenzahl im Erstdruck=S. 325-326&lt;br /&gt;
|Sonstige Editionen=[[Bezzel 1793]], S. 13-14&lt;br /&gt;
|Fremdbrief_jn=nein&lt;br /&gt;
|Absender=Joachim Camerarius I.&lt;br /&gt;
|Empfänger=Thomas Löffelholtz&lt;br /&gt;
|DatumGesichert=nein&lt;br /&gt;
|Bemerkungen zum Datum=o.D.; nach Bezzel a.a.O.: zwischen Dez. 1570 und Anfang 1571&lt;br /&gt;
|UnscharfesBriefDatumBeginn=1570/12/04&lt;br /&gt;
|UnscharfesBriefDatumEnde=1571&lt;br /&gt;
|Sprache=Latein&lt;br /&gt;
|Entstehungsort=o.O.&lt;br /&gt;
|Zielort=o.O.&lt;br /&gt;
|Gedicht_jn=nein&lt;br /&gt;
|Incipit=Non potest non voluptatem mihi affere singularem&lt;br /&gt;
|Paratext_jn=nein&lt;br /&gt;
|Regest_jn=ja&lt;br /&gt;
|Notizen=Zur Bedeutsamkeit Camerarius&#039; für die Weiterführung der Nürnberger Hohen Schule in Altdorf vgl. Mährle, Bildungspolitik im Zeichen Melanchthons, 36-37. (JS)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mährle, Wolfgang, Bildungspolitik im Zeichen Melanchthons. Die Familie Camerarius und das höhere Schulwesen in Nürnberg 1526–1624, in: Hanspeter Marti/ Karin Marti-Weissenbach (Hgg.): Nürnbergs Hochschule in Altdorf. Beiträge zur frühneuzeitlichen Wissenschafts- und Bildungsgeschichte, Köln/ Weimar/ Wien 2014, S. 17–40.&lt;br /&gt;
|Handschrift=unbekannt&lt;br /&gt;
|Bearbeitungsstand=unkorrigiert&lt;br /&gt;
|Wiedervorlage=ja&lt;br /&gt;
|Bearbeiter=MH; US; HIWI7&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
===Regest===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er sei sehr erfreut von der Rede, die Löffelholtz vor kurzem gehalten habe, in der er Camerarius nach [[Erwähnter Ort::Nürnberg]] eingeladen habe. Es sei ihm eine Ehre, von solch bedeutenden Männern so hoch geschätzt zu werden, dass er einen Auftrag von ihnen bekommt. So Gott ihm helfe, werde er ihren Erwartungen gerecht werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ob seine Anwesenheit besonders sinnvoll sein werde, könne er nicht mit Sicherheit sagen. Es gebe eigentlich keinen Grund für ihn, länger zu verweilen, und andernorts könne er könne er Leute mit seinen studia helfen. Seine Arbeit in Nürnberg könne auch innerhalb weniger Tage erledigt werden, wenn man mit dem beginne, was Löffelholtz erwähnt habe und wegen der seine verlängerte Anwesenheit gefordert werde. Man könne nämlich innerhalb der nächsten paar Tage veranlassen, dass die Schulen in der Stadt inspiziert werden, wobei er den Inspektoren seine Pläne mitteilen werde und sie anweisen werde. Vielleicht es etwas länger dauern, aber er werde seine Arbeit nicht unvollendet lassen. Seines Wissens nach haben seine Angehörigen in [[Erwähnter Ort::Bamberg]] schon Maßnahmen zu seiner Abreise getroffen. Ihm komme auch kein Grund in den Sinn, warum er nach verrichteter Arbeit untätig herumsitzen sollte. Er bitte ihn also, über diesen Antrag zu entscheiden und dabei seine Klugheit und Menschlichkeit walten zu lassen. Desweiteren werde er ihm immer zu Diensten sein. Lebewohl.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Maximilian Wolter)&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>HIWI7</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://camerarius.kallimachos.de/index.php?title=Camerarius_an_Lehmann,_28.01.1569&amp;diff=109366</id>
		<title>Camerarius an Lehmann, 28.01.1569</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://camerarius.kallimachos.de/index.php?title=Camerarius_an_Lehmann,_28.01.1569&amp;diff=109366"/>
		<updated>2020-04-01T14:09:09Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;HIWI7: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Brief&lt;br /&gt;
|Werksigle=OCEp 0598&lt;br /&gt;
|Ausreifungsgrad=Druck&lt;br /&gt;
|Erstdruck in=Camerarius, Epistolae familiares, 1583&lt;br /&gt;
|Blatt/Seitenzahl im Erstdruck=S. 187-188&lt;br /&gt;
|Fremdbrief_jn=nein&lt;br /&gt;
|Absender=Joachim Camerarius I.&lt;br /&gt;
|Empfänger=Lorenz Lehmann&lt;br /&gt;
|DatumGesichert=nein&lt;br /&gt;
|Bemerkungen zum Datum=28.01.(o.J.) (5. Cal. Febr.)&lt;br /&gt;
|Sprache=Latein&lt;br /&gt;
|Entstehungsort=o.O.&lt;br /&gt;
|Zielort=o.O.&lt;br /&gt;
|Gedicht_jn=nein&lt;br /&gt;
|Incipit=Gratiss. Mihi est studium tuum, mi Laurenti&lt;br /&gt;
|Paratext_jn=nein&lt;br /&gt;
|Regest_jn=ja&lt;br /&gt;
|Handschrift=unbekannt&lt;br /&gt;
|Bearbeitungsstand=unkorrigiert&lt;br /&gt;
|Wiedervorlage=ja&lt;br /&gt;
|Bearbeiter=MH; HIWI7&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
===Regest===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lehmanns Arbeit sei ihm überaus willkommen, zumal er nach Stimulation seines Verstandes dürste. Dass er seine Kenntniss beider Sprachen bekanntgegeben habe, sei nicht aus Arroganz geschehen, sondern, nur um die lange Zeit, die er schon die studia betreibe, zu betonen. Er wünsche sich, Zeit zu haben, sich den Musen widmen zu können, aber derzeit höre man Gerüchte, dass die Türken wieder einen Feldzug planen. Lehmanns Schweigen zu dieser Sache deute er als Zeichen, dass die Situation wohl doch nicht so schlimm sei. Am Ende werde sich auf Gott verlassen müssen. Was er über die Ansichten des herausragend gebildeten und tugendhaften Johannes Derschuwam (unbekannt) über Camerarius berichte, erfreue ihn sehr. Falls dieser ihm seine Bücher anvertrauen wolle, werde er seine Erwartungen nicht enttäuschen. Was Derschuwan wolle, dass es mit seinen Büchern geschehe, werde Camerarius entweder selbst leisten oder an andere delegieren. Er selbst wolle vor allem Geschichtswerke und Astronomisches sehen, während sein Sohn [[Erwähnte Person::Joachim Camerarius II.|Joachim]] etwas zur Medizin möchte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon seit seiner Kindheit habe er sich zu seiner eigenen Erbauung beide Sprachen angeeignet ([[Erwähnte Person::Aischylos]], Frag. 183, 2f., κἀπὶ τοῦτ’ ἐπείγεται / νέμων τὸ πλεῖστον ἡμέρας τούτῳ μέρος, / ἵν’ αὐτὸς αὑτοῦ τυγχάνει κράτιστος ὤν). In Bezug auf das, was von ihm gefordert sei, werde er ihn nicht enttäuschen. Er solle ihm den Herrn der Bücher (τῷ περὶ βιβλίων κυρίῳ) grüßen. Lebewohl.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Maximilian Wolter)&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>HIWI7</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://camerarius.kallimachos.de/index.php?title=Camerarius_an_Lambin,_12.06.1567&amp;diff=109365</id>
		<title>Camerarius an Lambin, 12.06.1567</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://camerarius.kallimachos.de/index.php?title=Camerarius_an_Lambin,_12.06.1567&amp;diff=109365"/>
		<updated>2020-04-01T14:07:54Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;HIWI7: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Brief&lt;br /&gt;
|Werksigle=OCEp 1141&lt;br /&gt;
|Ausreifungsgrad=Druck&lt;br /&gt;
|Erstdruck in=Camerarius, Epistolae familiares, 1595&lt;br /&gt;
|Blatt/Seitenzahl im Erstdruck=S. 298-300&lt;br /&gt;
|Fremdbrief_jn=nein&lt;br /&gt;
|Absender=Joachim Camerarius I.&lt;br /&gt;
|Empfänger=Denis Lambin&lt;br /&gt;
|Datum=1567/06/12&lt;br /&gt;
|DatumGesichert=nein&lt;br /&gt;
|Bemerkungen zum Datum=Die Solstitii 67&lt;br /&gt;
|Sprache=Latein&lt;br /&gt;
|Entstehungsort=Bamberg&lt;br /&gt;
|Zielort=o.O.&lt;br /&gt;
|Gedicht_jn=nein&lt;br /&gt;
|Incipit=Literae tuae sero redditae mihi, post illam etiam frustratione tabellarii&lt;br /&gt;
|Paratext_jn=nein&lt;br /&gt;
|Regest_jn=ja&lt;br /&gt;
|Notizen=Zur Datierung: Doch wohl Sommersonnenwende gemeint. Datierung lt. https://www.stilkunst.de/c31_calendar/c3101_beginning_of_summer.php&lt;br /&gt;
|Handschrift=unbekannt&lt;br /&gt;
|Bearbeitungsstand=unkorrigiert&lt;br /&gt;
|Wiedervorlage=ja&lt;br /&gt;
|Bearbeiter=MH; HIWI7&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
===Regest===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lambins Brief habe er erst einen Monat später lesen können, weil der Brief in [[Erwähnter Ort::Leipzig]] ankam, während er zuerst nach [[Erwähnter Ort::Bamberg]] und dann nach [[Erwähnter Ort::Nürnberg]] gereist sei, um private Geschäfte zu erledigen. Er freue sich sehr über Lambins Wertschätzung seiner Arbeit und die Eleganz und Bildung in dessen Brief. Auch seine Aufmerksamkeit und sein klarer Stil verdienten seine Anerkennung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daher sei der Dienst seines Sohns für Lambin am rechten Menschen geleistet worden. Er habe gar nicht gewusst, wo sich dieser rumgetrieben habe, da er schon seit drei Monaten keinen Brief mehr empfangen habe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Erwähnung [[Erwähnte Person::Adrien Turnèbe|Adrien Turnèbes]] habe den Schmerz über dessen Tod und über gewisse Hasserfüllte Reden über ihn nach seinem Dahinscheiden erneuert. Er selbst habe Turnèbe wegen seines Verstandes und seiner Bildung geschätzt, und aus Lambins Schriften erkenne er, dass dieser genauso gedacht habe. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Zukunft erhoffe er sich ein weiteres Erstarken der Freundschaft zwischen ihnen beiden, wozu er seinen Teil tun werde, und auch an Lambins Einsatz nicht zweifle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diesen Brief habe er nach seiner Abreise aus Nürnberg in Bamberg geschrieben, wo ihn einige Aufgaben aufgehalten haben. Bald wolle er wieder nach Leipzig, um seinen Studien nachzugehen, an denen er auch als alter Mann nie satt werde und die er so sehr anderen Dingen vornanstelle, dass es manchmal vermessen erscheine (ego in his possim delirus inersque videri / dum mea delectant mala me, [[Erwähnte Person::Horaz]], Epist. II, 2, 126f.). Jetzt aber sei die Kraft seiner studia und die seiner Landsleute am Abschwellen, während Lambin ein aufsteigender Stern sei. Lebewohl.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Maximilian Wolter)&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>HIWI7</name></author>
	</entry>
</feed>