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	<title>Joachim Camerarius (1500-1574) - Benutzerbeiträge [de]</title>
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	<updated>2026-05-07T03:46:16Z</updated>
	<subtitle>Benutzerbeiträge</subtitle>
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		<id>https://camerarius.kallimachos.de/index.php?title=Camerarius_an_Crato,_15.10.1561&amp;diff=109859</id>
		<title>Camerarius an Crato, 15.10.1561</title>
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		<updated>2020-08-03T00:28:14Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;AK: /* Regest */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Brief&lt;br /&gt;
|Werksigle=OCEp 1164&lt;br /&gt;
|Besitzende Institution=Paris, BSG&lt;br /&gt;
|Signatur, Blatt/Seite=Ms 1456, Bl. 451v-452r&lt;br /&gt;
|Ausreifungsgrad=Abschrift&lt;br /&gt;
|Erstdruck in=Camerarius, Epistolae familiares, 1595&lt;br /&gt;
|Blatt/Seitenzahl im Erstdruck=S. 348-350&lt;br /&gt;
|Fremdbrief_jn=nein&lt;br /&gt;
|Absender=Joachim Camerarius I.&lt;br /&gt;
|Empfänger=Johannes Crato&lt;br /&gt;
|Datum=1561/10/15&lt;br /&gt;
|DatumGesichert=ja&lt;br /&gt;
|Bemerkungen zum Datum=Id. VIIIbr. (o.J.); Jahr ermittelt durch [[Gillet 1869]], S. 390&lt;br /&gt;
|Sprache=Latein&lt;br /&gt;
|Entstehungsort=o.O.&lt;br /&gt;
|Zielort=o.O.&lt;br /&gt;
|Gedicht_jn=nein&lt;br /&gt;
|Incipit=Nullum vidi, qui tuas literas afferret&lt;br /&gt;
|Link=https://archive.org/details/MS1456&lt;br /&gt;
|Register=Briefe/Redaktionelle Überarbeitung;Briefe/Parallelüberlieferung;Biographisches (Reise)&lt;br /&gt;
|Paratext_jn=nein&lt;br /&gt;
|Regest_jn=ja&lt;br /&gt;
|Handschrift=gesehen&lt;br /&gt;
|Bearbeitungsstand=validiert&lt;br /&gt;
|Wiedervorlage=ja&lt;br /&gt;
|Bearbeiter=MH; US; AK&lt;br /&gt;
|Gegengelesen=US&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Abweichendes Incipit in der Abschrift: &#039;&#039;Nullum vidi Polonum, qui tuas literas afferret&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Regest ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Camerarius habe keinen Polen (s. Anm.) gesehen, der Cratos Brief (s. Anm.) gebracht habe, und die Sitten dieses Volkes passten irgendwie nicht zu den ihren. Crato werde sich erinnern, was er in jenem Brief ([[Erwähntes Werk::Camerarius an Crato, 12.10.1561|vom 12. Oktober]]) geschrieben habe. Camerarius wolle, dass er dort (in [[Erwähnter Ort::Breslau]]) bleibe und die Ereignisse nicht nur gelassen, sondern auch tapfer und hoch erhobenen Hauptes ertrage. Er solle Camerarius glauben, dass er nicht besser für sich selbst sorgen und sich nicht schlimmer an seinen Neidern rächen könne. Denn der Gedanke des Gedichts von [[Erwähnte Person::Pindar]], der Crato – wie er schreibe – gewissermaßen bestürme, müsse seiner Meinung nach von einem anständigen Mann sorgfältig überdacht werden. Dennoch solle Crato bitte das ganze Gedicht lesen und auch das, was derselbe Dichter über das Ziel (oder: Ende) des Lebens schreibe, oder besser noch diese ganze Gattung. Aber wozu brauche man solche Untersuchungen? Man solle dies tun, um zu einem unabhängigen Urteil zu gelangen und damit die Vernunft nicht den Affekten unterliege, und so werde die Sache sich leicht klären. Tatsächlich sei es aber unmännlich, wenn man seinen Schmerz nicht ertragen könne ([[Erwähnte Person::Philemon]] fr. 136). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er habe dies geschrieben, nachdem er den zweiten Brief von Crato erhalten habe und seinen eigenen vor drei Tagen geschriebenen, aber noch nicht abgeschickten gefunden habe, nach seiner Rückkehr von Fürst [[Erwähnte Person::Joachim (Anhalt)|Joachim]]. Zu diesem sei er mit [[Erwähnte Person::Caspar Peucer]] gereist, um ihn zwar nicht krank, aber doch kraftlos vorzufinden. Sie hätten sich auf dem Weg viel über die Ereignisse unterhalten, und ihre Gespräche seien voll von Lob und Sorge um Crato gewesen. Sie seien sich aber darüber einig, was man ertragen und wovon man sich dagegen freimachen müsse. Camerarius habe gehört, dass genau diese Herausforderung (ὑποθήκη) vor Cratos Haustür stehe. Vielen, sage Cratos Lyriker, geschehe unvermutet Trauriges und die, die kummervollen Stürmen ausgesetzt seien, würden in kurzer Zeit ihr Leid in das höchste Gute verwandeln (Pind. O. 12,11ff.). Auf diese Zeit warteten sie also. Camerarius bedaure, dass ihr Zusammentreffen wegen der verpassten Gelegenheit verhindert worden sei. Denn um weiter Pindar zu zitieren, versuche auch Freude, sich vor Augen zu stellen einen treuen Freund (Pind. N. 8,43ff.). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu jenem Fest (s. Anm.) zu reisen habe er nicht vor, zumal er nicht von den Brautleuten selbst dazu aufgefordert worden sei, und von ihm werde auch keine Zierde der Feier ausgehen.&lt;br /&gt;
Bald müsse er eine Reise zur Inspektion der Fürstenschulen unternehmen, und er sei mit anderem beschäftigt gewesen und wusste nicht mehr, was er gerade außerdem schreiben solle.&lt;br /&gt;
Beste Grüße an Crato und seine Familie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Freund der Musen solle er Trauer und Furcht den reißenden Winden übergeben, um sie ins kretische Meer zu tragen (vgl. Hor. Od. 1,26), wie der römische Dichter ([[Erwähnte Person::Horaz]]) sage. Was aber seien die Musen? Vor allem ein gutes Gewissen und das eifrige Streben nach Frömmigkeit, Pflichtbewusstsein, Beständigkeit und ähnlichen Grundhaltungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lebewohl. Grüße von Camerarius&#039; Familie an Cratos Familie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Anne Kram)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Anmerkungen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &amp;quot;keinen Polen&amp;quot;: Im Druck anonymisiert.&lt;br /&gt;
* &amp;quot;Cratos Brief&amp;quot;: Crato an Camerarius, 7.10.1561, Incipit: &#039;&#039;Ante dies octo cuidam Polono (...) epistolas ad te dedi&#039;&#039; ([[Erlangen, UB]], Trew, Crato Nr. 146; vgl. http://www.aerztebriefe.de/id/00049717)&lt;br /&gt;
* &amp;quot;zu jenem Fest&amp;quot;: Gemeint ist die bevorstehende Hochzeitsfeier des Dr. Balthasar in Breslau, zu der anzureisen Crato Camerarius am 7. Oktober vorschlug (s. vorherige Anm.). Es könnte sich um den Arzt Balthasar Scheider handeln. Der Vergleich der Monau’schen Briefabschrift und des Druckes zeigt, dass die Anspielung von den Herausgebern nicht mehr verstanden wurde:&lt;br /&gt;
** ms.: &#039;&#039;Ad illam vero pompam ... contendere animus mihi fuit numquam, ad quem neque directa fuisset incitatio&#039;&#039;; &lt;br /&gt;
** Dr.: &#039;&#039;Ad illam vero pompam ... conscendere animus mihi fuit nunquam, ad quam neque directa fuisset invitatio&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Literatur und weiterführende Links ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Gillet 1869]]&lt;br /&gt;
* http://www.aerztebriefe.de/id/00004981&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>AK</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://camerarius.kallimachos.de/index.php?title=Camerarius_an_Crato,_18.10.1552&amp;diff=109805</id>
		<title>Camerarius an Crato, 18.10.1552</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://camerarius.kallimachos.de/index.php?title=Camerarius_an_Crato,_18.10.1552&amp;diff=109805"/>
		<updated>2020-07-08T08:57:31Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;AK: /* Regest */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Brief&lt;br /&gt;
|Werksigle=OCEp 1148&lt;br /&gt;
|Ausreifungsgrad=Druck&lt;br /&gt;
|Erstdruck in=Camerarius, Epistolae familiares, 1595&lt;br /&gt;
|Blatt/Seitenzahl im Erstdruck=S. 325&lt;br /&gt;
|Sonstige Editionen=[[Bauch 1885]], S. 535, Nr. XXVI (gekürzt, dat. 1551)&lt;br /&gt;
|Fremdbrief_jn=nein&lt;br /&gt;
|Absender=Joachim Camerarius I.&lt;br /&gt;
|Empfänger=Johannes Crato&lt;br /&gt;
|Datum=1552/10/18&lt;br /&gt;
|DatumGesichert=ja&lt;br /&gt;
|Bemerkungen zum Datum=im Druck: 15. Cal. IXbr. 51; ermitteltes Jahr lt. [[Woitkowitz 2003]], S. 259 und 261, der das Datum allerdings zu Cal. IXbr verliest und somit 01.11.52 datiert&lt;br /&gt;
|Sprache=Latein&lt;br /&gt;
|Entstehungsort=Bamberg&lt;br /&gt;
|Zielort=o.O.&lt;br /&gt;
|Gedicht_jn=nein&lt;br /&gt;
|Incipit=Nunc pene mensem integrum peregrinor&lt;br /&gt;
|Register=Biographisches (Reise)&lt;br /&gt;
|Paratext_jn=nein&lt;br /&gt;
|Regest_jn=ja&lt;br /&gt;
|Handschrift=unbekannt&lt;br /&gt;
|Bearbeitungsstand=validiert&lt;br /&gt;
|Wiedervorlage=ja&lt;br /&gt;
|Bearbeiter=US; AK&lt;br /&gt;
|Gegengelesen=US&lt;br /&gt;
|Überprueft=noch nicht am Original überprüft&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
=== Regest ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun sei Camerarius fast einen vollen Monat auf Reisen. Bei seinem Aufenthalt in Nürnberg habe er einen Brief von ihrem [[Erwähnte Person::Sigismund Tordai-Gelous|(Sigismund) Gelous]] (s. Anm.) erhalten. Er habe später in der Heimat ([[Erwähnter Ort::Bamberg]]) eine Antwort darauf verfasst, die er diesem Brief an Crato beigelegt habe, wie dieser sehe. Crato solle sich darum kümmern, Gelous den Brief bei Gelegenheit zu übermitteln. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In [[Erwähnter Ort::Leipzig]] habe die Furcht vor der Pest dafür gesorgt, dass auch er von dort weggegangen sei, da ihn auch dringende Aufgaben in die Heimat abberufen hätten. Sonst könne er nichts mehr schreiben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Anblick dessen, was in dieser Gegend geschehen sei, und das Nachdenken darüber, da er nicht nur viel sehe, sondern auch höre, bereiteten ihm unermesslichen Kummer. Trauer, Unheil, Tod, Schande, alle Übel, die man nur nennen könnte, keines davon fehle, wie [[Erwähnte Person::Sophokles]] es formuliere (Soph. OT 1284f.). Gleichzeitig seien bei den meisten Leuten Sorglosigkeit und Verkommenheit derart ausgeprägt, dass ihnen ziemlich sicher noch viel grausamere Dinge bevorstünden. Er suche also Zuflucht bei der göttlichen Barmherzigkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grüße an Crato und seine Familie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Anne Kram)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Anmerkungen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &amp;quot;(Sigismund) Gelous&amp;quot;: Ein Briefwechsel des Camerarius mit Gelous aus dem angegebenen Zeitraum ist nach derzeitigem Kenntnisstand (März 2020) nicht erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Literatur und weiterführende Links === &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Woitkowitz 2003]], S. 259 und 261 (dort Tages- und Monatsangabe fälschlich: 01.11.1552)&lt;br /&gt;
* http://www.aerztebriefe.de/id/00004965&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>AK</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://camerarius.kallimachos.de/index.php?title=Camerarius_an_Crato,_13.08.1565&amp;diff=109804</id>
		<title>Camerarius an Crato, 13.08.1565</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://camerarius.kallimachos.de/index.php?title=Camerarius_an_Crato,_13.08.1565&amp;diff=109804"/>
		<updated>2020-07-01T11:15:59Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;AK: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Brief&lt;br /&gt;
|Werksigle=OCEp 1179&lt;br /&gt;
|Ausreifungsgrad=Druck&lt;br /&gt;
|Erstdruck in=Camerarius, Epistolae familiares, 1595&lt;br /&gt;
|Blatt/Seitenzahl im Erstdruck=S. 367-369&lt;br /&gt;
|Sonstige Editionen=[[Schelhorn 1740]], S. 99-100 (gekürzt)&lt;br /&gt;
|Fremdbrief_jn=nein&lt;br /&gt;
|Absender=Joachim Camerarius I.&lt;br /&gt;
|Empfänger=Johannes Crato&lt;br /&gt;
|Datum=1565/08/13&lt;br /&gt;
|DatumGesichert=ja&lt;br /&gt;
|Bemerkungen zum Datum=Id. Sextil.; Jahr im Druck: 1566; durch Schelhorn a.a.O. inhaltsbedingt zu 1565 verbessert&lt;br /&gt;
|Sprache=Latein&lt;br /&gt;
|Entstehungsort=Leipzig&lt;br /&gt;
|Zielort=o.O.&lt;br /&gt;
|Gedicht_jn=nein&lt;br /&gt;
|Incipit=His diebus cognovimus te ex patria discessisse&lt;br /&gt;
|Register=Biographisches (Familie);Politische Neuigkeiten&lt;br /&gt;
|Paratext_jn=nein&lt;br /&gt;
|Regest_jn=ja&lt;br /&gt;
|Handschrift=unbekannt&lt;br /&gt;
|Bearbeitungsstand=validiert&lt;br /&gt;
|Wiedervorlage=ja&lt;br /&gt;
|Bearbeiter=MH; US; AK&lt;br /&gt;
|Überprueft=noch nicht am Original überprüft&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
=== Regest ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesen Tagen habe Camerarius erfahren, dass Crato seine Heimat ([[Erwähnter Ort::Breslau]]) verlassen und am 15. Juli wieder an den Kaiserhof aufgebrochen sei. Er glaube aber, dass Crato vor seiner Abreise noch seinen Brief (s. Anm.) erhalten habe, den er beunruhigt und in Eile über die unglückliche Lage seines Sohnes ([[Erwähnte Person::Philipp Camerarius|Philipp]]) geschrieben habe. Und er wisse, dass sein Schmerz sofort ebenso großen Schmerz bei Crato verursacht habe. Er wisse noch nicht, was dort (in [[Erwähnter Ort::Rom]])geschehen sei oder geschehen werde, und bete unablässig zu Gott, dass er das Wohl und das Leben seines Sohnes bewahre und die Hoffnung auf Heil und ewiges Leben nicht vergebens sei, und zu Christus, dass er seinem Sohn Ausdauer gebe und ihm die göttliche Wahrheit offenbare. Er habe erfahren, dass [[Erwähnte Person::Johann Ulrich Zasius|(Johann Ulrich) Zasius]] große Anstrengungen in dieser Angelegenheit unternommen habe – auch um Camerarius&#039; willen und überdies sogar noch, bevor der Brief von Kurfürst [[Erwähnte Person::August (Sachsen)]] am Kaiserhof angekommen sei. Dafür sei er ihm zu größtem Dank verpflichtet. Er zweifle nicht daran, dass Zasius sich auch weiterhin bemühen werde, alles in seiner Macht Stehende zu tun. Er glaube, dass seine Besorgnis um seinen Sohn von keinem guten Menschen kritisiert werde, und schäme sich nicht für die Liebe für seine Kinder. Diese Angelegenheit hielten aber die meisten für außergewöhnlich. Er wisse, dass sein Sohn schweigsam und in keiner Weise streitlustig sei und ein sanftes Wesen habe. Wenn ihm aber eine Abneigung gegen den Namen Camerarius geschadet habe, müsse er dies ertragen. Kluge Leute verstünden jedoch, wohin derartige Angelegenheiten führen könnten. Aber genug von diesen Ausführungen. Er bete zu Gott um einen glücklichen Ausgang.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was Crato über die Grabinschrift geschrieben habe (s. Anm.), habe Camerarius ziemlich traurig gemacht. Denn er habe bemerkt, dass Cratos Gedanken und Sorgen mit einem gewissen Schrecken oder eher Ängstlichkeit verbunden seien. Deshalb fürchte er, dass Crato großen Kummer erleide. Allerdings wüssten sie, dass den früheren wahren Gläubigen vor allem das Begräbnis sehr wichtig gewesen sei, auch wenn er den Eindruck habe, die ganze Angelegenheit sei für die Lebenden wichtiger als für die Verstorbenen. Aber darüber dürfe und wolle er jetzt nicht schreiben. Camerarius habe Cratos Wunsch entsprochen und etwas verfasst, um das fromme Gedenken zu ehren, wenn Cratos es so wolle. Crato solle darüber entscheiden und seine Bemühungen gutheißen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er erwarte Cratos Brief sehnlich und wünsche ihm in diesen unruhigen Zeiten das Beste. Er wisse nicht, ob Crato seine Familie (an den Kaiserhof) mitgenommen habe, und bete zu Gott um Schutz für Crato und seine Familie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es werde erzählt, dass der dänische König ([[Erwähnte Person::Friedrich II. (Dänemark und Norwegen)]]) einen Seesieg errungen habe, allerdings einen kadmischen (= opferreichen), wie manche sagten. Über die pannonischen Angelegenheiten seien verschiedene Gerüchte im Umlauf, aber keine guten. Vom Meer nähere sich allmählich auch eine Seuche. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lebewohl.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Anne Kram)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Anmerkungen ===&lt;br /&gt;
* &amp;quot;seinen Brief&amp;quot;: Camerarius berichtet Crato im Brief vom 6.7.65 von der Gefangennahme seines Sohnes Philipp in Rom (s. http://www.aerztebriefe.de/id/00042042).&lt;br /&gt;
* &amp;quot;über die Grabinschrift geschrieben habe&amp;quot;: vgl. [[Erlangen, UB]], Trew, Crato von Krafftheim Nr. 221 (http://www.aerztebriefe.de/id/00049507).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Literatur und weiterführende Links ===&lt;br /&gt;
* http://www.aerztebriefe.de/id/00005079&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>AK</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://camerarius.kallimachos.de/index.php?title=Camerarius_an_Crato,_29.06.1565&amp;diff=109803</id>
		<title>Camerarius an Crato, 29.06.1565</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://camerarius.kallimachos.de/index.php?title=Camerarius_an_Crato,_29.06.1565&amp;diff=109803"/>
		<updated>2020-07-01T10:57:09Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;AK: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Brief&lt;br /&gt;
|Werksigle=OCEp 1178&lt;br /&gt;
|Ausreifungsgrad=Druck&lt;br /&gt;
|Erstdruck in=Camerarius, Epistolae familiares, 1595&lt;br /&gt;
|Blatt/Seitenzahl im Erstdruck=S. 366-367&lt;br /&gt;
|Fremdbrief_jn=nein&lt;br /&gt;
|Absender=Joachim Camerarius I.&lt;br /&gt;
|Empfänger=Johannes Crato&lt;br /&gt;
|Datum=1565/06/29&lt;br /&gt;
|DatumGesichert=nein&lt;br /&gt;
|Bemerkungen zum Datum=3. Cal. Quintil.&lt;br /&gt;
|Sprache=Latein&lt;br /&gt;
|Entstehungsort=Leipzig&lt;br /&gt;
|Zielort=o.O.&lt;br /&gt;
|Gedicht_jn=nein&lt;br /&gt;
|Incipit=Non volui hunc adolescentem Lignicensem&lt;br /&gt;
|Register=Biographisches (Familie);Türkenkriege/Türkengefahr&lt;br /&gt;
|Paratext_jn=nein&lt;br /&gt;
|Regest_jn=ja&lt;br /&gt;
|Handschrift=unbekannt&lt;br /&gt;
|Bearbeitungsstand=validiert&lt;br /&gt;
|Wiedervorlage=ja&lt;br /&gt;
|Bearbeiter=MH; AK; US&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
=== Regest ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Camerarius habe den [[Erwähnte Person::Unbekannt|jungen Mann aus Liegnitz]], der sich hier (in [[Erwähnter Ort::Leipzig]]) mit den schönen Wissenschaften und Künsten beschäftigt habe, nicht ohne seinen Brief wegschicken wollen, da dieser ihm gesagt habe, dass er zu Crato kommen werde. Er habe aber eigentlich nichts Dringliches zu schreiben und sei sich nicht sicher, ob sein Bote Crato zu Hause (in [[Erwähnter Ort::Breslau]]) antreffen werde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es seien sehr traurige Gerüchte über den Türkenkrieg im Umlauf: Gewaltige Truppen des Feindes strömten zusammen, aber ihr eigenes Heer sei schwach an Zahl und Ausrüstung. Deshalb flüchte man sich überall ins Gebet an eine göttliche Macht. Gut so! Denn ihre natürliche Gesinnung neige hierzu und [[Erwähnte Person::Pindar]] sagte, wie Crato wisse: Gott vollende alles nach seinen Vorstellungen (Pind. P. 2,49). Er hoffe, dass ihre Gebete uneigennützig seien und als fromme Wünsche aufgenommen würden. Dies müsse man durch eine Verbesserung seines Charakters und seines Lebensstils, durch Mitleid und Rücksicht auf die Armen und Schwachen unter Beweis stellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn Crato diesem jungen Mann mit seinem Rat, den er bei allem zur Hand habe, helfen könne, solle er dies Camerarius zuliebe gerne tun. Denn dieser habe hier ruhig, ohne sich über irgendetwas zu beklagen, gelebt und ihm die Freude gemacht, ihm seine Abreise anzukündigen, und ihm so eine Gelegenheit gegeben, an Crato zu schreiben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gerade sei sein Sohn [[Erwähnte Person::Johannes Camerarius II.|Johannes]] vom Hof des Pfalzgrafen [[Erwähnte Person::Wolfgang (Pfalz-Zweibrücken)]] zurückgekommen. Er habe aber noch nicht mit ihm über ihre Angelegenheiten sprechen können. Johannes bereite ihm aber neue Sorgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein Sohn [[Erwähnte Person::Philipp Camerarius|Philipp]] habe seine Reise nach [[Erwähnter Ort::Neapel]] beendet und sei nach [[Erwähnter Ort::Rom]] zurückgekehrt. Seinem Bruder habe er geschrieben, dass eine Flotte türkischer Piraten bis in den Hafen von [[Erwähnter Ort::Ostia]] gefahren sei und alles ringsumher ruhig in Augenschein genommen habe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von [[Erwähnte Person::Ludwig Camerarius|Ludwig]] habe er noch keinen Brief aus Frankreich erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grüße von Camerarius&#039; Familie an Crato und seine Familie. Lebewohl.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Anne Kram)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Literatur und weiterführende Links ===&lt;br /&gt;
* http://www.aerztebriefe.de/id/00004995&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>AK</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://camerarius.kallimachos.de/index.php?title=Camerarius_an_Crato,_23.06.1565&amp;diff=109802</id>
		<title>Camerarius an Crato, 23.06.1565</title>
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		<updated>2020-07-01T10:48:19Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;AK: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Brief&lt;br /&gt;
|Werksigle=OCEp 1177&lt;br /&gt;
|Besitzende Institution=Paris, BSG&lt;br /&gt;
|Signatur, Blatt/Seite=Ms 1456, Bl. 457r-v&lt;br /&gt;
|Ausreifungsgrad=Abschrift&lt;br /&gt;
|Erstdruck in=Camerarius, Epistolae familiares, 1595&lt;br /&gt;
|Blatt/Seitenzahl im Erstdruck=S. 365-366&lt;br /&gt;
|Fremdbrief_jn=nein&lt;br /&gt;
|Absender=Joachim Camerarius I.&lt;br /&gt;
|Empfänger=Johannes Crato&lt;br /&gt;
|Datum=1565/06/23&lt;br /&gt;
|DatumGesichert=ja&lt;br /&gt;
|Bemerkungen zum Datum=23.06.(o.J.); Jahr durch die Nachricht vom Tod Selds gesichert; im Druck zwischen Briefen vom 15.4.1565 und vom 29.6.1565 eingeordnet&lt;br /&gt;
|Sprache=Latein&lt;br /&gt;
|Entstehungsort=Leipzig&lt;br /&gt;
|Zielort=o.O.&lt;br /&gt;
|Gedicht_jn=nein&lt;br /&gt;
|Incipit=Ita est, ut versus notus memorat&lt;br /&gt;
|Link=https://archive.org/details/MS1456&lt;br /&gt;
|Register=Briefe/Parallelüberlieferung&lt;br /&gt;
|Paratext_jn=nein&lt;br /&gt;
|Regest_jn=ja&lt;br /&gt;
|Handschrift=gesehen&lt;br /&gt;
|Bearbeitungsstand=validiert&lt;br /&gt;
|Wiedervorlage=ja&lt;br /&gt;
|Bearbeiter=MH; US; AK&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
=== Regest ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es sei so, wie ein bekannter Vers sage, dass sich Gerüchte über schlimme Ereignisse schnell verbreiteten. Denn Crato kenne den Vers: &amp;quot;Die Überredung zu schlimmen Taten bahnt sich schnell einen Weg&amp;quot; (Soph. fr. 870 Radt). Und so sei auch die Nachricht über den äußerst beklagenswerten Tod dieses höchst ehrbaren Mannes schon hierher (nach [[Erwähnter Ort::Leipzig]]) gelangt, bevor Cratos Brief (s. Anm.) gebracht worden sei, der freilich eine kunstvollere Schilderung des Unglücks enthalten habe. Camerarius habe auch einen Freund verloren, der seine bescheidenen Dichtungen keinesfalls verachtet habe, wie er wisse. Aber der Verlust für das Gemeinwesen schmerze ihn mehr. Und solange er letzte Nacht keinen Schlaf finden konnte, habe er seinen Schmerz in zwei Verse gefasst, die es – wie er glaube – wert seien, aufgeschrieben zu werden: In diesem Grab, [[Erwähnte Person::Georg Sigismund Seld]], der du der Erde entrissen bist, liegt nach deinem Tod auch das Gemeinwesen. Camerarius hoffe, er sei in dem Augenblick, da er diese Verse schrieb, nicht zugleich Prophet gewesen. Aber sie sollten dies Gott überlassen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er bemerke, dass Crato seine Sorgen eher verdränge, als sie zu äußern, und er wisse, dass es schwer sei, die Oberhand über sich zu behalten, vor allem wenn man mehreren Widrigkeiten [oder: Widersachern] gegenüberstehe. Dennoch solle Crato tun, was er könne, und das gelassen ertragen, was man nicht leichter machen könne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er hoffe, dass Crato seine Schrift lesen und sein Urteil über sie abgeben werde, und werde ihm zumindest eine Kostprobe zuschicken, denn das ganze Werk werde er ihm kaum schicken können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um das übrige, was Crato in seinem Brief angesprochen habe, werde er sich kümmern. Crato solle sich weiterhin eine angesehene Stellung bemühen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er wisse gerade nicht, was er noch schreiben solle, und sei ohnehin schon einige Male unterbrochen worden. Der Briefbote sei angeblich in Eile. Grüße an Crato und seine Familie, auch von Camerarius&#039; Familie. Lebewohl.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Anne Kram)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Anmerkungen ===&lt;br /&gt;
* &amp;quot;Cratos Brief&amp;quot;: Cratos Brief vom 05.06.65 (s. http://www.aerztebriefe.de/id/00049505).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Literatur und weiterführende Links ===&lt;br /&gt;
* http://www.aerztebriefe.de/id/00004994&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>AK</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://camerarius.kallimachos.de/index.php?title=Giulio_Alessandrini&amp;diff=109801</id>
		<title>Giulio Alessandrini</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;AK: Die Seite wurde neu angelegt: „{{Register |GND=132472597 |Namensvariante=Julius Alexandrinus |Bearbeitungsstand=unkorrigiert |Registertyp=Person |Nachname=Alessandrini |Vorname=Giulio |Perso…“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Register&lt;br /&gt;
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|Nachname=Alessandrini&lt;br /&gt;
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|PersonIstDrucker=nein&lt;br /&gt;
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}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>AK</name></author>
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		<title>Camerarius an Crato, 15.04.1565</title>
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&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Brief&lt;br /&gt;
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|Absender=Joachim Camerarius I.&lt;br /&gt;
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|Incipit=Nunc tandem meas literas tibi esse redditas confido&lt;br /&gt;
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|Regest_jn=ja&lt;br /&gt;
|Handschrift=unbekannt&lt;br /&gt;
|Bearbeitungsstand=validiert&lt;br /&gt;
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|Bearbeiter=MH; AK; US&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
=== Regest ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Camerarius gehe davon aus, dass Crato seinen Brief nun endlich erhalten habe und ihn nicht mehr in Gedanken als säumig verurteile, auch wenn er – offen gesagt – das Gefühl habe, bei allem täglich träger und langsamer zu werden. In seinem Alter müsse man entweder nachsichtig mit ihm sein oder ihm das Alter zum Vorwurf machen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Camerarius habe sich sehr gefreut, dass Crato ihm eine Abschrift des Briefes von [[Erwähnte Person::Giulio Alessandrini]] (s. Anm.) geschickt habe. Denn er habe ihn eifrig gelesen und großen Gefallen daran gefunden, weil die große Zuneigung für Crato aus ihm hervorzustrahlen schien. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was aber Crato betreffe und wozu er Camerarius um Rat gefragt habe, so wisse er nicht, wozu er raten oder ermuntern solle. Crato kenne jenes Sprichwort über die Maus und das Harz (vgl. Demosth. 50,26). Wenn er aber aus Pflichtgefühl oder wegen eines Hoffnungsschimmers dort (am Hof) geblieben sei und sich nicht entwinden könne, ohne dass seine persönlichen Verhältnisse oder sein guter Ruf großen Schaden erlitten, so könne er nichts anderes tun, als das, was man nicht ändern könne, zu ertragen und niemandem die Schuld dafür zu geben. Denn wie das Kirchenrecht sage, könne man nur das tun, was man auf angemessene Weise tun könne (s. Anm.). Wenn sich ihm aber ein guter Ausweg biete, warum solle Crato nicht darüber nachdenken? So wie die Griechen sagen: &amp;quot;Ich will weder den Honig noch die Bienen&amp;quot; (vgl. Sappho fr. 146). Bei all dem müsse Crato aber darauf achten, wer die Angelegenheit kenne. Camerarius hoffe, dass ihm die beste und richtige Lösung einfalle. Was er aber auch tue, Camerarius werde es billigen und nach Kräften verteidigen und loben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er hoffe, dass sein Sohn [[Erwähnte Person::Ludwig Camerarius|Ludwig]] in [[Erwähnter Ort::Frankfurt am Main|Frankfurt]] schon etwas Zuverlässiges über die restliche Reise nach Frankreich, von der Crato ja schon lange wisse, erfahren habe, und bete zu Christus um ihren glücklichen Ausgang.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er habe gerade sein jüngstes Kind, [[Erwähnte Person::Gottfried Camerarius|Gottfried]], bei sich und sei noch unentschieden, was er sich von dessen Anlagen und Neigungen versprechen könne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grüße von Camerarius&#039; Familie an Crato und seine Familie. Lebewohl.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Anne Kram)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Anmerkungen ===&lt;br /&gt;
* &amp;quot;eine Abschrift des Briefes von Giulio Alessandrini&amp;quot;: Diese hat Crato seinem Schreiben an Camerarius vom 6.4.65 beigelegt (s. http://www.aerztebriefe.de/id/00039026).&lt;br /&gt;
* &amp;quot;auf angemessene Weise tun könne&amp;quot;: Das Zitat stammt aus der &#039;&#039;Summa&#039;&#039; des Heinrich von Susa (zitiert bei: Gallagher, Clarence: Canon Law and the Christian Community. Rom 1978, S. 132; https://books.google.de/books?id=jY4Ow07bwyYC&amp;amp;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Literatur und weiterführende Links ===&lt;br /&gt;
* http://www.aerztebriefe.de/id/00004993&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>AK</name></author>
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		<title>Camerarius an Crato, 15.04.1565</title>
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&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Brief&lt;br /&gt;
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}}&lt;br /&gt;
=== Regest ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Camerarius gehe davon aus, dass Crato seinen Brief nun endlich erhalten habe und ihn nicht mehr in Gedanken als säumig verurteile, auch wenn er – offen gesagt – das Gefühl habe, bei allem täglich träger und langsamer zu werden. In seinem Alter müsse man entweder nachsichtig mit ihm sein oder ihm das Alter zum Vorwurf machen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Camerarius habe sich sehr gefreut, dass Crato ihm eine Abschrift des Briefes von [[Erwähnte Person::Giulio Alessandrini]] (s. Anm.) geschickt habe. Denn er habe ihn eifrig gelesen und großen Gefallen daran gefunden, weil die große Zuneigung für Crato aus ihm hervorzustrahlen schien. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was aber Crato betreffe und wozu er Camerarius um Rat gefragt habe, so wisse er nicht, wozu er raten oder ermuntern solle. Crato kenne jenes Sprichwort über die Maus und das Harz (vgl. Demosth. 50,26). Wenn er aber aus Pflichtgefühl oder wegen eines Hoffnungsschimmers dort (am Hof) geblieben sei und sich nicht entwinden könne, ohne dass seine persönlichen Verhältnisse oder sein guter Ruf großen Schaden erlitten, so könne er nichts anderes tun, als das, was man nicht ändern könne, zu ertragen und niemandem die Schuld dafür zu geben. Denn wie das Kirchenrecht sage, könne man nur das tun, was man auf angemessene Weise tun könne (s. Anm.). Wenn sich ihm aber ein guter Ausweg biete, warum solle Crato nicht darüber nachdenken? So wie die Griechen sagen: &amp;quot;Ich will weder den Honig noch die Bienen&amp;quot; (vgl. Sappho fr. 146). Bei all dem müsse Crato aber darauf achten, wer die Angelegenheit kenne. Camerarius hoffe, dass ihm die beste und richtige Lösung einfalle. Was er aber auch tue, Camerarius werde es billigen und nach Kräften verteidigen und loben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er hoffe, dass sein Sohn [[Erwähnte Person::Ludwig Camerarius|Ludwig]] in [[Erwähnter Ort::Frankfurt am Main|Frankfurt]] schon etwas Zuverlässiges über die restliche Reise nach Frankreich, von der Crato ja schon lange wisse, erfahren habe, und bete zu Christus um ihren glücklichen Ausgang.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er habe gerade sein jüngstes Kind, [[Erwähnte Person::Gottfried Camerarius|Gottfried]], bei sich und sei noch unentschieden, was er sich von dessen Anlagen und Neigungen versprechen könne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grüße von Camerarius&#039; Familie an Crato und seine Familie. Lebewohl.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Anne Kram)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Anmerkungen ===&lt;br /&gt;
* &amp;quot;eine Abschrift des Briefes von Giulio Alessandrini&amp;quot;: Diese hat Crato seinem Schreiben an Camerarius vom 6.4.65 beigelegt (s. http://www.aerztebriefe.de/id/00039026).&lt;br /&gt;
* &amp;quot;auf angemessene Weise tun könne&amp;quot;: Das Zitat stammt aus der &#039;&#039;Summa&#039;&#039; des Heinrich von Susa (zitiert bei: Gallagher, Clarence: Canon Law and the Christian Community. Rom 1978, S. 132; https://books.google.de/books?id=jY4Ow07bwyYC&amp;amp;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Literatur und weiterführende Links ===&lt;br /&gt;
* http://www.aerztebriefe.de/id/00004993&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>AK</name></author>
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&lt;hr /&gt;
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}}&lt;br /&gt;
=== Regest ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Camerarius gehe davon aus, dass Crato seinen Brief nun endlich erhalten habe und ihn nicht mehr in Gedanken als säumig verurteile, auch wenn er – offen gesagt – das Gefühl habe, bei allem täglich träger und langsamer zu werden. In seinem Alter müsse man entweder nachsichtig mit ihm sein oder ihm das Alter zum Vorwurf machen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Camerarius habe sich sehr gefreut, dass Crato ihm eine Abschrift des Briefes von [[Erwähnte Person::Giulio Alessandrini]] (s. Anm.) geschickt habe. Denn er habe ihn eifrig gelesen und großen Gefallen daran gefunden, weil die große Zuneigung für Crato aus ihm hervorzustrahlen schien. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was aber Crato betreffe und wozu er Camerarius um Rat gefragt habe, so wisse er nicht, wozu er raten oder ermuntern solle. Crato kenne jenes Sprichwort über die Maus und das Harz (vgl. Demosth. 50,26). Wenn er aber aus Pflichtgefühl oder wegen eines Hoffnungsschimmers dort (am Hof) geblieben sei und sich nicht entwinden könne, ohne dass seine persönlichen Verhältnisse oder sein guter Ruf großen Schaden erlitten, so könne er nichts anderes tun, als das, was man nicht ändern könne, zu ertragen und niemandem die Schuld dafür zu geben. Denn wie das Kirchenrecht sage, könne man nur das tun, was man auf angemessene Weise tun könne (s. Anm.). Wenn sich ihm aber ein guter Ausweg biete, warum solle Crato nicht darüber nachdenken? So wie die Griechen sagen: &amp;quot;Ich will weder den Honig noch die Bienen&amp;quot; (vgl. Sappho fr. 146). Bei all dem müsse Crato aber darauf achten, wer die Angelegenheit kenne. Camerarius hoffe, dass ihm die beste und richtige Lösung einfalle. Was er aber auch tue, Camerarius werde es billigen und nach Kräften verteidigen und loben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er hoffe, dass sein Sohn [[Erwähnte Person::Ludwig Camerarius|Ludwig]] in [[Erwähnter Ort::Frankfurt am Main|Frankfurt]] schon etwas Zuverlässiges über die restliche Reise nach Frankreich, von der Crato ja schon lange wisse, erfahren habe, und bete zu Christus um ihren glücklichen Ausgang.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er habe gerade sein jüngstes Kind, [[Erwähnte Person::Gottfried Camerarius|Gottfried]], bei sich und sei noch unentschieden, was er sich von dessen Anlagen und Neigungen versprechen könne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grüße von Camerarius&#039; Familie an Crato und seine Familie. Lebewohl.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Anne Kram)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Anmerkungen ===&lt;br /&gt;
* &amp;quot;eine Abschrift des Briefes von Giulio Alessandrini&amp;quot;: Diese hat Crato seinem Schreiben an Camerarius vom 6.4.65 beigelegt (s. http:// www.aerztebriefe.de/id/00039026).&lt;br /&gt;
* &amp;quot;auf angemessene Weise tun könne&amp;quot;: Das Zitat stammt aus der &#039;&#039;Summa&#039;&#039; des Heinrich von Susa (zitiert bei: Gallagher, Clarence: Canon Law and the Christian Community. Rom 1978, S. 132; https://books.google.de/books?id=jY4Ow07bwyYC&amp;amp;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Literatur und weiterführende Links ===&lt;br /&gt;
* http://www.aerztebriefe.de/id/00004993&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>AK</name></author>
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		<title>Camerarius an Crato, 01.02.1565</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;AK: /* Regest */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Brief&lt;br /&gt;
|Werksigle=OCEp 1175&lt;br /&gt;
|Ausreifungsgrad=Druck&lt;br /&gt;
|Erstdruck in=Camerarius, Epistolae familiares, 1595&lt;br /&gt;
|Blatt/Seitenzahl im Erstdruck=S. 363-364&lt;br /&gt;
|Fremdbrief_jn=nein&lt;br /&gt;
|Absender=Joachim Camerarius I.&lt;br /&gt;
|Empfänger=Johannes Crato&lt;br /&gt;
|Datum=1565/02/01&lt;br /&gt;
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|Bemerkungen zum Datum=Calend. Februar. 65&lt;br /&gt;
|Sprache=Latein&lt;br /&gt;
|Entstehungsort=Leipzig&lt;br /&gt;
|Zielort=o.O.&lt;br /&gt;
|Gedicht_jn=nein&lt;br /&gt;
|Incipit=Nudius quintus dimisi filium meum&lt;br /&gt;
|Register=Biographisches (Familie);Biographisches (Reise);Politische Neuigkeiten;Türkenkriege/Türkengefahr&lt;br /&gt;
|Paratext_jn=nein&lt;br /&gt;
|Regest_jn=ja&lt;br /&gt;
|Handschrift=unbekannt&lt;br /&gt;
|Bearbeitungsstand=validiert&lt;br /&gt;
|Wiedervorlage=ja&lt;br /&gt;
|Bearbeiter=MH; AK; US&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
=== Regest ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor fünf Tagen habe Camerarius seinen Sohn [[Erwähnte Person::Joachim Camerarius II.|Joachim]] trotz eines ungelegenen Schneesturms weggeschickt. Aber da er dorthin (nach [[Erwähnter Ort::Nürnberg]]) zurückkehren musste, wo zu bleiben er sich daraufhin entschlossen hatte, habe der Aufbruch nicht aufgeschoben werden können. Crato solle mit ihnen um Gottes Beistand für den glücklichen Ausgang der Reise und des Plans beten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch darüber, seinen anderen Sohn [[Erwähnte Person::Ludwig Camerarius|Ludwig]] wegzuschicken, habe er nachgedacht. Denn er bedenke nicht, was für ihn selbst, sondern was für seine Familie nützlich sei, und berücksichtige deren Vorteil, nicht seine eigene Bequemlichkeit. So wie aber nicht jedes Land alles hervorbringe, wie ein Dichter sage (vgl. Verg. Ecl. 4,39), so finde nicht jeder überall seinen Platz. Er habe Joachim aber bis nach [[Erwähnter Ort::Schulpforta]] begleitet, wo dieser einen Brief an Crato (s. Anm.) geschrieben habe, den er mitschicke.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was Crato und die Aufgaben betreffe, die sich ihm böten, so falle Camerarius viel Beunruhigendes dazu ein. Aber er hoffe dennoch, dass so, wie zwischen Burzeldorn und stachligem Hauhechel Blüten der zarten Levkojen wüchsen, wie ein unbekannter alter Dichter sage (PLG 3, p. 689 Bergk), so auch etwas Angenehmes an den Stellen und bei den Angelegenheiten erwachse, deren Unannehmlichkeiten Crato fürchte. Aber diese und auch Camerarius&#039; sonstige Angelegenheiten müsse Crato pflichtschuldigst Gott überlassen. Alle übrigen Widrigkeiten solle er tapfer ertragen. Obwohl er gut wisse, dass dies leichter gesagt als getan sei, habe er dennoch geglaubt, es anmahnen zu müssen, und nichts anderes zu Cratos Trost beitragen können. Woher er diesen Mut nehmen könne, wisse Crato selbst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Erwähnte Person::Unbekannt|Jakob]] (s. Anm.) habe bei Camerarius vorgesprochen, sei aber bereits wieder auf dem Weg. Deshalb habe er diesen Brief am Tag nach dessen Abreise einem anderen Briefboten gegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weder über die Begräbnisfeierlichkeiten noch über den Reichstag (&#039;&#039;conventus Imperatorius&#039;&#039;) höre man schon etwas und es seien nicht einmal Gerüchte im Umlauf. In Ungarn stünden die Dinge (s. Anm.) Gerüchten zufolge nicht schlecht. Er hoffe, dass nicht irgendwelche aufrührerischen privaten Bestrebungen öffentlichen Aktionen zuvorkämen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit [[Erwähnte Person::Christoph von Karlowitz]] habe er ausgemacht, dass, wenn Crato dem Vernehmen nach in diesem Monat nach [[Erwähnter Ort::Prag]] reise, sie einander bei Karlowitz (wohl: in Joachimsthal) treffen könnten, falls ein Treffen in Prag nicht genehm sei. Aber Camerarius glaube, dass Cratos Reise nicht zustandekomme, da ihm bestätigt wurde, dass [[Erwähnte Person::Maximilian II. (HRR)|der Kaiser]] in [[Erwähnter Ort::Wien]] festsitze. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun erwarte er einen Brief über die Reise seines Sohnes Joachim und einige seiner Erledigungen. Er bete zu Christus um deren guten Ausgang und um Schutz für Crato und seine Familie. Lebewohl.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Anne Kram)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Anmerkungen ===&lt;br /&gt;
* &amp;quot;Brief an Crato&amp;quot;: Nicht nachweisbar.&lt;br /&gt;
* &amp;quot;Jakob&amp;quot;: Im [[Camerarius an Crato, 12.04.1562|Brief vom 12.4.62]] erscheint ein Jakob als Briefbote. Vielleicht handelt es sich um denselben Jakob.&lt;br /&gt;
* &amp;quot;In Ungarn stünden die Dinge&amp;quot;: Gemeint ist wohl der 2. Österreichische Türkenkrieg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Literatur und weiterführende Links ===&lt;br /&gt;
* http://www.aerztebriefe.de/id/00004992&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>AK</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://camerarius.kallimachos.de/index.php?title=Camerarius_an_Crato,_01.02.1565&amp;diff=109796</id>
		<title>Camerarius an Crato, 01.02.1565</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://camerarius.kallimachos.de/index.php?title=Camerarius_an_Crato,_01.02.1565&amp;diff=109796"/>
		<updated>2020-07-01T09:31:41Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;AK: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Brief&lt;br /&gt;
|Werksigle=OCEp 1175&lt;br /&gt;
|Ausreifungsgrad=Druck&lt;br /&gt;
|Erstdruck in=Camerarius, Epistolae familiares, 1595&lt;br /&gt;
|Blatt/Seitenzahl im Erstdruck=S. 363-364&lt;br /&gt;
|Fremdbrief_jn=nein&lt;br /&gt;
|Absender=Joachim Camerarius I.&lt;br /&gt;
|Empfänger=Johannes Crato&lt;br /&gt;
|Datum=1565/02/01&lt;br /&gt;
|DatumGesichert=nein&lt;br /&gt;
|Bemerkungen zum Datum=Calend. Februar. 65&lt;br /&gt;
|Sprache=Latein&lt;br /&gt;
|Entstehungsort=Leipzig&lt;br /&gt;
|Zielort=o.O.&lt;br /&gt;
|Gedicht_jn=nein&lt;br /&gt;
|Incipit=Nudius quintus dimisi filium meum&lt;br /&gt;
|Register=Biographisches (Familie);Biographisches (Reise);Politische Neuigkeiten;Türkenkriege/Türkengefahr&lt;br /&gt;
|Paratext_jn=nein&lt;br /&gt;
|Regest_jn=ja&lt;br /&gt;
|Handschrift=unbekannt&lt;br /&gt;
|Bearbeitungsstand=validiert&lt;br /&gt;
|Wiedervorlage=ja&lt;br /&gt;
|Bearbeiter=MH; AK; US&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
=== Regest ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor fünf Tagen habe Camerarius seinen Sohn [[Erwähnte Person::Joachim Camerarius II.|Joachim]] trotz eines ungelegenen Schneesturms weggeschickt. Aber da er dorthin (nach [[Erwähnter Ort::Nürnberg]]) zurückkehren musste, wo zu bleiben er sich daraufhin entschlossen hatte, habe der Aufbruch nicht aufgeschoben werden können. Crato solle mit ihnen um Gottes Beistand für den glücklichen Ausgang der Reise und des Plans beten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch darüber, seinen anderen Sohn [[Erwähnte Person::Ludwig Camerarius|Ludwig]] wegzuschicken, habe er nachgedacht. Denn er bedenke nicht, was für ihn selbst, sondern was für seine Familie nützlich sei, und berücksichtige deren Vorteil, nicht seine eigene Bequemlichkeit. So wie aber nicht jedes Land alles hervorbringe, wie ein Dichter sage (vgl. Verg. Ecl. 4,39), so finde nicht jeder überall seinen Platz. Er habe Joachim aber bis nach [[Erwähnter Ort::Schulpforta]] begleitet, wo dieser einen Brief an Crato (s. Anm.) geschrieben habe, den er mitschicke.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was Crato und die Aufgaben betreffe, die sich ihm böten, so falle Camerarius viel Beunruhigendes dazu ein. Aber er hoffe dennoch, dass so, wie zwischen Burzeldorn und stachligem Hauhechel Blüten der zarten Levkojen wüchsen, wie ein unbekannter alter Dichter sage (PLG 3, p. 689 Bergk), so auch etwas Angenehmes an den Stellen und bei den Angelegenheiten erwachse, deren Unannehmlichkeiten Crato fürchte. Aber diese und auch Camerarius&#039; sonstige Angelegenheiten müsse Crato pflichtschuldigst Gott überlassen. Alle übrigen Widrigkeiten solle er tapfer ertragen. Obwohl er gut wisse, dass dies leichter gesagt als getan sei, habe er dennoch geglaubt, es anmahnen zu müssen, und nichts anderes zu Cratos Trost beitragen können. Woher er diesen Mut nehmen könne, wisse Crato selbst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Erwähnte Person::Unbekannt|Jakob]] (s. Anm.) habe bei Camerarius vorgesprochen, sei aber bereits wieder auf dem Weg. Deshalb habe er diesen Brief am Tag nach dessen Abreise einem anderen Briefboten gegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weder über die Begräbnisfeierlichkeiten noch über den Reichstag (&#039;&#039;conventus Imperatorius&#039;&#039;) höre man schon etwas und es seien nicht einmal Gerüchte im Umlauf. In Ungarn stünden die Dinge (s. Anm.) Gerüchten zufolge nicht schlecht. Er hoffe, dass nicht irgendwelche aufrührerischen privaten Bestrebungen öffentlichen Aktionen zuvorkämen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit [[Erwähnte Person::Christoph von Karlowitz]] habe er ausgemacht, dass, wenn Crato dem Vernehmen nach in diesem Monat nach Prag reise, sie einander bei Karlowitz (wohl: in Joachimsthal) treffen könnten, falls ein Treffen in [[Erwähnter Ort::Prag]] nicht genehm sei. Aber Camerarius glaube, dass Cratos Reise nicht zustandekomme, da ihm bestätigt wurde, dass [[Erwähnte Person::Maximilian II. (HRR)|der Kaiser]] in [[Erwähnter Ort::Wien]] festsitze. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun erwarte er einen Brief über die Reise seines Sohnes Joachim und einige seiner Erledigungen. Er bete zu Christus um deren guten Ausgang und um Schutz für Crato und seine Familie. Lebewohl.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Anne Kram)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Anmerkungen ===&lt;br /&gt;
* &amp;quot;Brief an Crato&amp;quot;: Nicht nachweisbar.&lt;br /&gt;
* &amp;quot;Jakob&amp;quot;: Im [[Camerarius an Crato, 12.04.1562|Brief vom 12.4.62]] erscheint ein Jakob als Briefbote. Vielleicht handelt es sich um denselben Jakob.&lt;br /&gt;
* &amp;quot;In Ungarn stünden die Dinge&amp;quot;: Gemeint ist wohl der 2. Österreichische Türkenkrieg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Literatur und weiterführende Links ===&lt;br /&gt;
* http://www.aerztebriefe.de/id/00004992&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>AK</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://camerarius.kallimachos.de/index.php?title=Camerarius_an_Crato,_um_den_01.09.1564&amp;diff=109795</id>
		<title>Camerarius an Crato, um den 01.09.1564</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://camerarius.kallimachos.de/index.php?title=Camerarius_an_Crato,_um_den_01.09.1564&amp;diff=109795"/>
		<updated>2020-07-01T08:58:39Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;AK: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Brief&lt;br /&gt;
|Werksigle=OCEp 1173&lt;br /&gt;
|Besitzende Institution=Paris, BSG&lt;br /&gt;
|Signatur, Blatt/Seite=Ms 1456, Bl. 455v-456r&lt;br /&gt;
|Ausreifungsgrad=Abschrift&lt;br /&gt;
|Erstdruck in=Camerarius, Epistolae familiares, 1595&lt;br /&gt;
|Blatt/Seitenzahl im Erstdruck=S. 360-362&lt;br /&gt;
|Fremdbrief_jn=nein&lt;br /&gt;
|Absender=Joachim Camerarius I.&lt;br /&gt;
|Empfänger=Johannes Crato&lt;br /&gt;
|DatumGesichert=nein&lt;br /&gt;
|Bemerkungen zum Datum=Abschrift o.D.; &amp;quot;1564&amp;quot; nur im Druck; s. Hinweise zur Datierung&lt;br /&gt;
|UnscharfesBriefDatumBeginn=1564-09-06&lt;br /&gt;
|UnscharfesBriefDatumEnde=1564-09-20&lt;br /&gt;
|Sprache=Latein&lt;br /&gt;
|Entstehungsort=o.O.&lt;br /&gt;
|Zielort=o.O.&lt;br /&gt;
|Gedicht_jn=nein&lt;br /&gt;
|Incipit=Proficiscenti istuc Cl. V. D. Francisco Crammae&lt;br /&gt;
|Link=https://archive.org/details/MS1456&lt;br /&gt;
|Register=Briefe/Parallelüberlieferung;Briefe/Redaktionelle Überarbeitung&lt;br /&gt;
|Paratext_jn=nein&lt;br /&gt;
|Regest_jn=ja&lt;br /&gt;
|Handschrift=gesehen&lt;br /&gt;
|Bearbeitungsstand=validiert&lt;br /&gt;
|Wiedervorlage=ja&lt;br /&gt;
|Bearbeiter=MH; US; AK&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
=== Hinweise zur Datierung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Terminus post quem ergibt sich für den Brief der Tod Ferdinands I. am 25.7.1564. Crato ist nach dem Tod des Kaisers vom Kaiserhof in seine Heimat Breslau zurückgekehrt und wird von Camerarius dazu im Brief beglückwünscht. Der Zeitraum lässt sich jedoch noch weiter eingrenzen, denn Crato schreibt Camerarius am 3.9.64 noch aus Wien (vgl. [[Erlangen, UB]], Trew, Crato von Krafftheim Nr. 206, s. http://www.aerztebriefe.de/id/00049492) und am 23.9.64 bereits aus Breslau (vgl. [[Erlangen, UB]], Trew, Crato von Krafftheim Nr. 207, s. http://www.aerztebriefe.de/id/00049493) und berichtet hier, dass er Franz Kram Einzelheiten über seinen Fortgang vom Hof erzählt habe. Berücksichtigt man, dass Crato Camerarius anscheinend schon von seiner wohlwollenden Wiederaufnahme in Breslau berichtet hat und dieser Brief von Breslau nach Leipzig überbracht wurde und Franz Kram danach noch von Camerarius aus Leipzig nach Breslau reisen musste, ist der Brief wohl um den 15.9.64 verfasst worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Regest ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Camerarius habe [[Erwähnte Person::Franz Kram]] bei seinem Aufbruch (nach [[Erwähnter Ort::Breslau]]) diesen Brief mitgegeben, obwohl er sehr gehofft habe, er selbst oder sein Sohn ([[Erwähnte Person::Ludwig Camerarius|Ludwig]]) könnten sich ihm anschließen. Aber sowohl seine Arbeit an der Universität als auch andere Verpflichtungen hätten diese so lange und nicht notwendige Reise nicht zugelassen. Ludwig habe aber die Transportmöglichkeit gefehlt und sie hätten niemanden damit belasten wollen. Deshalb komme nun an ihrer Stelle ihr Brief zu Crato.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Camerarius habe in diesen Tagen zwei Briefe von Crato erhalten. In dem einen nehme Crato zwar nicht wütend, aber doch irgendwie verstimmt auf eine Kritik von Camerarius Bezug. Wenn er Crato getadelt habe, so habe er dies aus Sorge um sein Ansehen und aus Zuneigung getan und Crato wisse sicher, dass dies unter wahren Freunden nicht unüblich sei. Camerarius habe aber den Eindruck gehabt, dass Crato all seine Wunden, indem er sozusagen Hand an sie legte, nicht geheilt, sondern sogar noch verschlimmert habe. Und er habe es für seine Freundschaftspflicht gehalten, ihm darüber seine Meinung mitzuteilen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was Crato über seine Gesundheit schreibe, habe Camerarius sehr beunruhigt. Crato solle sich also nicht nur mit der Heilkunst des Apollon-Sohns Asklepios, in der Crato sich auszeichne, pflegen, sondern auch mit der Dichtkunst des Musenführers Apollon, zu der jene andere großartige Kunst hinzugekommen sei. Zur Gemütsruhe trage auch ein harmonisches eheliches Miteinander entscheidend bei und die körperlichen Kräfte könnten so erhalten werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Camerarius habe dies während eines ziemlich schweren Unwetters geschrieben, das deutlich durch die Konstellation und den Lauf der Gestirne angekündigt worden sei. Und es bestehe kein Zweifel, dass sich diese Konstellation gravierend auf Kranke auswirke.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Camerarius beglückwünsche Crato und seine Heimat (Breslau) zur wiedergefundenen Gunst (s. Anm.) und wisse nicht, für welche Seite dies von größerem Nutzen sei. Wenn aber immer noch eine Schwierigkeit bestehe, so hoffe er, dass sie leicht gelöst werden könne oder zumindest nicht allzu lästig sei, vor allem wenn Crato die seiner Klugheit und seinem Anstand angemessene Gelassenheit und Selbstbeherrschung walten lasse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über alle anderen privaten und öffentlichen Angelegenheiten bei Camerarius (in [[Erwähnter Ort::Leipzig]]) könne ihn der von ihm sehr geschätzte Franz Kram unterrichten. Camerarius habe dessen herausragende Anlagen und seine Wahrheitsliebe erkannt und von ihm die höchste Zuneigung und Freundlichkeit erfahren. Seine anderen hervorragenden lobenswerten Eigenschaften müsse er nicht schildern.&lt;br /&gt;
Camerarius wisse, dass Crato sich sehr über das Zusammentreffen mit Franz Kram freuen werde, und er werde durch Franz Kram bei Crato sozusagen vertreten, denn ein Freund sei das andere Selbst (Aristot. Nic. Eth. 1170b). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lebewohl. Grüße von Camerarius&#039; Familie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Anne Kram)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Anmerkungen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &amp;quot;zur wiedergefundenen Gunst&amp;quot;: Nach dem Tod [[Ferdinand I. (HRR)|Ferdinands I.]] 1564 ist Crato vom Kaiserhof in Wien wieder in seine Heimat Breslau zurückgekehrt. Mit der &amp;quot;wiedergefundenen Gunst&amp;quot; spielt Camerarius vielleicht auch darauf an, dass Crato wegen des Verdachts, er sei ein Calvinist, in Breslau Anfang der 1560er Jahre angefeindet wurde, und könnte damit ausdrücken, dass er nach seiner Rückkehr wohlwollender aufgenommen wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Literatur und weiterführende Links ===&lt;br /&gt;
* http://www.aerztebriefe.de/id/00004990&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>AK</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://camerarius.kallimachos.de/index.php?title=Camerarius_an_Crato,_27.03.1565&amp;diff=109794</id>
		<title>Camerarius an Crato, 27.03.1565</title>
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		<updated>2020-07-01T08:57:00Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;AK: /* Regest */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Brief&lt;br /&gt;
|Werksigle=OCEp 1174&lt;br /&gt;
|Ausreifungsgrad=Druck&lt;br /&gt;
|Erstdruck in=Camerarius, Epistolae familiares, 1595&lt;br /&gt;
|Blatt/Seitenzahl im Erstdruck=S. 362&lt;br /&gt;
|Fremdbrief_jn=nein&lt;br /&gt;
|Absender=Joachim Camerarius I.&lt;br /&gt;
|Empfänger=Johannes Crato&lt;br /&gt;
|Datum=1565-03-27&lt;br /&gt;
|DatumGesichert=nein&lt;br /&gt;
|Bemerkungen zum Datum=ermitteltes Jahr (im Druck fälschlich: 6. Cal. April. 64); s. Hinweise zur Datierung&lt;br /&gt;
|Sprache=Latein&lt;br /&gt;
|Entstehungsort=Leipzig&lt;br /&gt;
|Zielort=o.O.&lt;br /&gt;
|Gedicht_jn=nein&lt;br /&gt;
|Incipit=Ex quo huc redii a Norico&lt;br /&gt;
|Register=Biographisches (Reise);Biographisches (Familie)&lt;br /&gt;
|Paratext_jn=nein&lt;br /&gt;
|Regest_jn=ja&lt;br /&gt;
|Handschrift=unbekannt&lt;br /&gt;
|Bearbeitungsstand=validiert&lt;br /&gt;
|Wiedervorlage=ja&lt;br /&gt;
|Bearbeiter=MH; AK; US&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
=== Hinweise zur Datierung ===&lt;br /&gt;
Im Brief wird der Tod des 1565 verstorbenen [[Erwähnte Person::Alexander Alesius]] erwähnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Regest ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seitdem Camerarius aus Bayern (&#039;&#039;Noricum&#039;&#039;) hierher (nach [[Erwähnter Ort::Leipzig]]) zurückgekommen sei – Crato wisse, weshalb er dorthin gereist war – habe sich keine Gelegenheit ergeben, einen Brief zu schicken, und er sei die ganze Zeit von verschiedenen Aufgaben völlig in Beschlag genommen gewesen, von denen er einige (wohl: von dort) mitgebracht habe. Dazu sei noch eine gewisse Mattheit gekommen, weil ihn vielleicht eher die geistigen als die physischen Kräfte infolge seiner Verzweiflung über den Zustand des Staates verlassen hätten. Denn seine privaten Schwierigkeiten, die freilich notwendigerweise mit den öffentlichen Missständen verbunden seien, wühlten ihn weniger auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier (in Leipzig) hätten sie den ausgezeichneten Theologen [[Erwähnte Person::Alexander Alesius]] verloren, dessen Tod einen großen Verlust für [[Erwähnte Körperschaft::Universität (Leipzig)|seine Universität]] bedeute. Sein Sohn [[Erwähnte Person::Ludwig Camerarius|Ludwig]] werde – wie gewohnt und geschuldet – dafür sorgen, dass Crato über die Beiträge anlässlich der Trauerfeier unterrichtet werde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Camerarius habe bisher vorgehabt, Ludwig nach [[Erwähnter Ort::Frankfurt am Main|Frankfurt]] zu schicken, damit dieser zumindest herausfinde, was man weiterhin tun solle (s. Anm.). Aber er wisse nicht, ob die Situation in Deutschland weniger gefährlicher sei als in Frankreich, sodass er niemanden irgendwo in Sicherheit sehe, der nicht durch Gottes Gnade geschützt werde. Mit seinen Gebeten überlasse er Gott das übrige und vertraue ihm auch Crato und seine Familie an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Camerarius freue sich, dass Cratos Schmerz im Wesentlichen geheilt und beseitigt sei, und danke Christus dafür. In Vertrauen auf ihn werde Crato auch alle anderen Geschehnisse tapfer und angemessener ertragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beste Grüße und Wünsche von Camerarius&#039; Familie an Crato und seine Familie. Lebewohl.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Anne Kram)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Anmerkungen ===&lt;br /&gt;
* &amp;quot;was er weiterhin tun solle&amp;quot;: Ludwig soll seine Studienreise nach Frankreich vorbereiten (vgl. [[Camerarius an Crato, 15.04.1565|den Brief vom 15.4.65]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Literatur und weiterführende Links ===&lt;br /&gt;
* http://www.aerztebriefe.de/id/00004991&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>AK</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://camerarius.kallimachos.de/index.php?title=Camerarius_an_Crato,_27.03.1565&amp;diff=109793</id>
		<title>Camerarius an Crato, 27.03.1565</title>
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		<updated>2020-07-01T08:56:16Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;AK: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Brief&lt;br /&gt;
|Werksigle=OCEp 1174&lt;br /&gt;
|Ausreifungsgrad=Druck&lt;br /&gt;
|Erstdruck in=Camerarius, Epistolae familiares, 1595&lt;br /&gt;
|Blatt/Seitenzahl im Erstdruck=S. 362&lt;br /&gt;
|Fremdbrief_jn=nein&lt;br /&gt;
|Absender=Joachim Camerarius I.&lt;br /&gt;
|Empfänger=Johannes Crato&lt;br /&gt;
|Datum=1565-03-27&lt;br /&gt;
|DatumGesichert=nein&lt;br /&gt;
|Bemerkungen zum Datum=ermitteltes Jahr (im Druck fälschlich: 6. Cal. April. 64); s. Hinweise zur Datierung&lt;br /&gt;
|Sprache=Latein&lt;br /&gt;
|Entstehungsort=Leipzig&lt;br /&gt;
|Zielort=o.O.&lt;br /&gt;
|Gedicht_jn=nein&lt;br /&gt;
|Incipit=Ex quo huc redii a Norico&lt;br /&gt;
|Register=Biographisches (Reise);Biographisches (Familie)&lt;br /&gt;
|Paratext_jn=nein&lt;br /&gt;
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|Handschrift=unbekannt&lt;br /&gt;
|Bearbeitungsstand=validiert&lt;br /&gt;
|Wiedervorlage=ja&lt;br /&gt;
|Bearbeiter=MH; AK; US&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
=== Hinweise zur Datierung ===&lt;br /&gt;
Im Brief wird der Tod des 1565 verstorbenen [[Erwähnte Person::Alexander Alesius]] erwähnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Regest ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seitdem Camerarius aus Bayern (&#039;&#039;Noricum&#039;&#039;) hierher (nach [[Erwähnter Ort::Leipzig]]) zurückgekommen sei – Crato wisse, weshalb er dorthin gereist war – habe sich keine Gelegenheit ergeben, einen Brief zu schicken, und er sei die ganze Zeit von verschiedenen Aufgaben völlig in Beschlag genommen gewesen, von denen er einige (wohl: von dort) mitgebracht habe. Dazu sei noch eine gewisse Mattheit gekommen, weil ihn vielleicht eher die geistigen als die physischen Kräfte infolge seiner Verzweiflung über den Zustand des Staates verlassen hätten. Denn seine privaten Schwierigkeiten, die freilich notwendigerweise mit den öffentlichen Missständen verbunden seien, wühlten ihn weniger auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier (in Leipzig) hätten sie den ausgezeichneten Theologen [[Erwähnte Person::Alexander Alesius]] verloren, dessen Tod einen großen Verlust für [[Erwähnte Körperschaft::Universität (Leipzig)|seine Universität]] bedeute. Sein Sohn [[Erwähnte Person::Ludwig Camerarius|Ludwig]] werde – wie gewohnt und geschuldet – dafür sorgen, dass Crato über die Beiträge anlässlich der Trauerfeier unterrichtet werde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Camerarius habe bisher vorgehabt, Ludwig nach [[Erwähnter Ort::Frankfurt]] zu schicken, damit dieser zumindest herausfinde, was man weiterhin tun solle (s. Anm.). Aber er wisse nicht, ob die Situation in Deutschland weniger gefährlicher sei als in Frankreich, sodass er niemanden irgendwo in Sicherheit sehe, der nicht durch Gottes Gnade geschützt werde. Mit seinen Gebeten überlasse er Gott das übrige und vertraue ihm auch Crato und seine Familie an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Camerarius freue sich, dass Cratos Schmerz im Wesentlichen geheilt und beseitigt sei, und danke Christus dafür. In Vertrauen auf ihn werde Crato auch alle anderen Geschehnisse tapfer und angemessener ertragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beste Grüße und Wünsche von Camerarius&#039; Familie an Crato und seine Familie. Lebewohl.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Anne Kram)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Anmerkungen ===&lt;br /&gt;
* &amp;quot;was er weiterhin tun solle&amp;quot;: Ludwig soll seine Studienreise nach Frankreich vorbereiten (vgl. [[Camerarius an Crato, 15.04.1565|den Brief vom 15.4.65]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Literatur und weiterführende Links ===&lt;br /&gt;
* http://www.aerztebriefe.de/id/00004991&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>AK</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://camerarius.kallimachos.de/index.php?title=Camerarius_an_Crato,_um_den_01.09.1564&amp;diff=109792</id>
		<title>Camerarius an Crato, um den 01.09.1564</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://camerarius.kallimachos.de/index.php?title=Camerarius_an_Crato,_um_den_01.09.1564&amp;diff=109792"/>
		<updated>2020-07-01T08:26:17Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;AK: /* Hinweise zur Datierung */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Brief&lt;br /&gt;
|Werksigle=OCEp 1173&lt;br /&gt;
|Besitzende Institution=Paris, BSG&lt;br /&gt;
|Signatur, Blatt/Seite=Ms 1456, Bl. 455v-456r&lt;br /&gt;
|Ausreifungsgrad=Abschrift&lt;br /&gt;
|Erstdruck in=Camerarius, Epistolae familiares, 1595&lt;br /&gt;
|Blatt/Seitenzahl im Erstdruck=S. 360-362&lt;br /&gt;
|Fremdbrief_jn=nein&lt;br /&gt;
|Absender=Joachim Camerarius I.&lt;br /&gt;
|Empfänger=Johannes Crato&lt;br /&gt;
|DatumGesichert=nein&lt;br /&gt;
|Bemerkungen zum Datum=Abschrift o.D.; &amp;quot;1564&amp;quot; nur im Druck&lt;br /&gt;
|UnscharfesBriefDatumBeginn=1564-09-06&lt;br /&gt;
|UnscharfesBriefDatumEnde=1564-09-20&lt;br /&gt;
|Sprache=Latein&lt;br /&gt;
|Entstehungsort=o.O.&lt;br /&gt;
|Zielort=o.O.&lt;br /&gt;
|Gedicht_jn=nein&lt;br /&gt;
|Incipit=Proficiscenti istuc Cl. V. D. Francisco Crammae&lt;br /&gt;
|Link=https://archive.org/details/MS1456&lt;br /&gt;
|Register=Briefe/Parallelüberlieferung;Briefe/Redaktionelle Überarbeitung&lt;br /&gt;
|Paratext_jn=nein&lt;br /&gt;
|Regest_jn=ja&lt;br /&gt;
|Handschrift=gesehen&lt;br /&gt;
|Bearbeitungsstand=validiert&lt;br /&gt;
|Wiedervorlage=ja&lt;br /&gt;
|Bearbeiter=MH; US; AK&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
=== Hinweise zur Datierung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Terminus post quem ergibt sich für den Brief der Tod Ferdinands I. am 25.7.1564. Crato ist nach dem Tod des Kaisers vom Kaiserhof in seine Heimat Breslau zurückgekehrt und wird von Camerarius dazu im Brief beglückwünscht. Der Zeitraum lässt sich jedoch noch weiter eingrenzen, denn Crato schreibt Camerarius am 3.9.64 noch aus Wien (vgl. [[Erlangen, UB]], Trew, Crato von Krafftheim Nr. 206, s. http://www.aerztebriefe.de/id/00049492) und am 23.9.64 bereits aus Breslau (vgl. [[Erlangen, UB]], Trew, Crato von Krafftheim Nr. 207, s. http://www.aerztebriefe.de/id/00049493) und berichtet hier, dass er Franz Kram Einzelheiten über seinen Fortgang vom Hof erzählt habe. Berücksichtigt man, dass Crato Camerarius anscheinend schon von seiner wohlwollenden Wiederaufnahme in Breslau berichtet hat und dieser Brief von Breslau nach Leipzig überbracht wurde und Franz Kram danach noch von Camerarius aus Leipzig nach Breslau reisen musste, ist der Brief wohl um den 15.9.64 verfasst worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Regest ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Camerarius habe [[Erwähnte Person::Franz Kram]] bei seinem Aufbruch (nach [[Erwähnter Ort::Breslau]]) diesen Brief mitgegeben, obwohl er sehr gehofft habe, er selbst oder sein Sohn ([[Erwähnte Person::Ludwig Camerarius|Ludwig]]) könnten sich ihm anschließen. Aber sowohl seine Arbeit an der Universität als auch andere Verpflichtungen hätten diese so lange und nicht notwendige Reise nicht zugelassen. Ludwig habe aber die Transportmöglichkeit gefehlt und sie hätten niemanden damit belasten wollen. Deshalb komme nun an ihrer Stelle ihr Brief zu Crato.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Camerarius habe in diesen Tagen zwei Briefe von Crato erhalten. In dem einen nehme Crato zwar nicht wütend, aber doch irgendwie verstimmt auf eine Kritik von Camerarius Bezug. Wenn er Crato getadelt habe, so habe er dies aus Sorge um sein Ansehen und aus Zuneigung getan und Crato wisse sicher, dass dies unter wahren Freunden nicht unüblich sei. Camerarius habe aber den Eindruck gehabt, dass Crato all seine Wunden, indem er sozusagen Hand an sie legte, nicht geheilt, sondern sogar noch verschlimmert habe. Und er habe es für seine Freundschaftspflicht gehalten, ihm darüber seine Meinung mitzuteilen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was Crato über seine Gesundheit schreibe, habe Camerarius sehr beunruhigt. Crato solle sich also nicht nur mit der Heilkunst des Apollon-Sohns Asklepios, in der Crato sich auszeichne, pflegen, sondern auch mit der Dichtkunst des Musenführers Apollon, zu der jene andere großartige Kunst hinzugekommen sei. Zur Gemütsruhe trage auch ein harmonisches eheliches Miteinander entscheidend bei und die körperlichen Kräfte könnten so erhalten werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Camerarius habe dies während eines ziemlich schweren Unwetters geschrieben, das deutlich durch die Konstellation und den Lauf der Gestirne angekündigt worden sei. Und es bestehe kein Zweifel, dass sich diese Konstellation gravierend auf Kranke auswirke.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Camerarius beglückwünsche Crato und seine Heimat (Breslau) zur wiedergefundenen Gunst (s. Anm.) und wisse nicht, für welche Seite dies von größerem Nutzen sei. Wenn aber immer noch eine Schwierigkeit bestehe, so hoffe er, dass sie leicht gelöst werden könne oder zumindest nicht allzu lästig sei, vor allem wenn Crato die seiner Klugheit und seinem Anstand angemessene Gelassenheit und Selbstbeherrschung walten lasse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über alle anderen privaten und öffentlichen Angelegenheiten bei Camerarius (in [[Erwähnter Ort::Leipzig]]) könne ihn der von ihm sehr geschätzte Franz Kram unterrichten. Camerarius habe dessen herausragende Anlagen und seine Wahrheitsliebe erkannt und von ihm die höchste Zuneigung und Freundlichkeit erfahren. Seine anderen hervorragenden lobenswerten Eigenschaften müsse er nicht schildern.&lt;br /&gt;
Camerarius wisse, dass Crato sich sehr über das Zusammentreffen mit Franz Kram freuen werde, und er werde durch Franz Kram bei Crato sozusagen vertreten, denn ein Freund sei das andere Selbst (Aristot. Nic. Eth. 1170b). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lebewohl. Grüße von Camerarius&#039; Familie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Anne Kram)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Anmerkungen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &amp;quot;zur wiedergefundenen Gunst&amp;quot;: Nach dem Tod [[Ferdinand I. (HRR)|Ferdinands I.]] 1564 ist Crato vom Kaiserhof in Wien wieder in seine Heimat Breslau zurückgekehrt. Mit der &amp;quot;wiedergefundenen Gunst&amp;quot; spielt Camerarius vielleicht auch darauf an, dass Crato wegen des Verdachts, er sei ein Calvinist, in Breslau Anfang der 1560er Jahre angefeindet wurde, und könnte damit ausdrücken, dass er nach seiner Rückkehr wohlwollender aufgenommen wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Literatur und weiterführende Links ===&lt;br /&gt;
* http://www.aerztebriefe.de/id/00004990&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>AK</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://camerarius.kallimachos.de/index.php?title=Camerarius_an_Crato,_um_den_01.09.1564&amp;diff=109791</id>
		<title>Camerarius an Crato, um den 01.09.1564</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://camerarius.kallimachos.de/index.php?title=Camerarius_an_Crato,_um_den_01.09.1564&amp;diff=109791"/>
		<updated>2020-07-01T08:24:51Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;AK: /* Regest */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Brief&lt;br /&gt;
|Werksigle=OCEp 1173&lt;br /&gt;
|Besitzende Institution=Paris, BSG&lt;br /&gt;
|Signatur, Blatt/Seite=Ms 1456, Bl. 455v-456r&lt;br /&gt;
|Ausreifungsgrad=Abschrift&lt;br /&gt;
|Erstdruck in=Camerarius, Epistolae familiares, 1595&lt;br /&gt;
|Blatt/Seitenzahl im Erstdruck=S. 360-362&lt;br /&gt;
|Fremdbrief_jn=nein&lt;br /&gt;
|Absender=Joachim Camerarius I.&lt;br /&gt;
|Empfänger=Johannes Crato&lt;br /&gt;
|DatumGesichert=nein&lt;br /&gt;
|Bemerkungen zum Datum=Abschrift o.D.; &amp;quot;1564&amp;quot; nur im Druck&lt;br /&gt;
|UnscharfesBriefDatumBeginn=1564-09-06&lt;br /&gt;
|UnscharfesBriefDatumEnde=1564-09-20&lt;br /&gt;
|Sprache=Latein&lt;br /&gt;
|Entstehungsort=o.O.&lt;br /&gt;
|Zielort=o.O.&lt;br /&gt;
|Gedicht_jn=nein&lt;br /&gt;
|Incipit=Proficiscenti istuc Cl. V. D. Francisco Crammae&lt;br /&gt;
|Link=https://archive.org/details/MS1456&lt;br /&gt;
|Register=Briefe/Parallelüberlieferung;Briefe/Redaktionelle Überarbeitung&lt;br /&gt;
|Paratext_jn=nein&lt;br /&gt;
|Regest_jn=ja&lt;br /&gt;
|Handschrift=gesehen&lt;br /&gt;
|Bearbeitungsstand=validiert&lt;br /&gt;
|Wiedervorlage=ja&lt;br /&gt;
|Bearbeiter=MH; US; AK&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
=== Hinweise zur Datierung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Terminus post quem ergibt sich für den Brief der Tod Ferdinands I. am 25.7.1564. Crato ist nach dem Tod des Kaisers vom Kaiserhof in seine Heimat Breslau zurückgekehrt und wird von Camerarius dazu im Brief beglückwünscht. Der Zeitraum lässt sich jedoch noch weiter eingrenzen, denn Crato schreibt Camerarius am 3.9.64 noch aus Wien (vgl. [[Erlangen, UB]], Trew, Crato von Krafftheim Nr. 206, s. http://www.aerztebriefe.de/id/00049492) und am 23.9.64 bereits aus Breslau (vgl. [[Erlangen, UB]], Trew, Crato von Krafftheim Nr. 207, s. http://www.aerztebriefe.de/id/00049493) und berichtet hier, dass er Franz Kram Einzelheiten über seinen Fortgang vom Hof erzählt habe. Berücksichtigt man, dass Crato Camerarius anscheinend schon von seiner wohlwollenden Wiederaufnahme in Breslau berichtet hat und Franz Kram in diesem Zeitraum noch von Camerarius aus Leipzig nach Breslau reisen musste, ist der Brief wohl um den 15.9.64 verfasst worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Regest ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Camerarius habe [[Erwähnte Person::Franz Kram]] bei seinem Aufbruch (nach [[Erwähnter Ort::Breslau]]) diesen Brief mitgegeben, obwohl er sehr gehofft habe, er selbst oder sein Sohn ([[Erwähnte Person::Ludwig Camerarius|Ludwig]]) könnten sich ihm anschließen. Aber sowohl seine Arbeit an der Universität als auch andere Verpflichtungen hätten diese so lange und nicht notwendige Reise nicht zugelassen. Ludwig habe aber die Transportmöglichkeit gefehlt und sie hätten niemanden damit belasten wollen. Deshalb komme nun an ihrer Stelle ihr Brief zu Crato.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Camerarius habe in diesen Tagen zwei Briefe von Crato erhalten. In dem einen nehme Crato zwar nicht wütend, aber doch irgendwie verstimmt auf eine Kritik von Camerarius Bezug. Wenn er Crato getadelt habe, so habe er dies aus Sorge um sein Ansehen und aus Zuneigung getan und Crato wisse sicher, dass dies unter wahren Freunden nicht unüblich sei. Camerarius habe aber den Eindruck gehabt, dass Crato all seine Wunden, indem er sozusagen Hand an sie legte, nicht geheilt, sondern sogar noch verschlimmert habe. Und er habe es für seine Freundschaftspflicht gehalten, ihm darüber seine Meinung mitzuteilen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was Crato über seine Gesundheit schreibe, habe Camerarius sehr beunruhigt. Crato solle sich also nicht nur mit der Heilkunst des Apollon-Sohns Asklepios, in der Crato sich auszeichne, pflegen, sondern auch mit der Dichtkunst des Musenführers Apollon, zu der jene andere großartige Kunst hinzugekommen sei. Zur Gemütsruhe trage auch ein harmonisches eheliches Miteinander entscheidend bei und die körperlichen Kräfte könnten so erhalten werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Camerarius habe dies während eines ziemlich schweren Unwetters geschrieben, das deutlich durch die Konstellation und den Lauf der Gestirne angekündigt worden sei. Und es bestehe kein Zweifel, dass sich diese Konstellation gravierend auf Kranke auswirke.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Camerarius beglückwünsche Crato und seine Heimat (Breslau) zur wiedergefundenen Gunst (s. Anm.) und wisse nicht, für welche Seite dies von größerem Nutzen sei. Wenn aber immer noch eine Schwierigkeit bestehe, so hoffe er, dass sie leicht gelöst werden könne oder zumindest nicht allzu lästig sei, vor allem wenn Crato die seiner Klugheit und seinem Anstand angemessene Gelassenheit und Selbstbeherrschung walten lasse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über alle anderen privaten und öffentlichen Angelegenheiten bei Camerarius (in [[Erwähnter Ort::Leipzig]]) könne ihn der von ihm sehr geschätzte Franz Kram unterrichten. Camerarius habe dessen herausragende Anlagen und seine Wahrheitsliebe erkannt und von ihm die höchste Zuneigung und Freundlichkeit erfahren. Seine anderen hervorragenden lobenswerten Eigenschaften müsse er nicht schildern.&lt;br /&gt;
Camerarius wisse, dass Crato sich sehr über das Zusammentreffen mit Franz Kram freuen werde, und er werde durch Franz Kram bei Crato sozusagen vertreten, denn ein Freund sei das andere Selbst (Aristot. Nic. Eth. 1170b). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lebewohl. Grüße von Camerarius&#039; Familie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Anne Kram)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Anmerkungen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &amp;quot;zur wiedergefundenen Gunst&amp;quot;: Nach dem Tod [[Ferdinand I. (HRR)|Ferdinands I.]] 1564 ist Crato vom Kaiserhof in Wien wieder in seine Heimat Breslau zurückgekehrt. Mit der &amp;quot;wiedergefundenen Gunst&amp;quot; spielt Camerarius vielleicht auch darauf an, dass Crato wegen des Verdachts, er sei ein Calvinist, in Breslau Anfang der 1560er Jahre angefeindet wurde, und könnte damit ausdrücken, dass er nach seiner Rückkehr wohlwollender aufgenommen wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Literatur und weiterführende Links ===&lt;br /&gt;
* http://www.aerztebriefe.de/id/00004990&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>AK</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://camerarius.kallimachos.de/index.php?title=Camerarius_an_Crato,_um_den_01.09.1564&amp;diff=109790</id>
		<title>Camerarius an Crato, um den 01.09.1564</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://camerarius.kallimachos.de/index.php?title=Camerarius_an_Crato,_um_den_01.09.1564&amp;diff=109790"/>
		<updated>2020-07-01T08:24:25Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;AK: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Brief&lt;br /&gt;
|Werksigle=OCEp 1173&lt;br /&gt;
|Besitzende Institution=Paris, BSG&lt;br /&gt;
|Signatur, Blatt/Seite=Ms 1456, Bl. 455v-456r&lt;br /&gt;
|Ausreifungsgrad=Abschrift&lt;br /&gt;
|Erstdruck in=Camerarius, Epistolae familiares, 1595&lt;br /&gt;
|Blatt/Seitenzahl im Erstdruck=S. 360-362&lt;br /&gt;
|Fremdbrief_jn=nein&lt;br /&gt;
|Absender=Joachim Camerarius I.&lt;br /&gt;
|Empfänger=Johannes Crato&lt;br /&gt;
|DatumGesichert=nein&lt;br /&gt;
|Bemerkungen zum Datum=Abschrift o.D.; &amp;quot;1564&amp;quot; nur im Druck&lt;br /&gt;
|UnscharfesBriefDatumBeginn=1564-09-06&lt;br /&gt;
|UnscharfesBriefDatumEnde=1564-09-20&lt;br /&gt;
|Sprache=Latein&lt;br /&gt;
|Entstehungsort=o.O.&lt;br /&gt;
|Zielort=o.O.&lt;br /&gt;
|Gedicht_jn=nein&lt;br /&gt;
|Incipit=Proficiscenti istuc Cl. V. D. Francisco Crammae&lt;br /&gt;
|Link=https://archive.org/details/MS1456&lt;br /&gt;
|Register=Briefe/Parallelüberlieferung;Briefe/Redaktionelle Überarbeitung&lt;br /&gt;
|Paratext_jn=nein&lt;br /&gt;
|Regest_jn=ja&lt;br /&gt;
|Handschrift=gesehen&lt;br /&gt;
|Bearbeitungsstand=validiert&lt;br /&gt;
|Wiedervorlage=ja&lt;br /&gt;
|Bearbeiter=MH; US; AK&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
=== Hinweise zur Datierung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Terminus post quem ergibt sich für den Brief der Tod Ferdinands I. am 25.7.1564. Crato ist nach dem Tod des Kaisers vom Kaiserhof in seine Heimat Breslau zurückgekehrt und wird von Camerarius dazu im Brief beglückwünscht. Der Zeitraum lässt sich jedoch noch weiter eingrenzen, denn Crato schreibt Camerarius am 3.9.64 noch aus Wien (vgl. [[Erlangen, UB]], Trew, Crato von Krafftheim Nr. 206, s. http://www.aerztebriefe.de/id/00049492) und am 23.9.64 bereits aus Breslau (vgl. [[Erlangen, UB]], Trew, Crato von Krafftheim Nr. 207, s. http://www.aerztebriefe.de/id/00049493) und berichtet hier, dass er Franz Kram Einzelheiten über seinen Fortgang vom Hof erzählt habe. Berücksichtigt man, dass Crato Camerarius anscheinend schon von seiner wohlwollenden Wiederaufnahme in Breslau berichtet hat und Franz Kram in diesem Zeitraum noch von Camerarius aus Leipzig nach Breslau reisen musste, ist der Brief wohl um den 15.9.64 verfasst worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Regest ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Camerarius habe [[Erwähnte Person::Franz Kram]] bei seinem Aufbruch (nach [[Erwähnter Ort::Breslau]]) diesen Brief mitgegeben, obwohl er sehr gehofft habe, er selbst oder sein Sohn ([[Erwähnte Person::Ludwig Camerarius|Ludwig]]) könnten sich ihm anschließen. Aber sowohl seine Arbeit an der Universität als auch andere Verpflichtungen hätten diese so lange und nicht notwendige Reise nicht zugelassen. Ludwig habe aber die Transportmöglichkeit gefehlt und sie hätten niemanden damit belasten wollen. Deshalb komme nun an ihrer Stelle ihr Brief zu Crato.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Camerarius habe in diesen Tagen zwei Briefe von Crato erhalten. In dem einen nehme Crato zwar nicht wütend, aber doch irgendwie verstimmt auf eine Kritik von Camerarius Bezug. Wenn er Crato getadelt habe, so habe er dies aus Sorge um sein Ansehen und aus Zuneigung getan und Crato wisse sicher, dass dies unter wahren Freunden nicht unüblich sei. Camerarius habe aber den Eindruck gehabt, dass Crato all seine Wunden, indem er sozusagen Hand an sie legte, nicht geheilt, sondern sogar noch verschlimmert habe. Und er habe es für seine Freundschaftspflicht gehalten, ihm darüber seine Meinung mitzuteilen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was Crato über seine Gesundheit schreibe, habe Camerarius sehr beunruhigt. Crato solle sich also nicht nur mit der Heilkunst des Apollon-Sohns Asklepios, in der Crato sich auszeichne, pflegen, sondern auch mit der Dichtkunst des Musenführers Apollon, zu der jene andere großartige Kunst hinzugekommen sei. Zur Gemütsruhe trage auch ein harmonisches eheliches Miteinander entscheidend bei und die körperlichen Kräfte könnten so erhalten werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Camerarius habe dies während eines ziemlich schweren Unwetters geschrieben, das deutlich durch die Konstellation und den Lauf der Gestirne angekündigt worden sei. Und es bestehe kein Zweifel, dass sich diese Konstellation gravierend auf Kranke auswirke.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Camerarius beglückwünsche Crato und seine Heimat (Breslau) zur wiedergefundenen Gunst (s. Anm.) und wisse nicht, für welche Seite dies von größerem Nutzen sei. Wenn aber immer noch eine Schwierigkeit bestehe, so hoffe er, dass sie leicht gelöst werden könne oder zumindest nicht allzu lästig sei, vor allem wenn Crato die seiner Klugheit und seinem Anstand angemessene Gelassenheit und Selbstbeherrschung walten lasse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über alle anderen privaten und öffentlichen Angelegenheiten bei Camerarius (in [[Erwähnter Ort::Leipzig]]) könne ihn der von ihm sehr geschätzte Franz Kram unterrichten. Camerarius habe dessen herausragende Anlagen und seine Wahrheitsliebe erkannt und von ihm die höchste Zuneigung und Freundlichkeit erfahren. Seine anderen hervorragenden lobenswerten Eigenschaften müsse er nicht schildern.&lt;br /&gt;
Camerarius wisse, dass Crato sich sehr über das Zusammentreffen mit Franz Kram freuen werde, und er werde durch Franz Kram bei Crato sozusagen vertreten, denn ein Freund sei das andere Selbst (Aristot. Nic. Eth. 1170b). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lebewohl. Grüße von Camerarius&#039; Familie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Anmerkungen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &amp;quot;zur wiedergefundenen Gunst&amp;quot;: Nach dem Tod [[Ferdinand I. (HRR)|Ferdinands I.]] 1564 ist Crato vom Kaiserhof in Wien wieder in seine Heimat Breslau zurückgekehrt. Mit der &amp;quot;wiedergefundenen Gunst&amp;quot; spielt Camerarius vielleicht auch darauf an, dass Crato wegen des Verdachts, er sei ein Calvinist, in Breslau Anfang der 1560er Jahre angefeindet wurde, und könnte damit ausdrücken, dass er nach seiner Rückkehr wohlwollender aufgenommen wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Literatur und weiterführende Links ===&lt;br /&gt;
* http://www.aerztebriefe.de/id/00004990&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>AK</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://camerarius.kallimachos.de/index.php?title=OCEp_1173&amp;diff=109789</id>
		<title>OCEp 1173</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://camerarius.kallimachos.de/index.php?title=OCEp_1173&amp;diff=109789"/>
		<updated>2020-07-01T08:17:54Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;AK: Weiterleitung nach Camerarius an Crato, um den 15.09.1564 erstellt&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;#REDIRECT [[Camerarius an Crato, um den 15.09.1564]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>AK</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://camerarius.kallimachos.de/index.php?title=Camerarius_an_Crato,_um_den_01.09.1564&amp;diff=109788</id>
		<title>Camerarius an Crato, um den 01.09.1564</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://camerarius.kallimachos.de/index.php?title=Camerarius_an_Crato,_um_den_01.09.1564&amp;diff=109788"/>
		<updated>2020-07-01T08:17:17Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;AK: AK verschob die Seite Camerarius an Crato, 1564 a nach Camerarius an Crato, um den 15.09.1564, ohne dabei eine Weiterleitung anzulegen&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Brief&lt;br /&gt;
|Werksigle=OCEp 1173&lt;br /&gt;
|Besitzende Institution=Paris, BSG&lt;br /&gt;
|Signatur, Blatt/Seite=Ms 1456, Bl. 455v-456r&lt;br /&gt;
|Ausreifungsgrad=Abschrift&lt;br /&gt;
|Erstdruck in=Camerarius, Epistolae familiares, 1595&lt;br /&gt;
|Blatt/Seitenzahl im Erstdruck=S. 360-362&lt;br /&gt;
|Fremdbrief_jn=nein&lt;br /&gt;
|Absender=Joachim Camerarius I.&lt;br /&gt;
|Empfänger=Johannes Crato&lt;br /&gt;
|Datum=1564&lt;br /&gt;
|DatumGesichert=nein&lt;br /&gt;
|Bemerkungen zum Datum=Abschrift o.D.; &amp;quot;1564&amp;quot; nur im Druck&lt;br /&gt;
|Sprache=Latein&lt;br /&gt;
|Entstehungsort=o.O.&lt;br /&gt;
|Zielort=o.O.&lt;br /&gt;
|Gedicht_jn=nein&lt;br /&gt;
|Incipit=Proficiscenti istuc Cl. V. D. Francisco Crammae&lt;br /&gt;
|Link=https://archive.org/details/MS1456&lt;br /&gt;
|Register=Briefe/Parallelüberlieferung;Briefe/Redaktionelle Überarbeitung&lt;br /&gt;
|Paratext_jn=nein&lt;br /&gt;
|Regest_jn=nein&lt;br /&gt;
|Handschrift=gesehen&lt;br /&gt;
|Bearbeitungsstand=validiert&lt;br /&gt;
|Wiedervorlage=ja&lt;br /&gt;
|Bearbeiter=MH; US; AK&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Eine ausführliche Erschließung des Briefwechsels zwischen Johannes Crato und Joachim Camerarius ist bereits vom Projekt &amp;quot;Frühneuzeitliche Ärztebriefe des deutschsprachigen Raums (1500-1700)&amp;quot; geplant. In die Datenbank &amp;quot;Opera Camerarii&amp;quot; wurden daher nur die Rohdaten aufgenommen (also keine Regesten und Semantisierungen). Genauere Informationen zu diesem Brief finden Sie unter folgendem Link: http://www.aerztebriefe.de/id/00004990&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>AK</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://camerarius.kallimachos.de/index.php?title=Camerarius_an_Crato,_05.07.1564&amp;diff=109787</id>
		<title>Camerarius an Crato, 05.07.1564</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://camerarius.kallimachos.de/index.php?title=Camerarius_an_Crato,_05.07.1564&amp;diff=109787"/>
		<updated>2020-07-01T07:46:26Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;AK: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Brief&lt;br /&gt;
|Werksigle=OCEp 1172&lt;br /&gt;
|Ausreifungsgrad=Druck&lt;br /&gt;
|Erstdruck in=Camerarius, Epistolae familiares, 1595&lt;br /&gt;
|Blatt/Seitenzahl im Erstdruck=S. 359-360&lt;br /&gt;
|Fremdbrief_jn=nein&lt;br /&gt;
|Absender=Joachim Camerarius I.&lt;br /&gt;
|Empfänger=Johannes Crato&lt;br /&gt;
|Datum=1564/07/05&lt;br /&gt;
|DatumGesichert=nein&lt;br /&gt;
|Bemerkungen zum Datum=3. Non. Quintil. 64&lt;br /&gt;
|Sprache=Latein&lt;br /&gt;
|Entstehungsort=o.O.&lt;br /&gt;
|Zielort=o.O.&lt;br /&gt;
|Gedicht_jn=nein&lt;br /&gt;
|Incipit=Optimum consulem se appellatum M. Cicero aegre fert&lt;br /&gt;
|Register=Biographisches (Familie);Politische Neuigkeiten&lt;br /&gt;
|Paratext_jn=nein&lt;br /&gt;
|Regest_jn=ja&lt;br /&gt;
|Handschrift=unbekannt&lt;br /&gt;
|Bearbeitungsstand=validiert&lt;br /&gt;
|Wiedervorlage=ja&lt;br /&gt;
|Bearbeiter=MH; AK; US&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
=== Regest ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Erwähnte Person::Cicero]] ärgere sich, dass er nur als &#039;&#039;optimus consul&#039;&#039; bezeichnet wurde (vgl. Cic. ep. ad Att. 12,21,1), als ob dieses hervorragende Lob nicht ausreichend sei. Kaiser Trajan, der Herrscher der Welt, sei mit der Bezeichnung &#039;&#039;optimus princeps&#039;&#039; gerühmt worden. Ja sogar bei den Titeln Jupiters werde &#039;&#039;optimus&#039;&#039; früher als &#039;&#039;maximus&#039;&#039; genannt. Deshalb scheine es keineswegs leichtfertig zu sein, den Kaiser als &#039;&#039;optimus&#039;&#039; zu bezeichnen – vor allem da Cicero selbst schreibe, dass es sehr selten sei, dass man in jeder Hinsicht &#039;&#039;optimus&#039;&#039; ist. Es seien wieder Gerüchte im Umlauf, dass also dieser beste Kaiser ([[Erwähnte Person::Ferdinand I. (HRR)]]), dem Crato mit Umsicht und Fleiß diene, verstorben sei. Und auch wenn zuverlässige Leute bekräftigten, dass es so sei, so glaube Camerarius doch, dass er noch am Leben sei, und hoffe es inständig. Er hoffe aber, dass er dabei – so wie die Dinge stünden – in einem möglichst guten und gesunden Zustand sei. Aber das müsse man Gottes Willen überlassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seinem Sohn [[Erwähnte Person::Ludwig Camerarius|Ludwig]] habe er aufgetragen, sorgfältig darauf zu achten, sich, wie [[Erwähnte Person::Plautus]] sagte (vgl. Plaut. merc. 374. 376), zuerst den von Crato übertragenen Aufgaben zuzuwenden. Und Camerarius hoffe, dass er seine Pflicht erfülle. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein Sohn [[Erwähnte Person::Joachim Camerarius II.|Joachim]] schreibe, dass ihm neue Sorgen erwüchsen, da der (fürstbischöfliche) Hof seiner Heimat ([[Erwähnter Ort::Bamberg]]) ihn in seine Dienste nehmen wolle. Dies laufe sowohl Camerarius&#039; Plänen als auch denen seines Sohnes zuwider. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier (in [[Erwähnter Ort::Leipzig]]) sei alles beinahe beim Alten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Cratos Freund [[Erwähnte Person::Martin Drembeck|(Martin) Drembeck]] verlasse schon lange nicht mehr das Haus und werde von Flüssen (ῥεύματα), wie sie [[Erwähnte Person::Hippokrates]] nenne, geplagt, allerdings nicht in den Füßen, sondern in den Schultern und Hüften.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber auch alle Angelegenheiten des öffentlichen Lebens seien sehr unsicher, veränderten sich ständig und gäben Anlass zu großer Sorge, da die Situation schon seit langem verworren und unvorhersehbar sei. Es sei denn, dass die verderbenbringenden Pläne schon Erfolg hätten und unheilvolle Vorhaben schon in die Tat umgesetzt würden, wie manche sagten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man habe erzählt, dass [[Erwähnte Person::Süleyman I. (Osmanisches Reich)|der türkische Herrscher]] tot sei, und es verbreite sich das Gerücht, dass [[Erwähnte Person::Philipp II. (Spanien)|der spanische König]] einen Feldzug plane und Kriegsvorbereitungen treffe. Über all das müsse Crato dort (am Kaiserhof) gut informiert sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grüße von Camerarius und seiner Familie an Crato und seine Familie. Lebewohl.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Anne Kram)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Literatur und weiterführende Links ===&lt;br /&gt;
* http://www.aerztebriefe.de/id/00004989&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>AK</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://camerarius.kallimachos.de/index.php?title=Camerarius_an_Crato,_12.04.1563&amp;diff=109786</id>
		<title>Camerarius an Crato, 12.04.1563</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://camerarius.kallimachos.de/index.php?title=Camerarius_an_Crato,_12.04.1563&amp;diff=109786"/>
		<updated>2020-07-01T07:37:33Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;AK: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Brief&lt;br /&gt;
|Werksigle=OCEp 1171&lt;br /&gt;
|Besitzende Institution=Paris, BSG&lt;br /&gt;
|Signatur, Blatt/Seite=Ms 1456, Bl. 453 r-v&lt;br /&gt;
|Ausreifungsgrad=Abschrift&lt;br /&gt;
|Erstdruck in=Camerarius, Epistolae familiares, 1595&lt;br /&gt;
|Blatt/Seitenzahl im Erstdruck=S. 358-359&lt;br /&gt;
|Fremdbrief_jn=nein&lt;br /&gt;
|Absender=Joachim Camerarius I.&lt;br /&gt;
|Empfänger=Johannes Crato&lt;br /&gt;
|Datum=1562/04/12&lt;br /&gt;
|DatumGesichert=nein&lt;br /&gt;
|Bemerkungen zum Datum=die natali meo ordiente annum aetatis LXIII (Abschrift) = 12.4.1562; die natali meo, qui orditur annum aetatis 64 (Druck) = 12.4.1563, aber mglw. infolge mißverstandener Datierung unter Briefen des Jahres 1564 eingeordnet (s. Hinweise zur Datierung)&lt;br /&gt;
|UnscharfesBriefDatumBeginn=1562/04/12&lt;br /&gt;
|UnscharfesBriefDatumEnde=1563/04/12&lt;br /&gt;
|Sprache=Latein&lt;br /&gt;
|Entstehungsort=o.O.&lt;br /&gt;
|Zielort=o.O.&lt;br /&gt;
|Gedicht_jn=nein&lt;br /&gt;
|Incipit=Meas certe literas debuisti tum habere, cum Iacobo sunt datae tuae&lt;br /&gt;
|Link=https://archive.org/details/MS1456&lt;br /&gt;
|Register=Briefe/Parallelüberlieferung&lt;br /&gt;
|Paratext_jn=nein&lt;br /&gt;
|Regest_jn=ja&lt;br /&gt;
|Handschrift=gesehen&lt;br /&gt;
|Bearbeitungsstand=validiert&lt;br /&gt;
|Wiedervorlage=ja&lt;br /&gt;
|Bearbeiter=MH; US; AK&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
=== Hinweise zur Datierung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der im Brief geschilderten Angelegenheit Cratos könnte es sich um seine Entlassung als Stadtarzt in Breslau im Herbst 1561 (vgl. [[Camerarius an Crato, 12.10.1561]]) handeln. Trifft dies zu, spricht der Briefinhalt für eine Datierung auf 1562, nicht 1563. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Regest ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Crato sollte Camerarius&#039; Brief zu dem Zeitpunkt erhalten haben, als Crato seinen Brief an [[Erwähnte Person::Unbekannt|Jakob]] (s. Anm.) übergeben habe, wenn sich [[Erwähnte Person::Unbekannt|der andere]] (sc. Camerarius&#039; Briefbote) nach Erhalt des Briefes beeilt habe oder ihn überhaupt überbracht habe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Camerarius habe Crato aber offen und wegen ihrer Freundschaft auch deutlich seine Meinung über die Angelegenheiten gesagt, bezüglich derer Crato sie hatte hören wollen. Und bei dieser Meinung bleibe er immer noch. Denn dass Crato zu dieser Sache so etwas wie eine Anklage (s. Anm.) auf gerichtliche und anschuldigende Weise geschrieben habe, scheine irgendwie nicht zu seiner Person zu passen und seinem Fall mehr geschadet als genützt zu haben. Deshalb glaube Camerarius, dass Crato die Angelegenheit eher mit einer kurzen öffentlichen und allgemeinen Bemerkung abhandeln als deutlich und ausführlich ausdiskutieren sollte. Dabei müsse Camerarius Crato aber nicht Pläne oder Methoden an die Hand geben, da er sie selbst kenne wie kein anderer. Denn wenn man das, was Camerarius sich hätte ausgedenken können, einfügen würde, wäre es ganz anders als Cratos wortreicher Stil, da Camerarius&#039; Stil täglich trockener oder wenigstens knapper werde. Camerarius sei also zu der Ansicht gelangt, dass Crato seine Schrift abmildern sollte. Sollte Crato ihm zustimmen, sollte er sie in jenem Teil, in dem er anklage oder sich verteidige, ändern und korrigieren. Wenn er es aber so, wie er es geschrieben habe, herausgeben wolle, solle er sich gewiss sein, dass Camerarius weder seine Absicht noch seine Tat tadeln werde. Denn Crato müsse ja besser wissen als er, was ihn bewege und was er betrachten wolle, wenn er so etwas schreibe. Denn Crato quäle diese Angelegenheit und ihm seien die Umstände und Personen bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grüße an Crato und seine Familie, auch von Camerarius&#039; Familie (s. Anm.). Lebewohl.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Anne Kram)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Anmerkungen ===&lt;br /&gt;
* &amp;quot;Jakob&amp;quot;: Ein Briefbote namens Jakob wird auch im [[Camerarius an Crato, 01.02.1565|Brief vom 1.2.1565]] erwähnt.&lt;br /&gt;
* &amp;quot;wie eine Anklage&amp;quot;: Nur in der Abschrift enthalten: &#039;&#039;quasi accusationem&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
* &amp;quot;auch von Camerarius&#039; Familie&amp;quot;: Grußformel im Druck gekürzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Literatur und weiterführende Links ===&lt;br /&gt;
* http://www.aerztebriefe.de/id/00004988&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>AK</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://camerarius.kallimachos.de/index.php?title=Camerarius_an_Crato,_12.04.1564&amp;diff=109785</id>
		<title>Camerarius an Crato, 12.04.1564</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://camerarius.kallimachos.de/index.php?title=Camerarius_an_Crato,_12.04.1564&amp;diff=109785"/>
		<updated>2020-07-01T07:26:26Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;AK: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Brief&lt;br /&gt;
|Werksigle=OCEp 1170&lt;br /&gt;
|Besitzende Institution=Paris, BSG&lt;br /&gt;
|Signatur, Blatt/Seite=Ms 1456, Bl. 455 r-v&lt;br /&gt;
|Ausreifungsgrad=Abschrift&lt;br /&gt;
|Erstdruck in=Camerarius, Epistolae familiares, 1595&lt;br /&gt;
|Blatt/Seitenzahl im Erstdruck=S. 357-358&lt;br /&gt;
|Fremdbrief_jn=nein&lt;br /&gt;
|Absender=Joachim Camerarius I.&lt;br /&gt;
|Empfänger=Johannes Crato&lt;br /&gt;
|Datum=1564/04/12&lt;br /&gt;
|DatumGesichert=nein&lt;br /&gt;
|Bemerkungen zum Datum=Prid. Id. April. natali meo. 64. (so im Druck); prid. April. (!) natali meo LXIIII (so in der Hs.)&lt;br /&gt;
|Sprache=Latein&lt;br /&gt;
|Entstehungsort=Leipzig&lt;br /&gt;
|Zielort=o.O.&lt;br /&gt;
|Gedicht_jn=nein&lt;br /&gt;
|Incipit=Quominus saepe literae ad te meae hoc tempore perveniant&lt;br /&gt;
|Link=https://archive.org/details/MS1456&lt;br /&gt;
|Register=Briefe/Parallelüberlieferung;Politische Neuigkeiten&lt;br /&gt;
|Paratext_jn=nein&lt;br /&gt;
|Regest_jn=ja&lt;br /&gt;
|Handschrift=gesehen&lt;br /&gt;
|Bearbeitungsstand=validiert&lt;br /&gt;
|Wiedervorlage=ja&lt;br /&gt;
|Bearbeiter=MH; US; AK&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Weitere Abschrift: [[Paris, BNF]], ms. Dupuy 797, S. 446-447 (https://gallica.bnf.fr/ark:/12148/btv1b100367367).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Regest ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dafür, dass Camerarius zur Zeit weniger oft Briefe an Crato schreibe, gebe es zwei Gründe. Zum einen fänden sich seltener Briefboten, zum anderen zweifle er nicht daran, dass sein Sohn [[Erwähnte Person::Joachim Camerarius II.|Joachim]] sehr gewissenhaft an ihn schreibe. Da Crato von diesem viele Briefe erhalte, glaube Camerarius, dass er leicht auf die Lektüre seiner Briefe verzichten könne. Er freue sich aber sehr über Cratos beständige Kontaktpflege, vor allem da Crato so beschäftigt sei. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weil Crato aber nicht nur ziemlich empfindlich auf das zu reagieren scheine, was er – ob er wolle oder nicht – ertragen müsse, sondern auch versuche, das, was man hier und dort über ihn sage und denke, aus dem Geschwätz sozusagen zu erhaschen, müsse Camerarius an die Beherztheit und die festen Grundsätze in ihm appellieren, die seiner Bildung und Weisheit angemessen seien. Warum kümmere er sich jetzt um den Klatsch seiner Neider oder Gegner oder irgendwelcher oberflächlicher Leute? Crato kenne sich doch selbst und sei sich der beste Zeuge für seine Absichten und Taten. Die Kinder (s. Anm.) sagten im Spiel, dass man König werde, wenn man recht handele (Hor. ep. 1,1,59f.), usw. Crato kenne ja seinen [[Erwähnte Person::Horaz]]. Deshalb solle Crato, nicht nur um selbst ruhiger zu werden, sondern auch um sich mehr an seinen Gegnern und Feinden zu rächen, auf solches Gerede nicht einmal hören und es nicht an sich heranlassen oder es wenigstens ignorieren. Crato solle das, was Camerarius als treuer Freund zu dieser Sache an ihn geschrieben habe, wohlwollend aufnehmen, was er zweifellos tun werde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Camerarius höre gerüchteweise, dass es Kriegsvorbereitungen gebe und viele in Angst versetzten. Über die Vorgänge und Pläne wisse er aber überhaupt nichts, außer dass er die Verwüstung der Heimat ([[Erwähnter Ort::Bamberg]]) vor den Augen habe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(&#039;&#039;folgender Absatz in keiner der beiden Abschriften, sondern nur im Druck enthalten:&#039;&#039;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Camerarius habe von hier (aus [[Erwähnter Ort::Leipzig]]) einige Briefe an Crato geschickt, zusammen mit seinen [[Erwähntes Werk::Aristoteles, Oeconomica, 1564|&#039;&#039;Oeconomica&#039;&#039;]], einer Übersetzung aus dem Griechischen ins Lateinische.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gestern habe ihm [[Erwähnte Person::Unbekannt|ein junger Mann aus Frankreich]] Briefe von [[Erwähnte Person::Hubert Languet]] (s. Anm.) überbracht; einen  davon, der an Crato gerichtet sei, lege er bei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Camerarius&#039; private Situation sei – Christus sei Dank – erträglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(&#039;&#039;die folgenden beiden Absätze in keiner der beiden Abschriften, sondern nur im Druck enthalten:&#039;&#039;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Cratos Freund [[Erwähnte Person::Martin Drembeck|(Martin) Drembeck]] habe Camerarius Grüße ausgerichtet, wie ihm Crato in seinem Brief an ihn aufgetragen habe. Dieser leide stark unter &amp;quot;Flüssen&amp;quot; (&#039;&#039;fluxiones&#039;&#039;) in den Schultern und Hüften. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diesen Brief habe er hier (in Leipzig) jemandem übergeben, der ihn über Freunde von [[Erwähnter Ort::Prag]] zu Crato bringen lassen werde. Denn er habe geglaubt, die Gunst des Schicksals wieder nutzen zu müssen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grüße von Camerarius&#039; Familie an Crato und seine Familie. Lebewohl.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Anne Kram)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Anmerkungen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &amp;quot;Die Kinder&amp;quot;: Nur der Druck enthält die Variante &#039;&#039;pueri ludentes&#039;&#039;, wie es bei Horaz zu finden ist. Beide Abschriften weisen die Variante &#039;&#039;praeter ludentes&#039;&#039; auf.&lt;br /&gt;
* &amp;quot;Briefe von Hubert Languet&amp;quot;: Es dürfte sich um zwei Schreiben vom 6.3.1564 handeln (an Camerarius: siehe http://wiki.camerarius.de/OCEp_1297; an Crato: ehem. [[Breslau, StB]], R 249, Nr. 34 (Verlust 1945; vgl. [http://www.aerztebriefe.de/id/00012032 hier]). Camerarius antwortete Languet ebenfalls am 12. April; s. http://wiki.camerarius.de/OCEp_1124.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Literatur und weiterführende Links ===&lt;br /&gt;
* http://www.aerztebriefe.de/id/00004987&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>AK</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://camerarius.kallimachos.de/index.php?title=Camerarius_an_Crato,_12.04.1564&amp;diff=109784</id>
		<title>Camerarius an Crato, 12.04.1564</title>
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		<updated>2020-07-01T07:25:40Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;AK: /* Anmerkungen */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Brief&lt;br /&gt;
|Werksigle=OCEp 1170&lt;br /&gt;
|Besitzende Institution=Paris, BSG&lt;br /&gt;
|Signatur, Blatt/Seite=Ms 1456, Bl. 455 r-v&lt;br /&gt;
|Ausreifungsgrad=Abschrift&lt;br /&gt;
|Erstdruck in=Camerarius, Epistolae familiares, 1595&lt;br /&gt;
|Blatt/Seitenzahl im Erstdruck=S. 357-358&lt;br /&gt;
|Fremdbrief_jn=nein&lt;br /&gt;
|Absender=Joachim Camerarius I.&lt;br /&gt;
|Empfänger=Johannes Crato&lt;br /&gt;
|Datum=1564/04/12&lt;br /&gt;
|DatumGesichert=nein&lt;br /&gt;
|Bemerkungen zum Datum=Prid. Id. April. natali meo. 64. (so im Druck); prid. April. (!) natali meo LXIIII (so in der Hs.)&lt;br /&gt;
|Sprache=Latein&lt;br /&gt;
|Entstehungsort=Leipzig&lt;br /&gt;
|Zielort=o.O.&lt;br /&gt;
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|Incipit=Quominus saepe literae ad te meae hoc tempore perveniant&lt;br /&gt;
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|Register=Briefe/Parallelüberlieferung&lt;br /&gt;
|Paratext_jn=nein&lt;br /&gt;
|Regest_jn=ja&lt;br /&gt;
|Handschrift=gesehen&lt;br /&gt;
|Bearbeitungsstand=validiert&lt;br /&gt;
|Wiedervorlage=ja&lt;br /&gt;
|Bearbeiter=MH; US; AK&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Weitere Abschrift: [[Paris, BNF]], ms. Dupuy 797, S. 446-447 (https://gallica.bnf.fr/ark:/12148/btv1b100367367).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Regest ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dafür, dass Camerarius zur Zeit weniger oft Briefe an Crato schreibe, gebe es zwei Gründe. Zum einen fänden sich seltener Briefboten, zum anderen zweifle er nicht daran, dass sein Sohn [[Erwähnte Person::Joachim Camerarius II.|Joachim]] sehr gewissenhaft an ihn schreibe. Da Crato von diesem viele Briefe erhalte, glaube Camerarius, dass er leicht auf die Lektüre seiner Briefe verzichten könne. Er freue sich aber sehr über Cratos beständige Kontaktpflege, vor allem da Crato so beschäftigt sei. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weil Crato aber nicht nur ziemlich empfindlich auf das zu reagieren scheine, was er – ob er wolle oder nicht – ertragen müsse, sondern auch versuche, das, was man hier und dort über ihn sage und denke, aus dem Geschwätz sozusagen zu erhaschen, müsse Camerarius an die Beherztheit und die festen Grundsätze in ihm appellieren, die seiner Bildung und Weisheit angemessen seien. Warum kümmere er sich jetzt um den Klatsch seiner Neider oder Gegner oder irgendwelcher oberflächlicher Leute? Crato kenne sich doch selbst und sei sich der beste Zeuge für seine Absichten und Taten. Die Kinder (s. Anm.) sagten im Spiel, dass man König werde, wenn man recht handele (Hor. ep. 1,1,59f.), usw. Crato kenne ja seinen [[Erwähnte Person::Horaz]]. Deshalb solle Crato, nicht nur um selbst ruhiger zu werden, sondern auch um sich mehr an seinen Gegnern und Feinden zu rächen, auf solches Gerede nicht einmal hören und es nicht an sich heranlassen oder es wenigstens ignorieren. Crato solle das, was Camerarius als treuer Freund zu dieser Sache an ihn geschrieben habe, wohlwollend aufnehmen, was er zweifellos tun werde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Camerarius höre gerüchteweise, dass es Kriegsvorbereitungen gebe und viele in Angst versetzten. Über die Vorgänge und Pläne wisse er aber überhaupt nichts, außer dass er die Verwüstung der Heimat ([[Erwähnter Ort::Bamberg]]) vor den Augen habe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(&#039;&#039;folgender Absatz in keiner der beiden Abschriften, sondern nur im Druck enthalten:&#039;&#039;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Camerarius habe von hier (aus [[Erwähnter Ort::Leipzig]]) einige Briefe an Crato geschickt, zusammen mit seinen [[Erwähntes Werk::Aristoteles, Oeconomica, 1564|&#039;&#039;Oeconomica&#039;&#039;]], einer Übersetzung aus dem Griechischen ins Lateinische.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gestern habe ihm [[Erwähnte Person::Unbekannt|ein junger Mann aus Frankreich]] Briefe von [[Erwähnte Person::Hubert Languet]] (s. Anm.) überbracht; einen  davon, der an Crato gerichtet sei, lege er bei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Camerarius&#039; private Situation sei – Christus sei Dank – erträglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(&#039;&#039;die folgenden beiden Absätze in keiner der beiden Abschriften, sondern nur im Druck enthalten:&#039;&#039;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Cratos Freund [[Erwähnte Person::Martin Drembeck|(Martin) Drembeck]] habe Camerarius Grüße ausgerichtet, wie ihm Crato in seinem Brief an ihn aufgetragen habe. Dieser leide stark unter &amp;quot;Flüssen&amp;quot; (&#039;&#039;fluxiones&#039;&#039;) in den Schultern und Hüften. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diesen Brief habe er hier (in Leipzig) jemandem übergeben, der ihn über Freunde von [[Erwähnter Ort::Prag]] zu Crato bringen lassen werde. Denn er habe geglaubt, die Gunst des Schicksals wieder nutzen zu müssen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grüße von Camerarius&#039; Familie an Crato und seine Familie. Lebewohl.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Anne Kram)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Anmerkungen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &amp;quot;Die Kinder&amp;quot;: Nur der Druck enthält die Variante &#039;&#039;pueri ludentes&#039;&#039;, wie es bei Horaz zu finden ist. Beide Abschriften weisen die Variante &#039;&#039;praeter ludentes&#039;&#039; auf.&lt;br /&gt;
* &amp;quot;Briefe von Hubert Languet&amp;quot;: Es dürfte sich um zwei Schreiben vom 6.3.1564 handeln (an Camerarius: siehe http://wiki.camerarius.de/OCEp_1297; an Crato: ehem. [[Breslau, StB]], R 249, Nr. 34 (Verlust 1945; vgl. [http://www.aerztebriefe.de/id/00012032 hier]). Camerarius antwortete Languet ebenfalls am 12. April; s. http://wiki.camerarius.de/OCEp_1124.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Literatur und weiterführende Links ===&lt;br /&gt;
* http://www.aerztebriefe.de/id/00004987&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>AK</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://camerarius.kallimachos.de/index.php?title=Camerarius_an_Crato,_12.04.1564&amp;diff=109783</id>
		<title>Camerarius an Crato, 12.04.1564</title>
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		<updated>2020-07-01T07:24:36Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;AK: /* Regest */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Brief&lt;br /&gt;
|Werksigle=OCEp 1170&lt;br /&gt;
|Besitzende Institution=Paris, BSG&lt;br /&gt;
|Signatur, Blatt/Seite=Ms 1456, Bl. 455 r-v&lt;br /&gt;
|Ausreifungsgrad=Abschrift&lt;br /&gt;
|Erstdruck in=Camerarius, Epistolae familiares, 1595&lt;br /&gt;
|Blatt/Seitenzahl im Erstdruck=S. 357-358&lt;br /&gt;
|Fremdbrief_jn=nein&lt;br /&gt;
|Absender=Joachim Camerarius I.&lt;br /&gt;
|Empfänger=Johannes Crato&lt;br /&gt;
|Datum=1564/04/12&lt;br /&gt;
|DatumGesichert=nein&lt;br /&gt;
|Bemerkungen zum Datum=Prid. Id. April. natali meo. 64. (so im Druck); prid. April. (!) natali meo LXIIII (so in der Hs.)&lt;br /&gt;
|Sprache=Latein&lt;br /&gt;
|Entstehungsort=Leipzig&lt;br /&gt;
|Zielort=o.O.&lt;br /&gt;
|Gedicht_jn=nein&lt;br /&gt;
|Incipit=Quominus saepe literae ad te meae hoc tempore perveniant&lt;br /&gt;
|Link=https://archive.org/details/MS1456&lt;br /&gt;
|Register=Briefe/Parallelüberlieferung&lt;br /&gt;
|Paratext_jn=nein&lt;br /&gt;
|Regest_jn=ja&lt;br /&gt;
|Handschrift=gesehen&lt;br /&gt;
|Bearbeitungsstand=validiert&lt;br /&gt;
|Wiedervorlage=ja&lt;br /&gt;
|Bearbeiter=MH; US; AK&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Weitere Abschrift: [[Paris, BNF]], ms. Dupuy 797, S. 446-447 (https://gallica.bnf.fr/ark:/12148/btv1b100367367).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Regest ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dafür, dass Camerarius zur Zeit weniger oft Briefe an Crato schreibe, gebe es zwei Gründe. Zum einen fänden sich seltener Briefboten, zum anderen zweifle er nicht daran, dass sein Sohn [[Erwähnte Person::Joachim Camerarius II.|Joachim]] sehr gewissenhaft an ihn schreibe. Da Crato von diesem viele Briefe erhalte, glaube Camerarius, dass er leicht auf die Lektüre seiner Briefe verzichten könne. Er freue sich aber sehr über Cratos beständige Kontaktpflege, vor allem da Crato so beschäftigt sei. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weil Crato aber nicht nur ziemlich empfindlich auf das zu reagieren scheine, was er – ob er wolle oder nicht – ertragen müsse, sondern auch versuche, das, was man hier und dort über ihn sage und denke, aus dem Geschwätz sozusagen zu erhaschen, müsse Camerarius an die Beherztheit und die festen Grundsätze in ihm appellieren, die seiner Bildung und Weisheit angemessen seien. Warum kümmere er sich jetzt um den Klatsch seiner Neider oder Gegner oder irgendwelcher oberflächlicher Leute? Crato kenne sich doch selbst und sei sich der beste Zeuge für seine Absichten und Taten. Die Kinder (s. Anm.) sagten im Spiel, dass man König werde, wenn man recht handele (Hor. ep. 1,1,59f.), usw. Crato kenne ja seinen [[Erwähnte Person::Horaz]]. Deshalb solle Crato, nicht nur um selbst ruhiger zu werden, sondern auch um sich mehr an seinen Gegnern und Feinden zu rächen, auf solches Gerede nicht einmal hören und es nicht an sich heranlassen oder es wenigstens ignorieren. Crato solle das, was Camerarius als treuer Freund zu dieser Sache an ihn geschrieben habe, wohlwollend aufnehmen, was er zweifellos tun werde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Camerarius höre gerüchteweise, dass es Kriegsvorbereitungen gebe und viele in Angst versetzten. Über die Vorgänge und Pläne wisse er aber überhaupt nichts, außer dass er die Verwüstung der Heimat ([[Erwähnter Ort::Bamberg]]) vor den Augen habe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(&#039;&#039;folgender Absatz in keiner der beiden Abschriften, sondern nur im Druck enthalten:&#039;&#039;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Camerarius habe von hier (aus [[Erwähnter Ort::Leipzig]]) einige Briefe an Crato geschickt, zusammen mit seinen [[Erwähntes Werk::Aristoteles, Oeconomica, 1564|&#039;&#039;Oeconomica&#039;&#039;]], einer Übersetzung aus dem Griechischen ins Lateinische.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gestern habe ihm [[Erwähnte Person::Unbekannt|ein junger Mann aus Frankreich]] Briefe von [[Erwähnte Person::Hubert Languet]] (s. Anm.) überbracht; einen  davon, der an Crato gerichtet sei, lege er bei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Camerarius&#039; private Situation sei – Christus sei Dank – erträglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(&#039;&#039;die folgenden beiden Absätze in keiner der beiden Abschriften, sondern nur im Druck enthalten:&#039;&#039;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Cratos Freund [[Erwähnte Person::Martin Drembeck|(Martin) Drembeck]] habe Camerarius Grüße ausgerichtet, wie ihm Crato in seinem Brief an ihn aufgetragen habe. Dieser leide stark unter &amp;quot;Flüssen&amp;quot; (&#039;&#039;fluxiones&#039;&#039;) in den Schultern und Hüften. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diesen Brief habe er hier (in Leipzig) jemandem übergeben, der ihn über Freunde von [[Erwähnter Ort::Prag]] zu Crato bringen lassen werde. Denn er habe geglaubt, die Gunst des Schicksals wieder nutzen zu müssen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grüße von Camerarius&#039; Familie an Crato und seine Familie. Lebewohl.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Anne Kram)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Anmerkungen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &amp;quot;Die Kinder&amp;quot;: Nur der Druck enthält die Variante &#039;&#039;pueri ludentes&#039;&#039;, wie es bei Horaz zu finden ist. Beide Abschriften weisen die Variante &#039;&#039;praeter ludentes&#039;&#039; auf.&lt;br /&gt;
* &amp;quot;Briefe von Hubert Languet&amp;quot;: Es dürfte sich um zwei Schreiben vom 6.3.1564 handeln (an Camerarius: siehe http://wiki.camerarius.de/OCEp_1297; an Crato: ehem. [[Breslau, StB]], R 249, Nr. 34 (Verlust 1945; vgl. [http://www.aerztebriefe.de/id/00012032 hier]). Camerarius antwortete Languet ebenfalls am 12. April; s. http://wiki.camerarius.de/OCEp_1124. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Literatur und weiterführende Links ===&lt;br /&gt;
* http://www.aerztebriefe.de/id/00004987&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>AK</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://camerarius.kallimachos.de/index.php?title=Camerarius_an_Crato,_12.04.1564&amp;diff=109782</id>
		<title>Camerarius an Crato, 12.04.1564</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://camerarius.kallimachos.de/index.php?title=Camerarius_an_Crato,_12.04.1564&amp;diff=109782"/>
		<updated>2020-07-01T07:24:08Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;AK: /* Regest */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Brief&lt;br /&gt;
|Werksigle=OCEp 1170&lt;br /&gt;
|Besitzende Institution=Paris, BSG&lt;br /&gt;
|Signatur, Blatt/Seite=Ms 1456, Bl. 455 r-v&lt;br /&gt;
|Ausreifungsgrad=Abschrift&lt;br /&gt;
|Erstdruck in=Camerarius, Epistolae familiares, 1595&lt;br /&gt;
|Blatt/Seitenzahl im Erstdruck=S. 357-358&lt;br /&gt;
|Fremdbrief_jn=nein&lt;br /&gt;
|Absender=Joachim Camerarius I.&lt;br /&gt;
|Empfänger=Johannes Crato&lt;br /&gt;
|Datum=1564/04/12&lt;br /&gt;
|DatumGesichert=nein&lt;br /&gt;
|Bemerkungen zum Datum=Prid. Id. April. natali meo. 64. (so im Druck); prid. April. (!) natali meo LXIIII (so in der Hs.)&lt;br /&gt;
|Sprache=Latein&lt;br /&gt;
|Entstehungsort=Leipzig&lt;br /&gt;
|Zielort=o.O.&lt;br /&gt;
|Gedicht_jn=nein&lt;br /&gt;
|Incipit=Quominus saepe literae ad te meae hoc tempore perveniant&lt;br /&gt;
|Link=https://archive.org/details/MS1456&lt;br /&gt;
|Register=Briefe/Parallelüberlieferung&lt;br /&gt;
|Paratext_jn=nein&lt;br /&gt;
|Regest_jn=ja&lt;br /&gt;
|Handschrift=gesehen&lt;br /&gt;
|Bearbeitungsstand=validiert&lt;br /&gt;
|Wiedervorlage=ja&lt;br /&gt;
|Bearbeiter=MH; US; AK&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Weitere Abschrift: [[Paris, BNF]], ms. Dupuy 797, S. 446-447 (https://gallica.bnf.fr/ark:/12148/btv1b100367367).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Regest ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dafür, dass Camerarius zur Zeit weniger oft Briefe an Crato schreibe, gebe es zwei Gründe. Zum einen fänden sich seltener Briefboten, zum anderen zweifle er nicht daran, dass sein Sohn [[Erwähnte Person::Joachim Camerarius II.|Joachim]] sehr gewissenhaft an ihn schreibe. Da Crato von diesem viele Briefe erhalte, glaube Camerarius, dass er leicht auf die Lektüre seiner Briefe verzichten könne. Er freue sich aber sehr über Cratos beständige Kontaktpflege, vor allem da Crato so beschäftigt sei. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weil Crato aber nicht nur ziemlich empfindlich auf das zu reagieren scheine, was er – ob er wolle oder nicht – ertragen müsse, sondern auch versuche, das, was man hier und dort über ihn sage und denke, aus dem Geschwätz sozusagen zu erhaschen, müsse Camerarius an die Beherztheit und die festen Grundsätze in ihm appellieren, die seiner Bildung und Weisheit angemessen seien. Warum kümmere er sich jetzt um den Klatsch seiner Neider oder Gegner oder irgendwelcher oberflächlicher Leute? Crato kenne sich doch selbst und sei sich der beste Zeuge für seine Absichten und Taten. Die Kinder (s. Anm.) sagten im Spiel, dass man König werde, wenn man recht handele (Hor. ep. 1,1,59f.), usw. Crato kenne ja seinen [[Erwähnte Person::Horaz]]. Deshalb solle Crato, nicht nur um selbst ruhiger zu werden, sondern auch um sich mehr an seinen Gegnern und Feinden zu rächen, auf solches Gerede nicht einmal hören und es nicht an sich heranlassen oder es wenigstens ignorieren. Crato solle das, was Camerarius als treuer Freund zu dieser Sache an ihn geschrieben habe, wohlwollend aufnehmen, was er zweifellos tun werde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Camerarius höre gerüchteweise, dass es Kriegsvorbereitungen gebe und viele in Angst versetzten. Über die Vorgänge und Pläne wisse er aber überhaupt nichts, außer dass er die Verwüstung der Heimat ([[Erwähnter Ort::Bamberg]]) vor den Augen habe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(folgender Absatz in keiner der beiden Abschriften, sondern nur im Druck enthalten:)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Camerarius habe von hier (aus [[Erwähnter Ort::Leipzig]]) einige Briefe an Crato geschickt, zusammen mit seinen [[Erwähntes Werk::Aristoteles, Oeconomica, 1564|&#039;&#039;Oeconomica&#039;&#039;]], einer Übersetzung aus dem Griechischen ins Lateinische.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gestern habe ihm [[Erwähnte Person::Unbekannt|ein junger Mann aus Frankreich]] Briefe von [[Erwähnte Person::Hubert Languet]] (s. Anm.) überbracht; einen  davon, der an Crato gerichtet sei, lege er bei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Camerarius&#039; private Situation sei – Christus sei Dank – erträglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(&#039;&#039;die folgenden beiden Absätze in keiner der beiden Abschriften, sondern nur im Druck enthalten:&#039;&#039;)&lt;br /&gt;
Cratos Freund [[Erwähnte Person::Martin Drembeck|(Martin) Drembeck]] habe Camerarius Grüße ausgerichtet, wie ihm Crato in seinem Brief an ihn aufgetragen habe. Dieser leide stark unter &amp;quot;Flüssen&amp;quot; (&#039;&#039;fluxiones&#039;&#039;) in den Schultern und Hüften. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diesen Brief habe er hier (in Leipzig) jemandem übergeben, der ihn über Freunde von [[Erwähnter Ort::Prag]] zu Crato bringen lassen werde. Denn er habe geglaubt, die Gunst des Schicksals wieder nutzen zu müssen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grüße von Camerarius&#039; Familie an Crato und seine Familie. Lebewohl.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Anne Kram)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Anmerkungen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &amp;quot;Die Kinder&amp;quot;: Nur der Druck enthält die Variante &#039;&#039;pueri ludentes&#039;&#039;, wie es bei Horaz zu finden ist. Beide Abschriften weisen die Variante &#039;&#039;praeter ludentes&#039;&#039; auf.&lt;br /&gt;
* &amp;quot;Briefe von Hubert Languet&amp;quot;: Es dürfte sich um zwei Schreiben vom 6.3.1564 handeln (an Camerarius: siehe http://wiki.camerarius.de/OCEp_1297; an Crato: ehem. [[Breslau, StB]], R 249, Nr. 34 (Verlust 1945; vgl. [http://www.aerztebriefe.de/id/00012032 hier]). Camerarius antwortete Languet ebenfalls am 12. April; s. http://wiki.camerarius.de/OCEp_1124. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Literatur und weiterführende Links ===&lt;br /&gt;
* http://www.aerztebriefe.de/id/00004987&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>AK</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://camerarius.kallimachos.de/index.php?title=Camerarius_an_Crato,_12.04.1564&amp;diff=109781</id>
		<title>Camerarius an Crato, 12.04.1564</title>
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		<updated>2020-07-01T07:23:31Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;AK: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Brief&lt;br /&gt;
|Werksigle=OCEp 1170&lt;br /&gt;
|Besitzende Institution=Paris, BSG&lt;br /&gt;
|Signatur, Blatt/Seite=Ms 1456, Bl. 455 r-v&lt;br /&gt;
|Ausreifungsgrad=Abschrift&lt;br /&gt;
|Erstdruck in=Camerarius, Epistolae familiares, 1595&lt;br /&gt;
|Blatt/Seitenzahl im Erstdruck=S. 357-358&lt;br /&gt;
|Fremdbrief_jn=nein&lt;br /&gt;
|Absender=Joachim Camerarius I.&lt;br /&gt;
|Empfänger=Johannes Crato&lt;br /&gt;
|Datum=1564/04/12&lt;br /&gt;
|DatumGesichert=nein&lt;br /&gt;
|Bemerkungen zum Datum=Prid. Id. April. natali meo. 64. (so im Druck); prid. April. (!) natali meo LXIIII (so in der Hs.)&lt;br /&gt;
|Sprache=Latein&lt;br /&gt;
|Entstehungsort=Leipzig&lt;br /&gt;
|Zielort=o.O.&lt;br /&gt;
|Gedicht_jn=nein&lt;br /&gt;
|Incipit=Quominus saepe literae ad te meae hoc tempore perveniant&lt;br /&gt;
|Link=https://archive.org/details/MS1456&lt;br /&gt;
|Register=Briefe/Parallelüberlieferung&lt;br /&gt;
|Paratext_jn=nein&lt;br /&gt;
|Regest_jn=ja&lt;br /&gt;
|Handschrift=gesehen&lt;br /&gt;
|Bearbeitungsstand=validiert&lt;br /&gt;
|Wiedervorlage=ja&lt;br /&gt;
|Bearbeiter=MH; US; AK&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Weitere Abschrift: [[Paris, BNF]], ms. Dupuy 797, S. 446-447 (https://gallica.bnf.fr/ark:/12148/btv1b100367367).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Regest ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dafür, dass Camerarius zur Zeit weniger oft Briefe an Crato schreibe, gebe es zwei Gründe. Zum einen fänden sich seltener Briefboten, zum anderen zweifle er nicht daran, dass sein Sohn [[Erwähnte Person::Joachim Camerarius II.|Joachim]] sehr gewissenhaft an ihn schreibe. Da Crato von diesem viele Briefe erhalte, glaube Camerarius, dass er leicht auf die Lektüre seiner Briefe verzichten könne. Er freue sich aber sehr über Cratos beständige Kontaktpflege, vor allem da Crato so beschäftigt sei. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weil Crato aber nicht nur ziemlich empfindlich auf das zu reagieren scheine, was er – ob er wolle oder nicht – ertragen müsse, sondern auch versuche, das, was man hier und dort über ihn sage und denke, aus dem Geschwätz sozusagen zu erhaschen, müsse Camerarius an die Beherztheit und die festen Grundsätze in ihm appellieren, die seiner Bildung und Weisheit angemessen seien. Warum kümmere er sich jetzt um den Klatsch seiner Neider oder Gegner oder irgendwelcher oberflächlicher Leute? Crato kenne sich doch selbst und sei sich der beste Zeuge für seine Absichten und Taten. Die Kinder (s. Anm.) sagten im Spiel, dass man König werde, wenn man recht handele (Hor. ep. 1,1,59f.), usw. Crato kenne ja seinen [[Erwähnte Person::Horaz]]. Deshalb solle Crato, nicht nur um selbst ruhiger zu werden, sondern auch um sich mehr an seinen Gegnern und Feinden zu rächen, auf solches Gerede nicht einmal hören und es nicht an sich heranlassen oder es wenigstens ignorieren. Crato solle das, was Camerarius als treuer Freund zu dieser Sache an ihn geschrieben habe, wohlwollend aufnehmen, was er zweifellos tun werde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Camerarius höre gerüchteweise, dass es Kriegsvorbereitungen gebe und viele in Angst versetzten. Über die Vorgänge und Pläne wisse er aber überhaupt nichts, außer dass er die Verwüstung der Heimat ([[Erwähnter Ort::Bamberg]]) vor den Augen habe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(folgender Absatz in keiner der beiden Abschriften, sondern nur im Druck enthalten:)&lt;br /&gt;
Camerarius habe von hier (aus [[Erwähnter Ort::Leipzig]]) einige Briefe an Crato geschickt, zusammen mit seinen [[Erwähntes Werk::Aristoteles, Oeconomica, 1564|&#039;&#039;Oeconomica&#039;&#039;]], einer Übersetzung aus dem Griechischen ins Lateinische.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gestern habe ihm [[Erwähnte Person::Unbekannt|ein junger Mann aus Frankreich]] Briefe von [[Erwähnte Person::Hubert Languet]] (s. Anm.) überbracht; einen  davon, der an Crato gerichtet sei, lege er bei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Camerarius&#039; private Situation sei – Christus sei Dank – erträglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(&#039;&#039;die folgenden beiden Absätze in keiner der beiden Abschriften, sondern nur im Druck enthalten:&#039;&#039;)&lt;br /&gt;
Cratos Freund [[Erwähnte Person::Martin Drembeck|(Martin) Drembeck]] habe Camerarius Grüße ausgerichtet, wie ihm Crato in seinem Brief an ihn aufgetragen habe. Dieser leide stark unter &amp;quot;Flüssen&amp;quot; (&#039;&#039;fluxiones&#039;&#039;) in den Schultern und Hüften. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diesen Brief habe er hier (in Leipzig) jemandem übergeben, der ihn über Freunde von [[Erwähnter Ort::Prag]] zu Crato bringen lassen werde. Denn er habe geglaubt, die Gunst des Schicksals wieder nutzen zu müssen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grüße von Camerarius&#039; Familie an Crato und seine Familie. Lebewohl.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Anne Kram)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Anmerkungen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &amp;quot;Die Kinder&amp;quot;: Nur der Druck enthält die Variante &#039;&#039;pueri ludentes&#039;&#039;, wie es bei Horaz zu finden ist. Beide Abschriften weisen die Variante &#039;&#039;praeter ludentes&#039;&#039; auf.&lt;br /&gt;
* &amp;quot;Briefe von Hubert Languet&amp;quot;: Es dürfte sich um zwei Schreiben vom 6.3.1564 handeln (an Camerarius: siehe http://wiki.camerarius.de/OCEp_1297; an Crato: ehem. [[Breslau, StB]], R 249, Nr. 34 (Verlust 1945; vgl. [http://www.aerztebriefe.de/id/00012032 hier]). Camerarius antwortete Languet ebenfalls am 12. April; s. http://wiki.camerarius.de/OCEp_1124. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Literatur und weiterführende Links ===&lt;br /&gt;
* http://www.aerztebriefe.de/id/00004987&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>AK</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://camerarius.kallimachos.de/index.php?title=Aristoteles,_Oeconomica,_1564&amp;diff=109780</id>
		<title>Aristoteles, Oeconomica, 1564</title>
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		<updated>2020-07-01T07:14:25Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;AK: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Drucke&lt;br /&gt;
|d_werktitle=Oeconomica scripta, quae extant titulo Aristotelis in sermonem Latinum conversa et explicata, adiunctaque eis interpretatio oeconomici libri Xenophontis, studio et opera Ioachimi Camerarii Pabepergensis&lt;br /&gt;
|d_language=Latein&lt;br /&gt;
|d_place=Leipzig&lt;br /&gt;
|d_printer=Ernst Vögelin&lt;br /&gt;
|d_date=1564&lt;br /&gt;
|d_date-Bemerkung=Druckjahr nach VD16; Terminus post quem: Datierung des Widmungsbriefes &#039;&#039;Cal. Martii (...) MDLXIIII.&#039;&#039; (01.03.1564). Terminus ante quem ist das Datum des Briefs an Johannes Crato, in dem Camerarius schreibt, dass er Crato seine Oeconomica gesandt habe (12.04.1564).&lt;br /&gt;
|UnscharfesDruckDatumBeginn=1564/03/01&lt;br /&gt;
|UnscharfesDruckDatumEnde=1564/04/12&lt;br /&gt;
|d_auflagen=Leipzig: Ernst Vögelin, 1564; [[Camerarius, Aristotelis Interpretationes, 1581|Frankfurt a.M.: Andreas Wechel, 1581]] (mit Komm. zur aristotelischen &amp;quot;Politik&amp;quot;)&lt;br /&gt;
|Register=Übersetzung;Kommentar&lt;br /&gt;
|d_vd16=VD16 A 3514; VD16 X 38&lt;br /&gt;
|d_baron=135&lt;br /&gt;
|d_vd16_link=http://gateway-bayern.de/VD16+A+3514&lt;br /&gt;
|d_pdf=http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:gbv:3:1-721238&lt;br /&gt;
|d_ueberprueft=am Original überprüft&lt;br /&gt;
|d_bearbeitungsstand=korrigiert&lt;br /&gt;
|Wiedervorlage=ja&lt;br /&gt;
|d_bearbeiter=JS&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
===Streckenbeschreibung===&lt;br /&gt;
*Bl. A2r-A7r: &#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Joachim Camerarius I. - Illustrissimo principi ac domino d(omino) Henrico iuniori principi Plauensi, burgrafio Misniae (...) Ioachimus Camerarius s(alutem) d(icit).&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; {{Beschreibungen|Camerarius an Plauen, 01.03.1564}}&lt;br /&gt;
*Bl. A7v-A8v: &#039;&#039;&#039;Joachim Camerarius I. (Üs.) - Ex Plutarchi Septem sapientum convivio, commemorante haec Diocle, cuius personae tribuitur enarratio rerum illarum.&#039;&#039;&#039; {{Beschreibungen|Camerarius, Ex Plutarchi septem sapientum convivio, 1564}}&lt;br /&gt;
*S. 1-89: &#039;&#039;&#039;Joachim Camerarius I. (Üs./Komm.) - Aristotelis De cura rei familiaris, seu administratione domestica, libri.&#039;&#039;&#039; {{Beschreibungen|Camerarius, Aristotelis de cura rei familiaris, 1564}}&lt;br /&gt;
*S. 91-199: &#039;&#039;&#039;Joachim Camerarius I. (Üs./Komm.) - Xenophontis liber De tuenda re familiari seu administrationis domesticae ratione.&#039;&#039;&#039; {{Beschreibungen|Camerarius, Xenophontis liber de tuenda re familiari, 1564}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>AK</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://camerarius.kallimachos.de/index.php?title=Camerarius_an_Crato,_26.12.1563&amp;diff=109779</id>
		<title>Camerarius an Crato, 26.12.1563</title>
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		<updated>2020-07-01T07:09:03Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;AK: /* Anmerkungen */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Brief&lt;br /&gt;
|Werksigle=OCEp 1169&lt;br /&gt;
|Ausreifungsgrad=Druck&lt;br /&gt;
|Erstdruck in=Camerarius, Epistolae familiares, 1595&lt;br /&gt;
|Blatt/Seitenzahl im Erstdruck=S. 355-357&lt;br /&gt;
|Fremdbrief_jn=nein&lt;br /&gt;
|Absender=Joachim Camerarius I.&lt;br /&gt;
|Empfänger=Johannes Crato&lt;br /&gt;
|Datum=1564/12/26&lt;br /&gt;
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|Bemerkungen zum Datum=die dicato memoriae Στεφάνου Πρωτομάρτυρος&lt;br /&gt;
|Sprache=Latein&lt;br /&gt;
|Entstehungsort=Dresden&lt;br /&gt;
|Zielort=o.O.&lt;br /&gt;
|Gedicht_jn=nein&lt;br /&gt;
|Incipit=Filius meus Ioachimus reversus ad nos reddidit mihi literas tuas&lt;br /&gt;
|Register=Biographisches (Familie);Politische Neuigkeiten&lt;br /&gt;
|Paratext_jn=nein&lt;br /&gt;
|Regest_jn=ja&lt;br /&gt;
|Handschrift=unbekannt&lt;br /&gt;
|Bearbeitungsstand=validiert&lt;br /&gt;
|Wiedervorlage=ja&lt;br /&gt;
|Bearbeiter=MH; US; AK&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
=== Regest ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach seiner Rückkehr zu ihm (nach [[Erwähnter Ort::Leipzig]]) habe sein Sohn [[Erwähnte Person::Joachim Camerarius II.|Joachim]] Camerarius Cratos Brief (s. Anm.) übergeben. Kurz darauf sei ein weiterer Brief von Crato an den Sohn (s. Anm.) eingetroffen. Da sein Sohn glaube, aus seiner Reise einigen Nutzen gezogen zu haben, so wisse Camerarius, dass er Crato diesbezüglich im Namen seines Sohnes wegen seiner Freundlichkeit und seines Wohlwollens ihm gegenüber sehr viel schulde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da Crato aufgrund der Erfordernis der Situation dort (in [[Erwähnter Ort::Breslau]]) bleiben müsse, solle er den Verdruss, den diese Verzögerung mit sich bringe, beiseite schieben und sich die Notwendigkeit dieses Ärgernisses leichter machen, indem er bedenke, dass er mit seiner ehrenhaften Bemühung und Hilfe nicht nur einem so großen Fürsten, sondern dem ganzen Staat einen Dienst erwiese (s. Anm.). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Freilich habe Camerarius die Schwierigkeiten von Cratos Leben vor Augen, nicht nur die Nachteile, sondern auch das Unglück. Dennoch kenne Crato in jeder Schicksalslage ein ausgezeichnetes Trostmittel, nämlich dass er bezüglich seiner Absichten und Taten ein gutes Gewissen haben könne. Camerarius sei sich sicher, dass Crato ein solches habe, da er ja nicht nach Ruhm und Erfolg strebe, sondern der Pflicht oder vielmehr noch seinem Glauben folge. Camerarius bete, dass Gott Cratos Unternehmungen einen glücklichen Ausgang beschere, ihn und seine Familie zuhause beschütze und ihnen, wenn die Lage sich beruhigt habe, wieder denselben Umgang ermögliche, den sie früher miteinander gepflegt hätten. Vieles müssten sie gegen ihren Willen tun und erdulden. Dass dies wahr sei, habe auch Crato mehr als einmal erfahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Camerarius habe [[Erwähnte Person::Franz Kram]] auf seiner Reise nach [[Erwähnter Ort::Dresden]] begleitet, um dort einige Aufgaben im Auftrag der [[Erwähnte Körperschaft::Universität (Leipzig)|Universität]] zu erledigen. Ihre Reise sei aber in eine ungünstige Zeit voller Trauer gefallen. Sie seien nämlich gerade an dem Tag in die Stadt gekommen, an dem die ehrbare Ehefrau von [[Erwähnte Person::Ulrich von Mordeisen]] gestorben sei und man begonnen habe, die Ankunft des Kaisers [[Erwähnte Person::Maximilian II. (HRR)]] zu erwarten. Daher sei diese Reise für Camerarius nicht sonderlich angenehm gewesen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er habe seinen Sohn Joachim in großer Sorge um die Zukunft in Leipzig zurückgelassen und auch ihn selbst würden vielfältige Sorgen plagen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es sei ein Büchlein herausgegeben worden, welches er diesem Brief beigefügt habe, ebenso wie einen Brief seines Sohnes Joachim an Crato (s. Anm.). Er habe das Päckchen aber in Dresden gelassen, damit es zu [[Erwähnte Person::Johann Neefe]] dorthin (unklar: &#039;&#039;ad... Naevium istuc&#039;&#039;) geschickt werde. In welcher Furcht oder welchen anderen Wirrungen sich Camerarius befunden hätte, könne man aus seinen Versen ersehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es werde berichtet, dass von neuem Truppen zusammengezogen würden und den Ihren die äußerste Gefahr drohe, sodass Camerarius fürchte, dass der Beginn dieses Unglücks, über das es alte und neue Vorhersagen gebe, unmittelbar bevorstehe. Man sehe es hier und dort und keiner glaube, dass er davon betroffen sei, als ob die Vernichtung und Zerstörung des Staates ihre Städte und Dörfer unversehrt ließe. Notwendigerweise empfinde Camerarius bei solchen Überlegungen großen Schmerz. Aber sie alle sollten weiterhin inbrünstig zum ewigen Gott beten, dass er sich ihrer erbarme. Mehr müsse seiner Meinung nach jetzt darüber nicht geschrieben werden.&lt;br /&gt;
Herzliche und pflichtschuldige Grüße von Franz Kram, der gerade bei ihm gewesen sei.&lt;br /&gt;
Lebewohl.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Anne Kram)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Anmerkungen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &amp;quot;Cratos Brief&amp;quot;: Es scheint sich um den erst zwei Tage zuvor, am 24. Dezember, verfassten Brief Cratos zu handeln ([[Erlangen, UB]], Trew, Crato Nr. 212; s. http://www.aerztebriefe.de/id/00049498). In diesem berichtete Crato von seiner bevorstehenden Verpflichtung, am Ende des Januars zum Hof zurückzukehren, da dann die Bestattung König Ferdinands in Prag stattfinde. Eine Reise des jüngeren Joachim von Breslau nach Leipzig in nur zwei Tagen erscheint allerdings kaum denkbar.&lt;br /&gt;
* &amp;quot;Brief von Crato an den Sohn&amp;quot;: Nicht im Original erhalten: [[Erlangen, UB]], Trew, Crato Nr. 644 vom 11.11.1564 traf am 1. Dezember bei Joachim d.J. ein, Nr. 645 stammt bereits vom Januar 1565. Es könnte sich auch um den bei [[Scholz 1598]], Sp. 225-226 gedruckten Brief handeln (datiert „Dezember 1564“; vgl. http://www.aerztebriefe.de/id/00030037).&lt;br /&gt;
* &amp;quot;einen Dienst erweise&amp;quot;: Gemeint ist auch hier Cratos Teilnahme an der Bestattung König Ferdinands (vgl. erste Anm.). &lt;br /&gt;
* &amp;quot;Brief seines Sohnes Joachim an Crato&amp;quot;: Nicht erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Literatur und weiterführende Links ===&lt;br /&gt;
* http://www.aerztebriefe.de/id/00004986&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>AK</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://camerarius.kallimachos.de/index.php?title=Camerarius_an_Crato,_26.12.1563&amp;diff=109778</id>
		<title>Camerarius an Crato, 26.12.1563</title>
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		<updated>2020-07-01T07:07:40Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;AK: /* Regest */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Brief&lt;br /&gt;
|Werksigle=OCEp 1169&lt;br /&gt;
|Ausreifungsgrad=Druck&lt;br /&gt;
|Erstdruck in=Camerarius, Epistolae familiares, 1595&lt;br /&gt;
|Blatt/Seitenzahl im Erstdruck=S. 355-357&lt;br /&gt;
|Fremdbrief_jn=nein&lt;br /&gt;
|Absender=Joachim Camerarius I.&lt;br /&gt;
|Empfänger=Johannes Crato&lt;br /&gt;
|Datum=1564/12/26&lt;br /&gt;
|DatumGesichert=nein&lt;br /&gt;
|Bemerkungen zum Datum=die dicato memoriae Στεφάνου Πρωτομάρτυρος&lt;br /&gt;
|Sprache=Latein&lt;br /&gt;
|Entstehungsort=Dresden&lt;br /&gt;
|Zielort=o.O.&lt;br /&gt;
|Gedicht_jn=nein&lt;br /&gt;
|Incipit=Filius meus Ioachimus reversus ad nos reddidit mihi literas tuas&lt;br /&gt;
|Register=Biographisches (Familie);Politische Neuigkeiten&lt;br /&gt;
|Paratext_jn=nein&lt;br /&gt;
|Regest_jn=ja&lt;br /&gt;
|Handschrift=unbekannt&lt;br /&gt;
|Bearbeitungsstand=validiert&lt;br /&gt;
|Wiedervorlage=ja&lt;br /&gt;
|Bearbeiter=MH; US; AK&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
=== Regest ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach seiner Rückkehr zu ihm (nach [[Erwähnter Ort::Leipzig]]) habe sein Sohn [[Erwähnte Person::Joachim Camerarius II.|Joachim]] Camerarius Cratos Brief (s. Anm.) übergeben. Kurz darauf sei ein weiterer Brief von Crato an den Sohn (s. Anm.) eingetroffen. Da sein Sohn glaube, aus seiner Reise einigen Nutzen gezogen zu haben, so wisse Camerarius, dass er Crato diesbezüglich im Namen seines Sohnes wegen seiner Freundlichkeit und seines Wohlwollens ihm gegenüber sehr viel schulde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da Crato aufgrund der Erfordernis der Situation dort (in [[Erwähnter Ort::Breslau]]) bleiben müsse, solle er den Verdruss, den diese Verzögerung mit sich bringe, beiseite schieben und sich die Notwendigkeit dieses Ärgernisses leichter machen, indem er bedenke, dass er mit seiner ehrenhaften Bemühung und Hilfe nicht nur einem so großen Fürsten, sondern dem ganzen Staat einen Dienst erwiese (s. Anm.). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Freilich habe Camerarius die Schwierigkeiten von Cratos Leben vor Augen, nicht nur die Nachteile, sondern auch das Unglück. Dennoch kenne Crato in jeder Schicksalslage ein ausgezeichnetes Trostmittel, nämlich dass er bezüglich seiner Absichten und Taten ein gutes Gewissen haben könne. Camerarius sei sich sicher, dass Crato ein solches habe, da er ja nicht nach Ruhm und Erfolg strebe, sondern der Pflicht oder vielmehr noch seinem Glauben folge. Camerarius bete, dass Gott Cratos Unternehmungen einen glücklichen Ausgang beschere, ihn und seine Familie zuhause beschütze und ihnen, wenn die Lage sich beruhigt habe, wieder denselben Umgang ermögliche, den sie früher miteinander gepflegt hätten. Vieles müssten sie gegen ihren Willen tun und erdulden. Dass dies wahr sei, habe auch Crato mehr als einmal erfahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Camerarius habe [[Erwähnte Person::Franz Kram]] auf seiner Reise nach [[Erwähnter Ort::Dresden]] begleitet, um dort einige Aufgaben im Auftrag der [[Erwähnte Körperschaft::Universität (Leipzig)|Universität]] zu erledigen. Ihre Reise sei aber in eine ungünstige Zeit voller Trauer gefallen. Sie seien nämlich gerade an dem Tag in die Stadt gekommen, an dem die ehrbare Ehefrau von [[Erwähnte Person::Ulrich von Mordeisen]] gestorben sei und man begonnen habe, die Ankunft des Kaisers [[Erwähnte Person::Maximilian II. (HRR)]] zu erwarten. Daher sei diese Reise für Camerarius nicht sonderlich angenehm gewesen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er habe seinen Sohn Joachim in großer Sorge um die Zukunft in Leipzig zurückgelassen und auch ihn selbst würden vielfältige Sorgen plagen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es sei ein Büchlein herausgegeben worden, welches er diesem Brief beigefügt habe, ebenso wie einen Brief seines Sohnes Joachim an Crato (s. Anm.). Er habe das Päckchen aber in Dresden gelassen, damit es zu [[Erwähnte Person::Johann Neefe]] dorthin (unklar: &#039;&#039;ad... Naevium istuc&#039;&#039;) geschickt werde. In welcher Furcht oder welchen anderen Wirrungen sich Camerarius befunden hätte, könne man aus seinen Versen ersehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es werde berichtet, dass von neuem Truppen zusammengezogen würden und den Ihren die äußerste Gefahr drohe, sodass Camerarius fürchte, dass der Beginn dieses Unglücks, über das es alte und neue Vorhersagen gebe, unmittelbar bevorstehe. Man sehe es hier und dort und keiner glaube, dass er davon betroffen sei, als ob die Vernichtung und Zerstörung des Staates ihre Städte und Dörfer unversehrt ließe. Notwendigerweise empfinde Camerarius bei solchen Überlegungen großen Schmerz. Aber sie alle sollten weiterhin inbrünstig zum ewigen Gott beten, dass er sich ihrer erbarme. Mehr müsse seiner Meinung nach jetzt darüber nicht geschrieben werden.&lt;br /&gt;
Herzliche und pflichtschuldige Grüße von Franz Kram, der gerade bei ihm gewesen sei.&lt;br /&gt;
Lebewohl.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Anne Kram)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Anmerkungen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &amp;quot;Cratos Brief&amp;quot;: Es scheint sich um den erst zwei Tage zuvor, am 24. Dezember, verfassten Brief Cratos zu handeln ([[Erlangen, UB]], Trew, Crato Nr. 212; s. http://www.aerztebriefe.de/id/00049498). In diesem berichtete Crato von seiner bevorstehenden Verpflichtung, am Ende des Januars zum Hof zurückzukehren, da dann die Bestattung König Ferdinands in Prag stattfinde. Eine Reise des jüngeren Joachim von Breslau nach Leipzig in nur zwei Tagen erscheint allerdings kaum denkbar.&lt;br /&gt;
* &amp;quot;Brief von Crato an den Sohn&amp;quot;: Nicht im Original erhalten: [[Erlangen, UB]], Trew, Crato Nr. 644 vom 11.11.1564 traf am 1. Dezember bei Joachim d.J. ein, Nr. 645 stammt bereits vom Januar 1565. Es könnte sich auch um den bei [[Scholz 1598]], Sp. 225-226 gedruckten Brief handeln (datiert „Dezember 1564“; vgl. http://www.aerztebriefe.de/id/00030037).&lt;br /&gt;
* &amp;quot;einen Dienst erweise&amp;quot;: Gemeint ist auch hier Cratos Teilnahme an der Bestattung König Ferdinands (vgl. erste Anm.). &lt;br /&gt;
* &amp;quot;Brief seines Sohnes Joachim an Crato&amp;quot;: Nicht erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Literatur und weiterführende Links ===&lt;br /&gt;
* http://www.aerztebriefe.de/id/00004986&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>AK</name></author>
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		<id>https://camerarius.kallimachos.de/index.php?title=Camerarius_an_Crato,_26.12.1563&amp;diff=109777</id>
		<title>Camerarius an Crato, 26.12.1563</title>
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		<updated>2020-07-01T07:07:06Z</updated>

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&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Brief&lt;br /&gt;
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|Incipit=Filius meus Ioachimus reversus ad nos reddidit mihi literas tuas&lt;br /&gt;
|Register=Biographisches (Familie);Politische Neuigkeiten&lt;br /&gt;
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|Handschrift=unbekannt&lt;br /&gt;
|Bearbeitungsstand=validiert&lt;br /&gt;
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|Bearbeiter=MH; US; AK&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
=== Regest ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach seiner Rückkehr zu ihm (nach [[Erwähnter Ort::Leipzig]]) habe sein Sohn [[Erwähnte Person::Joachim Camerarius II.|Joachim]] Camerarius Cratos Brief (s. Anm.) übergeben. Kurz darauf sei ein weiterer Brief von Crato an den Sohn (s. Anm.) eingetroffen. Da sein Sohn glaube, aus seiner Reise einigen Nutzen gezogen zu haben, so wisse Camerarius, dass er Crato diesbezüglich im Namen seines Sohnes wegen seiner Freundlichkeit und seines Wohlwollens ihm gegenüber sehr viel schulde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da Crato aufgrund der Erfordernis der Situation dort (in [[Erwähnter Ort::Breslau]]) bleiben müsse, solle er den Verdruss, den diese Verzögerung mit sich bringe, beiseite schieben und sich die Notwendigkeit dieses Ärgernisses leichter machen, indem er bedenke, dass er mit seiner ehrenhaften Bemühung und Hilfe nicht nur einem so großen Fürsten, sondern dem ganzen Staat einen Dienst erwiese (s. Anm.). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Freilich habe Camerarius die Schwierigkeiten von Cratos Leben vor Augen, nicht nur die Nachteile, sondern auch das Unglück. Dennoch kenne Crato in jeder Schicksalslage ein ausgezeichnetes Trostmittel, nämlich dass er bezüglich seiner Absichten und Taten ein gutes Gewissen haben könne. Camerarius sei sich sicher, dass Crato ein solches habe, da er ja nicht nach Ruhm und Erfolg strebe, sondern der Pflicht oder vielmehr noch seinem Glauben folge. Camerarius bete, dass Gott Cratos Unternehmungen einen glücklichen Ausgang beschere, ihn und seine Familie zuhause beschütze und ihnen, wenn die Lage sich beruhigt habe, wieder denselben Umgang ermögliche, den sie früher miteinander gepflegt hätten. Vieles müssten sie gegen ihren Willen tun und erdulden. Dass dies wahr sei, habe auch Crato mehr als einmal erfahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Camerarius habe [[Erwähnte Person::Franz Kram]] auf seiner Reise nach [[Erwähnter Ort::Dresden]] begleitet, um dort einige Aufgaben im Auftrag der [[Erwähnte Körperschaft::Universität Leipzig|Universität]] zu erledigen. Ihre Reise sei aber in eine ungünstige Zeit voller Trauer gefallen. Sie seien nämlich gerade an dem Tag in die Stadt gekommen, an dem die ehrbare Ehefrau von [[Erwähnte Person::Ulrich von Mordeisen]] gestorben sei und man begonnen habe, die Ankunft des Kaisers [[Erwähnte Person::Maximilian II. (HRR)]] zu erwarten. Daher sei diese Reise für Camerarius nicht sonderlich angenehm gewesen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er habe seinen Sohn Joachim in großer Sorge um die Zukunft in Leipzig zurückgelassen und auch ihn selbst würden vielfältige Sorgen plagen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es sei ein Büchlein herausgegeben worden, welches er diesem Brief beigefügt habe, ebenso wie einen Brief seines Sohnes Joachim an Crato (s. Anm.). Er habe das Päckchen aber in Dresden gelassen, damit es zu [[Erwähnte Person::Johann Neefe]] dorthin (unklar: &#039;&#039;ad... Naevium istuc&#039;&#039;) geschickt werde. In welcher Furcht oder welchen anderen Wirrungen sich Camerarius befunden hätte, könne man aus seinen Versen ersehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es werde berichtet, dass von neuem Truppen zusammengezogen würden und den Ihren die äußerste Gefahr drohe, sodass Camerarius fürchte, dass der Beginn dieses Unglücks, über das es alte und neue Vorhersagen gebe, unmittelbar bevorstehe. Man sehe es hier und dort und keiner glaube, dass er davon betroffen sei, als ob die Vernichtung und Zerstörung des Staates ihre Städte und Dörfer unversehrt ließe. Notwendigerweise empfinde Camerarius bei solchen Überlegungen großen Schmerz. Aber sie alle sollten weiterhin inbrünstig zum ewigen Gott beten, dass er sich ihrer erbarme. Mehr müsse seiner Meinung nach jetzt darüber nicht geschrieben werden.&lt;br /&gt;
Herzliche und pflichtschuldige Grüße von Franz Kram, der gerade bei ihm gewesen sei.&lt;br /&gt;
Lebewohl.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Anne Kram)&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
=== Anmerkungen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &amp;quot;Cratos Brief&amp;quot;: Es scheint sich um den erst zwei Tage zuvor, am 24. Dezember, verfassten Brief Cratos zu handeln ([[Erlangen, UB]], Trew, Crato Nr. 212; s. http://www.aerztebriefe.de/id/00049498). In diesem berichtete Crato von seiner bevorstehenden Verpflichtung, am Ende des Januars zum Hof zurückzukehren, da dann die Bestattung König Ferdinands in Prag stattfinde. Eine Reise des jüngeren Joachim von Breslau nach Leipzig in nur zwei Tagen erscheint allerdings kaum denkbar.&lt;br /&gt;
* &amp;quot;Brief von Crato an den Sohn&amp;quot;: Nicht im Original erhalten: [[Erlangen, UB]], Trew, Crato Nr. 644 vom 11.11.1564 traf am 1. Dezember bei Joachim d.J. ein, Nr. 645 stammt bereits vom Januar 1565. Es könnte sich auch um den bei [[Scholz 1598]], Sp. 225-226 gedruckten Brief handeln (datiert „Dezember 1564“; vgl. http://www.aerztebriefe.de/id/00030037).&lt;br /&gt;
* &amp;quot;einen Dienst erweise&amp;quot;: Gemeint ist auch hier Cratos Teilnahme an der Bestattung König Ferdinands (vgl. erste Anm.). &lt;br /&gt;
* &amp;quot;Brief seines Sohnes Joachim an Crato&amp;quot;: Nicht erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Literatur und weiterführende Links ===&lt;br /&gt;
* http://www.aerztebriefe.de/id/00004986&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>AK</name></author>
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		<id>https://camerarius.kallimachos.de/index.php?title=Camerarius_an_Crato,_06.07.1562&amp;diff=109776</id>
		<title>Camerarius an Crato, 06.07.1562</title>
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		<updated>2020-07-01T06:54:56Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;AK: /* Anmerkungen */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Brief&lt;br /&gt;
|Werksigle=OCEp 1166&lt;br /&gt;
|Ausreifungsgrad=Druck&lt;br /&gt;
|Erstdruck in=Camerarius, Epistolae familiares, 1595&lt;br /&gt;
|Blatt/Seitenzahl im Erstdruck=S. 351-352&lt;br /&gt;
|Fremdbrief_jn=nein&lt;br /&gt;
|Absender=Joachim Camerarius I.&lt;br /&gt;
|Empfänger=Johannes Crato&lt;br /&gt;
|Datum=1562/07/06&lt;br /&gt;
|DatumGesichert=ja&lt;br /&gt;
|Bemerkungen zum Datum=Jahr eindeutig aus Tod Hommels ermittelt; im Druck fälschlich datiert: prid. Non. Iul. 63&lt;br /&gt;
|Sprache=Latein&lt;br /&gt;
|Entstehungsort=o.O.&lt;br /&gt;
|Zielort=o.O.&lt;br /&gt;
|Gedicht_jn=nein&lt;br /&gt;
|Incipit=Has dedi populari meo, qui istic apud praecipuum mercatorem operas dat&lt;br /&gt;
|Register=Biographisches (Trauerfall);Biographisches (Krankheit);Biographisches (Familie)&lt;br /&gt;
|Paratext_jn=nein&lt;br /&gt;
|Regest_jn=ja&lt;br /&gt;
|Handschrift=unbekannt&lt;br /&gt;
|Bearbeitungsstand=validiert&lt;br /&gt;
|Wiedervorlage=ja&lt;br /&gt;
|Bearbeiter=MH; AK; US&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
=== Regest ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Camerarius habe diesen Brief einem [[Erwähnte Person::Unbekannt|Landsmann]] übergeben, der dort (in [[Erwähnter Ort::Breslau]]) bei einem bedeutenden Kaufmann arbeite. Cratos Brief habe er vor drei Tagen erhalten. Gestern habe er seinen Schwiegersohn [[Erwähnte Person::Johann Hommel]] bestattet, der friedlich und fromm gestorben sei. Ein langes Siechtum und hektisches Fieber hätten seine Kräfte verzehrt und sein Leben ausgelöscht. Sie hätten einen herausragenden Meister seines Fachs verloren. Den Verlust für die Allgemeinheit bedaure er um der Universität willen nicht weniger als den persönlichen Verlust wegen seiner [[Erwähnte Person::Magdalena Camerarius|Tochter]]. Aber man solle Hommel ruhen lassen und auf sich selbst achten. Ihn plagten ein Nierenleiden, Verstopfung (στεγνώσεις) und Nierensteine. In seinem Alter sei das aber nicht verwunderlich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er hoffe, dass sein Sohn ([[Erwähnte Person::Joachim Camerarius II.|Joachim]]) gesund (in Breslau) ankomme (s. Anm.). Dass dieser drei Jahre in Italien gewesen sei, halte er für ziemlich wichtig. Er habe ihm geschrieben, dass er mit dem üblichen Ehrentitel zurückkehren solle. Er bete daher, dass Gott dies gnädig mit Glück segnen werde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er freue sich, dass Crato Camerarius&#039; Prophylaktikum oder Gegenmittel – nämlich klug zu schweigen - gutheiße. Wenn die Angelegenheit in Zukunft aber eine Stellungnahme erfordere, so müsse man sie natürlich abgeben. Manchmal sei Schweigen besser als Reden, manchmal Reden besser als Schweigen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Camerarius sei gerade damit beschäftigt, einige Schriften zu verfassen, und er zweifle nicht daran, dass sie, wenn sie abgeschlossen seien, Crato gefallen würden. Es hinderten ihn aber Verpflichtungen, vielfältige Sorgen und nicht nur geistige Überlegungen, sondern auch körperliche Tätigkeiten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Crato belebe seine alten Zweifel wieder, was den Begriff σύνοχος anbelange. Denn Camerarius wisse, welche Ausdrücke man als falsch und nichtgriechisch bezeichnet habe. Er glaube, dass [[Erwähnte Person::Galen]] am Ende beschlossen habe, die sich eingebürgerte, falsche Bezeichnung zu verwenden. Dass man nämlich von συνεχὴς πυρετός (nicht-intermittierendem Fieber) und διαλείπων πυρετός (intermittierendem Fieber) spreche, widerspreche dem gewöhnlichen Sprachgebrauch des Griechischen nicht. Der Ausdruck σύνοχος πυρετός aber sei damals neu verwendet worden. Verwende man fremdartige oder verderbte Wortformen, so handele es sich, wie Crato wisse, um Barbarismen, präge man hingegen einen neuen Ausdruck, so spreche man von Solözismus. Galen habe sich also anscheinend nicht um diese Unterscheidung (zwischen συνεχής und σύνοχος) gekümmert. Dieser nenne die Betonung, welche auf die Körperkraft gelegt werde (ἔμφασιν ἐν τῇ βίᾳ), nichts anderes als eine klare und deutliche Darstellung (s. Anm.). Diese Deutung werde auch Crato, wie Camerarius glaube, gutheißen. Wie Crato es auch halte, er solle Camerarius weiter zugetan sein, sich mit all seinen Angehörigen guter Gesundheit erfreuen und glücklich leben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lebewohl.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Anne Kram)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Anmerkungen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &amp;quot;gesund (in Breslau) ankomme&amp;quot;: Joachim Camerarius II. kündigte am 18. Juli 1562 Crato in einem Schreiben aus Padua an, etwa Ende August die Rückreise nach Deutschland antreten zu wollen ([[Wroclaw, UB]], R 246, Nr. 91 ex 93, Bl. 125; vgl. http://www.aerztebriefe.de/id/00009902). Tatsächlich verzögerte sich seine Rückkehr bis ins darauffolgende Jahr; vgl. http://www.aerztebriefe.de/id/00042037. Aus der Zeit bis Mai 1565 sind keine weiteren Briefe von ihm erhalten. &lt;br /&gt;
* &amp;quot;eine klare und deutliche Darstellung&amp;quot;: Der Satz muß sich auf eine Detailfrage Cratos zum Galentext beziehen und ist ohne diese – Briefe Cratos von April bis Ende Juli 1562 fehlen in [[Erlangen, UB]], Sgl. Trew – nicht eindeutig zu verstehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Literatur und weiterführende Links ===&lt;br /&gt;
* http://www.aerztebriefe.de/id/00004983&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>AK</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://camerarius.kallimachos.de/index.php?title=Camerarius_an_Crato,_05.06.1563&amp;diff=109775</id>
		<title>Camerarius an Crato, 05.06.1563</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://camerarius.kallimachos.de/index.php?title=Camerarius_an_Crato,_05.06.1563&amp;diff=109775"/>
		<updated>2020-07-01T06:51:54Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;AK: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Brief&lt;br /&gt;
|Werksigle=OCEp 1168&lt;br /&gt;
|Besitzende Institution=Paris, BSG&lt;br /&gt;
|Signatur, Blatt/Seite=Ms 1456, Bl. 453v-454r&lt;br /&gt;
|Ausreifungsgrad=Abschrift&lt;br /&gt;
|Erstdruck in=Camerarius, Epistolae familiares, 1595&lt;br /&gt;
|Blatt/Seitenzahl im Erstdruck=S. 354-355&lt;br /&gt;
|Fremdbrief_jn=nein&lt;br /&gt;
|Absender=Joachim Camerarius I.&lt;br /&gt;
|Empfänger=Johannes Crato&lt;br /&gt;
|Datum=1563/06/05&lt;br /&gt;
|DatumGesichert=ja&lt;br /&gt;
|Bemerkungen zum Datum=Non. Iunii; Jahresangabe nur im Druck&lt;br /&gt;
|Sprache=Latein&lt;br /&gt;
|Entstehungsort=o.O.&lt;br /&gt;
|Zielort=o.O.&lt;br /&gt;
|Gedicht_jn=nein&lt;br /&gt;
|Incipit=Literas tuas animo non illo quidem timido&lt;br /&gt;
|Link=https://archive.org/details/MS1456&lt;br /&gt;
|Register=Briefe/Parallelüberlieferung;Biographisches (Familie);Politische Neuigkeiten&lt;br /&gt;
|Paratext_jn=nein&lt;br /&gt;
|Regest_jn=ja&lt;br /&gt;
|Handschrift=gesehen&lt;br /&gt;
|Bearbeitungsstand=validiert&lt;br /&gt;
|Wiedervorlage=ja&lt;br /&gt;
|Bearbeiter=MH; US; AK&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
=== Regest ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Cratos Brief, aus dem zwar keine Furcht, aber doch ein ziemlicher Mangel an Selbstvertrauen spreche, habe Camerarius erhalten. Cratos inständige Bitte (&#039;&#039;contestatio&#039;&#039;) am Ende des Briefes habe ihn, um ehrlich zu sein, ziemlich traurig gemacht und ihn an diese notwendigerweise unangenehmen Angelegenheiten erinnert (s. Anm.). Aber Cratos solle darauf achten, nicht in solchen Gedanken zu versinken und sich dadurch, um es mit [[Erwähnte Person::Homer]] zu sagen (Hom. Od. 1,34), mehr Kummer als vom Schicksal bestimmt zu bereiten und sich so unglücklich zu machen. Er solle also immer jenen Bibelvers parat haben, dass die Haare auf ihrem Kopf gezählt seien (vgl. Mt. 10,30). Denn es sei nicht recht und schicke sich nicht, die eigenen Unglücksfälle durch ständige Betrachtung warm zu halten. Er schreibe dies nicht ohne Sorge an Crato, und dieser solle es wohlwollend aufnehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er habe vorgehabt, den Brief (Cratos) an [[Erwähnte Person::Konrad Geßner|(Konrad) Geßner]] nach [[Erwähnter Ort::Augsburg]] zu schicken, der diesem von dort durch einen Freund übermittelt werden solle. Aber als er einen Briefboten gefunden habe, habe er geglaubt, dafür sorgen zu müssen, dass dieser Brief (nochmals) an Crato überbracht werde. Crato werde bemerken, dass er ihn sehr genau durchgelesen habe. An einer Stelle habe er angefangen, etwas zu ändern, aber da er vermute, dass Crato gewichtige Einwände gegen eine solche Erwähnung habe, habe er aufgehört und es unkorrigiert gelassen, um Cratos Urteil – oder Verwirrung – zu respektieren (s. Anm.). Das andere Schriftstück werde er sorgfältiger überprüfen und sich bemühen, dass Crato es rechtzeitig erhalte.  (hier Ende der Abschrift; s. Anm.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht ohne eine gewisse Sorge über den Verlauf seiner Reise habe er die Ankunft seines Sohnes [[Erwähnte Person::Philipp Camerarius|Philipp]] erwartet. Denn er wisse, dass sich überall Soldaten herumtrieben, die für den dänischen Krieg eingezogen würden (Dreikronenkrieg), und dass seine Ankunft wegen der derzeitigen Überschwemmungen um seine Stadt ([[Erwähnter Ort::Leipzig]]) herum in Gefahr sei. Aber er überlasse sein Wohl und das seiner Familie Gott. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man habe ihm geschrieben, dass noch keine deutschen Truppen aus Frankreich zurückgekehrt seien und der Frieden unsicher sei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein Sohn [[Erwähnte Person::Joachim Camerarius II.|Joachim]] halte sich immer noch in [[Erwähnter Ort::Bamberg]] auf und verwalte den Familienbesitz, sei dazu aber nicht geeignet. Er habe ihm seine Herangehensweisen dargelegt, aber überlasse das Feld seiner Eigensinnigkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dass Crato nicht zur Hochzeit von [[Erwähnte Person::Martin Drembeck|(Martin) Drembeck]] komme, weil die Reise seiner Gesundheit nicht zuträglich sei, nehme er gelassen auf. Aber da er nicht hierher (nach Leipzig) komme, was halte er davon, wenn Camerarius zu ihm (nach [[Erwähnter Ort::Breslau]]) komme? Er habe aber gerade kein Pferd, obwohl [[Erwähnte Person::Georg Mehl von Strelitz|(Georg) Mehl]] und [[Erwähnte Person::Adrian Albinus|Adrian (Albinus)]] ihm eines versprochen hätten. Aber keiner außer Crato habe sein Versprechen bisher erfüllt, aber es sei nicht einmal ein formloser Vertrag geschlossen worden, so dass es bisher nur zur einmütigen Willensbekundung gekommen sei. Aber irgendwie sei er ins Scherzhafte abgedriftet, obwohl der gegenwärtige Stand der Dinge durch Späße nicht vorankomme.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grüße an Crato und seine Familie, auch von Camerarius&#039; Familie. Lebewohl.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Anne Kram)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Anmerkungen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &amp;quot;an diese notwendigerweise unangenehmen Angelegenheiten erinnert&amp;quot;: Vermutlich bezogen auf Cratos Brief vom 22.5.1563 ([[Erlangen, UB]], Trew, Crato Nr. 179; s. http://www.aerztebriefe.de/id/00049452), in dem es u.a. heißt: &#039;&#039;Grave est non modo perduellionis crimen, verum etiam ἔγκλημα ἀσεβείας sustinere. Ita, ne silentium culpae confessio existimetur et ego mortuus male audiam, etiam atque etiam mihi vitandum existimo. Sed haec in tua erga me summa atque perpetua benevolentia sunt reposita.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* &amp;quot;um Cratos Urteil – oder Verwirrung – zu respektieren&amp;quot;: Dieser von Camerarius &#039;zensierte&#039; Brief Cratos scheint verloren zu sein; zeitlich am nächsten steht ein Schreiben vom 29. Juni 1563 ([[Chur, StA]], D V/37 C 36.06.27; zum Inhalt s. http://www.aerztebriefe.de/id/00032741), ohne dass rekonstruierbar wäre, ob ein Zusammenhang besteht. &lt;br /&gt;
* &amp;quot;Ende der Abschrift&amp;quot;: In der Pariser Abschrift Jakob Monaus endet der Brieftext an dieser Stelle. Die abschließende Grußformel des Briefes ist jedoch unverändert wiedergegeben; die Kürzung ist nicht gekennzeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Literatur und weiterführende Links ===&lt;br /&gt;
* http://www.aerztebriefe.de/id/00004985&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>AK</name></author>
	</entry>
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		<id>https://camerarius.kallimachos.de/index.php?title=Camerarius_an_Crato,_05.06.1563&amp;diff=109774</id>
		<title>Camerarius an Crato, 05.06.1563</title>
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		<updated>2020-07-01T06:48:55Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;AK: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Brief&lt;br /&gt;
|Werksigle=OCEp 1168&lt;br /&gt;
|Besitzende Institution=Paris, BSG&lt;br /&gt;
|Signatur, Blatt/Seite=Ms 1456, Bl. 453v-454r&lt;br /&gt;
|Ausreifungsgrad=Abschrift&lt;br /&gt;
|Erstdruck in=Camerarius, Epistolae familiares, 1595&lt;br /&gt;
|Blatt/Seitenzahl im Erstdruck=S. 354-355&lt;br /&gt;
|Fremdbrief_jn=nein&lt;br /&gt;
|Absender=Joachim Camerarius I.&lt;br /&gt;
|Empfänger=Johannes Crato&lt;br /&gt;
|Datum=1563/06/05&lt;br /&gt;
|DatumGesichert=ja&lt;br /&gt;
|Bemerkungen zum Datum=Non. Iunii; Jahresangabe nur im Druck&lt;br /&gt;
|Sprache=Latein&lt;br /&gt;
|Entstehungsort=o.O.&lt;br /&gt;
|Zielort=o.O.&lt;br /&gt;
|Gedicht_jn=nein&lt;br /&gt;
|Incipit=Literas tuas animo non illo quidem timido&lt;br /&gt;
|Link=https://archive.org/details/MS1456&lt;br /&gt;
|Register=Briefe/Parallelüberlieferung&lt;br /&gt;
|Paratext_jn=nein&lt;br /&gt;
|Regest_jn=nein&lt;br /&gt;
|Handschrift=gesehen&lt;br /&gt;
|Bearbeitungsstand=validiert&lt;br /&gt;
|Wiedervorlage=ja&lt;br /&gt;
|Bearbeiter=MH; US; AK&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
=== Regest ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Cratos Brief, aus dem zwar keine Furcht, aber doch ein ziemlicher Mangel an Selbstvertrauen spreche, habe Camerarius erhalten. Cratos inständige Bitte (&#039;&#039;contestatio&#039;&#039;) am Ende des Briefes habe ihn, um ehrlich zu sein, ziemlich traurig gemacht und ihn an diese notwendigerweise unangenehmen Angelegenheiten erinnert (s. Anm.). Aber Cratos solle darauf achten, nicht in solchen Gedanken zu versinken und sich dadurch, um es mit [[Erwähnte Person::Homer]] zu sagen (Hom. Od. 1,34), mehr Kummer als vom Schicksal bestimmt zu bereiten und sich so unglücklich zu machen. Er solle also immer jenen Bibelvers parat haben, dass die Haare auf ihrem Kopf gezählt seien (vgl. Mt. 10,30). Denn es sei nicht recht und schicke sich nicht, die eigenen Unglücksfälle durch ständige Betrachtung warm zu halten. Er schreibe dies nicht ohne Sorge an Crato, und dieser solle es wohlwollend aufnehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er habe vorgehabt, den Brief (Cratos) an [[Erwähnte Person::Konrad Geßner|(Konrad) Geßner]] nach [[Erwähnter Ort::Augsburg]] zu schicken, der diesem von dort durch einen Freund übermittelt werden solle. Aber als er einen Briefboten gefunden habe, habe er geglaubt, dafür sorgen zu müssen, dass dieser Brief (nochmals) an Crato überbracht werde. Crato werde bemerken, dass er ihn sehr genau durchgelesen habe. An einer Stelle habe er angefangen, etwas zu ändern, aber da er vermute, dass Crato gewichtige Einwände gegen eine solche Erwähnung habe, habe er aufgehört und es unkorrigiert gelassen, um Cratos Urteil – oder Verwirrung – zu respektieren (s. Anm.). Das andere Schriftstück werde er sorgfältiger überprüfen und sich bemühen, dass Crato es rechtzeitig erhalte.  (hier Ende der Abschrift; s. Anm.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht ohne eine gewisse Sorge über den Verlauf seiner Reise habe er die Ankunft seines Sohnes [[Erwähnte Person::Philipp Camerarius|Philipp]] erwartet. Denn er wisse, dass sich überall Soldaten herumtrieben, die für den dänischen Krieg eingezogen würden (Dreikronenkrieg), und dass seine Ankunft wegen der derzeitigen Überschwemmungen um seine Stadt ([[Erwähnter Ort::Leipzig]]) herum in Gefahr sei. Aber er überlasse sein Wohl und das seiner Familie Gott. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man habe ihm geschrieben, dass noch keine deutschen Truppen aus Frankreich zurückgekehrt seien und der Frieden unsicher sei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein Sohn [[Erwähnte Person::Joachim Camerarius II.|Joachim]] halte sich immer noch in [[Erwähnter Ort::Bamberg]] auf und verwalte den Familienbesitz, sei dazu aber nicht geeignet. Er habe ihm seine Herangehensweisen dargelegt, aber überlasse das Feld seiner Eigensinnigkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dass Crato nicht zur Hochzeit von [[Erwähnte Person::Martin Drembeck|(Martin) Drembeck]] komme, weil die Reise seiner Gesundheit nicht zuträglich sei, nehme er gelassen auf. Aber da er nicht hierher (nach Leipzig) komme, was halte er davon, wenn Camerarius zu ihm (nach [[Erwähnter Ort::Breslau]]) komme? Er habe aber gerade kein Pferd, obwohl [[Erwähnte Person::Georg Mehl von Strelitz|(Georg) Mehl]] und [[Erwähnte Person::Adrian Albinus|Adrian (Albinus)]] ihm eines versprochen hätten. Aber keiner außer Crato habe sein Versprechen bisher erfüllt, aber es sei nicht einmal ein formloser Vertrag geschlossen worden, so dass es bisher nur zur einmütigen Willensbekundung gekommen sei. Aber irgendwie sei er ins Scherzhafte abgedriftet, obwohl der gegenwärtige Stand der Dinge durch Späße nicht vorankomme.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grüße an Crato und seine Familie, auch von Camerarius&#039; Familie. Lebewohl.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Anne Kram)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Anmerkungen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &amp;quot;an diese notwendigerweise unangenehmen Angelegenheiten erinnert&amp;quot;: Vermutlich bezogen auf Cratos Brief vom 22.5.1563 ([[Erlangen, UB]], Trew, Crato Nr. 179; s. http://www.aerztebriefe.de/id/00049452), in dem es u.a. heißt: &#039;&#039;Grave est non modo perduellionis crimen, verum etiam ἔγκλημα ἀσεβείας sustinere. Ita, ne silentium culpae confessio existimetur et ego mortuus male audiam, etiam atque etiam mihi vitandum existimo. Sed haec in tua erga me summa atque perpetua benevolentia sunt reposita.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* &amp;quot;um Cratos Urteil – oder Verwirrung – zu respektieren&amp;quot;: Dieser von Camerarius &#039;zensierte&#039; Brief Cratos scheint verloren zu sein; zeitlich am nächsten steht ein Schreiben vom 29. Juni 1563 ([[Chur, StA]], D V/37 C 36.06.27; zum Inhalt s. http://www.aerztebriefe.de/id/00032741), ohne dass rekonstruierbar wäre, ob ein Zusammenhang besteht. &lt;br /&gt;
* &amp;quot;Ende der Abschrift&amp;quot;: In der Pariser Abschrift Jakob Monaus endet der Brieftext an dieser Stelle. Die abschließende Grußformel des Briefes ist jedoch unverändert wiedergegeben; die Kürzung ist nicht gekennzeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Literatur und weiterführende Links ===&lt;br /&gt;
* http://www.aerztebriefe.de/id/00004985&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>AK</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://camerarius.kallimachos.de/index.php?title=Modestinus_Pistoris&amp;diff=109773</id>
		<title>Modestinus Pistoris</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://camerarius.kallimachos.de/index.php?title=Modestinus_Pistoris&amp;diff=109773"/>
		<updated>2020-07-01T06:40:20Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;AK: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Register&lt;br /&gt;
|GND=125826389&lt;br /&gt;
|Bearbeitungsstand=unkorrigiert&lt;br /&gt;
|Registertyp=Person&lt;br /&gt;
|Nachname=Pistoris&lt;br /&gt;
|Vorname=Modestinus&lt;br /&gt;
|PersonIstDrucker=nein&lt;br /&gt;
|Beruf/ Status=Jurist&lt;br /&gt;
|Geburtsdatum=1516-12-09&lt;br /&gt;
|Sterbedatum=1565-09-15&lt;br /&gt;
|Periode=Gestorben nach 1500&lt;br /&gt;
|Geburtsort=Leipzig&lt;br /&gt;
|Sterbeort=Leipzig&lt;br /&gt;
|Studienort=Leipzig; Pavia; Padua&lt;br /&gt;
|Wirkungsort=Leipzig&lt;br /&gt;
|Link=https://de.wikipedia.org/wiki/Modestinus_Pistoris&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>AK</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://camerarius.kallimachos.de/index.php?title=Modestinus_Pistoris&amp;diff=109772</id>
		<title>Modestinus Pistoris</title>
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		<updated>2020-07-01T06:39:45Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;AK: Die Seite wurde neu angelegt: „{{Register |GND=125826389 |Bearbeitungsstand=unkorrigiert |Registertyp=Person |Nachname=Pistoris |Vorname=Modestinus |PersonIstDrucker=nein |Beruf/ Status=Juri…“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Register&lt;br /&gt;
|GND=125826389&lt;br /&gt;
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|Vorname=Modestinus&lt;br /&gt;
|PersonIstDrucker=nein&lt;br /&gt;
|Beruf/ Status=Jurist&lt;br /&gt;
|Geburtsdatum=1516-12-09&lt;br /&gt;
|Sterbedatum=1565-09-15&lt;br /&gt;
|Periode=Gestorben nach 1500&lt;br /&gt;
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|Sterbeort=Leipzig&lt;br /&gt;
|Studienort=Leipzig, Pavia, Padua&lt;br /&gt;
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}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>AK</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://camerarius.kallimachos.de/index.php?title=Camerarius_an_Crato,_19.03.1563&amp;diff=109771</id>
		<title>Camerarius an Crato, 19.03.1563</title>
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		<updated>2020-07-01T06:34:39Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;AK: /* Anmerkungen */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Brief&lt;br /&gt;
|Werksigle=OCEp 1167&lt;br /&gt;
|Besitzende Institution=Wroclaw, UB&lt;br /&gt;
|Signatur, Blatt/Seite=R 246, Bl. 37, Nr. 34&lt;br /&gt;
|Ausreifungsgrad=Original&lt;br /&gt;
|Erstdruck in=Camerarius, Epistolae familiares, 1595&lt;br /&gt;
|Blatt/Seitenzahl im Erstdruck=S. 352-354&lt;br /&gt;
|Fremdbrief_jn=nein&lt;br /&gt;
|Absender=Joachim Camerarius I.&lt;br /&gt;
|Empfänger=Johannes Crato&lt;br /&gt;
|Datum=1563/03/19&lt;br /&gt;
|DatumGesichert=nein&lt;br /&gt;
|Bemerkungen zum Datum=14. Cal. April.; Jahr nur im Druck&lt;br /&gt;
|Sprache=Latein&lt;br /&gt;
|Entstehungsort=Leipzig&lt;br /&gt;
|Zielort=o.O.&lt;br /&gt;
|Gedicht_jn=nein&lt;br /&gt;
|Incipit=Ea est constantia amoris summi erga te&lt;br /&gt;
|Link=http://www.bibliotekacyfrowa.pl/dlibra/docmetadata?id=55576&lt;br /&gt;
|Register=Briefe/Parallelüberlieferung&lt;br /&gt;
|Paratext_jn=nein&lt;br /&gt;
|Regest_jn=ja&lt;br /&gt;
|Handschrift=gesehen&lt;br /&gt;
|Bearbeitungsstand=validiert&lt;br /&gt;
|Wiedervorlage=ja&lt;br /&gt;
|Bearbeiter=MH; US; AK&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Abschrift: [[Paris, BSG]], Ms 1456, Bl. 452r-453r (https://archive.org/details/MS1456)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Regest ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es sei Ausdruck seiner beständigen und überaus großen Zuneigung zu Crato und seiner guten Meinung über seine Weisheit und Gelehrsamkeit, dass Camerarius alles gutheißen müsse und sogar glaube verteidigen zu müssen, von dem er wisse, dass Crato es mit Überlegung getan habe. Aber in Bezug auf Cratos Überlegungen und seine Ausführungen, die er wegen seiner guten Meinung über Camerarius und wegen ihrer einzigartigen Verbindung glaubte, ihm mitteilen zu müssen, glaube Camerarius, dass es seine Treue erfordere, Crato offen seine Meinung darzulegen und nicht einfach seine Zuneigung zu Crato sprechen zu lassen. Denn es gebe keine wahre Freundschaft ohne diese Treue. Crato solle also wissen, dass Camerarius sein Vorwort zu den &#039;&#039;disputationes&#039;&#039; (s. Anm.), die dort in seinem Fachgebiet (der Medizin) vorgelegt würden, sehr gefalle. Er habe den Eindruck, dass deren Inhalte sorgsam durchdacht und klar und geistreich dargestellt seien. Im späteren Verlauf aber, wo Crato wie von einem Windhauch davongetragen auf einen seiner Gegner losgehe, erkenne und glaube Camerarius, dass er nicht die angemessene Geistesgegenwart besessen und die Konsequenzen nicht bedacht habe und schließlich sozusagen wie von einem Sockel gefallen sei. Für Camerarius sei es aber an sich sehr schwierig, diese Stellen zu ändern, und er habe nicht die Zeit, zu überlegen und seine Gedanken niederzuschreiben, vor allem weil er gerade mit anderen Sorgen und Verpflichtungen öffentlicher und privater Natur beschäftigt sei. Dabei hielten ihn die häuslichen Pflichten in der Heimat ([[Erwähnter Ort::Bamberg]]), wo sich seine beiden Söhne immer noch aufhielten, besonders in Atem. Was solle also geschehen, frage Crato? Unter diesen Umständen könne er seiner tiefsten Überzeugung nach nicht der Autor, Ratgeber und Unterstützer der Herausgabe von Cratos Schriften sein. Denn er sei überzeugt, dass er alles leisten müsse, was er durch seinen Rat und seine Hilfe tun könne. Sobald jedoch seine Landsleute ankämen und er in Erfahrung bringen könne, wer Cratos Schrift drucken könne, werde er sehen, wie das Vorhaben in Angriff genommen werden könne, um Cratos Erwartung nicht zu enttäuschen und die Edition seines Werkes nicht durch seine Nachlässigkeit zu verzögern. Wenn Crato also seine Schriften veröffentlichen wolle, werde er dem nicht entgegenstehen und mit ihm zusammen den Erfolg des Unternehmens gewährleisten. Aber er habe sein Gewissen bei seinem Ratschlag nicht außer Acht lassen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er habe nun nicht mehr schreiben können, da sich zu den notwendigen Arbeiten an einigen Schriften großer Kummer geselle, den die gerade eingetroffene Nachricht über den Tod der Ehefrau von [[Erwähnte Person::Modestinus Pistoris]] bei ihm hervorgerufen habe. Jene sei in der vergangenen Nacht verstorben. Dieser Unglücksfall wühle ihn aus vielen Gründen sehr auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grüße an Crato und seine Familie. Crato solle versichert sein, dass Camerarius in wechselseitiger freundschaftlicher Zuneigung Gleiches mit Gleichem vergelten werde. Lebewohl.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Anne Kram)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Anmerkungen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &amp;quot;zu den &#039;&#039;disputationes&#039;&#039;&amp;quot;: Es dürfte sich ungeachtet des Begriffs &#039;&#039;disputatio&#039;&#039; um Cratos Vorrede zu seiner [[Erwähntes Werk::Crato, In Cl. Galeni divinos libros, 1563|&amp;quot;In Galeni libros methodi therapeutices perioche methodica&amp;quot;]] (Basel 1563) handeln. Diese enthält eine ausführliche Polemik gegen &amp;quot;obskurantistische&amp;quot; Alchemiker (Bl. *6v: σκοτεινοί &#039;&#039;potius quam medici&#039;&#039;). In den erhaltenen Gegenbriefen Cratos aus dieser Zeit findet sich kein eindeutiger Hinweis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Literatur und weiterführende Links ===&lt;br /&gt;
* http://www.aerztebriefe.de/id/00004984&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>AK</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://camerarius.kallimachos.de/index.php?title=Camerarius_an_Crato,_19.03.1563&amp;diff=109770</id>
		<title>Camerarius an Crato, 19.03.1563</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://camerarius.kallimachos.de/index.php?title=Camerarius_an_Crato,_19.03.1563&amp;diff=109770"/>
		<updated>2020-07-01T06:34:00Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;AK: /* Anmerkungen */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Brief&lt;br /&gt;
|Werksigle=OCEp 1167&lt;br /&gt;
|Besitzende Institution=Wroclaw, UB&lt;br /&gt;
|Signatur, Blatt/Seite=R 246, Bl. 37, Nr. 34&lt;br /&gt;
|Ausreifungsgrad=Original&lt;br /&gt;
|Erstdruck in=Camerarius, Epistolae familiares, 1595&lt;br /&gt;
|Blatt/Seitenzahl im Erstdruck=S. 352-354&lt;br /&gt;
|Fremdbrief_jn=nein&lt;br /&gt;
|Absender=Joachim Camerarius I.&lt;br /&gt;
|Empfänger=Johannes Crato&lt;br /&gt;
|Datum=1563/03/19&lt;br /&gt;
|DatumGesichert=nein&lt;br /&gt;
|Bemerkungen zum Datum=14. Cal. April.; Jahr nur im Druck&lt;br /&gt;
|Sprache=Latein&lt;br /&gt;
|Entstehungsort=Leipzig&lt;br /&gt;
|Zielort=o.O.&lt;br /&gt;
|Gedicht_jn=nein&lt;br /&gt;
|Incipit=Ea est constantia amoris summi erga te&lt;br /&gt;
|Link=http://www.bibliotekacyfrowa.pl/dlibra/docmetadata?id=55576&lt;br /&gt;
|Register=Briefe/Parallelüberlieferung&lt;br /&gt;
|Paratext_jn=nein&lt;br /&gt;
|Regest_jn=ja&lt;br /&gt;
|Handschrift=gesehen&lt;br /&gt;
|Bearbeitungsstand=validiert&lt;br /&gt;
|Wiedervorlage=ja&lt;br /&gt;
|Bearbeiter=MH; US; AK&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Abschrift: [[Paris, BSG]], Ms 1456, Bl. 452r-453r (https://archive.org/details/MS1456)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Regest ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es sei Ausdruck seiner beständigen und überaus großen Zuneigung zu Crato und seiner guten Meinung über seine Weisheit und Gelehrsamkeit, dass Camerarius alles gutheißen müsse und sogar glaube verteidigen zu müssen, von dem er wisse, dass Crato es mit Überlegung getan habe. Aber in Bezug auf Cratos Überlegungen und seine Ausführungen, die er wegen seiner guten Meinung über Camerarius und wegen ihrer einzigartigen Verbindung glaubte, ihm mitteilen zu müssen, glaube Camerarius, dass es seine Treue erfordere, Crato offen seine Meinung darzulegen und nicht einfach seine Zuneigung zu Crato sprechen zu lassen. Denn es gebe keine wahre Freundschaft ohne diese Treue. Crato solle also wissen, dass Camerarius sein Vorwort zu den &#039;&#039;disputationes&#039;&#039; (s. Anm.), die dort in seinem Fachgebiet (der Medizin) vorgelegt würden, sehr gefalle. Er habe den Eindruck, dass deren Inhalte sorgsam durchdacht und klar und geistreich dargestellt seien. Im späteren Verlauf aber, wo Crato wie von einem Windhauch davongetragen auf einen seiner Gegner losgehe, erkenne und glaube Camerarius, dass er nicht die angemessene Geistesgegenwart besessen und die Konsequenzen nicht bedacht habe und schließlich sozusagen wie von einem Sockel gefallen sei. Für Camerarius sei es aber an sich sehr schwierig, diese Stellen zu ändern, und er habe nicht die Zeit, zu überlegen und seine Gedanken niederzuschreiben, vor allem weil er gerade mit anderen Sorgen und Verpflichtungen öffentlicher und privater Natur beschäftigt sei. Dabei hielten ihn die häuslichen Pflichten in der Heimat ([[Erwähnter Ort::Bamberg]]), wo sich seine beiden Söhne immer noch aufhielten, besonders in Atem. Was solle also geschehen, frage Crato? Unter diesen Umständen könne er seiner tiefsten Überzeugung nach nicht der Autor, Ratgeber und Unterstützer der Herausgabe von Cratos Schriften sein. Denn er sei überzeugt, dass er alles leisten müsse, was er durch seinen Rat und seine Hilfe tun könne. Sobald jedoch seine Landsleute ankämen und er in Erfahrung bringen könne, wer Cratos Schrift drucken könne, werde er sehen, wie das Vorhaben in Angriff genommen werden könne, um Cratos Erwartung nicht zu enttäuschen und die Edition seines Werkes nicht durch seine Nachlässigkeit zu verzögern. Wenn Crato also seine Schriften veröffentlichen wolle, werde er dem nicht entgegenstehen und mit ihm zusammen den Erfolg des Unternehmens gewährleisten. Aber er habe sein Gewissen bei seinem Ratschlag nicht außer Acht lassen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er habe nun nicht mehr schreiben können, da sich zu den notwendigen Arbeiten an einigen Schriften großer Kummer geselle, den die gerade eingetroffene Nachricht über den Tod der Ehefrau von [[Erwähnte Person::Modestinus Pistoris]] bei ihm hervorgerufen habe. Jene sei in der vergangenen Nacht verstorben. Dieser Unglücksfall wühle ihn aus vielen Gründen sehr auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grüße an Crato und seine Familie. Crato solle versichert sein, dass Camerarius in wechselseitiger freundschaftlicher Zuneigung Gleiches mit Gleichem vergelten werde. Lebewohl.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Anne Kram)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Anmerkungen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &amp;quot;zu den &#039;&#039;disputationes&#039;&#039;&amp;quot;: Es dürfte sich ungeachtet des Begriffs &#039;&#039;disputatio&#039;&#039; um Cratos Vorrede zu seiner [[Erwähntes Werk::Crato, In Cl. Galeni divinos libros, 1563|&amp;quot;In Galeni libros methodi therapeutices perioche methodica&amp;quot;]] handeln. Diese enthält eine ausführliche Polemik gegen &amp;quot;obskurantistische&amp;quot; Alchemiker (Bl. *6v: σκοτεινοί &#039;&#039;potius quam medici&#039;&#039;). In den erhaltenen Gegenbriefen Cratos aus dieser Zeit findet sich kein eindeutiger Hinweis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Literatur und weiterführende Links ===&lt;br /&gt;
* http://www.aerztebriefe.de/id/00004984&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>AK</name></author>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;AK: /* Anmerkungen */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Brief&lt;br /&gt;
|Werksigle=OCEp 1167&lt;br /&gt;
|Besitzende Institution=Wroclaw, UB&lt;br /&gt;
|Signatur, Blatt/Seite=R 246, Bl. 37, Nr. 34&lt;br /&gt;
|Ausreifungsgrad=Original&lt;br /&gt;
|Erstdruck in=Camerarius, Epistolae familiares, 1595&lt;br /&gt;
|Blatt/Seitenzahl im Erstdruck=S. 352-354&lt;br /&gt;
|Fremdbrief_jn=nein&lt;br /&gt;
|Absender=Joachim Camerarius I.&lt;br /&gt;
|Empfänger=Johannes Crato&lt;br /&gt;
|Datum=1563/03/19&lt;br /&gt;
|DatumGesichert=nein&lt;br /&gt;
|Bemerkungen zum Datum=14. Cal. April.; Jahr nur im Druck&lt;br /&gt;
|Sprache=Latein&lt;br /&gt;
|Entstehungsort=Leipzig&lt;br /&gt;
|Zielort=o.O.&lt;br /&gt;
|Gedicht_jn=nein&lt;br /&gt;
|Incipit=Ea est constantia amoris summi erga te&lt;br /&gt;
|Link=http://www.bibliotekacyfrowa.pl/dlibra/docmetadata?id=55576&lt;br /&gt;
|Register=Briefe/Parallelüberlieferung&lt;br /&gt;
|Paratext_jn=nein&lt;br /&gt;
|Regest_jn=ja&lt;br /&gt;
|Handschrift=gesehen&lt;br /&gt;
|Bearbeitungsstand=validiert&lt;br /&gt;
|Wiedervorlage=ja&lt;br /&gt;
|Bearbeiter=MH; US; AK&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Abschrift: [[Paris, BSG]], Ms 1456, Bl. 452r-453r (https://archive.org/details/MS1456)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Regest ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es sei Ausdruck seiner beständigen und überaus großen Zuneigung zu Crato und seiner guten Meinung über seine Weisheit und Gelehrsamkeit, dass Camerarius alles gutheißen müsse und sogar glaube verteidigen zu müssen, von dem er wisse, dass Crato es mit Überlegung getan habe. Aber in Bezug auf Cratos Überlegungen und seine Ausführungen, die er wegen seiner guten Meinung über Camerarius und wegen ihrer einzigartigen Verbindung glaubte, ihm mitteilen zu müssen, glaube Camerarius, dass es seine Treue erfordere, Crato offen seine Meinung darzulegen und nicht einfach seine Zuneigung zu Crato sprechen zu lassen. Denn es gebe keine wahre Freundschaft ohne diese Treue. Crato solle also wissen, dass Camerarius sein Vorwort zu den &#039;&#039;disputationes&#039;&#039; (s. Anm.), die dort in seinem Fachgebiet (der Medizin) vorgelegt würden, sehr gefalle. Er habe den Eindruck, dass deren Inhalte sorgsam durchdacht und klar und geistreich dargestellt seien. Im späteren Verlauf aber, wo Crato wie von einem Windhauch davongetragen auf einen seiner Gegner losgehe, erkenne und glaube Camerarius, dass er nicht die angemessene Geistesgegenwart besessen und die Konsequenzen nicht bedacht habe und schließlich sozusagen wie von einem Sockel gefallen sei. Für Camerarius sei es aber an sich sehr schwierig, diese Stellen zu ändern, und er habe nicht die Zeit, zu überlegen und seine Gedanken niederzuschreiben, vor allem weil er gerade mit anderen Sorgen und Verpflichtungen öffentlicher und privater Natur beschäftigt sei. Dabei hielten ihn die häuslichen Pflichten in der Heimat ([[Erwähnter Ort::Bamberg]]), wo sich seine beiden Söhne immer noch aufhielten, besonders in Atem. Was solle also geschehen, frage Crato? Unter diesen Umständen könne er seiner tiefsten Überzeugung nach nicht der Autor, Ratgeber und Unterstützer der Herausgabe von Cratos Schriften sein. Denn er sei überzeugt, dass er alles leisten müsse, was er durch seinen Rat und seine Hilfe tun könne. Sobald jedoch seine Landsleute ankämen und er in Erfahrung bringen könne, wer Cratos Schrift drucken könne, werde er sehen, wie das Vorhaben in Angriff genommen werden könne, um Cratos Erwartung nicht zu enttäuschen und die Edition seines Werkes nicht durch seine Nachlässigkeit zu verzögern. Wenn Crato also seine Schriften veröffentlichen wolle, werde er dem nicht entgegenstehen und mit ihm zusammen den Erfolg des Unternehmens gewährleisten. Aber er habe sein Gewissen bei seinem Ratschlag nicht außer Acht lassen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er habe nun nicht mehr schreiben können, da sich zu den notwendigen Arbeiten an einigen Schriften großer Kummer geselle, den die gerade eingetroffene Nachricht über den Tod der Ehefrau von [[Erwähnte Person::Modestinus Pistoris]] bei ihm hervorgerufen habe. Jene sei in der vergangenen Nacht verstorben. Dieser Unglücksfall wühle ihn aus vielen Gründen sehr auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grüße an Crato und seine Familie. Crato solle versichert sein, dass Camerarius in wechselseitiger freundschaftlicher Zuneigung Gleiches mit Gleichem vergelten werde. Lebewohl.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Anne Kram)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Anmerkungen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &amp;quot;zu den &#039;&#039;disputationes&#039;&#039;&amp;quot;: Es dürfte sich ungeachtet des Begriffs &#039;&#039;disputatio&#039;&#039; um Cratos Vorrede zu seiner [[Crato, In Cl. Galeni divinos libros, 1563|&amp;quot;In Galeni libros methodi therapeutices perioche methodica&amp;quot;]] handeln. Diese enthält eine ausführliche Polemik gegen &amp;quot;obskurantistische&amp;quot; Alchemiker (Bl. * 6v: σκοτεινοί &#039;&#039;potius quam medici&#039;&#039;). In den erhaltenen Gegenbriefen Cratos aus dieser Zeit findet sich kein eindeutiger Hinweis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Literatur und weiterführende Links ===&lt;br /&gt;
* http://www.aerztebriefe.de/id/00004984&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>AK</name></author>
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&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Brief&lt;br /&gt;
|Werksigle=OCEp 1167&lt;br /&gt;
|Besitzende Institution=Wroclaw, UB&lt;br /&gt;
|Signatur, Blatt/Seite=R 246, Bl. 37, Nr. 34&lt;br /&gt;
|Ausreifungsgrad=Original&lt;br /&gt;
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|Empfänger=Johannes Crato&lt;br /&gt;
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|Bemerkungen zum Datum=14. Cal. April.; Jahr nur im Druck&lt;br /&gt;
|Sprache=Latein&lt;br /&gt;
|Entstehungsort=Leipzig&lt;br /&gt;
|Zielort=o.O.&lt;br /&gt;
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|Incipit=Ea est constantia amoris summi erga te&lt;br /&gt;
|Link=http://www.bibliotekacyfrowa.pl/dlibra/docmetadata?id=55576&lt;br /&gt;
|Register=Briefe/Parallelüberlieferung&lt;br /&gt;
|Paratext_jn=nein&lt;br /&gt;
|Regest_jn=ja&lt;br /&gt;
|Handschrift=gesehen&lt;br /&gt;
|Bearbeitungsstand=validiert&lt;br /&gt;
|Wiedervorlage=ja&lt;br /&gt;
|Bearbeiter=MH; US; AK&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Abschrift: [[Paris, BSG]], Ms 1456, Bl. 452r-453r (https://archive.org/details/MS1456)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Regest ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es sei Ausdruck seiner beständigen und überaus großen Zuneigung zu Crato und seiner guten Meinung über seine Weisheit und Gelehrsamkeit, dass Camerarius alles gutheißen müsse und sogar glaube verteidigen zu müssen, von dem er wisse, dass Crato es mit Überlegung getan habe. Aber in Bezug auf Cratos Überlegungen und seine Ausführungen, die er wegen seiner guten Meinung über Camerarius und wegen ihrer einzigartigen Verbindung glaubte, ihm mitteilen zu müssen, glaube Camerarius, dass es seine Treue erfordere, Crato offen seine Meinung darzulegen und nicht einfach seine Zuneigung zu Crato sprechen zu lassen. Denn es gebe keine wahre Freundschaft ohne diese Treue. Crato solle also wissen, dass Camerarius sein Vorwort zu den &#039;&#039;disputationes&#039;&#039; (s. Anm.), die dort in seinem Fachgebiet (der Medizin) vorgelegt würden, sehr gefalle. Er habe den Eindruck, dass deren Inhalte sorgsam durchdacht und klar und geistreich dargestellt seien. Im späteren Verlauf aber, wo Crato wie von einem Windhauch davongetragen auf einen seiner Gegner losgehe, erkenne und glaube Camerarius, dass er nicht die angemessene Geistesgegenwart besessen und die Konsequenzen nicht bedacht habe und schließlich sozusagen wie von einem Sockel gefallen sei. Für Camerarius sei es aber an sich sehr schwierig, diese Stellen zu ändern, und er habe nicht die Zeit, zu überlegen und seine Gedanken niederzuschreiben, vor allem weil er gerade mit anderen Sorgen und Verpflichtungen öffentlicher und privater Natur beschäftigt sei. Dabei hielten ihn die häuslichen Pflichten in der Heimat ([[Erwähnter Ort::Bamberg]]), wo sich seine beiden Söhne immer noch aufhielten, besonders in Atem. Was solle also geschehen, frage Crato? Unter diesen Umständen könne er seiner tiefsten Überzeugung nach nicht der Autor, Ratgeber und Unterstützer der Herausgabe von Cratos Schriften sein. Denn er sei überzeugt, dass er alles leisten müsse, was er durch seinen Rat und seine Hilfe tun könne. Sobald jedoch seine Landsleute ankämen und er in Erfahrung bringen könne, wer Cratos Schrift drucken könne, werde er sehen, wie das Vorhaben in Angriff genommen werden könne, um Cratos Erwartung nicht zu enttäuschen und die Edition seines Werkes nicht durch seine Nachlässigkeit zu verzögern. Wenn Crato also seine Schriften veröffentlichen wolle, werde er dem nicht entgegenstehen und mit ihm zusammen den Erfolg des Unternehmens gewährleisten. Aber er habe sein Gewissen bei seinem Ratschlag nicht außer Acht lassen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er habe nun nicht mehr schreiben können, da sich zu den notwendigen Arbeiten an einigen Schriften großer Kummer geselle, den die gerade eingetroffene Nachricht über den Tod der Ehefrau von [[Erwähnte Person::Modestinus Pistoris]] bei ihm hervorgerufen habe. Jene sei in der vergangenen Nacht verstorben. Dieser Unglücksfall wühle ihn aus vielen Gründen sehr auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grüße an Crato und seine Familie. Crato solle versichert sein, dass Camerarius in wechselseitiger freundschaftlicher Zuneigung Gleiches mit Gleichem vergelten werde. Lebewohl.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Anne Kram)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Anmerkungen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &amp;quot;zu den &#039;&#039;disputationes&#039;&#039;&amp;quot;: Es dürfte sich ungeachtet des Begriffs &#039;&#039;disputatio&#039;&#039; um Cratos Vorrede zu seiner [[Crato, In Cl. Galeni divinos libros, 1563|&amp;quot;In Galeni libros methodi therapeutices perioche methodica&amp;quot;]] handeln. Diese enthält eine ausführliche Polemik gegen &amp;quot;obskurantistische&amp;quot; Alchemiker (Bl. * 6v: σκοτεινοί potius quam medici). In den erhaltenen Gegenbriefen Cratos aus dieser Zeit findet sich kein eindeutiger Hinweis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Literatur und weiterführende Links ===&lt;br /&gt;
* http://www.aerztebriefe.de/id/00004984&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>AK</name></author>
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		<updated>2020-06-30T14:15:20Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;AK: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Brief&lt;br /&gt;
|Werksigle=OCEp 1166&lt;br /&gt;
|Ausreifungsgrad=Druck&lt;br /&gt;
|Erstdruck in=Camerarius, Epistolae familiares, 1595&lt;br /&gt;
|Blatt/Seitenzahl im Erstdruck=S. 351-352&lt;br /&gt;
|Fremdbrief_jn=nein&lt;br /&gt;
|Absender=Joachim Camerarius I.&lt;br /&gt;
|Empfänger=Johannes Crato&lt;br /&gt;
|Datum=1562/07/06&lt;br /&gt;
|DatumGesichert=ja&lt;br /&gt;
|Bemerkungen zum Datum=Jahr eindeutig aus Tod Hommels ermittelt; im Druck fälschlich datiert: prid. Non. Iul. 63&lt;br /&gt;
|Sprache=Latein&lt;br /&gt;
|Entstehungsort=o.O.&lt;br /&gt;
|Zielort=o.O.&lt;br /&gt;
|Gedicht_jn=nein&lt;br /&gt;
|Incipit=Has dedi populari meo, qui istic apud praecipuum mercatorem operas dat&lt;br /&gt;
|Register=Biographisches (Trauerfall);Biographisches (Krankheit);Biographisches (Familie)&lt;br /&gt;
|Paratext_jn=nein&lt;br /&gt;
|Regest_jn=ja&lt;br /&gt;
|Handschrift=unbekannt&lt;br /&gt;
|Bearbeitungsstand=validiert&lt;br /&gt;
|Wiedervorlage=ja&lt;br /&gt;
|Bearbeiter=MH; AK; US&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
=== Regest ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Camerarius habe diesen Brief einem [[Erwähnte Person::Unbekannt|Landsmann]] übergeben, der dort (in [[Erwähnter Ort::Breslau]]) bei einem bedeutenden Kaufmann arbeite. Cratos Brief habe er vor drei Tagen erhalten. Gestern habe er seinen Schwiegersohn [[Erwähnte Person::Johann Hommel]] bestattet, der friedlich und fromm gestorben sei. Ein langes Siechtum und hektisches Fieber hätten seine Kräfte verzehrt und sein Leben ausgelöscht. Sie hätten einen herausragenden Meister seines Fachs verloren. Den Verlust für die Allgemeinheit bedaure er um der Universität willen nicht weniger als den persönlichen Verlust wegen seiner [[Erwähnte Person::Magdalena Camerarius|Tochter]]. Aber man solle Hommel ruhen lassen und auf sich selbst achten. Ihn plagten ein Nierenleiden, Verstopfung (στεγνώσεις) und Nierensteine. In seinem Alter sei das aber nicht verwunderlich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er hoffe, dass sein Sohn ([[Erwähnte Person::Joachim Camerarius II.|Joachim]]) gesund (in Breslau) ankomme (s. Anm.). Dass dieser drei Jahre in Italien gewesen sei, halte er für ziemlich wichtig. Er habe ihm geschrieben, dass er mit dem üblichen Ehrentitel zurückkehren solle. Er bete daher, dass Gott dies gnädig mit Glück segnen werde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er freue sich, dass Crato Camerarius&#039; Prophylaktikum oder Gegenmittel – nämlich klug zu schweigen - gutheiße. Wenn die Angelegenheit in Zukunft aber eine Stellungnahme erfordere, so müsse man sie natürlich abgeben. Manchmal sei Schweigen besser als Reden, manchmal Reden besser als Schweigen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Camerarius sei gerade damit beschäftigt, einige Schriften zu verfassen, und er zweifle nicht daran, dass sie, wenn sie abgeschlossen seien, Crato gefallen würden. Es hinderten ihn aber Verpflichtungen, vielfältige Sorgen und nicht nur geistige Überlegungen, sondern auch körperliche Tätigkeiten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Crato belebe seine alten Zweifel wieder, was den Begriff σύνοχος anbelange. Denn Camerarius wisse, welche Ausdrücke man als falsch und nichtgriechisch bezeichnet habe. Er glaube, dass [[Erwähnte Person::Galen]] am Ende beschlossen habe, die sich eingebürgerte, falsche Bezeichnung zu verwenden. Dass man nämlich von συνεχὴς πυρετός (nicht-intermittierendem Fieber) und διαλείπων πυρετός (intermittierendem Fieber) spreche, widerspreche dem gewöhnlichen Sprachgebrauch des Griechischen nicht. Der Ausdruck σύνοχος πυρετός aber sei damals neu verwendet worden. Verwende man fremdartige oder verderbte Wortformen, so handele es sich, wie Crato wisse, um Barbarismen, präge man hingegen einen neuen Ausdruck, so spreche man von Solözismus. Galen habe sich also anscheinend nicht um diese Unterscheidung (zwischen συνεχής und σύνοχος) gekümmert. Dieser nenne die Betonung, welche auf die Körperkraft gelegt werde (ἔμφασιν ἐν τῇ βίᾳ), nichts anderes als eine klare und deutliche Darstellung (s. Anm.). Diese Deutung werde auch Crato, wie Camerarius glaube, gutheißen. Wie Crato es auch halte, er solle Camerarius weiter zugetan sein, sich mit all seinen Angehörigen guter Gesundheit erfreuen und glücklich leben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lebewohl.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Anne Kram)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Anmerkungen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &amp;quot;gesund (in Breslau) ankomme&amp;quot;: Joachim Camerarius II. kündigte am 18. Juli 1562 Crato in einem Schreiben aus Padua an, etwa Ende August die Rückreise nach Deutschland antreten zu wollen ([[Breslau, UB]], R 246, Nr. 91 ex 93, Bl. 125; vgl. http://www.aerztebriefe.de/id/00009902). Tatsächlich verzögerte sich seine Rückkehr bis ins darauffolgende Jahr; vgl. http://www.aerztebriefe.de/id/00042037. Aus der Zeit bis Mai 1565 sind keine weiteren Briefe von ihm erhalten. &lt;br /&gt;
* &amp;quot;eine klare und deutliche Darstellung&amp;quot;: Der Satz muß sich auf eine Detailfrage Cratos zum Galentext beziehen und ist ohne diese – Briefe Cratos von April bis Ende Juli 1562 fehlen in [[Erlangen, UB]], Sgl. Trew – nicht eindeutig zu verstehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Literatur und weiterführende Links ===&lt;br /&gt;
* http://www.aerztebriefe.de/id/00004983&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>AK</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://camerarius.kallimachos.de/index.php?title=Camerarius_an_Crato,_06.07.1562&amp;diff=109764</id>
		<title>Camerarius an Crato, 06.07.1562</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://camerarius.kallimachos.de/index.php?title=Camerarius_an_Crato,_06.07.1562&amp;diff=109764"/>
		<updated>2020-06-30T14:08:54Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;AK: /* Regest */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Brief&lt;br /&gt;
|Werksigle=OCEp 1166&lt;br /&gt;
|Ausreifungsgrad=Druck&lt;br /&gt;
|Erstdruck in=Camerarius, Epistolae familiares, 1595&lt;br /&gt;
|Blatt/Seitenzahl im Erstdruck=S. 351-352&lt;br /&gt;
|Fremdbrief_jn=nein&lt;br /&gt;
|Absender=Joachim Camerarius I.&lt;br /&gt;
|Empfänger=Johannes Crato&lt;br /&gt;
|Datum=1562/07/06&lt;br /&gt;
|DatumGesichert=ja&lt;br /&gt;
|Bemerkungen zum Datum=Jahr eindeutig aus Tod Hommels ermittelt; im Druck fälschlich datiert: prid. Non. Iul. 63&lt;br /&gt;
|Sprache=Latein&lt;br /&gt;
|Entstehungsort=o.O.&lt;br /&gt;
|Zielort=o.O.&lt;br /&gt;
|Gedicht_jn=nein&lt;br /&gt;
|Incipit=Has dedi populari meo, qui istic apud praecipuum mercatorem operas dat&lt;br /&gt;
|Paratext_jn=nein&lt;br /&gt;
|Regest_jn=ja&lt;br /&gt;
|Handschrift=unbekannt&lt;br /&gt;
|Bearbeitungsstand=validiert&lt;br /&gt;
|Wiedervorlage=ja&lt;br /&gt;
|Bearbeiter=MH; AK; US&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
=== Regest ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Camerarius habe diesen Brief einem [[Erwähnte Person::Unbekannt|Landsmann]] übergeben, der dort (in [[Erwähnter Ort::Breslau]]) bei einem bedeutenden Kaufmann arbeite. Cratos Brief habe er vor drei Tagen erhalten. Gestern habe er seinen Schwiegersohn [[Erwähnte Person::Johann Hommel]] bestattet, der friedlich und fromm gestorben sei. Ein langes Siechtum und hektisches Fieber hätten seine Kräfte verzehrt und sein Leben ausgelöscht. Sie hätten einen herausragenden Meister seines Fachs verloren. Den Verlust für die Allgemeinheit bedaure er um der Universität willen nicht weniger als den persönlichen Verlust wegen seiner [[Erwähnte Person::Magdalena Camerarius|Tochter]]. Aber man solle Hommel ruhen lassen und auf sich selbst achten. Ihn plagten ein Nierenleiden, Verstopfung (στεγνώσεις) und Nierensteine. In seinem Alter sei das aber nicht verwunderlich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er hoffe, dass sein Sohn ([[Erwähnte Person::Joachim Camerarius II.|Joachim]]) gesund (in Breslau) ankomme (s. Anm.). Dass dieser drei Jahre in Italien gewesen sei, halte er für ziemlich wichtig. Er habe ihm geschrieben, dass er mit dem üblichen Ehrentitel zurückkehren solle. Er bete daher, dass Gott dies gnädig mit Glück segnen werde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er freue sich, dass Crato Camerarius&#039; Prophylaktikum oder Gegenmittel – nämlich klug zu schweigen - gutheiße. Wenn die Angelegenheit in Zukunft aber eine Stellungnahme erfordere, so müsse man sie natürlich abgeben. Manchmal sei Schweigen besser als Reden, manchmal Reden besser als Schweigen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Camerarius sei gerade damit beschäftigt, einige Schriften zu verfassen, und er zweifle nicht daran, dass sie, wenn sie abgeschlossen seien, Crato gefallen würden. Es hinderten ihn aber Verpflichtungen, vielfältige Sorgen und nicht nur geistige Überlegungen, sondern auch körperliche Tätigkeiten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Crato belebe seine alten Zweifel wieder, was den Begriff σύνοχος anbelange. Denn Camerarius wisse, welche Ausdrücke man als falsch und nichtgriechisch bezeichnet habe. Er glaube, dass [[Erwähnte Person::Galen]] am Ende beschlossen habe, die sich eingebürgerte, falsche Bezeichnung zu verwenden. Dass man nämlich von συνεχὴς πυρετός (nicht-intermittierendem Fieber) und διαλείπων πυρετός (intermittierendem Fieber) spreche, widerspreche dem gewöhnlichen Sprachgebrauch des Griechischen nicht. Der Ausdruck σύνοχος πυρετός aber sei damals neu verwendet worden. Verwende man fremdartige oder verderbte Wortformen, so handele es sich, wie Crato wisse, um Barbarismen, präge man hingegen einen neuen Ausdruck, so spreche man von Solözismus. Galen habe sich also anscheinend nicht um diese Unterscheidung (zwischen συνεχής und σύνοχος) gekümmert. Dieser nenne die Betonung, welche auf die Körperkraft gelegt werde (ἔμφασιν ἐν τῇ βίᾳ), nichts anderes als eine klare und deutliche Darstellung (s. Anm.). Diese Deutung werde auch Crato, wie Camerarius glaube, gutheißen. Wie Crato es auch halte, er solle Camerarius weiter zugetan sein, sich mit all seinen Angehörigen guter Gesundheit erfreuen und glücklich leben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lebewohl.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Anne Kram)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Anmerkungen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &amp;quot;gesund (in Breslau) ankomme&amp;quot;: Joachim Camerarius II. kündigte am 18. Juli 1562 Crato in einem Schreiben aus Padua an, etwa Ende August die Rückreise nach Deutschland antreten zu wollen ([[Breslau, UB]], R 246, Nr. 91 ex 93, Bl. 125; vgl. http://www.aerztebriefe.de/id/00009902). Tatsächlich verzögerte sich seine Rückkehr bis ins darauffolgende Jahr; vgl. http://www.aerztebriefe.de/id/00042037. Aus der Zeit bis Mai 1565 sind keine weiteren Briefe von ihm erhalten. &lt;br /&gt;
* &amp;quot;eine klare und deutliche Darstellung&amp;quot;: Der Satz muß sich auf eine Detailfrage Cratos zum Galentext beziehen und ist ohne diese – Briefe Cratos von April bis Ende Juli 1562 fehlen in [[Erlangen, UB]], Sgl. Trew – nicht eindeutig zu verstehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Literatur und weiterführende Links ===&lt;br /&gt;
* http://www.aerztebriefe.de/id/00004983&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>AK</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://camerarius.kallimachos.de/index.php?title=Camerarius_an_Crato,_06.07.1562&amp;diff=109763</id>
		<title>Camerarius an Crato, 06.07.1562</title>
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		<updated>2020-06-30T14:06:27Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;AK: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Brief&lt;br /&gt;
|Werksigle=OCEp 1166&lt;br /&gt;
|Ausreifungsgrad=Druck&lt;br /&gt;
|Erstdruck in=Camerarius, Epistolae familiares, 1595&lt;br /&gt;
|Blatt/Seitenzahl im Erstdruck=S. 351-352&lt;br /&gt;
|Fremdbrief_jn=nein&lt;br /&gt;
|Absender=Joachim Camerarius I.&lt;br /&gt;
|Empfänger=Johannes Crato&lt;br /&gt;
|Datum=1562/07/06&lt;br /&gt;
|DatumGesichert=ja&lt;br /&gt;
|Bemerkungen zum Datum=Jahr eindeutig aus Tod Hommels ermittelt; im Druck fälschlich datiert: prid. Non. Iul. 63&lt;br /&gt;
|Sprache=Latein&lt;br /&gt;
|Entstehungsort=o.O.&lt;br /&gt;
|Zielort=o.O.&lt;br /&gt;
|Gedicht_jn=nein&lt;br /&gt;
|Incipit=Has dedi populari meo, qui istic apud praecipuum mercatorem operas dat&lt;br /&gt;
|Paratext_jn=nein&lt;br /&gt;
|Regest_jn=ja&lt;br /&gt;
|Handschrift=unbekannt&lt;br /&gt;
|Bearbeitungsstand=validiert&lt;br /&gt;
|Wiedervorlage=ja&lt;br /&gt;
|Bearbeiter=MH; AK; US&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
=== Regest ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Camerarius habe diesen Brief einem [[Erwähnte Person::Unbekannt|Landsmann]] übergeben, der dort (in [[Erwähnter Ort::Breslau]]) bei einem bedeutenden Kaufmann arbeite. Cratos Brief habe er vor drei Tagen erhalten. Gestern habe er seinen Schwiegersohn [[Erwähnte Person::Johann Hommel]] bestattet, der friedlich und fromm gestorben sei. Ein langes Siechtum und hektisches Fieber hätten seine Kräfte verzehrt und sein Leben ausgelöscht. Sie hätten einen herausragenden Meister seines Fachs verloren. Den Verlust für die Allgemeinheit bedaure er um der Universität willen nicht weniger als den persönlichen Verlust wegen seiner [[Erwähnte Person::Magdalena Camerarius|Tochter]]. Aber man solle Hommel ruhen lassen und auf sich selbst achten. Ihn plagten ein Nierenleiden, Verstopfung (στεγνώσεις) und Nierensteine. In seinem Alter sei das aber nicht verwunderlich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er hoffe, dass sein Sohn ([[Erwähnte Person::Joachim Camerarius|Joachim]]) gesund (in Breslau) ankomme (s. Anm.). Dass dieser drei Jahre in Italien gewesen sei, halte er für ziemlich wichtig. Er habe ihm geschrieben, dass er mit dem üblichen Ehrentitel zurückkehren solle. Er bete daher, dass Gott dies gnädig mit Glück segnen werde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er freue sich, dass Crato Camerarius&#039; Prophylaktikum oder Gegenmittel – nämlich klug zu schweigen - gutheiße. Wenn die Angelegenheit in Zukunft aber eine Stellungnahme erfordere, so müsse man sie natürlich abgeben. Manchmal sei Schweigen besser als Reden, manchmal Reden besser als Schweigen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Camerarius sei gerade damit beschäftigt, einige Schriften zu verfassen, und er zweifle nicht daran, dass sie, wenn sie abgeschlossen seien, Crato gefallen würden. Es hinderten ihn aber Verpflichtungen, vielfältige Sorgen und nicht nur geistige Überlegungen, sondern auch körperliche Tätigkeiten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Crato belebe seine alten Zweifel wieder, was den Begriff σύνοχος anbelange. Denn Camerarius wisse, welche Ausdrücke man als falsch und nichtgriechisch bezeichnet habe. Er glaube, dass [[Erwähnte Person::Galen]] am Ende beschlossen habe, die sich eingebürgerte, falsche Bezeichnung zu verwenden. Dass man nämlich von συνεχὴς πυρετός (nicht-intermittierendem Fieber) und διαλείπων πυρετός (intermittierendem Fieber) spreche, widerspreche dem gewöhnlichen Sprachgebrauch des Griechischen nicht. Der Ausdruck σύνοχος πυρετός aber sei damals neu verwendet worden. Verwende man fremdartige oder verderbte Wortformen, so handele es sich, wie Crato wisse, um Barbarismen, präge man hingegen einen neuen Ausdruck, so spreche man von Solözismus. Galen habe sich also anscheinend nicht um diese Unterscheidung (zwischen συνεχής und σύνοχος) gekümmert. Dieser nenne die Betonung, welche auf die Körperkraft gelegt werde (ἔμφασιν ἐν τῇ βίᾳ), nichts anderes als eine klare und deutliche Darstellung (s. Anm.). Diese Deutung werde auch Crato, wie Camerarius glaube, gutheißen. Wie Crato es auch halte, er solle Camerarius weiter zugetan sein, sich mit all seinen Angehörigen guter Gesundheit erfreuen und glücklich leben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lebewohl.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Anne Kram)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Anmerkungen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &amp;quot;gesund (in Breslau) ankomme&amp;quot;: Joachim Camerarius II. kündigte am 18. Juli 1562 Crato in einem Schreiben aus Padua an, etwa Ende August die Rückreise nach Deutschland antreten zu wollen ([[Breslau, UB]], R 246, Nr. 91 ex 93, Bl. 125; vgl. http://www.aerztebriefe.de/id/00009902). Tatsächlich verzögerte sich seine Rückkehr bis ins darauffolgende Jahr; vgl. http://www.aerztebriefe.de/id/00042037. Aus der Zeit bis Mai 1565 sind keine weiteren Briefe von ihm erhalten. &lt;br /&gt;
* &amp;quot;eine klare und deutliche Darstellung&amp;quot;: Der Satz muß sich auf eine Detailfrage Cratos zum Galentext beziehen und ist ohne diese – Briefe Cratos von April bis Ende Juli 1562 fehlen in [[Erlangen, UB]], Sgl. Trew – nicht eindeutig zu verstehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Literatur und weiterführende Links ===&lt;br /&gt;
* http://www.aerztebriefe.de/id/00004983&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>AK</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://camerarius.kallimachos.de/index.php?title=Camerarius_an_Crato,_15.10.1561&amp;diff=109762</id>
		<title>Camerarius an Crato, 15.10.1561</title>
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		<updated>2020-06-30T10:42:45Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;AK: /* Literatur und weiterführende Links */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Brief&lt;br /&gt;
|Werksigle=OCEp 1164&lt;br /&gt;
|Besitzende Institution=Paris, BSG&lt;br /&gt;
|Signatur, Blatt/Seite=Ms 1456, Bl. 451v-452r&lt;br /&gt;
|Ausreifungsgrad=Abschrift&lt;br /&gt;
|Erstdruck in=Camerarius, Epistolae familiares, 1595&lt;br /&gt;
|Blatt/Seitenzahl im Erstdruck=S. 348-350&lt;br /&gt;
|Fremdbrief_jn=nein&lt;br /&gt;
|Absender=Joachim Camerarius I.&lt;br /&gt;
|Empfänger=Johannes Crato&lt;br /&gt;
|Datum=1561/10/15&lt;br /&gt;
|DatumGesichert=ja&lt;br /&gt;
|Bemerkungen zum Datum=Id. VIIIbr. (o.J.); Jahr ermittelt durch [[Gillet 1869]], S. 390&lt;br /&gt;
|Sprache=Latein&lt;br /&gt;
|Entstehungsort=o.O.&lt;br /&gt;
|Zielort=o.O.&lt;br /&gt;
|Gedicht_jn=nein&lt;br /&gt;
|Incipit=Nullum vidi, qui tuas literas afferret&lt;br /&gt;
|Link=https://archive.org/details/MS1456&lt;br /&gt;
|Register=Briefe/Redaktionelle Überarbeitung;Briefe/Parallelüberlieferung;Biographisches (Reise)&lt;br /&gt;
|Paratext_jn=nein&lt;br /&gt;
|Regest_jn=ja&lt;br /&gt;
|Handschrift=gesehen&lt;br /&gt;
|Bearbeitungsstand=validiert&lt;br /&gt;
|Wiedervorlage=ja&lt;br /&gt;
|Bearbeiter=MH; US; AK&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Abweichendes Incipit in der Abschrift: &#039;&#039;Nullum vidi Polonum, qui tuas literas afferret&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Regest ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Camerarius habe keinen Polen (s. Anm.) gesehen, der Cratos Brief (s. Anm.) gebracht habe, und die Sitten dieses Volkes passten irgendwie nicht zu den ihren. Crato werde sich erinnern, was er in jenem Brief ([[Erwähntes Werk::Camerarius an Crato, 12.10.1561|vom 12. Oktober]]) geschrieben habe. Camerarius wolle, dass er dort (in [[Erwähnter Ort::Breslau]]) bleibe und die Ereignisse nicht nur gelassen, sondern auch tapfer und hoch erhobenen Hauptes ertrage. Er solle Camerarius glauben, dass er nicht besser für sich selbst sorgen und sich nicht schlimmer an seinen Neidern rächen könne. Denn der Gedanke des Gedichts von [[Erwähnte Person::Pindar]], der Crato – wie er schreibe – gewissermaßen bestürme, müsse seiner Meinung nach von einem anständigen Mann sorgfältig überdacht werden. Dennoch solle Crato bitte das ganze Gedicht lesen und auch das, was derselbe Dichter über das Ziel (oder: Ende) des Lebens schreibe, oder besser noch diese ganze Gattung. Aber wozu brauche man solche Untersuchungen? Man solle dies tun, um zu einem unabhängigen Urteil zu gelangen und damit die Vernunft nicht den Affekten unterliege, und so werde die Sache sich leicht klären. Tatsächlich sei es aber unmännlich, wenn man seinen Schmerz nicht ertragen könne ([[Erwähnte Person::Philemon]] fr. 136). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er habe dies geschrieben, nachdem er den zweiten Brief von Crato erhalten habe und seinen eigenen vor drei Tagen geschriebenen, aber noch nicht abgeschickten gefunden habe, nach seiner Rückkehr von Fürst [[Erwähnte Person::Joachim (Anhalt)]]. Zu diesem sei er mit [[Erwähnte Person::Caspar Peucer]] gereist, um ihn zwar nicht krank, aber doch kraftlos vorzufinden. Sie hätten sich auf dem Weg viel über die Ereignisse unterhalten, und ihre Gespräche seien voll von Lob und Sorge um Crato gewesen. Sie seien sich aber darüber einig, was man ertragen und wovon man sich dagegen freimachen müsse. Camerarius habe gehört, dass genau diese Herausforderung (ὑποθήκη) vor Cratos Haustür stehe. Vielen, sage Cratos Lyriker, geschehe unvermutet Trauriges und die, die kummervollen Stürmen ausgesetzt seien, würden in kurzer Zeit ihr Leid in das höchste Gute verwandeln (Pind. O. 12,11ff.). Auf diese Zeit warteten sie also. Camerarius bedaure, dass ihr Zusammentreffen wegen der verpassten Gelegenheit verhindert worden sei. Denn um weiter Pindar zu zitieren, versuche auch Freude, sich vor Augen zu stellen, was zuverlässig sei (Pind. N. 8,43ff.). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu jenem Fest (s. Anm.) zu reisen habe er nicht vor, zumal er nicht von den Brautleuten selbst dazu aufgefordert worden sei, und von ihm werde auch keine Zierde der Feier ausgehen.&lt;br /&gt;
Bald müsse er eine Reise zur Inspektion der Fürstenschulen unternehmen und er sei mit anderem beschäftigt gewesen und wusste nicht mehr, was er gerade außerdem schreiben solle.&lt;br /&gt;
Beste Grüße an Crato und seine Familie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Freund der Musen solle er Trauer und Furcht den reißenden Winden übergeben, um sie ins kretische Meer zu tragen (vgl. Hor. Od. 1,26), wie der römische Dichter ([[Erwähnte Person::Horaz]]) sage. Was aber seien die Musen? Vor allem ein gutes Gewissen und das eifrige Streben nach Frömmigkeit, Pflichtbewusstsein, Beständigkeit und ähnlichen Grundhaltungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lebewohl. Grüße von Camerarius&#039; Familie an Cratos Familie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Anne Kram)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Anmerkungen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &amp;quot;keinen Polen&amp;quot;: Im Druck anonymisiert.&lt;br /&gt;
* &amp;quot;Cratos Brief&amp;quot;: Crato an Camerarius, 7.10.1561, Incipit: &#039;&#039;Ante dies octo cuidam Polono (...) epistolas ad te dedi&#039;&#039; ([[Erlangen, UB]], Trew, Crato Nr. 146; vgl. http://www.aerztebriefe.de/id/00049717)&lt;br /&gt;
* &amp;quot;zu jenem Fest&amp;quot;: Gemeint ist die bevorstehende Hochzeitsfeier des Dr. Balthasar in Breslau, zu der anzureisen Crato Camerarius am 7. Oktober vorschlug (s. vorherige Anm.). Es könnte sich um den Arzt Balthasar Scheider handeln. Der Vergleich der Monau’schen Briefabschrift und des Druckes zeigt, dass die Anspielung von den Herausgebern nicht mehr verstanden wurde:&lt;br /&gt;
** ms.: &#039;&#039;Ad illam vero pompam ... contendere animus mihi fuit numquam, ad quem neque directa fuisset incitatio&#039;&#039;; &lt;br /&gt;
** Dr.: &#039;&#039;Ad illam vero pompam ... conscendere animus mihi fuit nunquam, ad quam neque directa fuisset invitatio&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Literatur und weiterführende Links ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Gillet 1869]]&lt;br /&gt;
* http://www.aerztebriefe.de/id/00004981&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>AK</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://camerarius.kallimachos.de/index.php?title=Camerarius_an_Crato,_22.12.1561&amp;diff=109761</id>
		<title>Camerarius an Crato, 22.12.1561</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://camerarius.kallimachos.de/index.php?title=Camerarius_an_Crato,_22.12.1561&amp;diff=109761"/>
		<updated>2020-06-30T10:40:14Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;AK: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Brief&lt;br /&gt;
|Werksigle=OCEp 1165&lt;br /&gt;
|Besitzende Institution=Wroclaw, UB&lt;br /&gt;
|Signatur, Blatt/Seite=R 248, Teil II, Nr. 3 (alt 174), Bl. 263&lt;br /&gt;
|Ausreifungsgrad=Original&lt;br /&gt;
|Erstdruck in=Camerarius, Epistolae familiares, 1595&lt;br /&gt;
|Blatt/Seitenzahl im Erstdruck=S. 350-351&lt;br /&gt;
|Fremdbrief_jn=nein&lt;br /&gt;
|Absender=Joachim Camerarius I.&lt;br /&gt;
|Empfänger=Johannes Crato&lt;br /&gt;
|Datum=1561/12/22&lt;br /&gt;
|DatumGesichert=ja&lt;br /&gt;
|Bemerkungen zum Datum=XI. Cal. Ianuarii Mensis inchoantis annum LXII; im Druck fälschlich geändert zu: incoantis annum 63 (Korrektur bereits bei [[Gillet 1861]], S. 48 vermerkt)&lt;br /&gt;
|Sprache=Latein&lt;br /&gt;
|Entstehungsort=o.O.&lt;br /&gt;
|Zielort=Breslau&lt;br /&gt;
|Gedicht_jn=nein&lt;br /&gt;
|Incipit=Necessarii tui εἰρωνείας&lt;br /&gt;
|Link=http://iip.bu.uni.wroc.pl/index.php?s=RKP_R_248_15386&lt;br /&gt;
|Register=Briefe/Parallelüberlieferung;Gnesiolutheraner;Synergistischer Streit (1556-1560/61)&lt;br /&gt;
|Paratext_jn=nein&lt;br /&gt;
|Regest_jn=ja&lt;br /&gt;
|Handschrift=gesehen&lt;br /&gt;
|Bearbeitungsstand=validiert&lt;br /&gt;
|Wiedervorlage=ja&lt;br /&gt;
|Bearbeiter=US; AK&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
=== Regest ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Camerarius habe sich nicht über die Scherze von [[Erwähnte Person::Unbekannt|Cratos Freund]] über seine wie auch immer geartete Ausdrucksfähigkeit geärgert, da er wisse, dass diese von Crato und ziemlich vielen anderen Gelehrten nicht abgelehnt werde. Er habe sie jedoch nie für Beleidigungen missbraucht, auch wenn er sich neulich beinahe dazu verstiegen hätte, als er mitbekommen habe, dass der Ruf eines äußerst frommen, weisen und gebildeten verstorbenen Mannes, der ihm sehr lieb gewesen sei, auf sehr unangemessene Weise verunglimpft worden sei, von einigen gedankenlosen und schlechten Menschen, um nichts Schlimmeres zu sagen. Aber er habe sich zurückgehalten und sei zurückgerudert (s. Anm.), habe aber doch seine eigentliche Absicht nicht so sehr verändert wie seine Vorgehensweise und suche nun nach einer passenderen Art zu reagieren. Aber um zur eigentlichen Sache zurückzukehren: Solle doch jeder spotten und sagen, was er denke und glaube. Nichtsdestoweniger hoffe er, dass das geschehe, was von anständigen und gelehrten Männern nicht missbilligt werde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Erwähnte Person::Johann Stigel|(Johann) Stigel]] deute an, dass der geistlose Haufen des Illyricus ([[Erwähnte Person::Matthias Flacius]]) endlich entlassen werde (s. Anm.), der die Atmosphäre in ([[Erwähnter Ort::Jena]]) eine Zeit lang verdorben habe. Darüber müsse Camerarius nicht mehr schreiben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Cratos, oder eher ihr, [[Erwähnte Person::Gottfried Scharff|Gottfried (Scharff)]] sei in einem schlimmen Unwetter angekommen. Camerarius&#039; Freundschaftsdienste für diesen seien viel geringer gewesen als die Cratos für seine Familie. Er habe ihm die Möglichkeit gegeben, bei ihm zu logieren, und habe ihm, da Crato geschrieben habe, dass er ihn mit seinem Rat unterstützen solle, alle Aufmerksamkeit, Hilfe und Umsicht entgegengebracht. Aber er sei ihm in seiner Zurückhaltung weder mit irgendeiner Mitteilung noch mit einer Bitte zur Last gefallen. So habe Gottfried ihn gebeten, seinen Brief, den er hier (in [[Erwähnter Ort::Leipzig]]) gelassen habe, zusammen mit einem eigenen, in dem er Gottfried erwähnen solle, an [[Erwähnte Person::Johann Baptist Haintzel|(Johann Baptist) Haintzel]] schicken solle. Dies werde er sorgfältig erledigen. Aber es sei ihm in den Sinn gekommen, was der Dichter ([[Erwähnte Person::Martial]]) gesagt habe, nämlich dass der sich irre, der glaube, er müsse seinen eigenen Freunden angepriesen werden (Mart. 3,5,11f.). (folgender Satz nur im Original:) Und Haintzel gehöre ganz zu Cratos Freunden. Gottfried habe gesagt, dass er nach [[Erwähnter Ort::Wittenberg]] reisen wolle, und habe Camerarius die Briefe überbracht, die Crato dem seinen beigefügt hatte. Er schicke Cratos Verse zurück an ihn und habe keine Änderungsvorschläge. Was den geänderten Vers angehe, so stimme er ihm zu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grüße an Cratos Familie, auch von Camerarius&#039; Familie. Lebewohl. Er bete, dass das neue Jahr, welches für ihn selbst das klimakterische (s. Anm.) sei, glücklich für Crato und seine Familie werde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Anne Kram)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Anmerkungen ===&lt;br /&gt;
* &amp;quot;sei zurückgerudert&amp;quot;: ἐκρουσάμην τὴν πρύμνην. Für den Druck wurde πρύμνην zu τρίαιναν verlesen und die Wendung daher marginal (falsch) als &#039;&#039;quassavi tridentem&#039;&#039; übersetzt.&lt;br /&gt;
* &amp;quot;der geistlose Haufen des Illyricus (Matthias Flacius) endlich entlassen werde&amp;quot;: 1561 wurden Flacius und seine Anhänger Simon Musaeus, Johannes Wigand und Matthäus Judex ihres Amtes an der Universität Jena enthoben.&lt;br /&gt;
* &amp;quot;das klimakterische&amp;quot;: Zur Vorstellung der &amp;quot;Stufenjahre&amp;quot; vgl. [[Stolberg 2007]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Literatur und weiterführende Links ===&lt;br /&gt;
* http://www.aerztebriefe.de/id/00004982&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>AK</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://camerarius.kallimachos.de/index.php?title=Camerarius_an_Crato,_22.12.1561&amp;diff=109760</id>
		<title>Camerarius an Crato, 22.12.1561</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://camerarius.kallimachos.de/index.php?title=Camerarius_an_Crato,_22.12.1561&amp;diff=109760"/>
		<updated>2020-06-30T10:36:07Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;AK: /* Regest */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Brief&lt;br /&gt;
|Werksigle=OCEp 1165&lt;br /&gt;
|Besitzende Institution=Wroclaw, UB&lt;br /&gt;
|Signatur, Blatt/Seite=R 248, Teil II, Nr. 3 (alt 174), Bl. 263&lt;br /&gt;
|Ausreifungsgrad=Original&lt;br /&gt;
|Erstdruck in=Camerarius, Epistolae familiares, 1595&lt;br /&gt;
|Blatt/Seitenzahl im Erstdruck=S. 350-351&lt;br /&gt;
|Fremdbrief_jn=nein&lt;br /&gt;
|Absender=Joachim Camerarius I.&lt;br /&gt;
|Empfänger=Johannes Crato&lt;br /&gt;
|Datum=1561/12/22&lt;br /&gt;
|DatumGesichert=ja&lt;br /&gt;
|Bemerkungen zum Datum=XI. Cal. Ianuarii Mensis inchoantis annum LXII; im Druck fälschlich geändert zu: incoantis annum 63 (Korrektur bereits bei [[Gillet 1861]], S. 48 vermerkt)&lt;br /&gt;
|Sprache=Latein&lt;br /&gt;
|Entstehungsort=o.O.&lt;br /&gt;
|Zielort=Breslau&lt;br /&gt;
|Gedicht_jn=nein&lt;br /&gt;
|Incipit=Necessarii tui εἰρωνείας&lt;br /&gt;
|Link=http://iip.bu.uni.wroc.pl/index.php?s=RKP_R_248_15386&lt;br /&gt;
|Register=Briefe/Parallelüberlieferung&lt;br /&gt;
|Paratext_jn=nein&lt;br /&gt;
|Regest_jn=ja&lt;br /&gt;
|Handschrift=gesehen&lt;br /&gt;
|Bearbeitungsstand=validiert&lt;br /&gt;
|Wiedervorlage=ja&lt;br /&gt;
|Bearbeiter=US; AK&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
=== Regest ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Camerarius habe sich nicht über die Scherze von [[Erwähnte Person::Unbekannt|Cratos Freund]] über seine wie auch immer geartete Ausdrucksfähigkeit geärgert, da er wisse, dass diese von Crato und ziemlich vielen anderen Gelehrten nicht abgelehnt werde. Er habe sie jedoch nie für Beleidigungen missbraucht, auch wenn er sich neulich beinahe dazu verstiegen hätte, als er mitbekommen habe, dass der Ruf eines äußerst frommen, weisen und gebildeten verstorbenen Mannes, der ihm sehr lieb gewesen sei, auf sehr unangemessene Weise verunglimpft worden sei, von einigen gedankenlosen und schlechten Menschen, um nichts Schlimmeres zu sagen. Aber er habe sich zurückgehalten und sei zurückgerudert (s. Anm.), habe aber doch seine eigentliche Absicht nicht so sehr verändert wie seine Vorgehensweise und suche nun nach einer passenderen Art zu reagieren. Aber um zur eigentlichen Sache zurückzukehren: Solle doch jeder spotten und sagen, was er denke und glaube. Nichtsdestoweniger hoffe er, dass das geschehe, was von anständigen und gelehrten Männern nicht missbilligt werde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Erwähnte Person::Johann Stigel|(Johann) Stigel]] deute an, dass der geistlose Haufen des Illyricus ([[Erwähnte Person::Matthias Flacius]]) endlich entlassen werde (s. Anm.), der die Atmosphäre in ([[Erwähnter Ort::Jena]]) eine Zeit lang verdorben habe. Darüber müsse Camerarius nicht mehr schreiben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Cratos, oder eher ihr, [[Erwähnte Person::Gottfried Scharff|Gottfried (Scharff)]] sei in einem schlimmen Unwetter angekommen. Camerarius&#039; Freundschaftsdienste für diesen seien viel geringer gewesen als die Cratos für seine Familie. Er habe ihm die Möglichkeit gegeben, bei ihm zu logieren, und habe ihm, da Crato geschrieben habe, dass er ihn mit seinem Rat unterstützen solle, alle Aufmerksamkeit, Hilfe und Umsicht entgegengebracht. Aber er sei ihm in seiner Zurückhaltung weder mit irgendeiner Mitteilung noch mit einer Bitte zur Last gefallen. So habe Gottfried ihn gebeten, seinen Brief, den er hier (in [[Erwähnter Ort::Leipzig]]) gelassen habe, zusammen mit einem eigenen, in dem er Gottfried erwähnen solle, an [[Erwähnte Person::Johann Baptist Haintzel|(Johann Baptist) Haintzel]] schicken solle. Dies werde er sorgfältig erledigen. Aber es sei ihm in den Sinn gekommen, was der Dichter ([[Erwähnte Person::Martial]]) gesagt habe, nämlich dass der sich irre, der glaube, er müsse seinen eigenen Freunden angepriesen werden (Mart. 3,5,11f.). (folgender Satz nur im Original:) Und Haintzel gehöre ganz zu Cratos Freunden. Gottfried habe gesagt, dass er nach [[Erwähnter Ort::Wittenberg]] reisen wolle, und habe Camerarius die Briefe überbracht, die Crato dem seinen beigefügt hatte. Er schicke Cratos Verse zurück an ihn und habe keine Änderungsvorschläge. Was den geänderten Vers angehe, so stimme er ihm zu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grüße an Cratos Familie, auch von Camerarius&#039; Familie. Lebewohl. Er bete, dass das neue Jahr, welches für ihn selbst das klimakterische (s. Anm.) sei, glücklich für Crato und seine Familie werde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Anne Kram)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Anmerkungen ===&lt;br /&gt;
* &amp;quot;sei zurückgerudert&amp;quot;: ἐκρουσάμην τὴν πρύμνην. Für den Druck wurde πρύμνην zu τρίαιναν verlesen und die Wendung daher marginal (falsch) als &#039;&#039;quassavi tridentem&#039;&#039; übersetzt.&lt;br /&gt;
* &amp;quot;der geistlose Haufen des Illyricus (Matthias Flacius) endlich entlassen werde&amp;quot;: 1561 wurden Flacius und seine Anhänger Simon Musaeus, Johannes Wigand und Matthäus Judex ihres Amtes an der Universität Jena enthoben.&lt;br /&gt;
* &amp;quot;das klimakterische&amp;quot;: Zur Vorstellung der &amp;quot;Stufenjahre&amp;quot; vgl. [[Stolberg 2007]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Literatur und weiterführende Links ===&lt;br /&gt;
* http://www.aerztebriefe.de/id/00004982&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>AK</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://camerarius.kallimachos.de/index.php?title=Camerarius_an_Crato,_22.12.1561&amp;diff=109759</id>
		<title>Camerarius an Crato, 22.12.1561</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://camerarius.kallimachos.de/index.php?title=Camerarius_an_Crato,_22.12.1561&amp;diff=109759"/>
		<updated>2020-06-30T10:35:12Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;AK: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Brief&lt;br /&gt;
|Werksigle=OCEp 1165&lt;br /&gt;
|Besitzende Institution=Wroclaw, UB&lt;br /&gt;
|Signatur, Blatt/Seite=R 248, Teil II, Nr. 3 (alt 174), Bl. 263&lt;br /&gt;
|Ausreifungsgrad=Original&lt;br /&gt;
|Erstdruck in=Camerarius, Epistolae familiares, 1595&lt;br /&gt;
|Blatt/Seitenzahl im Erstdruck=S. 350-351&lt;br /&gt;
|Fremdbrief_jn=nein&lt;br /&gt;
|Absender=Joachim Camerarius I.&lt;br /&gt;
|Empfänger=Johannes Crato&lt;br /&gt;
|Datum=1561/12/22&lt;br /&gt;
|DatumGesichert=ja&lt;br /&gt;
|Bemerkungen zum Datum=XI. Cal. Ianuarii Mensis inchoantis annum LXII; im Druck fälschlich geändert zu: incoantis annum 63 (Korrektur bereits bei [[Gillet 1861]], S. 48 vermerkt)&lt;br /&gt;
|Sprache=Latein&lt;br /&gt;
|Entstehungsort=o.O.&lt;br /&gt;
|Zielort=Breslau&lt;br /&gt;
|Gedicht_jn=nein&lt;br /&gt;
|Incipit=Necessarii tui εἰρωνείας&lt;br /&gt;
|Link=http://iip.bu.uni.wroc.pl/index.php?s=RKP_R_248_15386&lt;br /&gt;
|Register=Briefe/Parallelüberlieferung&lt;br /&gt;
|Paratext_jn=nein&lt;br /&gt;
|Regest_jn=ja&lt;br /&gt;
|Handschrift=gesehen&lt;br /&gt;
|Bearbeitungsstand=validiert&lt;br /&gt;
|Wiedervorlage=ja&lt;br /&gt;
|Bearbeiter=US; AK&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
=== Regest ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Camerarius habe sich nicht über die Scherze von [[Erwähnte Person::Unbekannt|Cratos Freund]] über seine wie auch immer geartete Ausdrucksfähigkeit geärgert, da er wisse, dass diese von Crato und ziemlich vielen anderen Gelehrten nicht abgelehnt werde. Er habe sie jedoch nie für Beleidigungen missbraucht, auch wenn er sich neulich beinahe dazu verstiegen hätte, als er mitbekommen habe, dass der Ruf eines äußerst frommen, weisen und gebildeten verstorbenen Mannes, der ihm sehr lieb gewesen sei, auf sehr unangemessene Weise verunglimpft worden sei, von einigen gedankenlosen und schlechten Menschen, um nichts Schlimmeres zu sagen. Aber er habe sich zurückgehalten und sei zurückgerudert (s. Anm.), habe aber doch seine eigentliche Absicht nicht so sehr verändert wie seine Vorgehensweise und suche nun nach einer passenderen Art zu reagieren. Aber um zur eigentlichen Sache zurückzukehren: Solle doch jeder spotten und sagen, was er denke und glaube. Nichtsdestoweniger hoffe er, dass das geschehe, was von anständigen und gelehrten Männern nicht missbilligt werde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Erwähnte Person::Johann Stigel|(Johann) Stigel]] deute an, dass der geistlose Haufen des Illyricus ([[Erwähnte Person::Matthias Flacius]]) endlich entlassen werde (s. Anm.), der die Atmosphäre in ([[Erwähnter Ort::Jena]]) eine Zeit lang verdorben habe. Darüber müsse Camerarius nicht mehr schreiben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Cratos, oder eher ihr, [[Erwähnte Person::Gottfried Scharff|Gottfried (Scharff)]] sei in einem schlimmen Unwetter angekommen. Camerarius&#039; Freundschaftsdienste für diesen seien viel geringer gewesen als die Cratos für seine Familie. Er habe ihm die Möglichkeit gegeben, bei ihm zu logieren, und habe ihm, da Crato geschrieben habe, dass er ihn mit seinem Rat unterstützen solle, alle Aufmerksamkeit, Hilfe und Umsicht entgegengebracht. Aber er sei ihm in seiner Zurückhaltung weder mit irgendeiner Mitteilung noch mit einer Bitte zur Last gefallen. So habe Gottfried ihn gebeten, seinen Brief, den er hier (in [[Erwähnter Ort::Leipzig]]) gelassen habe, zusammen mit einem eigenen, in dem er Gottfried erwähnen solle, an [[Erwähnte Person::Johnn Baptist Haintzel|(Johann Baptist) Haintzel]] schicken solle. Dies werde er sorgfältig erledigen. Aber es sei ihm in den Sinn gekommen, was der Dichter ([[Erwähnte Person::Martial]]) gesagt habe, nämlich dass der sich irre, der glaube, er müsse seinen eigenen Freunden angepriesen werden (Mart. 3,5,11f.). (folgender Satz nur im Original:) Und Haintzel gehöre ganz zu Cratos Freunden. Gottfried habe gesagt, dass er nach [[Erwähnter Ort::Wittenberg]] reisen wolle, und habe Camerarius die Briefe überbracht, die Crato dem seinen beigefügt hatte. Er schicke Cratos Verse zurück an ihn und habe keine Änderungsvorschläge. Was den geänderten Vers angehe, so stimme er ihm zu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grüße an Cratos Familie, auch von Camerarius&#039; Familie. Lebewohl. Er bete, dass das neue Jahr, welches für ihn selbst das klimakterische (s. Anm.) sei, glücklich für Crato und seine Familie werde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Anne Kram)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Anmerkungen ===&lt;br /&gt;
* &amp;quot;sei zurückgerudert&amp;quot;: ἐκρουσάμην τὴν πρύμνην. Für den Druck wurde πρύμνην zu τρίαιναν verlesen und die Wendung daher marginal (falsch) als &#039;&#039;quassavi tridentem&#039;&#039; übersetzt.&lt;br /&gt;
* &amp;quot;der geistlose Haufen des Illyricus (Matthias Flacius) endlich entlassen werde&amp;quot;: 1561 wurden Flacius und seine Anhänger Simon Musaeus, Johannes Wigand und Matthäus Judex ihres Amtes an der Universität Jena enthoben.&lt;br /&gt;
* &amp;quot;das klimakterische&amp;quot;: Zur Vorstellung der &amp;quot;Stufenjahre&amp;quot; vgl. [[Stolberg 2007]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Literatur und weiterführende Links ===&lt;br /&gt;
* http://www.aerztebriefe.de/id/00004982&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>AK</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://camerarius.kallimachos.de/index.php?title=Camerarius_an_Crato,_15.10.1561&amp;diff=109758</id>
		<title>Camerarius an Crato, 15.10.1561</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://camerarius.kallimachos.de/index.php?title=Camerarius_an_Crato,_15.10.1561&amp;diff=109758"/>
		<updated>2020-06-30T10:16:02Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;AK: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Brief&lt;br /&gt;
|Werksigle=OCEp 1164&lt;br /&gt;
|Besitzende Institution=Paris, BSG&lt;br /&gt;
|Signatur, Blatt/Seite=Ms 1456, Bl. 451v-452r&lt;br /&gt;
|Ausreifungsgrad=Abschrift&lt;br /&gt;
|Erstdruck in=Camerarius, Epistolae familiares, 1595&lt;br /&gt;
|Blatt/Seitenzahl im Erstdruck=S. 348-350&lt;br /&gt;
|Fremdbrief_jn=nein&lt;br /&gt;
|Absender=Joachim Camerarius I.&lt;br /&gt;
|Empfänger=Johannes Crato&lt;br /&gt;
|Datum=1561/10/15&lt;br /&gt;
|DatumGesichert=ja&lt;br /&gt;
|Bemerkungen zum Datum=Id. VIIIbr. (o.J.); Jahr ermittelt durch [[Gillet 1869]], S. 390&lt;br /&gt;
|Sprache=Latein&lt;br /&gt;
|Entstehungsort=o.O.&lt;br /&gt;
|Zielort=o.O.&lt;br /&gt;
|Gedicht_jn=nein&lt;br /&gt;
|Incipit=Nullum vidi, qui tuas literas afferret&lt;br /&gt;
|Link=https://archive.org/details/MS1456&lt;br /&gt;
|Register=Briefe/Redaktionelle Überarbeitung;Briefe/Parallelüberlieferung;Biographisches (Reise)&lt;br /&gt;
|Paratext_jn=nein&lt;br /&gt;
|Regest_jn=ja&lt;br /&gt;
|Handschrift=gesehen&lt;br /&gt;
|Bearbeitungsstand=validiert&lt;br /&gt;
|Wiedervorlage=ja&lt;br /&gt;
|Bearbeiter=MH; US; AK&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Abweichendes Incipit in der Abschrift: &#039;&#039;Nullum vidi Polonum, qui tuas literas afferret&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Regest ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Camerarius habe keinen Polen (s. Anm.) gesehen, der Cratos Brief (s. Anm.) gebracht habe, und die Sitten dieses Volkes passten irgendwie nicht zu den ihren. Crato werde sich erinnern, was er in jenem Brief ([[Erwähntes Werk::Camerarius an Crato, 12.10.1561|vom 12. Oktober]]) geschrieben habe. Camerarius wolle, dass er dort (in [[Erwähnter Ort::Breslau]]) bleibe und die Ereignisse nicht nur gelassen, sondern auch tapfer und hoch erhobenen Hauptes ertrage. Er solle Camerarius glauben, dass er nicht besser für sich selbst sorgen und sich nicht schlimmer an seinen Neidern rächen könne. Denn der Gedanke des Gedichts von [[Erwähnte Person::Pindar]], der Crato – wie er schreibe – gewissermaßen bestürme, müsse seiner Meinung nach von einem anständigen Mann sorgfältig überdacht werden. Dennoch solle Crato bitte das ganze Gedicht lesen und auch das, was derselbe Dichter über das Ziel (oder: Ende) des Lebens schreibe, oder besser noch diese ganze Gattung. Aber wozu brauche man solche Untersuchungen? Man solle dies tun, um zu einem unabhängigen Urteil zu gelangen und damit die Vernunft nicht den Affekten unterliege, und so werde die Sache sich leicht klären. Tatsächlich sei es aber unmännlich, wenn man seinen Schmerz nicht ertragen könne ([[Erwähnte Person::Philemon]] fr. 136). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er habe dies geschrieben, nachdem er den zweiten Brief von Crato erhalten habe und seinen eigenen vor drei Tagen geschriebenen, aber noch nicht abgeschickten gefunden habe, nach seiner Rückkehr von Fürst [[Erwähnte Person::Joachim (Anhalt)]]. Zu diesem sei er mit [[Erwähnte Person::Caspar Peucer]] gereist, um ihn zwar nicht krank, aber doch kraftlos vorzufinden. Sie hätten sich auf dem Weg viel über die Ereignisse unterhalten, und ihre Gespräche seien voll von Lob und Sorge um Crato gewesen. Sie seien sich aber darüber einig, was man ertragen und wovon man sich dagegen freimachen müsse. Camerarius habe gehört, dass genau diese Herausforderung (ὑποθήκη) vor Cratos Haustür stehe. Vielen, sage Cratos Lyriker, geschehe unvermutet Trauriges und die, die kummervollen Stürmen ausgesetzt seien, würden in kurzer Zeit ihr Leid in das höchste Gute verwandeln (Pind. O. 12,11ff.). Auf diese Zeit warteten sie also. Camerarius bedaure, dass ihr Zusammentreffen wegen der verpassten Gelegenheit verhindert worden sei. Denn um weiter Pindar zu zitieren, versuche auch Freude, sich vor Augen zu stellen, was zuverlässig sei (Pind. N. 8,43ff.). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu jenem Fest (s. Anm.) zu reisen habe er nicht vor, zumal er nicht von den Brautleuten selbst dazu aufgefordert worden sei, und von ihm werde auch keine Zierde der Feier ausgehen.&lt;br /&gt;
Bald müsse er eine Reise zur Inspektion der Fürstenschulen unternehmen und er sei mit anderem beschäftigt gewesen und wusste nicht mehr, was er gerade außerdem schreiben solle.&lt;br /&gt;
Beste Grüße an Crato und seine Familie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Freund der Musen solle er Trauer und Furcht den reißenden Winden übergeben, um sie ins kretische Meer zu tragen (vgl. Hor. Od. 1,26), wie der römische Dichter ([[Erwähnte Person::Horaz]]) sage. Was aber seien die Musen? Vor allem ein gutes Gewissen und das eifrige Streben nach Frömmigkeit, Pflichtbewusstsein, Beständigkeit und ähnlichen Grundhaltungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lebewohl. Grüße von Camerarius&#039; Familie an Cratos Familie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Anne Kram)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Anmerkungen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &amp;quot;keinen Polen&amp;quot;: Im Druck anonymisiert.&lt;br /&gt;
* &amp;quot;Cratos Brief&amp;quot;: Crato an Camerarius, 7.10.1561, Incipit: &#039;&#039;Ante dies octo cuidam Polono (...) epistolas ad te dedi&#039;&#039; ([[Erlangen, UB]], Trew, Crato Nr. 146; vgl. http://www.aerztebriefe.de/id/00049717)&lt;br /&gt;
* &amp;quot;zu jenem Fest&amp;quot;: Gemeint ist die bevorstehende Hochzeitsfeier des Dr. Balthasar in Breslau, zu der anzureisen Crato Camerarius am 7. Oktober vorschlug (s. vorherige Anm.). Es könnte sich um den Arzt Balthasar Scheider handeln. Der Vergleich der Monau’schen Briefabschrift und des Druckes zeigt, dass die Anspielung von den Herausgebern nicht mehr verstanden wurde:&lt;br /&gt;
** ms.: &#039;&#039;Ad illam vero pompam ... contendere animus mihi fuit numquam, ad quem neque directa fuisset incitatio&#039;&#039;; &lt;br /&gt;
** Dr.: &#039;&#039;Ad illam vero pompam ... conscendere animus mihi fuit nunquam, ad quam neque directa fuisset invitatio&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Literatur und weiterführende Links ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Gillet 1869]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>AK</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://camerarius.kallimachos.de/index.php?title=Camerarius_an_Crato,_15.10.1561&amp;diff=109757</id>
		<title>Camerarius an Crato, 15.10.1561</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://camerarius.kallimachos.de/index.php?title=Camerarius_an_Crato,_15.10.1561&amp;diff=109757"/>
		<updated>2020-06-30T10:14:16Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;AK: /* Regest */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Brief&lt;br /&gt;
|Werksigle=OCEp 1164&lt;br /&gt;
|Besitzende Institution=Paris, BSG&lt;br /&gt;
|Signatur, Blatt/Seite=Ms 1456, Bl. 451v-452r&lt;br /&gt;
|Ausreifungsgrad=Abschrift&lt;br /&gt;
|Erstdruck in=Camerarius, Epistolae familiares, 1595&lt;br /&gt;
|Blatt/Seitenzahl im Erstdruck=S. 348-350&lt;br /&gt;
|Fremdbrief_jn=nein&lt;br /&gt;
|Absender=Joachim Camerarius I.&lt;br /&gt;
|Empfänger=Johannes Crato&lt;br /&gt;
|Datum=1561/10/15&lt;br /&gt;
|DatumGesichert=ja&lt;br /&gt;
|Bemerkungen zum Datum=Id. VIIIbr. (o.J.); Jahr ermittelt durch [[Gillet 1869]], S. 390&lt;br /&gt;
|Sprache=Latein&lt;br /&gt;
|Entstehungsort=o.O.&lt;br /&gt;
|Zielort=o.O.&lt;br /&gt;
|Gedicht_jn=nein&lt;br /&gt;
|Incipit=Nullum vidi, qui tuas literas afferret&lt;br /&gt;
|Link=https://archive.org/details/MS1456&lt;br /&gt;
|Register=Briefe/Redaktionelle Überarbeitung;Briefe/Parallelüberlieferung&lt;br /&gt;
|Paratext_jn=nein&lt;br /&gt;
|Regest_jn=ja&lt;br /&gt;
|Handschrift=gesehen&lt;br /&gt;
|Bearbeitungsstand=validiert&lt;br /&gt;
|Wiedervorlage=ja&lt;br /&gt;
|Bearbeiter=MH; US; AK&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Abweichendes Incipit in der Abschrift: &#039;&#039;Nullum vidi Polonum, qui tuas literas afferret&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Regest ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Camerarius habe keinen Polen (s. Anm.) gesehen, der Cratos Brief (s. Anm.) gebracht habe, und die Sitten dieses Volkes passten irgendwie nicht zu den ihren. Crato werde sich erinnern, was er in jenem Brief ([[Erwähntes Werk::Camerarius an Crato, 12.10.1561|vom 12. Oktober]]) geschrieben habe. Camerarius wolle, dass er dort (in [[Erwähnter Ort::Breslau]]) bleibe und die Ereignisse nicht nur gelassen, sondern auch tapfer und hoch erhobenen Hauptes ertrage. Er solle Camerarius glauben, dass er nicht besser für sich selbst sorgen und sich nicht schlimmer an seinen Neidern rächen könne. Denn der Gedanke des Gedichts von [[Erwähnte Person::Pindar]], der Crato – wie er schreibe – gewissermaßen bestürme, müsse seiner Meinung nach von einem anständigen Mann sorgfältig überdacht werden. Dennoch solle Crato bitte das ganze Gedicht lesen und auch das, was derselbe Dichter über das Ziel (oder: Ende) des Lebens schreibe, oder besser noch diese ganze Gattung. Aber wozu brauche man solche Untersuchungen? Man solle dies tun, um zu einem unabhängigen Urteil zu gelangen und damit die Vernunft nicht den Affekten unterliege, und so werde die Sache sich leicht klären. Tatsächlich sei es aber unmännlich, wenn man seinen Schmerz nicht ertragen könne ([[Erwähnte Person::Philemon]] fr. 136). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er habe dies geschrieben, nachdem er den zweiten Brief von Crato erhalten habe und seinen eigenen vor drei Tagen geschriebenen, aber noch nicht abgeschickten gefunden habe, nach seiner Rückkehr von Fürst [[Erwähnte Person::Joachim (Anhalt)]]. Zu diesem sei er mit [[Erwähnte Person::Caspar Peucer]] gereist, um ihn zwar nicht krank, aber doch kraftlos vorzufinden. Sie hätten sich auf dem Weg viel über die Ereignisse unterhalten, und ihre Gespräche seien voll von Lob und Sorge um Crato gewesen. Sie seien sich aber darüber einig, was man ertragen und wovon man sich dagegen freimachen müsse. Camerarius habe gehört, dass genau diese Herausforderung (ὑποθήκη) vor Cratos Haustür stehe. Vielen, sage Cratos Lyriker, geschehe unvermutet Trauriges und die, die kummervollen Stürmen ausgesetzt seien, würden in kurzer Zeit ihr Leid in das höchste Gute verwandeln (Pind. O. 12,11ff.). Auf diese Zeit warteten sie also. Camerarius bedaure, dass ihr Zusammentreffen wegen der verpassten Gelegenheit verhindert worden sei. Denn um weiter Pindar zu zitieren, versuche auch Freude, sich vor Augen zu stellen, was zuverlässig sei (Pind. N. 8,43ff.). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu jenem Fest (s. Anm.) zu reisen habe er nicht vor, zumal er nicht von den Brautleuten selbst dazu aufgefordert worden sei, und von ihm werde auch keine Zierde der Feier ausgehen.&lt;br /&gt;
Bald müsse er eine Reise zur Inspektion der Fürstenschulen unternehmen und er sei mit anderem beschäftigt gewesen und wusste nicht mehr, was er gerade außerdem schreiben solle.&lt;br /&gt;
Beste Grüße an Crato und seine Familie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Freund der Musen solle er Trauer und Furcht den reißenden Winden übergeben, um sie ins kretische Meer zu tragen (vgl. Hor. Od. 1,26), wie der römische Dichter ([[Erwähnte Person::Horaz]]) sage. Was aber seien die Musen? Vor allem ein gutes Gewissen und das eifrige Streben nach Frömmigkeit, Pflichtbewusstsein, Beständigkeit und ähnlichen Grundhaltungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lebewohl. Grüße von Camerarius&#039; Familie an Cratos Familie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Anne Kram)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Anmerkungen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &amp;quot;keinen Polen&amp;quot;: Im Druck anonymisiert.&lt;br /&gt;
* &amp;quot;Cratos Brief&amp;quot;: Crato an Camerarius, 7.10.1561, Incipit: &#039;&#039;Ante dies octo cuidam Polono (...) epistolas ad te dedi&#039;&#039; ([[Erlangen, UB]], Trew, Crato Nr. 146; vgl. http://www.aerztebriefe.de/id/00049717)&lt;br /&gt;
* &amp;quot;zu jenem Fest&amp;quot;: Gemeint ist die bevorstehende Hochzeitsfeier des Dr. Balthasar in Breslau, zu der anzureisen Crato Camerarius am 7. Oktober vorschlug (s. vorherige Anm.). Es könnte sich um den Arzt Balthasar Scheider handeln. Der Vergleich der Monau’schen Briefabschrift und des Druckes zeigt, dass die Anspielung von den Herausgebern nicht mehr verstanden wurde:&lt;br /&gt;
** ms.: &#039;&#039;Ad illam vero pompam ... contendere animus mihi fuit numquam, ad quem neque directa fuisset incitatio&#039;&#039;; &lt;br /&gt;
** Dr.: &#039;&#039;Ad illam vero pompam ... conscendere animus mihi fuit nunquam, ad quam neque directa fuisset invitatio&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Literatur und weiterführende Links ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Gillet 1869]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>AK</name></author>
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